Wir haben mal einen Blick in die Statistik geworfen, in welchen Berufen die meisten Ausbildungsverträge mit Mädels abgeschlossen worden sind. Das Rennen machen kaufmännische bzw. Handelsberufe sowie medizinische Berufe. Hier die TOP 5:

  1. Kauffrau für Büromanagement
  2. Medizinische Fachangestellte
  3. Zahnmedizinische Fachangestellte
  4. Kauffrau im Einzelhandel
  5. Verkäuferin

Doch was ist mit anderen Berufen? Frauen haben Köpfchen, können zupacken, mit dem Computer arbeiten und vieles mehr. Wir haben uns einmal drei Berufsfelder näher angeschaut, die durchaus etwas mehr Girlpower gebrauchen könnten: 

Auf dem Bau: Klar, wenn es um pure Muskelkraft geht, sind die Jungs natürlich im Vorteil. Allerdings muss man auch sagen, dass zur Beförderung von Zementsäcken und Co. längst technische Hilfsmittel zur Verfügung stehen und längst nicht alle Berufe auf der Baustelle mit bloßen Muckis zu tun haben. Bei der Gestaltung von Bad und Küche beispielsweise ist sehr viel Ästhetik und Fingerspitzengefühl gefragt – besonders die zukünftigen Hausherrinnen haben oftmals ganz genaue Vorstellungen davon, wie ihre private Wellness-Oase daheim später einmal aussehen und wie sich Bodenfliesen und Fliesenspiegel in der Küche in das Gesamtkonzept des neuen Hauses einfügen sollen. Da ist deine weibliche Hand als Fliesenlegerin gefragt! Auch wird sich jede Bauherrin freuen, eine Frau als Ansprechpartnerin auf der Baustelle zu haben. Herrscht auf dem Bau unter lauter Männern sonst ein derber und rauer Ton, wird allein dein weiblicher Charme für einen guten Ausgleich sorgen. Darauf, dass du von deinen männlichen Kollegen aber auch mal einen Spruch kassieren wirst, musst du natürlich trotzdem vorbereitet sein! Weitere interessante Berufe auf dem Bau für Mädels

Metall und Elektro: Frauen und Technik? Das passt! Bestimmt gibt es in deiner Klasse ganz viele Mädels, die in Mathe, Physik, Informatik und Werken genau so gute Noten haben wie die Jungs – vielleicht sogar noch bessere?! Smartphone, Tablet und Laptop einrichten, Löcher bohren, eine neue Lampe in deinem Zimmer aufhängen, einen IKEA-Schrank aufbauen oder mit Papas Werkzeug das neueste DIY-Projekt umsetzen – in ganz vielen Alltagssituationen krempelst du die Ärmel hoch, greifst zum Werkzeug und zeigst: Selbst ist die Frau! Warum dann nicht auch einen technischen Beruf ausüben? Durch die Digitalisierung und Technisierung sind viele Aufgaben mit weniger körperlicher Belastung verbunden; moderne, computergesteuerte Anlagen und Maschinen erleichtern die Arbeit. Gleichzeitig stellen sie die Fachkräfte vor ganz neue Herausforderungen, für die wiederum die entsprechenden Softskills gefragt sind: Kommunikation sowohl im Team als auch mit Kunden und Auftraggebern, Organisation und Koordination in Projekten – und selbstverständlich Sorgfalt und das Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit den elektronisch gesteuerten Maschinen. Hinsichtlich dieser Fähigkeiten können Mädchen locker mit Jungs mithalten – und sollten sich daher nicht davor scheuen, einen technischen Beruf zu ergreifen. Viele Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie bieten zudem sehr gute Möglichkeiten an, Familie und Beruf zu vereinbaren, z. B. durch Gleichzeit, Teilzeit oder eigene Kitas. Wenn du technisch interessiert bist, solltest du dir die entsprechenden Berufe der Branche also unbedingt näher anschauen, beispielsweise

Mit viel PS: Wusstest du, dass nur etwa 5 % der Führer von Fahrzeug- und Transportgeräten weiblich sind? Dabei ist statistisch bewiesen, dass Frauen bessere Autofahrer sind als Männer: Frauen sind weniger häufig in Verkehrsunfälle verwickelt als Männer. Sie müssen auch weniger häufig ein Verwarnungs- oder Bußgeld bezahlen und werden seltener als Männer mit Alkohol oder Handy am Steuer erwischt. Die Redensart „Frau am Steuer – Ungeheuer“ stimmt daher hinten und vorne nicht! Wenn du also Lust dazu hast, ein Fahrzeug mit viel PS unter der Haube oder im Maschinenraum zu steuern, lass dich davon auf keinen Fall abhalten! Such dir einfach das Fahrzeug aus, was dich am meisten anspricht: LKW und Bus auf der Straße, Eisenbahn, U-Bahn und Straßenbahn auf der Schiene, Bagger, Planierraupe und Kran auf der Baustelle, Fähren, Schlepper und andere Schiffe auf dem Wasser. Die sind die Berufe in alphabetischer Reihenfolge:

Die Eigenschaften, die du für diese Jobs brauchst, sind sehr vielseitig und anspruchsvoll: Wenn du beispielsweise international unterwegs bist, brauchst du zur Verständigung vor Ort gute Fremdsprachenkenntnisse. Auch für den Kontakt mit Passagieren, die du beförderst, sowie mit Kunden, die du belieferst, ist eine gute Kommunikationsfähigkeit wichtig. Damit deine Fracht sicher ankommt – egal ob Güter oder Menschen – ist stets dein Sicherheitsbewusstsein und dein Verantwortungsgefühl gefragt. Und wenn einmal kleinere Reparaturen anfallen, bist du mit deinem technischen Verständnis ebenfalls zur Stelle. 

Fazit: Das Interesse macht‘s

Wenn du als Mädchen also auf der Suche nach einem passenden Beruf für dich bist, solltest du einfach schauen, was dich interessiert und was deinen persönlichen Neigungen entspricht – ganz egal, ob in deinem Wunschberuf nun überwiegend Männer oder Frauen arbeiten. Die meisten Arbeitgeber wünschen sich gemischte Teams – wenn du dich als Mädchen für einen typischen Männerberuf bewirbst, stehen deine Chancen daher ziemlich gut, dass du zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wirst. Die perfekte Gelegenheit für dich, den Personaler von dir zu überzeugen und zu zeigen, dass du es drauf hast!

Ausblick: In Teil 2 unserer Serie beschäftigen wir uns mit den typischen und untypischen Berufen des starken Geschlechts – eine Inspiration für alle Jungs, die etwas Ungewöhnliches machen möchten.

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