Worum geht es?

Während des Sonderpädagogik-Studiums lernst du, Schüler mit verschiedenen Bedürfnissen zu fördern und abhängig von ihren jeweiligen individuellen Fähigkeiten zu unterrichten. Du sorgst dafür, dass auch Schüler mit einer Beeinträchtigung einen Schulabschluss bekommen und ihr Leben meistern können.

Was sind die Studieninhalte?

Ein Teil des Studiums vermittelt bildungswissenschaftliche Grundlagen, während sich der andere Teil mit den Lebensbedingungen von behinderten Menschen auseinandersetzt. Inhalte sind z. B.:

  • Sprachheilpädagogik
  • Erziehungswissenschaften
  • Diagnostik
  • Beratung und Betreuung
  • Körperbehindertenpädagogik
  • Gehörlosenpädagogik
  • Lernbehindertenpädagogik
  • Geistigbehindertenpädagogik

Während des Studiums kannst du zwischen verschiedenen Schwerpunkten, wie emotionale und soziale Entwicklung, körperliche und motorische Entwicklung oder Sprachförderung wählen.

 
Welche Voraussetzungen musst du mitbringen?

Wenn du dich für ein Studium der Sonderpädagogik interessierst, solltest du dich vorher fragen, ob du Geduld, Einfühlungsvermögen, Kreativität, soziale Verantwortung sowie Hilfsbereitschaft mitbringst. Weiterhin sind Interesse an wissenschaftlichen Hintergründen von pädagogischen Konzepten und Spaß an lehrenden und betreuenden Tätigkeiten wichtig.

Der Studiengang wird an Universitäten oder Pädagogischen Hochschulen angeboten, beispielsweise an der Universität zu Köln, der TU Dortmund oder der Universität Würzburg. Als Voraussetzung musst du die Allgemeine Hochschulreife vorweisen können. Der NC liegt in Deutschland zwischen 1,6 und 2,5. Zusätzlich verlangen einige Hochschulen ein Vorpraktikum oder eine andere Arbeitserfahrung im pädagogischen Bereich.

Falls du die Voraussetzungen für diesen Studiengang nicht erfüllst, kannst du dich über alternative Studiengänge informieren. Diese sind u. a.:

Was für Karrieremöglichkeiten hast du?

Nach erfolgreichem Abschluss deines Studiums der Sonderpädagogik kannst du dich nach 6 Semestern entweder Bachelor of Education (B. Ed.) oder Bachelor of Arts (B. A.) nennen. Nach weiteren 4 Semestern bist du dann Master of Education (M. Ed.) oder Master of Arts (M. A.).

Wenn du gerne als Lehrer tätig sein möchtest, musst du das schon vor dem Studium berücksichtigen. Als angehende Lehrkraft musst du nämlich deine späteren Unterrichtsfächer wie Mathe, Deutsch, Kunst, Sport, Englisch, Biologie oder Religion als Zweitfach belegen.

Neben der Lehrtätigkeit kannst du auch in weiteren Bereichen eine Anstellung finden. Das sind z. B.:

  • Heime
  • Beratungsstellen
  • Familien- und Kinderhilfe
  • Erwachsenenbildung
  • Freizeiteinrichtungen
  • Behindertenwerkstätten

Im Vergleich verdienen Lehrkräfte zu Beginn der Berufstätigkeit am meisten (zwischen 3.510 bis 5.069 € brutto). Allerdings kannst du im außerschulischen Bereich mit entsprechender Berufserfahrung und in einer leitenden Position ähnlich viel verdienen.

Du bist interessiert, hast aber kein Abitur in der Tasche? Kein Problem - in unserer Themenwelt findest du soziale Berufe für jeden Schulabschluss!

Quellen:

  1. www.studycheck.de (abgerufen am 24.11.2017)
  2. www.studieren-studium.com (abgerufen am 24.11.2017)
  3. www.bachelor-and-more.de (abgerufen am 24.11.2017)

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