Wie werde ich Zahnmedizinischer Fachangestellter?

Du möchtest dir einen Ausbildungsplatz als Zahnmedizinische Fachangestellte sichern? Dann kontrolliere, ob diese Voraussetzungen der Ausbildung auch zu dir passen:

  • Einfühlungsvermögen
  • Kontaktfreudigkeit 
  • Hygienebewusstsein 
  • Geschicklichkeit
  • Organisationstalent
  • Kunden und Serviceorientierung
  • Kein schnelles Ekelgefühl bei Speichel oder Blut
  • Verantwortungsbewusstsein 
  • Teamfähigkeit 
  • Vertrauenswürdigkeit und Verschwiegenheit

Schulische Voraussetzungen als Zahnmedizinischer Fachangestellter

Ein bestimmter Schulabschluss ist für die Ausbildung des Zahnmedizinischen Fachangestellten nicht vorgeschrieben. Die meisten Praxen stellen jedoch Azubis mit einem Realschulabschluss oder einem guten Hauptschulabschluss ein. Mit einem höheren Schulabschluss hast du natürlich nochmal bessere Chancen, angenommen zu werden.

Du bist dir nicht sicher, ob nicht doch ein anderer Beruf besser zu dir passt? Finde es heraus mit unserem Berufs-Check!

Hast du einen anderen Ausbildungsberuf gesucht? Ähnliche Berufe findest du unter unseren medizinischen Berufen.

Bildungsweg

Duale Ausbildung

Empfohlener Schulabschluss

Realschulabschluss / Mittlere Reife

Ausbildungsdauer

3 Jahr(e)

Was macht ein Zahnmedizinischer Fachangestellter?

Deine Aufgaben als Zahnarzthelferin oder -helfer auf einen Blick

  • Organisation: Als ZFA organisierst du den gesamten Ablauf in der Praxis und bist der erste Ansprechpartner der Patienten.
  • Assistenz: Du unterstützt den Zahnarzt bei sämtlichen Untersuchungen, reichst Instrumente an, bereitest Füllungen und andere Behandlungen vor oder erklärst dem Patienten die Abläufe
  • Eigenständige Behandlungen: Als Zahnarzthelferin bzw. -helfer fertigst du auch Röntgenaufnahmen an, führst Zahnreinigungen durch oder erstellst Zahnabdrücke.

Deine Aufgaben als ZFA im Detail

Schon gewusst? – Der Zahnschmelz ist das härteste Material des menschlichen Körpers, weshalb Zahnärzte in der Praxis mit harten Diamanten schleifen müssen, um Löcher in Zähnen bearbeiten und wieder schließen zu können. Während dein Chef also den Bohrer betätigt, kann er deine Hilfe gut gebrauchen: Als Zahnarzthelfer oder Zahnarzthelferin assistierst du dem Arzt während der Behandlung, reichst ihm die benötigten Instrumente an und hältst beispielsweise die Absaugkanüle.

Meister der Organisation

„Frau Müller, bitte kommen Sie in Behandlungszimmer Nummer drei.“ – Auch dann, wenn das Wartezimmer bis zum Überquellen gefüllt ist, verlierst du nicht den Überblick. Einen Patienten, mit dem du vor zwanzig Minuten einen Notfalltermin am Telefon vereinbart hast, begrüßt du freundlich, als er zur Tür hereinkommt. Einen weiteren Gast eurer Praxis begleitest du ins Behandlungszimmer und nimmst kurz darauf ein Telefongespräch an. Zahnmedizinische Fachangestellte wie du kennen sich außerdem im Detail mit kaufmännischen Aufgaben aus: So dokumentierst du nicht nur die medizinischen Behandlungen, sondern erstellst Rechnungen und kontrollierst das Mahnwesen. Als ZFA schickst du außerdem Abrechnungen an Labore, Krankenkassen oder Privatpatienten raus. Und wenn in der Praxis etwas nicht perfekt läuft, ist es ebenfalls deine Aufgabe, die Prozesse vor Ort zu analysieren und zu optimieren.

Assistenz der Zahnmediziner  

Als Zahnarzthelfer oder Zahnarzthelferin bist du die rechte Hand des Arztes. Und das in ganz unterschiedlichen Bereichen: Du assistierst bei chirurgischen Behandlungen, agierst als kieferorthopädische Assistenz, unterstützt bei der Arbeit mit Prothesen und hilfst bei der Prophylaxe. Dabei fängt deine Assistenz schon lange vor dem eigentlichen Eingriff an: Du legst die benötigten Instrumente im Behandlungszimmer für den Arzt zurecht, beruhigst den Patienten vor der Behandlung und erklärst ihm die Abläufe. Während der Eingriffe selbst trägst du immer einen Mundschutz und Handschuhe und reichst dem Zahnarzt zum Beispiel eine Sonde oder die passenden Watteröllchen an. Dabei kennst du selbstverständlich die zahnärztlichen Abläufe und ergänzt die Arbeit des Arztes perfekt. Als zahnmedizinischer Fachangestellter bereitest du außerdem Abdruckmassen oder Füllungen vor und reichst sie dem Zahnarzt bei der zahnmedizinischen Behandlung an. Nach einem Eingriff verabschiedest du den Patienten und reinigst die Behandlungsräume: Du desinfizierst die Oberflächen, säuberst die Instrumente und sortierst alle nicht benötigten Instrumente zurück in die Schubladen.

Selbstständige Aufgaben

In deinem Beruf des ZFA arbeitest du selbstverständlich auch an eigenständigen Aufgaben: Du erstellst zum Beispiel Gebissaufnahmen von einem Patienten. Dafür erklärst du ihm, wie er sich drehen und aufstellen muss, damit die Aufnahmen nicht verwackeln. Nachdem du die Röntgenaufnahmen erstellt hast, kontrollierst du diese auf ihre Qualität und bringst den Patienten gemeinsam mit den Aufnahmen zurück ins Behandlungszimmer. 
Auch die professionelle Zahnreinigung kannst du bei deinem Schützling selbstständig durchführen. Hier entfernst du zunächst den Zahnstein und polierst anschließend die Zähne, um ein glänzendes Gebiss zurückzulassen. Auch hinter den Kulissen gibt es einige Aufgaben für dich zu erledigen: So gießt du zum Beispiel im hausinternen Labor aus bereits angefertigten Zahnabdrücken, Gipsausfertigungen, die du weiter an das Labor schickst. Auch der 3D-Druck nimmt einen immer größeren Stellenwert in deinem Job als Fachangestellter ein: So kannst du beispielsweise am Computer mit speziellen Programmen, wie CAD oder CAM im Detail Entwürfe für einen Zahnersatz erstellen, die an einem 3D-Drucker schließlich in ein echtes Modell verwandelt werden können.


Gut zu wissen...
  • Das Zähneputzen gehört erst seit dem 18. Jahrhundert zur Hygieneroutine in der westlichen Welt. In China gehört diese Routine sogar erst seit der letzten Hälfte des 21. Jahrhunderts zur Hygiene dazu - in einigen anderen Ländern gehört es allerdings immer noch nicht zum Alltag.
  • Der Zahnschmelz, der unsere Zähne mit einer wenige Millimeter dicken Schicht schützend überzieht, ist das härteste Material des menschlichen Körpers.
  • Es ist erwiesen, dass gesunde Zähne ein Zeichen für einen gesunden Körper sind.

Inhalte der Ausbildung

Du hast dir einen Ausbildungsplatz als Zahnarzthelfer bzw. Zahnarzthelferin gesichert und möchtest während deiner Zeit als Azubi mit guten Leistungen in den Prüfungen glänzen? Nur: Wie sieht eine Ausbildung als ZFA im Detail aus und wie sichert man sich die guten Noten? Welche Fächer du in der Berufsschule hast, mit deren Hilfe du und die anderen Auszubildenden sich auf die Zwischenprüfung und die Prüfung am Ende deiner Ausbildungszeit vorbereiten, erfährst du hier. 

Theoretische Ausbildung

Wichtige Fächer in deiner Ausbildung als ZFA sind

  • Zahnmedizinische Assistenz
  • Praxismanagement
  • Leistungsabrechnung
  • Datenverarbeitung
  • Rechts- und Wirtschaftsbeziehungen

Wie ist eigentlich ein Zahn im Detail aufgebaut? Die Funktionsweise der Bestandteile ZahnschmelzDentin und Pulpa lernst du bereits in der Berufsschule kennen. Mit den anderen ZFA-Azubis bekommst du erklärt, wie Karies entsteht und wie man dem Zahnarzt im Detail bei der zahnmedizinischen Arbeit assistiert. Dafür erfährst du natürlich auch, welche medizinischen Behandlungsinstrumente es neben Exkavatoren, Feilen und Skalpellen noch gibt und wie verschiedene Eingriffe aufgebaut sind. In dem Fach Patientenbetreuung und Abrechnung lernst du als angehende Zahnmedizinische Fachangestellte den Umgang mit Patienten kennen, bekommst theoretische Kenntnisse über die Kommunikation vermittelt und kannst so auch bei schwierigen Menschen immer einen kühlen Kopf bewahren. Zusätzlich dazu lernst du, wie man Abrechnungen erstellt und mit Krankenkassen und Laboren zusammenarbeitet. Außerdem hast du in der Berufsschule das Fach Praxismanagement. Hier sprichst du mit den anderen Azubis und Lehrern über die organisatorischen Themen in einer Zahnarztpraxis: Wie koordiniert man die verschiedenen Termine? Wie dokumentiert man eine Behandlung? Und: Wie erstellt man Personalpläne? Das alles bekommst du in der Berufsschule beigebracht.

Praktische Ausbildung

Einen großen Teil deiner dualen Ausbildung verbringen du und die anderen Auszubildenden in eurem Ausbildungsbetrieb. Hier lernst du den praktischen Teil deines Berufes kennen. Bereits fertig ausgebildete Zahnmedizinische Fachangestellte zeigen dir, wie Termine in der Praxis geplant und mit welchen Systemen sie erfasst werden. Am Anfang der Ausbildung assistierst du zunächst nur bei einer professionellen Zahnreinigung, in einem späteren Ausbildungsjahr bist du bei komplexen OPs als Assistent an der Seite des Zahnarztes und reichst ihm die Instrumente an. Während deiner Ausbildung bekommst du außerdem gezeigt, wie Abrechnungen und Mahnungen in deinem Unternehmen erstellt werden und wie die perfekte Betreuung eines Patienten von der Begrüßung bis hin zu Aufklärungsgesprächen auszusehen hat. Um dafür ein Gefühl zu bekommen, begleitest du beispielsweise eine Zahnmedizinische Fachangestellte einen Tag lang am Empfang und rufst die Kunden aus dem Wartezimmer auf. Einen anderen Tag verbringst du mit einem ZFA beim  Röntgen und lernst, wie das Gerät bedient werden muss, um optimale Bilder zu erhalten.

Ablauf der Ausbildung

Die Ausbildungszeit für diesen medizinischen Beruf beträgt 3 Jahre.

Verschiedene Bezeichnungen

Dieses Berufsbild beschreibt dir die duale Ausbildung als Zahnmedizinischer Fachangestellter bzw. Zahnmedizinische Fachangestellte. – Das zumindest ist die offizielle Bezeichnung des Ausbildungsberufes. „Zahnarzthelfer“ oder „Zahnarzthelferin“ sind darüber hinaus Ausdrücke, die du häufig finden wirst und abgekürzt wird dieser Ausbildungsberuf gerne mit „ZFA“. 

Wie gut passt der Beruf Zahnmedizinischer Fachangestellter zu dir?

Wenn du in deinem Beruf gerne Menschen helfen möchtest, ist der Beruf Zahnmedizinischer Fachangestellter genau der richtige für dich.
Wenn du kein Blut sehen kannst, könnten andere Berufe besser zu dir passen.

Hilfreiche Fähigkeiten

  • Teamfähigkeit
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Empathie
Zahnmedizinischer Fachangestellter-Quiz
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