Wie werde ich Chemielaborant?

Wenn du
  • sorgfältig und genau arbeitest
  • gern beobachtest und geduldig bist
  • analytisch-logisch denken kannst
  • zuverlässig bist
  • Verantwortung übernehmen kannst
  • schon Spaß im Chemieunterricht in der Schule hattest und auch gute Noten vorweisen kannst
  • geschickt mit Pinzette, Reagenzglas & Co. Umgehen kannst
… und außerdem mindestens einen Realschulabschluss mit guten Noten hast,  

solltest du dich für eine Ausbildung zum Chemielaboranten bewerben!  

Falls du dir noch nicht ganz sicher bist, ob der Beruf das Richtige für dich ist, mach doch mal den Test.

Bildungsweg

Duale Ausbildung

Empfohlener Schulabschluss

Realschulabschluss / Mittlere Reife

Ausbildungsdauer

3,5 Jahr(e)

Zeig’s uns! Chemielaborantin Sandra bei BASF
Zeig’s uns! Sandra und ihr Hund Charlie
Berufe bei der Stadt: Ausbildung zur Chemielaborantin

Was macht ein Chemielaborant?

Der Kolben muss schnell höher gehängt und mit der anderen Hand ein Eisbad untergeschoben werden - manchmal wünschen sich Chemielaboranten vier Hände. In Versuchen kommt es nicht nur auf manuelle Geschicklichkeit, sondern auch auf gutes Reaktionsvermögen an.

Krankenhaushygiene, Lebensmittelkontrolle, gentechnische Untersuchung, mikrobiologische Untersuchung, Umweltchemie … - die Einsatzbereiche eines Chemielaboranten sind sehr vielfältig.

Analytisches Arbeiten

In der Produktions- und Qualitätskontrolle prüfst du als Chemielaborant die Bestandteile von Substanzen. Zum Beispiel führst du eine Gewässerprobe durch, bei der du das Wasser auf seinen Stickstoff- oder Nitritgehalt prüfst. Dazu hilft dir ein Autosampler.  Das ist ein Gerät, das zum Beispiel in Kombination mit einem Photometer Farbintensitäten einer größeren Zahl von Proben misst und den Konzentrationen am PC automatisch zuordnet. So kannst du prüfen, ob die Konzentration von Nitrit oder Stickstoff dem Normwert entspricht, ihn über- oder unterschreitet.  

Präparatives Arbeiten

In der Forschung wirkst du in der Herstellung – oder auch „Synthese“ – von neuen Substanzen mit. Mithilfe verschiedener Syntheseverfahren, stellst du organische und anorganische Stoffgemische her und protokollierst die Versuchsabläufe sorgfältig. Schutzbrille, Handschuhe, Kittel und Mundschutz sind deine wichtigsten Begleiter, denn Dämpfe oder säurehaltige Flüssigkeiten können dem menschlichen Körper großen Schaden zufügen. Auch die Sauberkeit der Materialien und Geräte ist sehr wichtig, weil unerwünschte Stoffbestandteile das Prüfungsergebnis verfälschen und das wäre schlimm, da sich der Chemiker voll und ganz auf deine Ergebnisse verlassen muss.

Inhalte der Ausbildung

Sowohl in den Klassenräumen der Berufsschule, in den Schullaboren und im Labor deines Ausbildungsbetriebs wirst du demnächst viel Zeit verbringen, denn dies sind die Ausbildungsorte deiner dualen Ausbildung.

Schulische Ausbildungsinhalte

In der Schule stehen natürlich die naturwissenschaftlichen Fächer Chemie, Physik und Biologie an oberster Stelle. Aber auch fachliches Englisch steht auf deinem Stundenplan, da viele Bedienungsanleitungen für technische Geräte und Fachtexte in der Chemie auf Englisch verfasst sind. In Mathe lernst du außerdem das Berechnen von Stoffkonzentrationen und anderen relevanten Werten. Du erwirbst das wichtigste Handwerkszeug, das du für deine Arbeit im Labor benötigst. Zum Beispiel lernst du, wie Stoffe vereinigt oder getrennt werden, welche Reaktionen dabei auftreten und wie Strukturen und Eigenschaften von Stoffen verändert werden. Du lernst außerdem, wie Präparate synthetisiert werden, wie du Mikroorganismen identifizierst und wie Stoffe elektrochemisch untersucht werden.

Betriebliche Ausbildungsinhalte

Im Ausbildungsbetrieb kannst du die vielen Stoffe durch präparatives und analytisches Arbeiten näher kennenlernen.  Du wirst dich mit unterschiedlichen Techniken auseinandersetzen. Dazu gehört zum Beispiel die Photometrie. Das ist ein Messverfahren, in dem mithilfe eines Photometers die Konzentrationen in Lösungen bestimmt werden. In der Chromatographie werden Stoffgemische aufgetrennt und in der Spektroskopie zerlegst du Strahlung, um dessen Eigenschaften, zum Beispiel Energie, Wellenlänge und Masse, zu untersuchen.

Ablauf der Ausbildung

Die Ausbildung zum Chemielaboranten findet in Form einer dualen Ausbildung statt.

In den ersten 18 Monaten deiner Ausbildung durchläufst du die verschiedenen Pflichtqualifikationen, das sind zum Beispiel Messtechnik, Titration und Neutralisation und Fachrechnen. In den weiteren zwei Jahren wählst du aus den angebotenen Wahlqualifikationen:
  • Synthesetechnik
  • Spektroskopische Verfahren
  • Biochemie
  • Beschichtungsstoffe
  • Laborbezogene Informationstechnik
  • Kundenbetreuung
  • Bindemittel

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