Wie werde ich Pflegefachmann?

Nicht jeder ist zur Pflegekraft geboren. Um die Ausbildung erfolgreich zu absolvieren und Spaß an deiner Arbeit als Pflegefachmann zu haben, solltest du besonders folgende Voraussetzungen mitbringen:

  • Spaß an der Arbeit mit Menschen
  • körperliche sowie psychische Belastbarkeit
  • keine Angst vor Blut oder anderen Körperflüssigkeiten
  • Teamfähigkeit und Empathie
  • Bereitschaft, auch am Wochenende oder nachts zu arbeiten

Schulische Voraussetzungen für die Ausbildung zum Pflegefachmann

Die genauen Voraussetzungen für die Lehre zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann kannst du im §11 des Pflegeberufegesetzes nachlesen. So solltest du entweder einen mittleren Schulabschluss mitbringen oder einen Hauptschulabschluss sowie berufliche Vorkenntnisse vorweisen können. Vorkenntnisse kannst du beispielsweise während einer zweijährigen Berufsausbildung erlangen.

Bildungsweg

Duale Ausbildung, Schulische Ausbildung

Empfohlener Schulabschluss

Realschulabschluss / Mittlere Reife

Ausbildungsdauer

3 Jahr(e)

Was macht ein Pflegefachmann?

Als Pflegefachmann bzw. als Pflegefachfrau trägst du eine hohe Verantwortung, denn du bist verantwortlich für das Wohl deiner Patienten. Je nachdem, auf welcher Station du eingesetzt wirst und welchen Schwerpunkt du gewählt hast, sehen deine Aufgaben unterschiedlich aus.

Wie genau du dir einen Arbeitstag als Pflegefachkraft mit den verschiedenen Schwerpunkten vorstellen kannst, kannst du in den folgenden Berufsbildern nachlesen:



Gut zu wissen...
  • Der älteste Mensch, der laut Dokumentationen je gelebt hat, war die Französin Jeanne Calment, die ein Alter von 122 Jahren erreicht hat.
  • Der Herzmuskel arbeitet täglich so viel, dass mit seiner umgesetzten Energie ein LKW 30 km weit fahren könnte. Wenn man das auf ein Menschenleben hochrechnet, würde man mit dem LKW bis zum Mond und zurück kommen.
  • Rund 3,5 Millionen Menschen nehmen im Jahr Pflegeleistungen in Anspruch. Und die Zahl wächst stetig.

Inhalte der Ausbildung

Da es sich bei der Pflegeausbildung um eine duale Ausbildung handelt, wirst du deine Ausbildungszeit sowohl in der Berufsschule als auch im Ausbildungsbetrieb verbringen. Das neue Pflegeberufgesetz sieht insgesamt mindestens 2100 Stunden Theorieunterricht in der Berufsschule und mindestens 2500 Stunden Praxis im Ausbildungsbetrieb vor.

Schulische Ausbildungsinhalte

Die Ausbildung zur Pflegefachkraft ist sehr anspruchsvoll. Da du wesentlich mitverantwortlich für das Wohl eines Menschen bist, gilt es in der Berufsfachschule erst einmal alle wichtigen Grundlagen zu erlernen. So liegt der Schwerpunkt in der Schule auf den naturwissenschaftlichen Fächern Biologie und Chemie, wo du die Anatomie sowie die wichtigen Prozesse im Körper des Menschen kennenlernst. Gleichzeitig erlernst du Methoden der Diagnostik und Behandlung und wirst erfahren, welche Medikamente und Wirkstoffe bei welchen Krankheiten eingesetzt werden können. Schließlich wirst du bei der Arbeit die Aufgabe erfüllen, dem Patienten die passenden Medikamente zuzuteilen und zu verabreichen und musst dich daher bestens mit der Materie auskennen. Erste-Hilfe-Maßnahmen aus dem FF zu können, ist für Pflegefachkräfte natürlich selbstverständlich Pflicht, weshalb du dies ebenfalls in der Berufsfachschule lernst. Insbesondere bei den medizinischen Inhalten deiner Lehre kannst du dich übrigens schon einmal auf viele lateinische Fachbegriffe gefasst machen. Natürlich erlernst du jedoch nicht nur medizinische Inhalte, sondern auch die Grundlagen der Pflege sowie die Verwaltungstätigkeiten, die mit dem Beruf einhergehen, kennen, beispielsweise Pflegepläne und -dokumentationen, die Kommunikation mit den Krankenkassen sowie die Erstellung von Abrechnungen.

Praktische Ausbildungsinhalte

In deinem Ausbildungsbetrieb wirst du direkt von Tag 1 an in den normalen Betriebsablauf mit eingebunden. So begleitest du die ausgebildeten Pflegekräfte bei der Visite mit auf die Zimmer der Patienten und unterstützt bei den Verwaltungsaufgaben. Während du zu Beginn noch kleinere Aufgaben erledigst, werden diese mit der Zeit jedoch immer verantwortungsvoller. Im Laufe der Ausbildung durchläufst du so alle Bereiche der Pflegeeinrichtung oder des Krankenhauses.

Ablauf der Ausbildung

Die Lehre zum Pflegefachmann ist die neue generalistische Ausbildung in der Pflege, die die Ausbildungsberufe Altenpfleger, Gesundheits- und Krankenpfleger sowie Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger ablöst. Die sogenannte Reform der Pflegeberufe soll die Pflegeausbildung attraktiver zu machen und wurde im Juli 2017 beschlossen. Das Gesetz tritt im Januar 2020 in Kraft.

Ablauf und Schwerpunkte der Pflegeausbildung

Im Rahmen der neuen Pflegeausbildung werden alle angehenden Pflegekräfte in den ersten zwei Lehrjahren gemeinsam unterrichtet und absolvieren zusammen die Zwischenprüfung. Im dritten Lehrjahr kannst du dich dann entscheiden, ob du die generalistische Pflegeausbildung machen willst (früher die Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger) oder dich auf die Bereiche

  • Altenpflege oder
  • Kinderkrankenpflege
spezialisieren möchtest. Es gibt somit weiterhin Berufsabschlüsse mit unterschiedlichen Ausrichtungen.

Struktur und Berufsabschlüsse der generalistischen Pflegeausbildung im Überblick

1. und 2. Ausbildungsjahr

3. Ausbildungsjahr

Berufsabschluss

Generalistische Ausbildung         

Fortsetzung der generalistischen Ausbildung         

Pflegefachmann

Spezialisierung auf Kinderkrankenpflege

Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger         

Spezialisierung auf Altenpflege

Altenpfleger

Wie gut passt der Beruf Pflegefachmann zu dir?

Wenn du in deinem Beruf gerne Menschen helfen möchtest, ist der Beruf Pflegefachmann genau der richtige für dich.
Wenn du kein Blut sehen kannst, könnten andere Berufe besser zu dir passen.

Hilfreiche Fähigkeiten

  • Teamfähigkeit
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Arbeitsgenauigkeit
  • Empathie
Pflegefachmann-Quiz
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