Studieren im Ausland

Gründe, deinen Bachelor oder Master im Ausland zu machen gibt es viele:

Wegen der Zugangsbeschränkung an deutschen Hochschulen – dem so genannten Numerus Clausus – zieht es Abiturienten zum Studieren häufig in das benachbarte Ausland, etwa die Niederlande, Österreich, die Schweiz oder Tschechien. Insbesondere in Fächern wie Humanmedizin, Tiermedizin, Psychologie oder Jura sind die Einschreibungen deutscher Studenten in Nachbarländern hoch. Statt der Zulassungsbeschränkung nach Noten wird dort nach Losverfahren, Auswahlgesprächen oder Eignungsprüfung entschieden.

Sehr beliebt sind z. B. auch Großbritannien, Frankreich, Spanien und die USA, welche häufig für ein Auslandsstudium in Betracht gezogen werden, um Fremdsprachenkenntnisse und Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern.

Anerkennung

Seit dem Bologna-Prozess ist der Wechsel von einer Hochschule zur anderen im internationalen Raum einfacher geworden – zumindest teilweise. Vorsicht ist geboten, denn Bachelor ist nicht gleich Bachelor. Insbesondere über die Grenzen Europas hinaus, ist eine Eins-zu-Eins-Vergleichbarkeit selten möglich.

In Deutschland dauert ein Bachelor zumeist sechs Semester, also drei Jahre. Das ist aber nicht die Norm. So findet man bspw. in den USA überwiegend Formate, in denen der Bachelor-Abschluss in vier Jahren erreicht wird.

Außerdem variieren die Titel: Während in Deutschland vor allem der Bachelor of Arts, Bachelor of Science und Bachelor of Engineering anzutreffen sind, gibt es in anderen Ländern viel differenziertere Titel wie z. B. der Bachelor of Architecture oder Bachelor of Management.

Informiere dich unbedingt früh genug darüber, ob ein Studium im Ausland für deine Zukunftspläne sinnvoll ist. In manchen Studienfächern mag es ein großer Pluspunkt sein, etwa bei einem Studium in Wirtschaftswissenschaften (International Business etc.) mithilfe dessen du den Sprung in ein global agierendes Unternehmen wagen möchtest. Wenn du hingegen Lehramt oder Jura studieren willst und ein deutsches Staatsexamen Pflicht ist, macht das Studium im Ausland nur wenig Sinn. Das gilt selbstverständlich nicht für ein Auslandssemester!

Wenn du bereits einen Abschluss im Ausland erworben hast oder es planst und wissen möchtest, wie deine Chancen auf Anerkennung stehen, nutze den Anerkennungsfinder des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).

Die Anerkennung von Studienabschlüssen ist in jedem Fall mit bürokratischem Aufwand verbunden. Je nach Land, Hochschule und Abschluss bedarf es der Übersetzung von Zeugnissen, gegebenenfalls müssen Motivations- bzw. Eignungsschreiben von Dozenten oder Lehrern verfasst werden usw. Das sollte dich nicht von einem Auslandsstudium abhalten, rechne den „lästigen Papierkram“ jedoch in deine Zeitplanung mit ein und nimm diesen nicht auf die leichte Schulter.

Förderung

Viele ausländische Hochschulen nehmen für das Studium enorm hohe Studiengebühren. Rechnet man die anfallenden Lebensunterhaltskosten und sonstigen Ausgaben mit ein, kann ein Studium im Ausland sehr teuer werden. Aber auch hier gibt es einige Wege, dich bzw. dein Studium fördern zu lassen und Unterstützung zu erhalten. Auf die einzelnen Maßnahmen gehen wir detaillierter in dem Punkt „Auslandserfahrung sammeln“ ein.

Weitere Informationen …

… zum Studium im Ausland findest du beim Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD). Dort erhältst du u. a. neben Checklisten für deine Planung auch Hinweise zur Bewerbung für Stipendien und eine Übersicht über Internationale Studiengänge.

Sofern du schon an einer Hochschule eingeschrieben bist und überlegst, in einen Bachelorstudiengang im Ausland zu wechseln oder deinen Master im Ausland zu machen, ist das International Office (Akademische Auslandsamt) deiner Hochschule Anlaufpunkt für Fragen.

Links zum Thema

Wenn du hingegen nur ein oder zwei Semester im Ausland verbringen möchtest, informiere dich zum Thema „Auslandserfahrung sammeln“.