Freiwilligendienste und Praktika:

Wenn du nur ein oder zwei Semester überbrücken musst, bietet es sich an, z. B. ein freiwilliges soziales Jahr oder einen anderen Freiwilligendienst zu absolvieren. Anschließend bewirbst du dich erneut für den Studiengang.

Auch Praktika sind eine gute Möglichkeit, die Wartezeit auf einen Studienplatz sinnvoll zu überbrücken. Besonders dann, wenn du ein Praktikum in einem Bereich machst, der zu deinem Wunschstudium passt. So kannst du erste praktische Erfahrungen sammeln, die dir während des Studiums helfen können. Im Studiengang Medizin muss z. B. ein Pflichtpraktikum gemacht werden. Wenn du dieses bereits vor dem Studium absolvierst, hast du in den Semesterferien frei.

Bei beiden Möglichkeiten verdienst du in der Regel auch etwas Geld.

 

Im Ausland studieren:

Du möchtest nicht noch mehrere Jahre auf deine Zulassung warten? Dann kann es für dich eine sinnvolle Alternative sein, im Ausland zu studieren. Dabei musst du natürlich deinen Lebensmittelpunkt in das Land verlagern. Wichtig ist, dass du dir im Vorfeld Informationen einholst, ob der Abschluss auch in Deutschland anerkannt wird.

Ausbildung:

Durch eine Ausbildung in einem gleichen oder verwandten Bereich, kannst du theoretische und praktische Vorerfahrungen sammeln. Möchtest du bspw. Medizin studieren? Dann kannst du im Vorfeld eine Ausbildung zum medizinischen Fachangestellten oder in anderen medizinischen Berufen absolvieren. Während deiner Ausbildung erhältst du natürlich eine Vergütung und kannst dir sicher sein, anschließend ein sicheres Standbein für deine berufliche Zukunft zu haben, selbst wenn es mit dem Studium doch nicht klappen sollte.

 
Vorstudium:

In manchen Bereichen sind die NCs (Numerus clausus) so hoch, dass sich sehr viele junge Menschen jedes Jahr erfolglos auf wenige Studienplätze bewerben. Ein Beispiel dafür ist der Bereich Medizin. Dabei spielt es keine Rolle, ob du ein Humanmedizin-, Tiermedizin- oder Zahnmedizinstudium anstrebst, in allen Bereichen sind die Wartelisten endlos. Einige Hochschulen bieten daher ein Vorstudium an, das die Bewerber gezielt auf die Inhalte des Studiums vorbereitet. Die Wilhelm Löhe Hochschule bietet z. B. ab dem Wintersemester 2018/19 einen Vorkurs auf das Medizinstudium an. Dabei wirst du unter anderem auf den Medizinertest vorbereitet, erhältst das Hochschulzertifikat Gesundheitsökonomie und hast die Möglichkeit ein Praktikum in der Pflege zu absolvieren.

 
Jobben:

Natürlich kannst du die Zeit bis zum Studium auch nutzen, um Geld zu verdienen. In vielen Branchen werden Aushilfsjobs angeboten. Wenn du es zeitlich schaffst, kannst du deinen Job während des Studiums weiterführen, um  finanziell besser über die Runden zu kommen.

Wie du siehst, gibt es viele Möglichkeiten, die Zeit bis zur Zusage zum begehrten Studienplatz sinnvoll zu überbrücken. Also keine Panik, wenn du deine Zulassung nicht sofort bekommst, sondern wähle die Möglichkeit zur Überbrückung, die zu dir passt.

Wichtig ist aber, dass du die Bewerbungsfristen im Auge behältst, um nichts zu verpassen. Die genauen Informationen über die jeweiligen Fristen erhältst du auf der Homepage der Universitäten. Zudem kannst du das Beratungsangebot der zentralen Studienberatungen nutzen und dich über das Studienangebot informieren. Vielleicht ist für dich auch ein anderer (ähnlicher) Studiengang interessant, der geringere oder keine NC-Beschränkungen hat.

Wir drücken dir die Daumen, dass der Zulassungsbescheid bald ins Haus flattert und du von der Hochschule angenommen wirst, an der du gerne studieren möchtest!

Quellen:

  1. www.thieme.de (abgerufen am 02.8.2018)

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