Du liebst es, gemütlich auf dem Sofa zu liegen und Serien bzw. Filme zu schauen? Ein Serienmarathon (oder Binge-Watching) steht bei dir regelmäßig auf dem Programm? Dann haben wir genau das Richtige für dich: Jeden ersten Montag im Monat stellen wir dir nicht nur eine Serie vor, sondern eröffnen dir zusätzlich, was du aus der Serie für deine Ausbildung, deine Bewerbung oder deine Berufswahl lernen kannst! In diesem Teil geht es um Bridgerton.  

Bridgerton ist ein Historiendrama des Streamingdienstes Netflix, das auf einer Buchvorlage von Julia Quinn basiert. Die erste Staffel ist im Dezember 2020 erschienen, die heißersehnte zweite Staffel erst vor wenigen Tagen.

Achtung Spoiler: Der folgende Text enthält Spoiler aus Staffel 1 + 2! Wenn du diese (noch) nicht bis zum Schluss gesehen hast, solltest du besser aufhören zu lesen.

Worum geht es?

Bridgerton spielt am Anfang des 19. Jahrhunderts in der Londoner High Society. Kommentiert wird das Geschehen stets von „Lady Whistledown“ - einer anonymen Person, die regelmäßig eine Zeitung herausbringt, um über die aktuellen Skandale zu berichten.

Die Familie Bridgerton besteht aus der verwitweten Lady Violet und ihren acht Kindern: Anthony, Benedict, Colin, Daphne, Eloise, Francesca, Gregory und Hyacinth. Während die letzten drei noch sehr jung sind, sind die anderen fünf bereits im heiratsfähigen Alter.

Staffel 1

In der ersten Staffel, die im Jahr 1813 spielt, begibt sich Daphne als älteste Tochter auf den Heiratsmarkt. Ihr großer Bruder Anthony hat es sich nach dem Tod des Vaters zur Aufgabe gemacht, sie zu beschützen – was dazu führt, dass einige potenzielle Ehemänner abgeschreckt werden. Zusammen mit Simon Basset, dem Duke of Hastings, beschließt Daphne, eine Romanze vorzutäuschen, damit sie für andere Männer attraktiver wirkt. Schnell entwickeln sich jedoch wahre Gefühle. Das Problem: Der Duke hat seinem Vater, den er über alles hasst, an dessen Sterbebett geschworen, niemals zu heiraten und keine Kinder zu bekommen.

Staffel 2

Die zweite Staffel dreht sich um Anthony Bridgerton. Das Familienoberhaupt möchte in dieser Saison heiraten – im Gegensatz zu Daphne aber nicht unbedingt aus Liebe. Schnell interessiert er sich für Edwina Sharma, die vor Kurzem zusammen mit ihrer Mutter Mary und ihrer Schwester Kate aus Indien nach London zurückgekehrt ist. Als Kate zufällig hört, dass Anthony nicht aus Liebe heiraten möchte, ist sie fortan gegen ihn und versucht, die Hochzeit mit ihrer Schwester zu verhindern. Wie bereits in Staffel 1 kommt aber auch hier wieder alles ganz anders, denn auch wenn sie immerzu behaupten, sich zu hassen, verlieben sie sich ineinander. Kate besteht aber trotzdem weiterhin darauf, dass Anthony ihre Schwester Edwina heiraten soll.

5 Dinge, die du für deine Ausbildung lernen kannst

Sei immer ehrlich

Die Handlung von Bridgerton besteht vor allem aus Lügen und Geheimnissen. Viele Beziehungen geraten dadurch ins Wanken oder werden sogar zerstört. Die größte Lüge der ersten Staffel ist wohl die Aussage des Dukes gegenüber Daphne, dass er keine Kinder bekommen könne. Nach ihrer Hochzeit kommt aber ziemlich schnell heraus, dass er sie belogen hat: Er möchte aus Rache zu seinem Vater keine Kinder zeugen. Ebenso unehrlich sind Mr. Featherington, der seine Spielsucht verheimlicht, und Marina, die versucht, Colin Bridgerton glauben zu lassen, er sei der Vater ihres Kindes.

Zur Ehrlichkeit gehört es auch, keine (schwerwiegenden) Geheimnisse zu haben. Edwina ist zurecht enttäuscht von ihrer Schwester Kate, die ihr die wahren Gründe der gewünschten Hochzeit verheimlicht: Um Geld von ihren Großeltern zu erhalten, muss Edwina einen reichen, britischen Mann heiraten. Außerdem hätte Kate ihrer Schwester viel früher von ihren Gefühlen für Anthony erzählen sollen – das hätte allen viel Leid erspart.  

Ehrlichkeit ist das A und O, nicht nur in Beziehungen, sondern auch während deiner Ausbildung. Dir liegt etwas auf dem Herzen? Du hast einen Fehler gemacht? Das solltest du auf keinen Fall für dich behalten oder es anderen in die Schuhe schieben. Die Wahrheit kommt fast immer ans Licht – nicht nur bei Bridgerton, sondern auch im wahren Leben. Lügen zerstören über kurz oder lang das Vertrauen zu dir.

Lass dich vom ersten Eindruck nicht täuschen

Daphne Bridgerton und der Duke of Hastings konnten sich vom ersten Moment an nicht ausstehen – genauso wenig wie Anthony Bridgerton und Kate Sharma. Auch wenn der erste Eindruck zurecht als sehr wichtig gilt: Menschen verdienen eine zweite Chance. Solltest du neue Arbeitskolleginnen oder -kollegen bekommen und sie zu Beginn unsympathisch finden, warte ab. Oft gibt es Gründe für derartiges Verhalten – vielleicht ist die Person nervös oder weiß sich nicht richtig auszudrücken.

Wehre dich gegen Geschlechterklischees  

Frauen müssen heiraten und Kinder bekommen, der Mann darf so viele Frauen und Verhältnisse haben, wie er möchte. Das ist zumindest das, was uns Bridgerton aus der Welt des 19. Jahrhunderts zeigt. Zum Glück gab es schon damals Charaktere, die sich dagegen wehren – da wäre zum Beispiel Eloise Bridgerton, aber auch Kate Sharma, die sich vorgenommen hatte, allein zu bleiben.

Nimm dir ein Beispiel und lass dir nicht vorschreiben, was du als Frau oder Mann auf gar keinen Fall machen darfst. Natürlich kannst du als Frau KFZ-Mechatronikerin werden und natürlich dürfen auch Männer Florist werden! 

Überdenke deine Entscheidungen

Hätten einige Charaktere ihre ersten Entscheidungen wirklich in die Tat umgesetzt, wären sie auf Dauer unglücklich geworden. Sei es Colin Bridgerton, der fast in den mittellosen Jack Featherington investiert, oder Edwina Sharma, die Anthony Bridgerton geheiratet hätte, wenn sie am Altar nicht den Blickkontakt zwischen ihm und ihrer Schwester gesehen hätte.

Bevor du dich für einen Ausbildungsberuf oder einen -betrieb entscheidest, solltest du dir genaueste Gedanken machen: Ist das die richtige Entscheidung? Stehe ich zu 100 Prozent dahinter? Wenn du diese Fragen bejahen kannst, kannst du den Arbeitsvertrag mit gutem Gewissen unterschreiben. Selbstverständlich kann es trotzdem passieren, dass du dich irrst. Lass dich davon aber nicht entmutigen, schließlich hast du dir nichts vorzuwerfen: Du hast deine Entscheidung gründlich überdacht.

Trau dich, schwierige Gespräche zu führen

Vor allem Daphne hat kein Problem damit, schwierige und unangenehme Konversationen zu führen. Sie ist mutig und bereit, mit den Konsequenzen zu leben. Schließlich hat sie ihrer Familie deutlich gemacht, dass sie nur aus Liebe heiraten möchte und Simon zur Rede gestellt, als sie die Wahrheit über ihn herausgefunden hat. Probleme, die lange unausgesprochen bzw. ungelöst bleiben, entwickeln sich schnell zu langfristigen Komplikationen. Erst nachdem Simon Daphne von dem erzählt hat, was am Sterbebett seines Vaters passiert ist, konnte die Beziehung gerettet werden.

Sprich in deiner Ausbildung immer über das, was dir nicht gefällt und was dich belastet. Niemand kann in deinen Kopf sehen und ohne es anzusprechen, kann sich an deiner Situation nichts ändern. Du darfst auf keinen Fall denken, dass du dich mit deiner Kritik unbeliebt machst! Ohne Hinweise kann dein Ausbildungsbetrieb, dein Ausbilder oder deine Kollegin bzw. dein Kollege nicht aus den Fehlern lernen.

Tipp: Am besten sprichst du vorher mit einer Person, der du vertraust. Das kann eine erfahrene Kollegin, ein anderer Azubi, die Ausbildungsleitung oder jemand aus dem Betriebsrat sein.


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