Die duale Ausbildung

In Deutschland gibt es mehr als 300 anerkannte Ausbildungsberufe, sodass für dich, egal welchen Schulabschluss du hast, garantiert ein passender Beruf dabei ist. Für alle, die so früh wie möglich Geld verdienen wollen, ist die duale oder auch betriebliche Ausbildung genau das Richtige.

Was ist eine duale Ausbildung?

Die betriebliche Ausbildung ist die beliebteste Ausbildungsform und findet an zwei Lernorten statt: Im Unternehmen und in der Berufsschule. Daher wird die betriebliche Ausbildung auch duale Ausbildung genannt.

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Bewerbung und Vertrag: Um eine duale Berufsausbildung können sich aufgrund der Vielfalt an deutschen Ausbildungsberufen sowohl Haupt- und Realschüler als auch Abiturienten und Studienabbrecher bewerben. Vor Beginn deiner Ausbildung schließt du mit deinem zukünftigen Ausbildungsbetrieb einen Ausbildungsvertrag ab. Dieser hält zum Beispiel deine Ausbildungsvergütung, die Urlaubstage, die tägliche Arbeitszeit sowie die Dauer deiner Ausbildung schriftlich fest.

Bewerbung

Wie bewirbt man sich richtig? Was gehört ins Anschreiben und in den Lebenslauf? Wir zeigen dir, worauf Personaler achten und wie du mit deiner Bewerbung um einen Ausbildungsplatz überzeugen kannst.

Ausbildungsvertrag

Der Berufsausbildungsvertrag regelt das Ausbildungsverhältnis zwischen dir und deinem Ausbildungsbetrieb. Doch was steht eigentlich alles drin?

Theorie: Der Unterricht an der Berufsschule kann entweder regelmäßig, also ein- bis zweimal in der Woche, oder als Block stattfinden. Bei Letzterem besuchst du die Berufsschule für mehrere Wochen am Stück und legst in dieser Zeit auch Prüfungen ab. In dieser Theoriephase werden dir sowohl fachliche als auch allgemeinbildende Kompetenzen auf Grundlage des Rahmenlehrplans für deinen dualen Ausbildungsberuf vermittelt.

Praxis: Die Praxisphase der dualen Ausbildung findet in deinem Ausbildungsbetrieb statt. Je nach Größe des Unternehmens durchläufst du als Azubi verschiedene Stationen oder Abteilungen, wo du mehrere Aufgabenbereiche kennenlernst. Dadurch erhältst du einen abwechslungsreichen, umfassenden Einblick in deinen ausbildenden Betrieb und profitierst bei deinen zukünftigen Aufgaben von den gewonnenen Kenntnissen.

Überbetriebliche Ausbildung: Falls dir dein Ausbildungsbetrieb nicht alle berufsrelevanten Inhalte vermitteln kann, nimmst du an einer sog. überbetrieblichen Ausbildung teil. Dies sind Maßnahmen in speziellen Ausbildungszentren, Lehrwerkstätten oder Technologiezentren, wo du die fehlenden Inhalte lernst.

Wie lange dauert die duale Ausbildung?

Die betriebliche Ausbildung dauert zwischen zwei und vier Jahren. Die Dauer hängt insbesondere von deinem Ausbildungsberuf, deiner beruflichen Vorbildung und deinem Schulabschluss ab. Bei den meisten Ausbildungsberufen sind es in der Regel drei Jahre.

Verkürzung: In der Regel können Azubis mit einer Fachhochschulreife oder dem Abitur die berufliche Ausbildung um bis zu ein Jahr verkürzen. Aber auch durch entsprechende gute Leistungen bei der Arbeit im Unternehmen und in der Berufsschule hast du die Möglichkeit, deine Abschlussprüfung schon früher erfolgreich zu meistern.

Verlängerung der Ausbildung: Eine längere Erkrankung, eine Behinderung, Mängel in der Ausbildung oder andere Gründe können dazu führen, dass du dein Ausbildungsziel nicht in der vorgesehenen Ausbildungsdauer erreichen kannst. In diesen Fällen können Azubis eine Verlängerung ihrer Ausbildung beantragen.

Ausbildungsverkürzung

In kürzerer Zeit zum Ausbildungsabschluss? Wie das geht, um wie viele Monate du deine Berufsausbildung verkürzen kannst und welche Voraussetzungen du erfüllen musst, erfährst du hier.

Verlängerung der Ausbildung

Dein Ausbildungsziel ist in Gefahr? Dann kann es Sinn ergeben, deine Ausbildung zu verlängern. Welche Gründe vorliegen müssen und wie du die Verlängerung beantragst, erfährst du hier.

Was verdient ein Azubi in der dualen Ausbildung?

Im Durchschnitt verdient ein Azubi 1.028 € im Monat, so eine Berechnung des BIBB auf Grundlage der tariflichen Ausbildungsvergütungen aus dem Jahr 2022. Wie bei allen Durchschnittswerten gibt es natürlich auch hier Abweichungen nach oben und nach unten; so hängt deine Ausbildungsvergütung beispielsweise davon ab, für welchen Ausbildungsberuf du dich entscheidest, in welchem Bundesland du die duale Berufsausbildung machst und ob dein Gehalt durch einen Tarifvertrag geregelt ist oder nicht. Seit dem 01.01.2020 gibt es einen Azubi-Mindestlohn für alle neu-abgeschlossenen Ausbildungsverträge. Neben der Ausbildungsvergütung bieten viele Unternehmen ihren Auszubildenden Zusatzleistungen an!

Gehalt in der Ausbildung

Wieviel wirst du in deinem Traumberuf während der Ausbildung verdienen? Was ist der Unterschied zwischen Brutto und Netto? Hier erfährst du alles rund um dein Azubi-Gehalt.

Zusatzleistungen für Azubis

Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld oder vermögenswirksame Leistungen in der Ausbildung. Informiere dich, von welchen Mitarbeitervorteilen du als Azubi profitieren kannst.

Wie läuft die Prüfung in der dualen Ausbildung ab?

Ungefähr nach der Hälfte deiner Ausbildung steht für die meisten Azubis eine Zwischenprüfung an, um den aktuellen Ausbildungsstand zu überprüfen. Ob sie auch in deiner gewünschten Ausbildung auf dem Plan steht, kannst du ganz einfach in der jeweiligen Ausbildungsordnung nachlesen. Die duale bzw. betriebliche Ausbildung endet mit einer Abschluss- oder Gesellenprüfung, die sich aus einer schriftlichen und einer praktischen oder mündlichen Prüfung zusammensetzt. In dieser Prüfung hat ein Prüfungsausschuss die Aufgabe, die schriftlichen Prüfungen zu kontrollieren und zu bewerten, das Fachgespräch zu führen und die praktischen Prüfungsteile zu beaufsichtigen.

Nach der erfolgreichen Prüfung erhältst du insgesamt drei Prüfungszeugnisse, die deine berufliche Bildung dokumentieren:

Prüfungszeugnis: Das Kammerzeugnis beinhaltet die Noten aus deiner Abschluss- oder Gesellenprüfung.
Berufsschulzeugnis: Das zweite Zeugnis über deine schulischen Leistungen wird von deiner Berufsschule ausgestellt.
Betriebliches Ausbildungszeugnis: Das dritte Zeugnis (= betriebliches Zeugnis) erhältst du von deinem ausbildenden Betrieb. Das betriebliche Zeugnis enthält Angaben über Art, Dauer und Ziel der Berufsausbildung sowie über die erworbenen beruflichen Kenntnisse und Fähigkeiten. Darüber hinaus haben Auszubildende einen Anspruch auf ein qualifiziertes Zeugnis, in dem dein Ausbildungsbetrieb zusätzlich Angaben über dein Verhalten und deine Leistungen aufführt, es ist also wesentlich umfangreicher.

Prüfungstipps

Jeder kennt die Aufregung vor Klausuren, das Lampenfieber bei Vorträgen und die Angst vor einem Black-out. Unsere Prüfungstipps helfen dir bei der erfolgreichen Vorbereitung auf deine schriftliche und mündliche Prüfungen.

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