Image in der Berufsorientierung

Das Image bezeichnet den Gesamteindruck, den der Großteil der Menschen von einer bestimmten Sache haben. So gibt es auch einige Berufe, die ein besonders gutes Image haben wie beispielsweise Arzt oder Pilot und wiederum andere, die kein so hohes Ansehen genießen. Klar, dass du dir natürlich erst einmal die Berufe ansiehst, von denen du selbst und deine Mitmenschen einen positiven Eindruck haben. Vielleicht denkst du, dass du mit so einer Ausbildung nichts falsch machen kannst oder du erhoffst dir davon sogar, unter Freunden und Bekannten noch stärker angesehen zu sein.

Das Problem mit dem Image ist jedoch, dass es nicht der ausschlaggebende Faktor sein sollte. Wichtig bei der Berufswahl sind vor allem die eigenen Interessen und Fähigkeiten, denn auch in einem angesehenen Beruf wirst du nicht glücklich werden, wenn dich die Materie nicht interessiert oder deine Stärken in einem ganz anderen Bereich liegen. Zudem kann das Image eines Ausbildungsberufs auch täuschen. Es gibt jede Menge Berufe, deren Eindruck auf den ersten Blick nicht der beste ist, die auf den zweiten Blick jedoch spannende Aufgaben, gute Karrierechancen und viel Abwechslung bieten.

Diese Ausbildungsbranchen sind besser als ihr Image

Insbesondere drei Branchen belastet ihr vermeintlich schlechter Ruf. Doch eine Ausbildung in den folgenden Bereichen hat auch viele Vorteile.

Pflege

Jede Menge Überstunden und eine schlechte Bezahlung – das sind wohl die Argumente, die viele dazu verleiten, eine Ausbildung in der Pflege kategorisch auszuschließen. Das sorgt dafür, dass viele Ausbildungsplätze unbesetzt bleiben und in Krankenhäusern und Pflegeheimen dringend qualifizierte Fachkräfte benötigt werden. Mit der Pflegereform wurde hiergegen nun ein Zeichen gesetzt. Die Pflegeausbildung wurde von Grund auf modernisiert und restrukturiert. Bereits Auszubildende bekommen eine überdurchschnittliche Ausbildungsvergütung ausgezahlt und auch das Einstiegsgehalt liegt im Vergleich zu vielen anderen Berufen auf einem hohen Level. Dadurch, dass die Ausbildung durch die Reform wieder attraktiver wird und mehr Menschen sich für eine Karriere in der Pflege entscheiden, lastet weniger Arbeit auf den Schultern jedes Einzelnen.

Daneben bietet die Pflegeausbildung aber vor allem eines: Zukunftssicherheit, denn solange es Menschen gibt, wird es auch Krankheiten, Unfälle und Bedarf an Pflege geben.

Hotellerie und Gastronomie

Auch die Ausbildung in der Hotel- und Gastrobranche leidet unter ihrem schlechten Ruf. Grund hierfür sind vor allem einige wenige schwarze Schafe, bei denen die Qualität der Lehre unzureichend ist. Dabei ist die Ausbildungsqualität in der Branche insgesamt in den letzten Jahren gestiegen und auch die Ausbildungsinhalte bieten spannende und abwechslungsreiche Tätigkeiten. Um sicherzugehen, dass sowohl die Ausbildung als auch der Ausbildungsbetrieb zu dir passt, bieten sich daher im Voraus kurze Schnupperpraktika an. So kannst du bereits einen Einblick in den Betrieb gewinnen, dich mit anderen Auszubildenden austauschen und die vielseitigen Aufgaben von Hotelfachleuten, Restaurantfachleuten oder Köchen kennenlernen.

Handwerk

Das Handwerk klagt schon seit Jahren über andauernden Azubi-Mangel. Dies liegt vor allem an dem falschen Bild, das viele von handwerklichen Berufen haben. So wird der Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik immer noch stark mit verstopften Toiletten und Fäkalien in Verbindung gebracht, obwohl der Beruf inzwischen hochmodern ist und ein großer Schwerpunkt auf Heizungs-, Klima- und Solaranlagen liegt, für die ein komplexes technisches Verständnis mitgebracht werden muss. Insgesamt hat sich das Handwerk in den letzten Jahren aufgrund der technologischen Entwicklung stark gewandelt. Zudem bietet die Branche ebenfalls gute Zukunftschancen und Möglichkeiten zum beruflichen Aufstieg.

Diese drei Beispiele zeigen deutlich, dass das Image bzw. der Ruf einer Branche oder einer Ausbildung nicht ausschlaggebend für die spätere Berufswahl sein sollte. Daher gilt: Setz dich intensiv mit den Ausbildungsberufen auseinander und schnuppere idealerweise in einem kurzen Praktikum einmal in den Beruf rein, denn so lernst du diesen am besten kennen.

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