Du liebst es, gemütlich auf dem Sofa zu liegen und Serien zu schauen? Dann haben wir genau das Richtige für dich: Jeden Monat stellen wir dir die Lehren aus einer Serie für deine Ausbildung, deine Bewerbung oder deine Berufswahl vor. Heute geht es um – wie könnte es anders sein – Wednesday!

Bei Wednesday handelt es sich um eine US-amerikanische Comedy-Horror-Serie, die auf der Serie bzw. dem Cartoon „The Addams Family“ basiert. Seit dem 23. November 2022 ist die erste Staffel mit acht Folgen auf dem Streaming-Anbieter Netflix zu sehen. Sie wurde innerhalb von drei Wochen 1,02 Milliarden Stunden gestreamt und liegt mit diesem Start nur hinter der ersten Staffel Squid Game und der vierten Staffel Stranger Things auf Platz 3!

Achtung: Der folgende Text enthält Spoiler!

Worum geht es?

Nachdem Wednesday Addams von ihrer Schule geflogen ist, weil sie aus Rache Piranhas ins Schwimmbad geworfen hat, schicken ihre Eltern sie auf die „Nevermore Academy“, ein Internat für Außenseiter, auf dem sie selbst sich vor 30 Jahren kennenlernten. Das „Eiskalte Händchen“, eine empfindungsfähige, lose Hand, soll Wednesday im Auge behalten.  

Auf der „Nevermore Academy“ muss sich Wednesday mit ihren übernatürlichen Fähigkeiten – sie hat plötzlich Visionen aus der Vergangenheit und der Zukunft – und ihren Mitschülerinnen und Mitschülern (u. a. Werwölfe, Vampire und Sirenen) auseinandersetzen.

Da Nächstenliebe und Empathie nicht gerade ihr Ding sind, möchte sie sich gar nicht in die Gruppe einfügen. Zu Beginn ist sie auch stets genervt von ihrer Zimmernachbarin Enid, schließlich ist diese das genaue Gegenteil von Wednesday: Sie liebt es schräg und bunt.

Im Laufe der Serie wird Wednesday wiederholt Zeugin mehrerer Morde eines mysteriösen Monsters. Während ihrer Suche bzw. Ermittlung nach dessen wahrer Identität, stößt sie auf Hinweise zu Joseph Crackstone, der es sich vor vielen Jahren zur Aufgabe gemacht hat, die Stadt von den Außenseitern zu befreien. Nach dessen Ermordung durch Goody Addams, eine Vorfahrin von Wednesday, wollte die Familie Gates die Mission zu Ende führen, doch sind sie ebenfalls alle vorher verstorben – dachte man zumindest. In der finalen Folge kommt es zum spannenden Showdown zwischen Wednesday, Crackstone und dem Monster, das sich als sogenannter „Hyde“ herausstellt!

Was kann man aus der Serie lernen?

Lass dich nicht unter Druck setzen

Enid wird von ihrer Familie ständig gefragt, ob sie sich nun endlich in einen Werwolf verwandeln kann. Sie kann jedoch lediglich ihre scharfen Nägel ausfahren. Als ihre Mutter sie in ein Werwolf-Konversationstherapie-Camp schicken will, sagt Enid: „Wenn ich doch noch ein Wolf werden sollte, dann mache ich das nach meinem eigenen Zeitplan und nicht nach deinem, okay? Ich hoffe du kannst mich dann irgendwann mal so akzeptieren, wie ich bin“.

Vielleicht hattest du ähnliche Situationen an den Weihnachtstagen. Dich wird hoffentlich (?) niemand gefragt haben, ob du dich beim letzten Vollmond in einen Werwolf verwandelt hast, aber vielleicht wurden dir Fragen gestellt wie: „Was machst du denn, wenn du nächstes Jahr deinen Abschluss in der Tasche hast?“, „Wie viele Bewerbungen hast du schon geschrieben?“ oder „Warum sind deine Noten in der (Berufs-)Schule schlechter geworden?“ Nimm dir ein Beispiel an Enid und lasse dich von diesen Fragen nicht unter Druck setzen. Jeder Mensch hat sein eigenes Tempo und seine eigenen Prioritäten. Was am Ende zählt, ist das Ergebnis. Wie und wann du dort angelangt bist, spielt keine Rolle. Mit dieser Einstellung hat sich Enid in der letzten Folge schließlich auch in einen Werwolf verwandelt!

Bleibe hartnäckig – auch wenn du vom Weg abkommst

Wenn Wednesday eines ist, dann stoisch bzw. hartnäckig. Sie hätte die Ermittlungen, wer für die Morde verantwortlich ist, der Polizei überlassen können. Stattdessen folgt sie jeder Spur und lässt sich auch von Rückschlägen nicht abschrecken. Auch wenn sie zunächst den falschen Mann hinter Gitter bringen lässt: Sobald sie erfährt, wer das wahre Monster ist, lässt sie auch hier nicht locker und greift zu drastischen Maßnahmen.

Du fühlst dich ungerecht behandelt? Du hast Probleme mit bestimmten Aufgaben im Betrieb? Du überlegst, deine Ausbildung abzubrechen? Letzteres wäre kein Beinbruch, aber bevor du zu dieser Entscheidung kommst, solltest du alles versuchen und hartnäckig bleiben. Rückschläge gehören dazu! Sprich ganz offen mit deinen Ausbildern, Kollegen und/oder Eltern über deine Sorgen, nur so kann das Problem gelöst werden bzw. in Wednesdays Fall, das wahre Monster hinter Gitter gebracht werden.

Zusammenhalt ist wichtig

Wednesday ist am liebsten allein. Sie findet ihre Familie, ihre Mitbewohnerin Enid, ihre Therapeutin Kinbott, die Schulleiterin Weems, ihre Mitschülerinnen und Mitschüler, und eigentlich alle Menschen um sie herum, anstrengend. Vor allem mit Bianca gerät sie aneinander, nicht zuletzt wegen des überraschend guten Verhältnisses von Wednesday zu Biancas Ex-Freund Xavier. Trotz aller Rivalität (und der Niederlage beim Kanuwettbewerb) hilft Bianca dabei, Tyler zu stellen und Crackstone zu besiegen. Auch die anderen stehen Wednesday unterstützend zur Seite, auch wenn sie vorgibt, keine Hilfe zu brauchen bzw. zu wollen. Allein hätte sie ihre Mordermittlung aber nicht erfolgreich durchführen können.

Es ist also okay, wenn du im Betrieb einmal nicht weiterweißt oder mit manchen Kolleginnen bzw. Kollegen auf den ersten Blick nicht gut klarkommst. Das Wichtigste ist, dass ihr einander helft, wenn es drauf ankommt und gemeinsam am Ziel arbeitet.

Anders sein ist okay: Vergleiche dich nicht mit anderen

Die „Nevermore Academy“ ist ein Internat für „(monströse) Außenseiter“. Die Bewohner der Stadt Jericho, die „Normies“, haben so manche Vorurteile gegenüber der Schule. Sofort steht für den Sheriff fest, dass ein „Außenseiter“ für die Morde verantwortlich ist. Doch ist es am Ende tatsächlich sein eigener, „normaler“ Sohn, der sich in den Hyde verwandelt und die „Außenseiter“ sind die, die die Stadt vor einer Katastrophe retten. 

Wenn du deine Ausbildung in einem Beruf absolvierst, der eher selten ist oder der Beruf nicht gerade den typischen Geschlechterklischees entspricht, magst du dich vielleicht zunächst als Außenseiter fühlen, aber da solltest du drüberstehen. Schließlich braucht es Auszubildende wie dich, die sich für diesen Beruf entscheiden! Das Gleiche gilt, wenn du bei den Themen deiner Arbeitskolleginnen und Arbeitskollegen nicht mitreden kannst, weil dich diese Gesprächsthemen schlichtweg nicht interessieren. Man muss nicht immer mitreden können, im Gegenteil: Jeder hat unterschiedliche Interessen: Und sind wir mal ehrlich: Mitläufer sind ja auch eher langweilig. Interessant sind die, die sich von der Masse abheben.

Bleibe dir selbst treu

Wednesday weiß, wer sie ist, was sie mag und was sie nicht mag und schätzt, wo sie herkommt. Sie ist die Art von Person, die für Dinge einsteht, die falsch sind und sagt jedem die Wahrheit bzw. ihre Meinung ins Gesicht – ganz ohne Filter. Kleines, allerdings extremes, Beispiel gefällig? Zu Enid sagt sie zu Beginn der Serie: „Wenn ich dich so ansehe, kommen mir folgende Emojis in den Sinn: Seil, Schaufel, Loch."

Solch harte Aussagen solltest du natürlich nicht tätigen. Aber Wednesday sagt, was sie denkt, auch wenn es für eine unangenehme Situation sorgt. Sie kennt ihre Werte und lebt ihr Leben im Einklang mit diesen Werten! Deine Werte zu kennen, bedeutet zu wissen, was dir im (Berufs-)Leben wichtig ist. Du solltest dich nicht verstellen, nur um Arbeitgebern oder Kolleginnen bzw. Kollegen zu gefallen. Bleibe dir selbst treu und suche nicht immer nur nach Anerkennung!

Einen letzten Tipp hat Wednesday noch für dich: Versuche, weniger Zeit am Smartphone und auf Social Media zu verbringen, denn letzteres ist ein „seelensaugender Hohlraum der bedeutungslosen Bestätigung.“ 


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