Das Vorstellungsgespräch - Tipps für die Vorbereitung und was du beachten solltest

Vorstellungsgespräch - Worum geht es?

Das Hauptaugenmerk liegt im persönlichen Gespräch auf der Beurteilung deiner Persönlichkeit. Im Vorstellungsgespräch möchte der Personaler herausfinden, ob sich der erste Eindruck, den er durch deine Bewerbung hatte, bestätigt. Er möchte die Qualifikationen und die soziale Kompetenz des Bewerbers überprüfen um sich für oder gegen dich als neuen Auszubildenden zu entscheiden. Stell es dir wie eine kleine mündliche Prüfung vor. Du wirst beispielsweise nach deinen Zielen gefragt oder musst erklären, weshalb du dich ausgerechnet für diese Ausbildungsstelle beworben hast. Vielleicht ist es für dich als Bewerber auch das erste Gespräch und du machst dir einige Gedanken. Wie bereitest du dich am besten darauf vor und hinterlässt einen besonders guten Eindruck bei dem Personaler? Unserer Tipps für die Vorbereitung und zu deinem Verhalten im Vorstellungsgespräch helfen dir sicherlich weiter.

Tipps zur Vorbereitung für dein Vorstellungsgespräch

Der Termin

Bestätigen, verschieben oder absagen? Nachdem sich das Unternehmen bei dir gemeldet hat, um dich in einem ersten Gespräch persönlich kennenzulernen, werden dir ein oder mehrere Termine vorgeschlagen. Du kannst einen von diesen verbindlich bestätigen oder nach einem anderen Fragen, falls du in der Zeit verhindert bist. Sei dabei jedoch höflich und frage nach, ob es dem Personaler denn auch an dem Datum passt. Wenn du bereits eine andere Ausbildungsstelle angenommen hast, sage deinen Termin frühzeitig ab.

Dein Zeitplan

Wenn du den Termin für das Vorstellungsgespräch bestätigt hast, solltest du dich über den Ort des Unternehmens erkundigen. Schaue am besten auf der Homepage nach der genauen Adresse. Diese kannst du mit Hilfe deines Smartphones oder Laptops überprüfen und planen, wie du am besten hinkommst. Mit dem Bus, dem Fahrrad oder sogar zu Fuß? Überlege, wann du an dem Tag des Gesprächs aufstehen und wann du dich auf den Weg zum Unternehmen machen musst. Berücksichtige dabei natürlich auch deine individuelle Vorbereitungszeit, die du benötigst. Als Frau möchtest du in Ruhe Make-Up auftragen und deine Haare frisieren. Als Mann solltest du die Rasur einplanen. Die richtige Vorbereitung ist alles. Wenn du entspannt und ohne Zeitdruck in das Gespräch gehst, wird es besser verlaufen, als wenn du davor einen stressigen und chaotischen Tag hattest.

Was ziehst du an?

Neben der zeitlichen Planung solltest du deine Kleidung für das Bewerbungsgespräch ebenfalls vorbereiten. Sie sollte zum Arbeitgeber passen und sauber sein. Fleckige, nicht gebügelte oder fusselige Kleidung sind absolute No-Gos. So vermittelst du einen chaotischen und ungepflegten Eindruck, welchen der Personaler dann auch auf deine Arbeitsweise bezieht. Du setzt dich selbst nur unter Druck, indem du am selben Tag spontan deine Kleidung raussuchst und zusammenstellst. Ein Tipp für dich: Plane ein bis zwei Tage vorher, was du anziehen möchtest und lege dein Outfit sauber und gebügelt zurecht, sodass du deine Kleidung am Tag des Gesprächs nur noch entspannt anziehen musst und damit Zeit sparst.

Welche Kleidungsstücke sind passend? Für ein Vorstellungsgespräch solltest du als Frau zu einer Bluse oder Hemd, kombiniert mit einem Blazer greifen. Diese Stücke sollten mit einer dunklen Hose und gepflegten sowie edleren Schuhen kombiniert werden. Als Mann empfehlen wir dir ein Hemd und ein Jackett kombiniert mit Anzugschuhen zu tragen. Ein kompletter Anzug ist eine weitere Option für dich und ist vor allem bei Auszubildenden in Banken ein Muss. So vermittelst du einen seriösen Eindruck.

Welche Farben sollte man wählen? Die Farben deiner Kleidung sollten gedeckt sein. Auf keinen Fall solltest du zu bunte Kleidung oder Kleidung mit Mustern tragen. Diese eignen sich nicht für ein Vorstellungsgespräch. Mit schwarz und weiß sowie anderen nicht-knalligen Farben kannst du nichts falsch machen.

Style dich angemessen! Als perfekter Auszubildender solltest du neben dem optimalen Outfit auch gepflegt sein. Dusche am Tag des Gesprächs und frisiere deine Haare. Männer sollten sich nochmal rasieren. Als Frau solltest du dezenten Schmuck und dezentes Make-Up verwenden. Mascara, etwas Make-up und ein leichter Lippenstift reichen aus, um frisch auszusehen. Zu viel Schminke und Accessoires wirken zu künstlich. Trage von deinem Parfüm nicht allzu viel auf. Ein ordentliches äußerliches Erscheinungsbild stärkt den bereits positiven Eindruck des Personalers von dir.

Bereite gute Antworten und Fragen vor!

Der Personaler möchte während des Gesprächs viel über deine Kenntnisse und über dich als Person herausfinden. Aus diesem Grund wird er dir viele Fragen stellen. Ein paar typische Fragen könnten sein: Was sind Ihre Schwächen? Was unterscheidet Sie von den anderen Bewerbern? Warum möchten Sie Ihre Ausbildung bei uns machen? Wissen Sie, wie unsere Firma aufgebaut ist und wie viele Mitarbeiter angestellt sind? Es ist durchaus möglich, dass dir auch Fragen zu deinem Lebenslauf gestellt werden. Beispielweise wirst du Fragen zu deinen bisherigen Praktika beantworten müssen. Seine Stärken aufzuzeigen ist zwar erwünscht, du solltest aber nicht zu sehr von dir selbst überzeugt rüberkommen. Neben den Fragen gehört ein kurzer Small-Talk auch zu einem Bewerbungsgespräch. Auch auf diese Art bekommt der Personaler viele relevante Informationen über dich. Überlege dir, welche Gespräche zustande kommen können und was du in diesen erzählen würdest.

Natürlich solltest du auch eigene Fragen vorbereiten. Diese kannst du dir auf einem Notizblock notieren und mit ins Vorstellungsgespräch nehmen. Stelle natürlich nur Fragen, die im Gespräch nicht beantwortet wurden. Hier kannst du dir weitere Tipps sowie Beispielfragen anschauen:

Mit deiner professionellen Vorbereitung der Fragen sorgst du für Überzeugung beim Personaler. Das Sammeln von Informationen für Fragen über das Unternehmen stellt eine gute Vorbereitung für das Bewerbungsgespräch dar. Außerdem erhältst du bei der Beantwortung der Fragen gleichzeitig auch mehr Informationen. Wie groß ist das Unternehmen? Kennen Sie unser Ausbildungsprogramm? Manche Personaler fragen sogar ganz gezielt danach. Schaue dir zur Vorbereitung die Homepage des Unternehmens an und merke dir wichtige Fakten, mit denen du im Bewerbungsgespräch punkten kannst. Wenig Recherche und keine Fragen zum potentiellen Arbeitgeber zeugt von mangelhaftem Interesse. Dies kann negative Folgen haben und dich als neuen Auszubildenden ausschließen. Schließlich möchtest du in dem Unternehmen deine Ausbildung beginnen und dich beruflich weiterbilden. Ein Tipp ist somit: Mache dich vor deinem Gespräch nochmal schlau!

Nimm deine Bewerbungsunterlagen mit!

Um einen gut vorbereiteten Eindruck zu machen, drucke deine Bewerbungsunterlagen aus und nimm sie mit ins Gespräch. So vermittelst du einen motivierten Eindruck, kannst bei möglichen Fragen auf deine Bewerbung zurückgreifen und dir bestimmte Stellen deiner Bewerbung nochmal durchlesen. Einen Notizblock und einen Stift solltest du ebenfalls dabeihaben, um dir besondere Inhalte oder wichtige Informationen zu deiner Ausbildung zu notieren.

Check alle Punkte für dein Vorstellungsgespräch
Check alle Punkte für dein Vorstellungsgespräch © kalhh | Pixabay Public Domain

So punktest du im Vorstellungsgespräch!

Unternehmen wollen in einem ersten Gespräch herausfinden, ob ein Bewerber auch wirklich zu ihnen passt. Der Personaler nimmt den Bewerber deshalb genauer unter die Lupe. Hierbei achtet er auf deine Persönlichkeit, wie du dich präsentierst und mit den Fragen des Personalers umgehst. Wenn du exzellent vorbereitet bist, wirst du dich deiner Ausbildung ganz sicher einen Schritt nähern. Die Nervosität vor dem Vorstellungsgespräch ist total normal. Mache dir nicht allzu viele Gedanken und stresse dich nicht selbst. Besonders Berufsanfänger sind vor ihren ersten Vorstellungsgesprächen sehr nervös und aufgeregt. Du möchtest dich optimal vorbereiten und brauchst dabei Hilfe? Mit unseren Tipps kann nichts schief gehen!

Gute Selbstdarstellung

Vieles ist eine Frage des persönlichen Auftretens, wozu auch dein Verhalten gehört. Am Anfang eines jeden Gesprächs lernen sich die Personen kennen. Stehe deshalb auf und stelle dich vor! Halte dabei Blickkontakt und gebe deinem Gegenüber die Hand. Setze dich außerdem erst auf den Platz, wenn er dir angeboten wird oder sich der Personaler gesetzt hat. Das unterstreicht deine guten Umgangsformen.

Du als Gesprächspartner

Sprich deutlich und langsam. Wenn dir Fragen gestellt werden, auf die du nicht sofort eine Antwort parat hast, lasse dir lieber kurz Zeit, bevor du antwortest. Vor allem beim Thema Schule sowie deinen bisherigen Erfahrungen, solltest du deine Gedanken vorher ordnen und anschließend erzählen. Arbeitgeber wollen gerne alles ganz genau wissen. Punkte mit deinen Soft-Skills um dich von den anderen Bewerbern abzugrenzen. Verwende keine Übertreibungen, da diese auffallen und dich unehrlich dastehen lassen. Deine Körpersprache ist ebenfalls ein wichtiger Faktor. Sitze aufrecht, schaue freundlich und nicht gelangweilt. Es wird ein motivierter Auszubildender gesucht. Sei nicht zu aufdringlich und erlaube dir etwas, das dich beim Personaler schlecht dastehen lässt. Deshalb sollte beispielsweise das Aussprechen des Personalers eine Selbstverständlichkeit sein. Folge deinem Gesprächspartner aufmerksam und reagiere durch Gestiken und Mimik auf seine Aussagen. Blickkontakt halten sowie ein leichtes Nicken wirken manchmal schon Wunder.

Zeig Interesse

Im Gespräch will der Personaler wissen, ob du wirklich ins Unternehmen passt, ob dir klar ist, was die Position ausmacht und du dich bereit für die Ausbildung fühlst. Dein Wissen über das Unternehmen ist ein großer Pluspunkt für dich, deine bereits vorbereiteten Rückfragen zum Unternehmen und zur Ausbildungsstelle ebenso. Zeige dem Personaler, dass du viel über das Unternehmen weißt und spreche Dinge an, die dir in Bezug auf das Unternehmen aufgefallen sind und die du positiv findest. Mache dir außerdem zwischendurch Notizen, um zu zeigen, dass dich der Inhalt des Bewerbungsgesprächs sehr interessiert und du einige Dinge für dich festhalten willst.

Der Schluss

Bedanke dich am Ende für das Gespräch. Meist bleibt an dieser Stelle noch Raum für einige weitere Fragen. Beispielweise kannst du dich über den weiteren Verlauf des Verfahrens erkundigen und fragen, wann du mit einer Rückmeldung rechnen kannst. Fragen zur Berufsschule und den Arbeitszeiten in der Ausbildung sind natürlich auch erlaubt. Natürlich darfst du auch weitere Fragen anderer Art stellen, die dir während des Bewerbungsgesprächs nicht eingefallen sind. Wenn dein erstes Gespräch erfolgreich verläuft, folgt das zweite: Auf in die nächste Runde. Bei einem zweiten Termin, werden genauere Angelegenheiten bezüglich der Ausbildungsstelle geklärt. Der Arbeitsvertrag bildet einen zentralen Punkt. Nach spätestens einer Woche bekommst du dann für gewöhnlich die Zusage oder Absage.

Wie Bewerber sich unmöglich machen

Bei vielen Kandidaten ist es leider der Fall, dass sie viel zu selbstbewusst, jedoch unvorbereitet zum potenziellen neuen Arbeitgeber gehen. Sie beantworten zum Beispiel wichtige Fragen nur ganz kurz und sehr schnell, oder denken sich eine Antwort aus, um schnell mit dem Gespräch abzuschließen. Als Bewerber solltest du nicht in Bezug auf deine Kompetenzen oder deinen Schulabschluss lügen. Diese werden früher oder später aufgedeckt. Schließlich legst du dein Schulzeugnis vor und somit auch deine Schulnoten sowie deinen Abschluss. Sage außerdem nichts, was du nicht durch ein Zeugnis belegen kannst. Sei selbstsicher, aber nicht zu mutig und pflege keine „Ich-bekomme-den-Job-sowieso“-Einstellung. Behalte immer im Hinterkopf, dass du dich für eine Ausbildung beworben hast und somit etwas von dem Personaler möchtest, nicht andersherum. Deshalb solltest du dich von deiner besten Seite zeigen, um deinen Ausbildungsplatz zu erreichen und ins Berufsleben zu kommen. Stelle dich nicht als Besserwisser dar, das kommt überhaupt nicht gut an. Eine falsche Äußerung könnte auch eine Frage zu deinem Gehalt sein. Die Besprechung deines Gehalts oder Informationen zu deinem Gehalt stehen erst beim zweiten Gespräch an und du solltest auf keinen Fall der Erste sein, der das Thema anspricht.

Insgesamt gilt beim Verhalten dasselbe wie bei deinem äußerlichen Erscheinungsbild: Weniger ist oft mehr.

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