Restaurantfachleute bei der Arbeit ©Pixabay Public Domain

Ausbildung
Restaurantfachmann (m/w/d)

Bildungsweg
Duale Ausbildung
Empfohlener Schulabschluss
Hauptschulabschluss
Ausbildungsdauer
3 Jahr(e)

Restaurantfachleute beraten Gäste geduldig, freundlich und kompetent zu Speisen und Getränken, nehmen Bestellungen auf und servieren sie. Außerdem wirken sie bei der Planung und Durchführung von Veranstaltungen und Festlichkeiten mit.

Hotel und Gastronomie Berufe in der Gastronomie und im Hotel Berufe mit Hauptschulabschluss Lehre in Österreich

Was macht ein Restaurantfachmann ?

Die Zufriedenheit der Gäste...

… ist das Ziel eines jeden Restaurantfachmanns. Deshalb ist ein Lächeln auf den Lippen das wichtigste Teil deiner Berufskleidung. Der erste Eindruck zählt – schon bei der Begrüßung deiner Gäste möchtest du ihnen vermitteln, dass sie sich in deiner Obhut wohlfühlen können. Ob das geklappt hat, merkst du später am Trinkgeld. Du weist ihnen einen Platz zu, mit dem sie einverstanden sind und reichst ihnen die Speisekarte. Wenn deine Gäste unschlüssig sind, sprichst du Empfehlungen aus. Dazu fragst du gezielt nach Vorlieben und Wünschen und wählst dementsprechend aus. Die Speisekarte kennst du selbstverständlich in und auswendig und auch über aktuelle Tagesempfehlungen des Kochs bist du gut informiert. Du bist im Grunde der Vermittler zwischen Küche und Gästen. Lob und Kritik gibst du selbstverständlich an die Küche weiter. Der Sommelier des Hauses hat dich in die Welt der Weine instruiert und du sprichst auf Anfrage auch hier gern Empfehlungen aus. Ist eine Entscheidung getroffen, nimmst du die Bestellung auf und gibst sie an die Küche weiter. Die Getränke stellst du selbst an der Bar zusammen.

À la carte, an der Bar, im Saal und auf der Etage

Die Arbeitsumgebungen des Restaurantfachmanns sind vielseitig. Im normalen Restaurantbetrieb servierst du Gerichte, die Gäste aus der Speisekarte bei dir bestellt haben. Du arbeitest außerdem an der Bar, wo du Mischgetränke wie Cocktails selbst zubereitest. Das erfordert natürlich das nötige Know-how, was du in einer Zusatzausbildung zum Barmixer bekommen kannst. Einfache Speisen kannst du selbst zubereiten. Meistens bekommst du die Gerichte aber aus der Küche und musst sie „nur noch“ servieren. Das Servieren hat es manchmal jedoch in sich – zum Beispiel wenn eine Gesellschaft von 25 Leuten gleichzeitig ihr Essen haben möchte oder wenn du Fleisch am Tisch tranchieren oder Nachtisch flambieren sollst. Auch mehrere Teller oder ein Tablett voller Getränke zu tragen muss gelernt sein. Stell dir vor, du trägst ein Tablett bei einem Sektempfang einer Hochzeitsfeier und stolperst über deine eigenen Füße. Ein Tollpatsch solltest du in diesem Beruf nicht sein, aber wenn dir ausnahmsweise mal was danebengeht, ist das auch kein Desaster. Cool bleiben, höflich bleiben und alles wieder in Ordnung bringen – dann wird der Gast es dir sicher verzeihen.

Bei Feierlichkeiten arbeitest du nicht nur im Service, sondern wirkst auch bei der Veranstaltungsplanung mit. Du organisierst Serviceabläufe, kalkulierst Kosten und dokumentierst die Ergebnisse. Arbeitest du im Hotel, wirst du gelegentlich auch für den Etagenservice zugeteilt. Das kann zum Beispiel bedeuten, dass du Frühstück auf dem Zimmer servierst oder andere Bestellungen des Zimmerservices entgegennimmst und die Speisen und Getränke auf die Zimmer bringst.

Inhalte der Ausbildung


Deine Ausbildungszeit teilt sich auf die Berufsschulzeit und die Zeit im Unternehmen auf. Beide Ausbildungsorte sind thematisch miteinander verknüpft.

Schulische Ausbildungsinhalte

In der Berufsschule lernst du Grundlagen der Restaurantorganisation kennen. Du lernst zum Beispiel, welche Aufgaben es gibt und von wem sie übernommen werden, welche wirtschaftlichen Hintergründe und Grundlagen es gibt, Marketingstrategien, Beratungsmethoden und das Arbeiten in der Küche, im Service und in der Lebensmittellagerung. Die Fächer Mathematik und Wirtschaft werden dabei eine Rolle spielen sowie Deutsch und Englisch, denn du wirst vornehmlich mit Menschen in Kontakt sein- auch mit ausländischen Gästen.

Betriebliche Ausbildungsinhalte

Im Betrieb wirst du so früh wie möglich an den Umgang mit den Gästen herangeführt. Du lernst, wie du dich als Gastgeber zu verhalten hast. Vielleicht hast du schon mal in einem Restaurant oder Hotel gejobbt und kennst das bereits. Am allerwichtigsten ist, dass du eine freundliche und aufgeschlossene Person bist – der Rest kommt ganz von selbst und mithilfe von ein paar Verhaltens- und Servierregeln. Die „Daumenregel“ zum Beispiel ist eine von ihnen.

Eine andere wichtige Komponente deiner Ausbildung ist die Büroorganisation. Ganz ohne Bürokratie funktioniert es nämlich nicht. Die Arbeit muss organisiert werden, das Personal eingeteilt, Veranstaltungsplanungen dokumentiert, Rechnungen erstellt und Bestellungen aufgegeben werden. Auch in verkaufsfördernde Maßnahmen wirst du gegebenenfalls mit einbezogen.

Besonderheiten


Die Ausbildung zum Restaurantfachmann wirst du zu einem Teil in der Berufsschule und zu einem anderen Teil in deinem Ausbildungsbetrieb absolvieren. Es handelt sich nämlich um eine duale Ausbildung. Vereinzelt wird sie jedoch auch als schulische Ausbildung angeboten.



Wie werde ich Restaurantfachmann ?


Kannst du

  • auch in schwierigen Situationen höflich und freundlich bleiben?
  • geschickt mit Tablett, Tellern und Gläsern umgehen?
  • Kopfrechnen?
  • dich gut ausdrücken?
  • auch nachts und an Wochenenden und Feiertagen arbeiten?
  • lange auf den Beinen sein?

    Hast du

  • ein gutes Personengedächtnis?
  • Fremdsprachenkenntnisse?
  • gerne Menschen um dich herum und bist ein guter Gastgeber?
  • ein Organisationstalent?
  • kaufmännische Fähigkeiten?

    Und hast du außerdem mindestens einen Hauptschulabschluss?

    Dann solltest du dich für eine Ausbildung zum Restaurantfachmann bewerben!

Wenn du dir noch unsicher bist, ob der Beruf das Richtige für dich ist, mach doch mal den Test.


Quellen:
Bei der Recherche für unsere Berufsbilder verwenden wir die Informationen von der Bundesagentur für Arbeit
sowie dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie .

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