Wie werde ich Altenpfleger / Altenpflegerin?

Altenpflegerin bzw. Altenpfleger ist kein Beruf wie jeder andere. Hier arbeitest du in einem anspruchsvollen und unverzichtbaren Job in der Gesellschaft, dank dir bewältigen alte und kranke Menschen schließlich ihren Alltag! Um für diesen Beruf geeignet zu sein, musst du unbedingt einige persönliche Eigenschaften sowie Fähigkeiten mitbringen:

  • Körperliche und psychische Belastbarkeit
  • Einfühlungsvermögen (auch in Stresssituationen)
  • Medizinisches Interesse
  • Freude an der Arbeit mit älteren Menschen
  • Keine Scheu vor körperlichem Kontakt mit Menschen

Falls du über diese Eigenschaften verfügst, solltest du über eine Ausbildung zur Pflegefachfrau bzw. zum Pflegefachmann nachdenken! Du möchtest wissen, ob das der richtige Beruf für dich ist? Mit unserem kostenfreien Berufs-Check findest du es heraus!

Schulische Voraussetzung

Gesetzlich vorgeschriebene, schulische Voraussetzungen gibt es nicht. In der Regel werden aber Bewerberinnen und Bewerber mit Realschulabschluss bevorzugt. Wichtig ist jedoch vor allem deine persönliche Eignung für diesen Beruf!

Generalistische Pflegeausbildung

Achtung: Seit 2020 gibt es die klassische Ausbildung in der Altenpflege nicht mehr. Nun finden die ersten beiden Ausbildungsjahre als generalistische Pflegeausbildung statt, die alle Azubis zum Pflegefachmann, Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger oder eben Altenpfleger gemeinsam absolvieren. Im letzten Drittel der Ausbildung wird der Schwerpunkt dann auf die Altenpflege gelegt, um den Abschluss Altenpflegerin bzw. Altenpfleger zu erwerben.

Struktur und Berufsabschlüsse der generalistischen Pflegeausbildung im Überblick:

1. und 2. Ausbildungsjahr

3. Ausbildungsjahr

Berufsabschluss

Generalistische Ausbildung         

Fortsetzung der generalistischen Ausbildung         

Pflegefachmann

Spezialisierung auf Kinderkrankenpflege

Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger         

Spezialisierung auf Altenpflege

Altenpfleger

Was macht ein Altenpfleger / Altenpflegerin?

Deine Aufgaben als Altenpfleger auf einen Blick

  • Begleitung im AlltagStrukturierung und Planung des Alltags der Senioren; Konzeption von Sportaktivitäten, Spielen oder Gesprächsrunden; Unterstützung bei Grundbedürfnissen.
  • Medizinische VersorgungUnterstützung bei der Einnahme von Medikamenten; Begleitung bei Arztbesuchen; regelmäßiger Kontakt zur ärztlichen Betreuung; Beherrschung diverser medizinischer Maßnahmen; psychologische Betreuung der Senioren.
  • Therapeutische MaßnahmenTägliche Aktivitäten für die Vitalität der Senioren; Zuwendung und Unterstützung im Alltag; Integration der Angehörigen in Alltagstherapien.

Deine Aufgaben als Altenpfleger im Detail

Begleitung im Alltag

Ältere Menschen haben eine Menge Lebenserfahrung und können dich mit so mancher Geschichte aus ihrer Jugend zum Schmunzeln bringen. Die hörst du allerdings nur, wenn du dich intensiv mit ihnen beschäftigst. Als Altenpflegerin bzw. Altenpfleger bist du dafür verantwortlich, den Tagesablauf der Menschen zu strukturieren und ihnen Abwechslung zu ermöglichen. Je nach individuellen Bedürfnissen und geistiger Fitness spielst du mal ein Brettspiel, liest jemandem etwas vor, singst mit einer Gruppe oder bietest einen Gymnastikkurs an. Bei der täglichen Körperpflege bist du einfühlsam und vorsichtig. Einige ältere Menschen können nicht mehr allein auf die Toilette gehen oder duschen und sind auf deine Hilfe angewiesen. Auf diese Tätigkeiten solltest du dich einstellen! Ob beim Essen, An- und Ausziehen, Zähneputzen oder Kämmen - du hilfst den alten Menschen bei Dingen, die sie selbst nicht mehr schaffen und gibst ihnen ein vertrautes Gefühl. Mithilfe deiner Unterstützung können sie den Alltag wieder so gut es geht meistern.

Medizinische Versorgung

Im Laufe unseres Lebens werden wir mit so mancher Krankheit konfrontiert. Als Altenpfleger bist du deshalb auch für die medizinische Versorgung der Senioren zuständig. Du misst bei Diabetikern regelmäßig den Blutzuckerspiegel und spritzt, wenn nötig, Insulin. Auch Blutdruck und Puls müssen bei allen Patientinnen und Patienten überprüft und die Ergebnisse sorgfältig festgehalten werden. Du wechselst Verbände, trägst Salben und Cremes auf, legst Infusionen und verabreichst Medikamente. Da alle medizinischen Maßnahmen exakt nach ärztlicher Verordnung durchgeführt werden müssen, stehst du in engem Kontakt mit den behandelnden Ärzten. Auch die psychologische Betreuung spielt eine große Rolle im Berufsalltag eines Altenpflegers. Du hörst ihnen geduldig zu und spendest Trost, bist aber auch da, wenn Patienten deiner Einrichtung ihren letzten Lebensweg beschreiten und begleitest sie in dieser schweren Zeit.

Therapeutische Maßnahmen

An erster Stelle steht das Ziel, die Selbstständigkeit älterer und hilfsbedürftiger Menschen so gut es geht zu erhalten. Mit therapeutischen Maßnahmen wie einem Bewegungstraining oder Atemübungen förderst du die Vitalität der Patienten. Du gestaltest zum Großteil ihren Tagesablauf und versuchst, dem Leben der alten Menschen weiterhin einen Sinn zu geben. Viele alte Menschen haben bereits Angehörige oder Freunde verloren und fühlen sich allein und isoliert. Das Ziel der Altenpflege ist es, den Menschen durch Zuwendung und Unterstützung neuen Mut zu schenken. Das ist manchmal gar nicht so einfach, da du als Altenpfleger oft viele Menschen gleichzeitig betreust und dir selten so viel Zeit nehmen kannst, wie du gern möchtest. Umso wichtiger ist es, dass auch Angehörige in Pflegemaßnahmen und den richtigen Umgang integriert und eingewiesen werden.

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Gut zu wissen...
  • In Deutschland gibt es mehr als 14.100 ambulante Pflegedienste.
  • 84 Prozent der Beschäftigten in Pflegeheimen sind Frauen.
  • Um examinierte Pflegefachkraft zu werden, muss nach der Ausbildung ein staatliches Examen abgelegt und bestanden werden.

Besonderheiten

Im Rahmen der neuen Pflegeausbildung werden alle angehenden Pflegekräfte in den ersten zwei Lehrjahren gemeinsam unterrichtet und absolvieren zusammen die Zwischenprüfung. Im dritten Lehrjahr kannst du dich dann auf den Bereich Altenpflege spezialisieren (Alternativen sind die Fortsetzung der generalistischen Pflegeausbildung oder eine Spezialisierung auf den Bereich Kinderkrankenpflege).

Inhalte der Ausbildung

Da es sich bei der Pflegeausbildung um eine duale Ausbildung handelt, wirst du deine Zeit sowohl in der Berufsschule als auch im Ausbildungsbetrieb verbringen. Laut Pflegeberufgesetz musst du mindestens 2.100 Stunden Theorieunterricht und 2.500 Stunden Praxis absolviert haben.

Schulische Ausbildungsinhalte

In der Berufsschule lernst du zunächst alle wichtigen Grundlagen. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf den Fächern Biologie und Chemie, da es wichtig ist, die Anatomie des menschlichen Körpers zu kennen. Außerdem eignest du dir Kenntnisse in den Methoden der Diagnostik sowie Behandlung an und erfährst, welche Medikamente bei welchen Krankheiten eingesetzt werden können. Damit du zu jeder Zeit Erste-Hilfe-Maßnahmen einleiten kannst, wirst du hier ebenfalls bestens vorbereitet.

Da du in deinem Berufsalltag häufig mit kranken oder auch sterbenden Menschen zu tun haben wirst und die Angehörigen aufbauen und trösten musst, steht der Erwerb von Personal- und Sozialkompetenzen im Vordergrund. Außerdem werden dir verschiedene Pflegemethoden erläutert und du lernst, wie du Pflegemaßnahmen planst, dokumentierst und auswertest.

Alle Berufe in der Pflege unterliegen einigen rechtlichen Rahmenbedingungen. Deshalb wirst du bereits in der Berufsschule mit ihnen vertraut gemacht, sodass du an allen qualitätssichernden Maßnahmen mitwirken kannst.

Praktische Ausbildungsinhalte

In diesem Beruf bist du von Beginn an in den Arbeitsalltag integriert. Du begleitest die ausgebildeten Pflegekräfte bei der Visite mit auf die Zimmer der Patientinnen und Patienten und unterstützt sie bei den Verwaltungsaufgaben. Im Laufe der Zeit durchläufst du alle Bereiche der Pflegeeinrichtung oder des Krankenhauses. Der praktische Ausbildungsteil dient dazu, dich im Umgang mit kranken oder alten Menschen und deren Gesundheits- und Alltagspflege zu schulen und eine gewisse Souveränität zu entwickeln. Was du dir am Anfang vielleicht noch nicht zugetraut hast, wird dir im Laufe deiner Ausbildung leichter fallen und bald zur Routine. Nur durch ständigen Kontakt kannst du ein Vertrauensverhältnis zu den Menschen aufbauen, was deine Arbeit um einiges erleichtert.

Zukunftschancen

Die Chancen auf einen schnellen Berufseinstieg als ausgebildeter Altenpfleger stehen sehr gut. Gerade in Pflegeberufen fehlen Fachkräfte und gute Altenpfleger werden natürlich immer gesucht!

Weiterbildung

In kaum einem anderen Ausbildungsberuf hast du so viele Weiterbildungsmöglichkeiten wie in der Pflege. Du kannst zum Beispiel mithilfe von Lehrgängen und Seminaren dein Wissen zu bestimmten Themen, über die du noch mehr erfahren möchtest, erweitern und so deine Kompetenzen als Altenpfleger ausbauen. Interessante Themen sind zum Beispiel:

  • Menschen mit Demenzerkrankung
  • Palliativpflege
  • Schmerztherapie in der Pflege
  • Sterbebegleitung
  • Kultursensible Pflege für Menschen mit Migrationshintergrund

Einsatzorte

Neben den typischen Einsatzorten wie Pflege- bzw. Altenheimen, spielt auch der ambulante Pflegedienst eine große Rolle. In diesem Bereich besuchst und pflegst du deine Patienten in ihrem Zuhause. Dort sind sie in ihrer vertrauten Umgebung und geben dir ihr volles Vertrauen. Eine spannende Aufgabe!

Hilfreiche Fähigkeiten
  • Teamfähigkeit
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Empathie

Wie gut passt der Beruf Altenpfleger / Altenpflegerin zu dir?

Wenn du in deinem Beruf gerne Menschen helfen möchtest, ist der Beruf Altenpfleger / Altenpflegerin genau der richtige für dich.
Wenn du kein Blut sehen kannst, könnten andere Berufe besser zu dir passen.
Altenpfleger / Altenpflegerin-Quiz
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