AUBI-plus GmbH Donnerstag, 15. März 2018 3 Minuten Lesezeit

Darum wird die Ausbildung in der Pflege attraktiver

Die Pflegeberufe genießen aktuell keinen guten Ruf, denn für die Ausbildung müssen Auszubildende derzeit an etlichen Pflegeschulen noch Schulgeld zahlen und erhalten auch keine angemessene Ausbildungsvergütung. Mit der Reform der Pflegeberufe wird sich dies ab 2020 deutlich ändern. Wir zeigen dir, welche neuen Wege dir offenstehen und welche Vorteile die Reform für die Ausbildung in der Pflege bringt.

Das Pflegepersonal muss auf die neuen Anforderungen für die Pflege von Menschen aller Altersgruppen ausgebildet werden.
Das Pflegepersonal muss auf die neuen Anforderungen für die Pflege von Menschen aller Altersgruppen ausgebildet werden.© rawpixel.com / Unsplashed

Die neuen Technologien aber auch die demografische Entwicklung unserer Gesellschaft wirken sich zunehmend auf die Ausbildungsberufe in der Pflege aus. Um den veränderten Anforderungen sowohl in der Altenpflege als auch in der Kranken- und Kinderkrankenpflege gerecht zu werden, werden die Ausbildungsberufe zukünftig zu einer neuen generalistischen Pflegeausbildung zusammengeführt.

 

Änderungen durch die Pflegereform

Obwohl die Ausbildungsberufe Altenpfleger, Gesundheits- und Krankenpfleger sowie Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger unterschiedliche Bezeichnungen haben, sind inhaltlich viele Überschneidungen vorhanden. Menschen, die erkrankt und/oder pflegebedürftig sind, wohnen in Altenheimen oder sind in Krankenhäusern oder anderen Institutionen untergebracht. Die Pflege der Patienten muss durch das jeweilige Pflegepersonal abgedeckt werden, egal in welcher Einrichtung sich die Menschen befinden. Im Zuge dessen werden die drei Ausbildungsberufe mit der zukünftigen Reform zu einer generalistischen Pflegeausbildung mit einem einheitlichen Berufsabschluss zum „Pflegefachmann/-frau“ gebündelt. Du erhältst übergreifende pflegerische Qualifikationen vermittelt, die du für die Betreuung von Patienten aller Altersgruppen und in allen Versorgungsbereichen wie in Krankenhäusern, stationären Pflegeeinrichtungen sowie in der ambulanten Pflege einsetzt.

 

Mit der Ausbildung absolvierst du eine zeitgemäße dreijährige Ausbildung in der Pflege, die neben neuen Inhalten auch weitere berufliche Einsatzmöglichkeiten für dich bereithält. Neu ist, dass du mit der Ausbildung Spezialisierungen vornehmen kannst, aber nicht musst. Ohne vertragliche Vereinbarungen mit deinem Arbeitgeber, schließt du mit dem Berufsabschluss zum Pflegefachmann ab.  Als Auszubildender hast du allerdings auch die Möglichkeit, eine Spezialisierung in der Altenpflege oder in der Versorgung von Kindern und Jugendlichen vorzunehmen. Falls dies dein zukünftiger Plan ist, kannst du für dein letztes Ausbildungsdrittel einen Vertiefungseinsatz mit deinem Ausbildungsbetrieb vereinbaren. Wählst du als Auszubildender mindestens vier Monate vor Beginn des dritten Ausbildungsjahres den Vertiefungseinsatz „pädiatrische Versorgung“, schließt du mit einem gesonderten Abschluss als „Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger“ ab. Die andere Variante bezieht sich auf die stationäre Langzeitpflege oder der ambulanten Akut- und Langzeitpflege, die du mit dem Berufsabschluss „Altenpflegerbeendest .

 

Finanzielle Vorteile der generalistischen Pflegeausbildung

Ab 2020 ändert sich nicht nur die Berufsbezeichnung, sondern auch deine finanzielle Situation im Hinblick auf das Schulgeld und deine Ausbildungsvergütung. Du schließt mit einer Einrichtung einen Ausbildungsvertrag ab, der u.a. Angaben zur Ausbildungsdauer, zu Urlaubstagen und auch zur Staffelung deines Gehalts während der Ausbildungsjahre enthält. Die Vergütung wird dir monatlich auf dein Konto überwiesen, sodass du finanziell abgesichert bist. Ein weiterer Vorteil der Reform ist, dass die Ausbildung für alle Auszubildenden kostenlos ist und somit das Schulgeld für die Pflegeschulen entfällt. Auf lästige Bafög-Anträge und finanzielle Unterstützung durch deine Eltern kannst du getrost verzichten und dir ein geregeltes Einkommen für die Zukunft sichern.