Aufstiegsweiterbildung

Wenn du dich schon einmal mit dem Thema Weiterbildung beschäftigt hast, hast du wahrscheinlich bereits von den Berufsbezeichnungen Meister, Techniker, Fachwirt, Betriebswirt und Gestalter gehört. Dabei handelt es sich um sog. Aufstiegsweiterbildungen bzw. Aufstiegsfortbildungen mit dem Ziel, eine höhere berufliche Qualifikation zu erwerben, um dann einen größeren Verantwortungsbereich übernehmen zu können.

Weiterbildung in handwerklichen Berufen: Meisterausbildung

Du hast deine Gesellenprüfung bzw. deine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen? Jetzt willst du den nächsten Schritt in deiner Karriere gehen und deinen Meister machen? Dann informiere dich über die Aufstiegsweiterbildung und deine Aussichten mit dem Meisterbrief!

Weiterbildung in technischen Berufen: Technikerausbildung

Du hast einen technischen Beruf erlernt und suchst jetzt nach weiteren Perspektiven? Wir zeigen dir, welche Zukunftschancen du als staatlich geprüfter Techniker hast und was während der entsprechenden Aufstiegsweiterbildung auf dich zukommt.

Weiterbildung in kaufmännischen Berufen: Fachwirt und Betriebswirt

Kaufmännische Ausbildung abgeschlossen und dann? Mit einer Aufstiegsweiterbildung zum Fachwirt oder Betriebswirt kannst du weiter aufsteigen und deinen Weg ins Management gehen. Wir erklären dir, wie die Weiterbildung abläuft und welche Positionen du danach übernehmen kannst.

Weiterbildung in Gestaltungsberufen: Gestalter

Nach deiner abgeschlossenen Ausbildung in einem Gestaltungsberuf suchst du nach einer neuen Herausforderung? Dann ist eine Aufstiegsweiterbildung zum Gestalter eine gute Möglichkeit für dich, weiterführende Aufgaben mit mehr Verantwortung zu übernehmen.

Voraussetzung: Wenn du dich für eine Aufstiegsweiterbildung zum Meister, Techniker, Fachwirt, Betriebswirt oder Gestalter interessierst, solltest du neben deiner abgeschlossenen Ausbildung auch über Berufserfahrung verfügen. Je nachdem, nach welchem Modell du die Aufstiegsweiterbildung absolvierst (beispielsweise Vollzeit oder berufsbegleitend), dauert diese zwischen 1,5 und 3 Jahren. Die Abschlussprüfung deiner Aufstiegsweiterbildung legst du dann vor der jeweiligen Kammer ab. Für die Meisterprüfung ist die Handwerkskammer (HWK) zuständig, für Techniker, Fachwirte und Betriebswirte die Industrie- und Handelskammer (IHK). Übrigens: Dein Abschluss hat den Zusatz "staatlich anerkannt". Der Unterschied zum Zusatz "staatlich geprüft" ergibt sich durch die Stelle, vor der die Prüfung abgelegt wird: Ist die Stelle ein staatliches Amt, handelt es sich dementsprechend auch um einen staatlich geprüften Abschluss.

Selbständig machen

Aufstiegsweiterbildungen wie der Meister sind eine wichtige Grundlage für eine spätere Selbständigkeit. Erfahre mehr, was du bei der Existenzgründung beachten musst, welche finanziellen Hilfen es gibt und an welche Anlaufstellen du dich wenden kannst.

Seminare und Lehrgänge

Seminare und Lehrgänge gibt es für alle Ausbildungsberufe und Bereiche. Die Kurse sind dabei ganz unterschiedlich organisiert, vom Tagesseminar bis zum Jahresprogramm. Manche Seminare und Lehrgänge sind Präsenzveranstaltungen, manche finden als Webinar statt, und wieder andere sind Online-Kurse bzw. E-Learning-Programme zum Selbststudium. Je nachdem, was dich interessiert und in welchem Bereich du dich weiterentwickeln möchtest, sind die Schwerpunkte der besuchten Weiterbildungsmaßnahme anders gelagert:

Allgemein

Die allgemeine Weiterbildung ist nicht berufsbezogen. Beispiele sind das Nachholen von Schulabschlüssen, Kurse aus Kultur, Geschichte und Literatur, Kunst und Gestaltung, sowie Sprachkurse. Hier ist die Grenze natürlich fließend, denn Fremdsprachen sind nicht nur bei der nächsten Urlaubsreise nützlich, sondern auch im Job.

Fachlich

Bei der fachlichen Weiterbildung geht es um das Fachwissen für deinen Beruf. In Grundkursen bekommst du erste Grundkenntnisse in einem für dich neuen Bereich vermittelt. In Auffrischungskursen aktualisierst du dein Wissen und bringst dich wieder auf den neuesten Stand. Kurse zur Vertiefung sind nützlich, wenn du dich in einem Bereich spezialisieren möchtest. In Erweiterungskursen lernst du neue Inhalte dazu.

Methodisch

Bei der methodischen Weiterbildung dreht sich alles um Arbeitstechniken und Methoden wie Projektmanagement, Problemlösung, Besprechungsmanagement, Arbeitsorganisation und Zeitmanagement. Mit Hilfe dieser Methodenkenntnisse kannst du an viele Herausforderungen im Beruf strukturiert und systematisch herangehen.

Persönlich

Bei der persönlichen Weiterbildung geht es um deine Persönlichkeitsentwicklung bzw. um deine Schlüsselkompetenzen und Softskills. Deine persönlichen Stärken und Schwächen spielen dabei eine große Rolle, dein persönliches Kursziel zu definieren. Beispielhafte Kurse sind Kommunikationstraining, Rhetorik sowie Stress- und Selbstmanagement.

Anpassungsfortbildung

Im Laufe deines Berufslebens werden regelmäßig neue Anforderungen an dich und deine Arbeit gestellt. Anpassungsfortbildungen helfen dir dabei, diesen immer wieder gerecht zu werden. Bei dieser Art der Fortbildung werden deine vorhandenen Qualifikationen, Kenntnisse und Know-how aktualisiert, so dass du deine Arbeit stets nach den neuesten Maßstäben ausüben kannst. Wiederholte Anpassungsfortbildungen gehören also mit zum lebenslangen Lernen. Ein Teil der zuvor vorgestellten Seminare und Lehrgänge, insbesondere die fachlichen Weiterbildungen, können daher auch als Anpassungsfortbildung bezeichnet werden.

Wissenschaftliche Weiterbildung

Die wissenschaftliche Weiterbildung richtet sich zum einen an Hochschulabsolventen, zum anderen an Interessierte, die nicht studiert haben, sich aber beruflich weiterentwickeln möchten. Anbieter sind Hochschulen wie Universitäten und Fachhochschulen sowie andere Bildungsträger. Die Weiterbildungsangebote reichen von einzelnen Kursen bis hin zu mehrjährigen Studiengängen. Mögliche Abschlüsse der Qualifizierung sind dementsprechend ein Zertifikat oder ein Weiterbildungsmaster. Voraussetzung für diese Weiterbildungsmöglichkeit ist meist ein erster berufsqualifizierender Abschluss, d. h. eine abgeschlossene Berufsausbildung oder ein abgeschlossenes Studium, sowie ein oder mehrere Jahre Berufserfahrung. Gerade die weiterbildenden Masterstudiengänge knüpfen an die beruflichen Erfahrungen und Kompetenzen an bzw. bauen auf diesen auf.

Umschulung

Eine Umschulung ist eine berufliche Neuorientierung. Das heißt: Du arbeitest nicht mehr in deinem vorherigen Beruf. Gründe, warum du deine bisherige Tätigkeit nicht mehr ausüben kannst, können beispielsweise Erkrankung, Unzufriedenheit im Beruf, längere Arbeitslosigkeit oder auch veränderte familiäre Rahmenbedingen sein. In vielen Fällen erlauben die erworbenen Kenntnisse aus deiner ersten Berufsausbildung sogar eine Verkürzung der Umschulung. So besagt eine Daumenregel, dass eine Umschulung im Vergleich zur regulären Berufsausbildung etwa zwei Drittel der Zeit dauert. Die Umschulung endet mit einem anerkannten Ausbildungsabschluss in dem angestrebten Beruf.

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Gute Gründe, warum du dich weiterbilden solltest

„Die einzige Konstante ist der Wandel." „Wer rastet, der rostet." „Ohne Fleiß kein Preis." Mit diesen Redensarten könnte man noch lange weitermachen. Fest steht: Nach deiner Ausbildung muss - und sollte (!) - noch lange nicht Schluss sein. Egal ob du eine kaufmännische Ausbildung gemacht hast oder eine gewerblich-technische: Für deine berufliche Weiterbildung hast du vielfältige Möglichkeiten. Beispiel kaufmännisches Berufsfeld: Du kannst eine Zusatzqualifikation erwerben, deinen geprüften Betriebswirt machen oder eine Fachwirt Weiterbildung absolvieren. Wenn du dich für eine Weiterbildungsmöglichkeit entscheidest, solltest du diese Vorteile vor Augen haben:

Lebenslanges Lernen

Wer regelmäßig an Weiterbildungsmaßnahmen teilnimmt, hält seine Qualifikationen und Fähigkeiten auf dem neuesten Stand und kann die Aufgaben in seinem Job zeitgemäß ausüben

Bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt

Gut qualifizierte Mitarbeiter sind bei Unternehmen sehr begehrt!

Perspektiven

Es gibt viele Möglichkeiten, Karriere zu machen: Du kannst dich in einem Fachgebiet spezialisieren und dich zu einem Experten auf dem Gebiet weiterentwickeln. Oder du legst den Schwerpunkt auf das Thema Mitarbeiterführung, um eine Position mit Personalverantwortung übernehmen zu können.

Verdienst

Je besser du qualifiziert bist, desto größer sind deine Chancen, höhere Positionen im Unternehmen zu übernehmen, und desto mehr Gehalt ist für dich drin.

Akademischer Abschluss

Auch wenn Ausbildung und Studium mittlerweile in vielen Bereichen als gleichwertig anzusehen sind, gibt es immer noch manche Positionen, in die man ohne akademischen Abschluss kaum hineinkommt. Mit einem berufsbegleitenden Studium, z. B. Bachelor oder Weiterbildungsmaster, kannst du deinen akademischen Abschluss nachholen. Der Weiterbildungsmaster ist außerdem ein gutes Beispiel, wie du auch ohne Abitur studieren kannst.

Was gegen eine Weiterbildungsmaßnahme sprechen kann

Wie viele Dinge im Leben ist auch die berufliche Weiterbildung eine Medaille mit zwei Seiten. Wenn du eine berufliche Weiterbildung anstrebst und dich mit den verschiedenen Maßnahmen und Angeboten beschäftigst, solltest du auch an mögliche Nachteile und Herausforderungen denken, die auf dich zukommen können.

Zeitaufwand

Jede Weiterbildung kostet Zeit. Wenn du die Weiterbildung beispielsweise neben deiner Arbeit machst, wirst du für eine gewisse Zeit weniger Freizeit haben, weil du beispielsweise in den Abendstunden und am Wochenende lernen musst und/oder an Lehrveranstaltungen teilnimmst. Ggf. kannst du deine Arbeitszeit für die Dauer der Weiterbildung reduzieren und beispielsweise statt 40 Stunden nur 30 Stunden in der Woche arbeiten. Achtung: Das heißt natürlich auch, dass du in diesem Zeitraum weniger Gehalt bekommst.

Arbeitsbelastung

Genauso gut kann es auch sein, dass dich dein Arbeitgeber zu der Weiterbildung schickt. In der Regel zählt die Zeit dann als Arbeitszeit und wird auch entsprechend vergütet. Achtung: Die Zeit, die du bei der Weiterbildungsmaßnahme verbringst, steht dir dann nicht mehr zur Erledigung deiner Aufgaben im Unternehmen zur Verfügung. Gerade in Zeiten mit einem hohen Arbeitsaufkommen kann das schnell zu Stress führen.

Organisation und Selbstdisziplin

Job, Haushalt und ggf. auch noch Kindererziehung unter einen Hut zu bekommen, ist manchmal schon schwer genug. Eine Weiterbildung ist eine weitere Verpflichtung, die du eingehst und worauf du dich einlassen musst. Du musst dich selbst sehr gut organisieren, deine Zeit managen, dich selbst motivieren und disziplinieren. Bevor du also ein berufsbegleitendes Studium oder eine andere Weiterbildung über mehrere Jahre beginnst, solltest du dich ehrlich fragen, ob du das nötige Zeug dazu hast und es dir zutrauen kannst.

Kosten

Zu guter Letzt ist jede Weiterbildungsmaßnahme zudem mit Kosten verbunden, die du selber trägst oder die dein Arbeitgeber für dich übernimmt. Auch existieren Modelle, in denen sich Arbeitnehmer und Unternehmen die Kosten teilen. Bevor du dich zu einer Weiterbildung anmeldest, solltest du dich unbedingt fragen, ob du die Kosten bzw. deinen Anteil finanziell stemmen kannst. Tipp: Berücksichtige bei deiner Kalkulation nicht nur die reine Teilnahmegebühr, sondern auch Fahrtkosten, Prüfungsgebühren, Geld für Schreibzeug, Kopien, Bücher und weitere Lernmaterialien. Gut zu wissen: Weiterbildungskosten sind übrigens Werbungskosten und werden von deinem Bruttoeinkommen abgezogen. Sprich: Du musst weniger versteuern.

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