Industriemechaniker bei der Arbeit ©Ahrens+Steinbach Projekte

Ausbildung
Industriemechaniker (m/w)

Bildungsweg
Duale Ausbildung
Empfohlener Schulabschluss
Realschulabschluss / Mittlere Reife
Ausbildungsdauer
3.5 Jahr(e)
Weinrich Schokolade - Ausbildung als Industriemechaniker/-in
Industriemechaniker / Industriemechanikerin bei Siemens
Fabian Drousch, Azubi zum Industriemechaniker bei der Deutschen Bahn
Ardagh Group Ausbildung Industriemechaniker

Industriemechaniker sind die Experten, wenn es um den Bau, die Instandhaltung, Reparatur und die Bedienung von Maschinen und Produktionsanlagen geht – und das in nahezu allen Wirtschaftsbereichen der Industrie.

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Deine Tätigkeiten

Gerade als du zur Tür der Werkhalle hineinkommst, wartet schon der erste Auftrag für dich: Ein Kunde hat angerufen. Es gibt offensichtlich eine Störung auf der Fertigungsstraße. Doch an welcher Stelle liegt der Fehler? Das sollst du nun herausfinden. Nichts wie hin und an die Arbeit. Mit deinen Kollegen prüfst du die Funktionen der einzelnen Geräteteile und Systeme. Du überwachst jeden einzelnen Fertigungsprozess und sammelst die Daten, um schließlich die Störungsursache zu finden. Der Kunde ist zufrieden – du auch! Weiter geht’s zum nächsten Auftrag!

So oder so ähnlich könnte ein Teil deines Arbeitstags als Industriemechaniker aussehen. Doch es gibt noch viele andere Aufgaben, die in dein Gebiet fallen:

Produktion, Montage und Demontage

Du arbeitest nicht nur mit den fertigen Maschinen, sondern stellst auch Geräteteile und Baugruppen für Produktionsanlagen und Maschinen her. Anschließend montierst du sie und richtest sie ordnungsgemäß ein. Dabei ist es wichtig, alle Funktionen zu prüfen, denn die Werkstücke müssen auf Hundertstel oder sogar Tausendstel Millimeter genau sein! Wenn es nötig ist, baust du die Fertigungsanlagen noch einmal um. Dabei verwendest du technische Unterlagen, die dir dabei helfen, deine Arbeitsschritte genau zu planen. Nicht selten sprichst du dich mit Kollegen ab, zum Beispiel aus dem Bereich der Elektrotechnik oder der Mechatronik.

Inspektion und Optimierung

Wenn so eine Maschine einmal läuft, läuft sie immer – falsch! Es ist besonders wichtig, dass Produktionsprozesse ständig überwacht werden. Am PC wertest du Daten aus und dokumentierst einzelne Arbeitsschritte. Nur so können Fehler in der Fertigung so schnell wie möglich entdeckt und behoben werden. Außerdem bist du daran interessiert, die Arbeitsschritte ständig zu optimieren. Qualitätskontrollen gehören daher zu deinen regelmäßigen Aufgaben.

Wartung und Reparatur

Wartung bezeichnet Maßnahmen der vorbeugenden Instandhaltung. Wenn eine Maschine erst defekt ist, kann nichts mehr produziert werden. Das bedeutet für ein Unternehmen Verluste. Da kommst du ins Spiel! Du sorgst dafür, dass Produktionsanlagen regelmäßig gereinigt werden, Betriebsstoffe nachgefüllt werden und Verschleißerscheinungen frühzeitig erkannt werden. Wenn nötig, bestellst du Ersatzteile oder fertigst sie selbst an. Anfallende Abfallprodukte entsorgst du selbstverständlich ordnungsgemäß.

Inhalte der Ausbildung


Schulische Ausbildungsinhalte

Als Industriemechaniker benötigst du allerhand theoretische Grundlagen, um die Prozesse und Abläufe, mit denen du dich im Betrieb beschäftigst, besser verstehen zu können. Vor allen Dingen Physik hilft dir dabei, die Elektro- und Steuerungstechnik zu verstehen. Mathematik brauchst du, um Maße, Volumina und Winkel zu berechnen. Im Fach Werken oder Technik lernst du, Bauteile zu fertigen, technische Zeichnungen zu verstehen und zu erstellen und außerdem zu feilen, bohren, fräsen und zu schleifen. All dies sind Grundlagen für deine Arbeit im Betrieb. Auch Informatik ist wichtig, denn es ermöglicht dir einen sicheren Umgang mit CNC-Maschinen. Das sind Werkzeugmaschinen, die durch die Möglichkeiten der Steuerungstechnik Teile sehr präzise automatisch herstellen können. Es kann auch vorkommen, dass du technische Unterlagen auf Englisch auswerten musst. Daher ist auch technisches Englisch eines deiner Fächer in der Berufsschule.

Betriebliche Ausbildungsinhalte

In deinem Ausbildungsbetrieb werden die zum größten Teil theoretischen Inhalte der Berufsschule in die Praxis umgesetzt. Hier lernst du, wie du deine Arbeit am besten planst und organisierst. Du lernst, die verschiedenen Werkstoffe zu unterscheiden und zuzuordnen, wie Bauteile und Werkstücke hergestellt werden, wie Maschinen und Systeme funktionieren und zu bedienen sind. Außerdem wird dir beigebracht, wie du Ursachen von Qualitätsmängeln eigenständig finden und beseitigen kannst. Das Ziel deiner Ausbildung ist es, dass du die Tätigkeiten selbstständig und professionell ausführen kannst. Aber keine Angst, das geschieht natürlich Schritt für Schritt!

Besonderheiten


Deine Ausbildung zum Industriemechaniker kannst du entweder dual oder als schulische Ausbildung machen. Während die duale Ausbildung sowohl in der Berufsschule als auch im Ausbildungsbetrieb stattfindet, lernst du in der schulischen Ausbildung zum Industriemechaniker vor allem die theoretischen Inhalte kennen. Es gibt insgesamt vier Einsatzgebiete eines Industriemechanikers. Auf eines dieser Gebiete kannst du dich schon während deiner Ausbildung spezialisieren: Feingerätebau, Maschinen- und Anlagenbau, Produktionstechnik, Instandhaltung.

Falls du schon eine abgeschlossene Ausbildung zum Maschinen- und Anlagenführer im Schwerpunkt Metall- und Kunststofftechnik oder als Fachkraft für Metalltechnik der Fachrichtung Montagetechnik hast, kann dir diese angerechnet werden, sodass sich deine Ausbildungszeit verkürzt.



Voraussetzungen


Es ist hilfreich, als angehender Industriemechaniker bestimmte Voraussetzungen schon mitzubringen. Dann fallen dir die Aufgaben und Inhalte deiner Ausbildung gleich viel leichter! Ein paar dieser Eigenschaften und Interessen sind:

  • räumliches Vorstellungsvermögen
  • technisch-logisches Denken
  • Interesse und Spaß an Physik und Mathematik (gute Noten in diesen Fächern sind ebenfalls hilfreich, aber nicht in jedem Fall notwendig)
  • handwerkliches Geschick
  • Feinmotorik und Fingergeschick
  • sorgfältiges Arbeiten
  • keine Abneigung gegen Rauch, Staub, Dampf, Lärm, Arbeit mit Ölen und Fetten
  • Bereitschaft, viel im Stehen und in der Hocke zu arbeiten
  • Teamfähigkeit
  • gutes Ausdrucksvermögen

Um zu prüfen, ob du für diesen Beruf geeignet bist, teste doch mal deinen Persönlichkeitstyp in unserem Berufsscout! Die meisten Azubis für eine Ausbildung zum Industriemechaniker verfügen über einen mittleren Bildungsabschluss, also der Mittleren Reife oder einem vergleichbaren Abschluss. Aber auch mit einem Hauptschulabschluss (meist gute Noten erforderlich) oder der (Fach-) Hochschulreife kannst du dich natürlich bewerben.

Quellen:
Bei der Recherche für unsere Berufsbilder verwenden wir die Informationen von der Bundesagentur für Arbeit
sowie dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie .

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