Wie werde ich Fotograf / Fotografin?

Fotograf zu sein verlangt nicht nur die Bereitschaft viel zu lernen, sondern eben auch ein gewisses Maß an Talent und das Gefühl für das „passende Bild“. Vor allem aber solltest du Spaß am Foto schießen und an deinem Motiv haben und folgende Voraussetzungen mitbringen:

  • Mittlere Reife oder allgemeine Hochschulreife
  • ein ausgeprägtes Gefühl für Bilder, den Bildaufbau, die Bildaufteilung und Farben
  • Kreativität
  • Räumliches Denken
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Interesse und Spaß an dem Umgang mit Kunden
  • Organisationstalent

Bildungsweg

Duale Ausbildung

Empfohlener Schulabschluss

Realschulabschluss / Mittlere Reife

Ausbildungsdauer

3 Jahr(e)

Azubi-Gehalt

Ø 649 EUR

Was macht ein Fotograf / Fotografin?

Deine Aufgaben auf einen Blick

  • Beraten und organisieren: Kunden beraten, Fotoideen entwickeln, Location/Requisiten organisieren und Fotobedarf verkaufen
  • Fotografieren: Arbeitswerkzeug vorbereiten, Lichtquellen positionieren und Fotos schießen
  • Retuschieren und drucken: Nachbearbeitung und Weiterverarbeitung der Fotos


Deine Aufgaben im Detail

"Jetzt wenden Sie den Kopf bitte leicht nach rechts." - Klick - "Dankeschön, das war‘s." So einfach wie sich das manchmal aus Laiensicht darstellt, ist die Tätigkeit von Fotografen aber nicht. Im Gegenteil, sie ist anspruchsvoll, interessant und sehr vielfältig, weshalb man in der Ausbildung auch viele unterschiedliche Aspekte der Fotografie kennenlernt.
Denn egal ob Pass- und Bewerbungsfotos, Hochzeitsbilder oder kunstvolle Porträts, für das gesamte Repertoire bist du als Porträtfotograf zuständig. Daneben gibt es noch die Architektur-, Industrie-, Produkt- und Wissenschaftsfotografie. Bei den verschiedenen Schwerpunkten ist das Fotografieren ein wichtiger Teil deiner Arbeit, aber längst nicht alles!


Beraten und organisieren

Bevor du als Fotograf deine Fotos schießt, muss im Voraus erstmal einiges geplant werden. Es kommt nicht selten vor, dass Kunden dein Atelier betreten und dabei noch keine genauen Vorstellungen davon haben, wie die endgültige Aufnahme aussehen soll. Da kommt dein Fachwissen als Fotograf ins Spiel, denn du hast schon während der Beratung eine Fotoidee im Kopf und weißt genau, wie du diese umsetzen wirst.
Daneben berätst du die Kunden zu den aufkommenden Kosten und stehst ihnen bei allen weiteren Fragen zur Verfügung. Denn auch hier gilt das allseits bekannte Sprichwort: Der Kunde ist König!
Wenn am Ende des Gespräches alle zufrieden sind und du auf die Wünsche und Erwartungen des Kunden eingegangen bist, machst du einen Termin aus und organisierst, wenn nötig, die Location und alle weiteren Requisiten. Schließlich finden manche Fotoshootings auch außerhalb deines Studios statt.

Je nachdem, wie dein Tätigkeitsumfeld ist und welchen Schwerpunkt du gewählt hast, kann es auch vorkommen, dass du zusätzlich Produkte rund um das Thema Fotografie verkaufst. Dazu gehören zum Beispiel Kameras, Stative, aber auch Bilderrahmen sowie Fotobedarf. Besonders dann ist es wichtig, dass Fotografen über ein umfangreiches Wissen verfügen, um ihre Kunden gut beraten zu können.


Fotografieren

Der vereinbarte Termin ist gekommen und es geht ans Eingemachte. Bevor die Kunden bei dir eintreffen, musst du dein Arbeitswerkzeug aber erstmal vorbereiten. Dementsprechend sorgst du für genügend Speicherplatz auf den Speicherkarten und lädst die Akkus deiner Kameras auf. Wird ein bestimmter Hintergrund benötigt oder möchte dein Kunde spezielle Requisiten nutzen, werden diese selbstverständlich auch von dir arrangiert. Vor allem die Lichtquellen spielen eine wichtige Rolle bei der Fotografie, weshalb du diese vorher unbedingt testen und richtig platzieren musst.

Nachdem du alles vorbereitet hast, geht es auch schon los: Du zeigst den Menschen vor deiner Kamera, wie sie sich am besten positionieren, damit die Aufnahme insgesamt stimmig aussieht. Denn nur in Teamarbeit könnt ihr gemeinsam das perfekte Bild erreichen.

Auch hier gilt wieder, dass das Tätigkeitsumfeld ein entscheidender Faktor ist. Je nach gewähltem Schwerpunkt, lichtest du nicht nur Menschen, sondern vielleicht auch Gebäude oder Produkte ab.


Retuschieren und drucken

Das Fotoshooting hat ein Ende gefunden und die Bilder sind im Kasten. Doch bis die Kunden ihre Fotos final in der Hand halten, liegen noch ein paar Arbeitsschritte vor dir. Darunter zum Beispiel die Nachbearbeitung, wodurch die Bilder ihren letzten Feinschliff bekommen.
Dabei werden die Aufnahmen im Hinblick auf die Helligkeit, Kontraststärke und Farbgebung angepasst. Da man auf Fotos ja bekanntlich so gut wie möglich aussehen möchte, liegt es auch an dir, den ein oder anderen Pickel zu entfernen, die Haut etwas zu glätten oder vielleicht auch eine ungünstige Haarsträhne wegzuretuschieren.

Ist die Nachbearbeitung abgeschlossen, werden die Bilder weiterverarbeitet. Je nach Kundenwunsch brennst du die Aufnahmen auf CD, verschickst die Momentaufnahmen digital per E-Mail, erstellst vielleicht sogar ein Fotobuch oder druckst die Aufnahmen auf geeignetem Papier aus.

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Gut zu wissen...
  • Das teuerste Foto der Welt kommt aus Deutschland. Der Schnappschuss gelang dem deutschen Fotografen Andreas Gursky und trägt den Namen „Rhein 2“. Es wurde im November 2011 für 4,3 Millionen US-Dollar in New York verkauft. Es zeigt lediglich den Fluss, umgeben von Wiesen und Himmel.
  • Während der Apollo-Missionen um 1969 wurden aus Platz- und Gewichtgründen mehrere Kameras auf dem Mond hinterlassen. Seitdem liegen dort zwölf Kameras des Modells Hasselblad 500.
  • Pro Tag werden über 100 Millionen Fotos auf der Internetplattform Instagram hochgeladen.

Inhalte der Ausbildung

Schulische Ausbildungsinhalte

In der Berufsschule sind für dich vor allem Fächer wie Technologie, Mathematik und Gestaltung relevant. Hier lernst du zum einen die Hintergründe und Funktionsweise des Fotografierens besser kennen, zum anderen sprecht ihr aber auch über den Bildaufbau, die Aufteilung und die verschiedenen Farben.
Auch allgemeine Fächer wie Religion, Deutsch und Wirtschaft sind Bestandteil deiner Berufsausbildung.

Betriebliche Ausbildungsinhalte

Während deiner Ausbildung im Unternehmen lernst du Kunden zu beraten, Entwürfe und Konzepte für mögliche Projekt zu erstellen, diese zu planen und später durchzuführen.
Auch in der Fotografie lernst du gezielt den Einsatz von Belichtung und die verschiedenen Einstellungen der Kamera kennen. Besonders auch die Bildbearbeitung nimmt einen festen Bestandteil deiner Ausbildung ein. Du lernst mit verschiedenen Programmen umzugehen und das geschossene Foto nachzubearbeiten.

Ausbildungsplatz finden

Du bist auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz als Fotograf / Fotografin? Wir haben für dich zahlreiche freie Ausbildungsplätze bei den besten Ausbildungsbetrieben - die Personaler freuen sich auf deine Bewerbung!

Freie Ausbildungsplätze

Ablauf der Ausbildung

Wie schon im Laufe des Textes erwähnt, gibt es verschiedene Schwerpunkte, für die du dich schon während deiner Ausbildung zum Fotografen entscheiden kannst. Zwischen folgenden kannst du wählen:

  1. Industrie- und Architekturfotografie
    Architekturfotografen lernen während ihrer Ausbildung, wie sie Bauwerke, egal unter welchen Bedingungen, richtig ablichten. Vor allem das Wetter, aber auch die Umgebung, spielen hier eine große Rolle.
    Bei der Industriefotografie stehen genau wie bei der Architekturfotografie Objekte im Vordergrund. Hier werden zum Beispiel Maschinen oder Produktionsprozesse fotografiert. Wer in diesem Arbeitsfeld tätig ist, lernt die Fotoprojekte entsprechend der Kundenwünsche umzusetzen.

  2. Porträtfotografie
    Die Porträtfotografie schießt uns wahrscheinlich als erstes in den Kopf, wenn wir an den Beruf des Fotografen denken.
    Hier lernst du in deiner Ausbildung, wie du je nach Kundenwunsch ein passendes Foto schießt. Das können zum Beispiel klassische Pass-, aber auch Hochzeitsfotos oder Bewerbungsbilder sein. Neben dem Fotografieren gehören auch beratende und organisatorische Aufgaben zu deinem Arbeitsalltag.

  3. Produktfotografie
    Bei der Produktfotografie ist es deine Aufgabe, die verschiedensten Produkte möglichst gut abzulichten. Da diese Fotos später zum Beispiel für Werbezwecke genutzt werden, versuchst du mit technischen Hilfsmitteln und einer guten Belichtung, das Beste aus dem Produkt rauszuholen. Außerdem wirst du in deiner Ausbildung lernen, wie du das Produkt im Hinblick auf die Layout-Vorgaben richtig platzierst.

  4. Wissenschaftsfotografie
    Wer sich für den Schwerpunkt der Wissenschaftsfotografie entscheidet, der wählt durchaus einen sehr spannenden Bereich. Die Aufnahmen werden hauptsächlich für die wissenschaftliche Arbeit, beispielsweise bei der Polizei, genutzt. Fotografen nehmen die Bilder meistens im Makrobereich auf. Das heißt, dass sie bestimmte Aufnahmesysteme nutzen und damit die allerkleinsten Dinge, die wir mit dem bloßen Auge nicht einmal sehen können, fotografieren. Azubis lernen deshalb, welche Dinge sie im Umgang mit den speziellen Aufnahmegeräten beachten müssen.
Hilfreiche Fähigkeiten
  • Überzeugungskraft
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Kreativität

Wie gut passt der Beruf Fotograf / Fotografin zu dir?

Wenn du in deinem Beruf gerne aus der Reihe tanzen möchtest, ist der Beruf Fotograf / Fotografin genau der richtige für dich.
Wenn du nicht vor einer Gruppe von Menschen sprechen möchtest, könnten andere Berufe besser zu dir passen.
Fotograf / Fotografin-Quiz
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