Forstwirt / Forstwirtin Ausbildung & Beruf

Forstwirte fällen und lagern Holz Forstwirte fällen und lagern Holz Forstwirte fällen und lagern Holz

Bildungsweg:

Duale Ausbildung

Schul­abschluss:

Realschulabschluss / Mittlere Reife

Ausbildungs­dauer:

3 Jahre


Deine Stärken

  • Handwerklich arbeiten
  • Informationen erfassen und Zusammenhänge erkennen
  • Technische Zusammenhänge verstehen

Ausbildungs- und Einstiegs­gehalt

1. Jahr 1.308 €
2. Jahr 1.358 €
3. Jahr 1.404 €
Einstieg 2.700 €

Infos zum Beruf

Was macht ein Forstwirt?

Als Forstwirtin bzw. Forstwirt arbeitest du jeden Tag mitten in der Natur. Du sorgst dafür, dass Wälder gesund bleiben, wachsen und auch für kommende Generationen erhalten werden. Dabei pflanzt du junge Bäume, pflegst Waldbestände, schützt den Wald vor Schäden und unterstützt bei der nachhaltigen Holzernte. Außerdem kümmerst du dich um Wege, Erholungseinrichtungen und Lebensräume für Tiere und Pflanzen.

Der Beruf ist ideal für alle, die gerne draußen arbeiten und nicht den ganzen Tag im Büro sitzen möchten. Jeder Tag bringt neue Aufgaben und Herausforderungen mit sich. Mal bist du bei der Aufforstung eines Waldstücks im Einsatz. Mal arbeitest du mit modernen Maschinen oder kontrollierst den Zustand von Bäumen und Waldflächen. Dabei leistest du einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz. Wälder sind unverzichtbar für saubere Luft, Artenvielfalt und den Schutz natürlicher Ressourcen. Du verbindest handwerkliches Geschick mit technischem Know-how und einem verantwortungsvollen Umgang mit der Natur. So trägst du jeden Tag dazu bei, die Natur zu erhalten und die Zukunft unserer Wälder aktiv mitzugestalten.

Typische Aufgaben als Forstwirt / Forstwirtin

Typische Aufgaben als Forstwirt / Forstwirtin

Bäume pflanzen und Wälder aufforsten:

Der Wald ist dein Arbeitsort. Nach einer Sturmschädigung oder Rodung pflanzt du junge Eichen, Buchen oder Tannen, damit ein neuer Wald entstehen kann. Du entfernst kranke oder schwache Bäume, damit gesunde Bäume mehr Platz, Licht und Nährstoffe erhalten. Außerdem erfasst du den Zustand von Waldgebieten und dokumentierst Schäden durch Sturm, Trockenheit oder Schädlinge.


Wälder und Lebensräume schützen:

Täglich kontrollierst du Bäume auf Schädlingsbefall, etwa durch den Borkenkäfer, und ergreifst Maßnahmen, um eine Ausbreitung zu verhindern. Damit seltene Tierarten an ihren Brutplätzen nicht gestört werden, legst du Schutzbereiche an. Auch für Wanderer oder Spaziergänger reparierst du Waldwege, erneuerst Sitzbänke und stellst Hinweisschilder auf.


Forstmaschinen bedienen und Holz ernten:

Holz ist ein beliebter nachwachsender Rohstoff, daher gehört die Holzernte zu deinen Hauptaufgaben. Du markierst alle Bäume, die gefällt werden sollen. Zudem sorgst du dafür, dass die Maschinen wie Motorsägen, Holzvollernter (Harvester) oder Traktoren einsatzbereit sind. Ist der Baum gefällt, vermisst du ihn. Danach zersägst du ihn in kleine Teile, damit er weiter transportiert, gelagert und später verarbeitet werden kann.


Naturschutzmaßnahmen umsetzen:

Wälder sind ein wichtiger Bestandteil der Erde, deshalb müssen sie erhalten bleiben. Der Naturschutz steht bei deiner Arbeit an erster Stelle. Du achtest darauf, dass du Mischwälder pflanzt, um die Artenvielfalt zu fördern. Damit machst du den Wald widerstandsfähiger gegen den Klimawandel. Außerdem stellst du Zäune auf, um Wildverbiss, also Schäden durch hungrige Wildtiere, zu vermeiden. Auch die Schädlingsbekämpfung gehört zu deinen Aufgaben.

Hinweis: Die Aufgaben hängen von deinem Arbeitsort und deinen Zuständigkeiten ab.

Wie sieht der Berufsalltag als Forstwirt / Forstwirtin aus?

07:00 Uhr – Dein Arbeitstag beginnt!

Gemeinsam mit deinem Team besprichst du die Aufgaben des Tages. Heute steht die Pflege eines Waldgebiets auf dem Plan. Zunächst kontrollierst du junge Bäume, die vor einigen Jahren gepflanzt wurden. Einige Pflanzen werden von dichtem Bewuchs überwuchert. Mit geeigneten Werkzeugen entfernst du Gräser und Sträucher, damit die jungen Bäume genügend Licht und Platz zum Wachsen haben.

09:00 Uhr – Zeit für die Waldpflege

Bei einem Rundgang durch den Wald entdeckst du mehrere Bäume, die von Schädlingen befallen sind. Damit sich die Schädlinge nicht weiter ausbreiten, markierst du die betroffenen Bäume für eine spätere Entnahme. Außerdem entfernst du einige kranke und beschädigte Bäume, damit die gesunden Bäume mehr Platz und Nährstoffe erhalten.

11:00 Uhr – Holzernte im Wald

Zusammen mit deinen Kollegen bereitest du die Fällung ausgewählter Bäume vor. Dabei achtest du genau auf die Sicherheitsvorschriften und darauf, dass die Arbeiten möglichst schonend für die Natur durchgeführt werden. Anschließend werden die Baumstämme mit speziellen Forstmaschinen an einen Sammelplatz transportiert. Von dort aus werden sie später weiterverarbeitet.

13:30 Uhr – Nach der Mittagspause geht es weiter

Heute steht eine Aufforstung auf dem Programm. Dort pflanzt du junge Eichen und Buchen. Diese sollen den Wald fit für die Zukunft machen und ihn widerstandsfähiger gegen Trockenheit und den Klimawandel machen. Die kleinen Pflanzen schützt du mit einem lichtdurchlässigen Käfig. So sind sie sie vor Tieren geschützt und können ungestört wachsen.

14:30 Uhr – Verkehrssicherheit und Naturschutz

An einem beliebten Wanderweg kontrollierst du die Bäume entlang der Strecke. Ein abgestorbener Ast könnte auf den Weg fallen und Besucher gefährden. Deshalb entfernst du ihn vorsorglich. Anschließend überprüfst du eine Fläche, auf der seltene Tierarten leben, und stellst sicher, dass deren Lebensraum geschützt bleibt.

15:30 Uhr – Dokumentation und Vorbereitung für morgen

Zum Abschluss dokumentierst du die erledigten Arbeiten und hältst fest, welche Flächen gepflegt oder neu bepflanzt wurden. Außerdem bereitest du die Werkzeuge und Maschinen für den nächsten Arbeitstag vor.

16:00 Uhr – Feierabend!

Heute warst du den ganzen Tag an der frischen Luft unterwegs, hast aktiv zum Schutz der Natur beigetragen und dafür gesorgt, dass der Wald auch in Zukunft gesund und vielfältig bleibt. Kein Tag ist wie der andere, genau das macht den Beruf des Forstwirts so abwechslungsreich.

Wo arbeitet man als Forstwirt / Forstwirtin?

Als Forstwirtin bzw. Forstwirt arbeitest du in erster Linie in Waldgebieten an der frischen Luft.

Typische Arbeitsorte:

  • Im Wald
    Der Wald ist dein Arbeitsplatz und gleichzeitig dein Büro unter freiem Himmel. Statt auf Bildschirme und graue Wände blickst du auf hohe Bäume, grüne Lichtungen und die beeindruckende Natur. Hier pflanzt du junge Bäume, pflegst Waldbestände und sorgst dafür, dass Tiere und Pflanzen einen gesunden Lebensraum haben. Jede Jahreszeit bringt neue Aufgaben und besondere Eindrücke mit sich – vom frischen Grün im Frühling bis zur bunten Farbenpracht im Herbst. Wer gerne an der frischen Luft arbeitet und die Natur liebt, findet im Wald einen einzigartigen Arbeitsplatz.
  • In forstwirtschaftlichen Fahrzeugen
    Moderne Forstmaschinen gehören zu deinem Arbeitsalltag dazu. Ob Traktor, Harvester oder Rückezug, in den Fahrzeugen steuerst du leistungsstarke Technik und unterstützt die nachhaltige Bewirtschaftung des Waldes. Dabei erlebst du hautnah, wie moderne Technologien die Arbeit erleichtern und gleichzeitig die Natur schonen. Das Arbeiten mit großen Maschinen sorgt für Abwechslung und macht den Beruf besonders spannend für alle, die sich für Technik begeistern.
  • In Werkstatt- und Geräteräumen
    Damit die Arbeit im Wald reibungslos funktioniert, werden Werkzeuge und Maschinen regelmäßig gewartet. In Werkstatt- und Geräteräumen kontrollierst du beispielsweise Motorsägen, reparierst kleinere Schäden oder bereitest Geräte für den nächsten Einsatz vor. Hier ist handwerkliches Geschick gefragt. Die Arbeit in der Werkstatt bietet einen abwechslungsreichen Ausgleich zur Tätigkeit im Freien und sorgt dafür, dass du bestens für die nächsten Aufgaben im Wald ausgerüstet bist.
Gut zu wissen...
  • Die Forstwirtschaft umfasst in Deutschland knapp 30 Prozent der Landfläche. Dazu gehören die planmäßigen Bewirtschaftungen des Waldes, also Flächen zur Erzeugung des Rohstoffs Holz und Wald mit essenziellen Klima-, Natur- und Erholungsfunktionen
  • Der Wald fördert den Klimaschutz und dient gleichzeitig als Boden-, Wasser- und Lärmschutz. Allein die Wälder in Deutschland entlasten die Atmosphäre jährlich um 127 Millionen Tonnen CO₂.
  • Deutschland ist mit ca. 11,5 Millionen Hektar Wald eines der waldreichsten Länder in der EU.

Voraussetzungen

Welche Voraussetzungen sollte ich für die Ausbildung Forstwirt erfüllen?

Es gibt Eigenschaften, die dir den Start in deine Forstwirt-Ausbildung erleichtern und sich positiv auf deinen Arbeitsalltag auswirken. Du schaffst viel mit deinen Händen und bedienst verschiedene Geräte, daher steht handwerkliches Arbeiten an erster Stelle. Damit du Veränderungen oder Krankheiten in Wald schnell erkennst, ist logisches Denken von Vorteil. Außerdem arbeitest du häufig mit Geräten und Maschinen, weshalb du technische Zusammenhänge verstehen solltest.

Stärken

Stärken

Handwerklich arbeiten:

Als Forstwirt arbeitest du viel mit deinen Händen und verschiedenen Werkzeugen. Du pflanzt junge Bäume, pflegst Waldflächen oder bedienst Motorsägen und andere Geräte. Handwerkliches Geschick hilft dir dabei, Aufgaben sicher und sorgfältig auszuführen. Zum Beispiel musst du beim Pflanzen von Bäumen darauf achten, dass sie richtig eingesetzt werden, damit sie gut wachsen können.


Informationen erfassen und Zusammenhänge erkennen:

Im Wald ist es wichtig, aufmerksam zu beobachten und Veränderungen zu erkennen. Als Forstwirt musst du beispielsweise feststellen können, ob Bäume krank sind oder unter Trockenheit leiden. Wenn du die Ursachen erkennst, kannst du passende Maßnahmen ergreifen und dazu beitragen, den Wald gesund zu erhalten.


Technische Zusammenhänge verstehen:

Moderne Forstwirtschaft arbeitet mit verschiedenen Maschinen und technischen Geräten. Als Forstwirt solltest du verstehen, wie diese funktionieren und eingesetzt werden. Zum Beispiel musst du wissen, wie ein Harvester Bäume sicher fällt oder wie eine Motorsäge richtig gewartet wird. Dieses technische Verständnis hilft dir, deine Aufgaben effizient und sicher zu erfüllen.

Welchen Schulabschluss brauche ich für die Ausbildung als Forstwirt / Forstwirtin?

Für eine Ausbildung zur Forstwirtin bzw. zum Forstwirt gibt es keinen festgelegten Schulabschluss. Die meisten Betriebe stellen Bewerber mit einem guten Hauptschulabschluss oder einem Realschulabschluss ein.

Ablauf und Inhalte

Wie läuft die Ausbildung zum Forstwirt ab?

Deine duale Ausbildung zur Forstwirtin bzw. zum Forstwirt dauert 3 Jahre. In dieser Zeit arbeitest du in deinem Ausbildungsbetrieb und gehst zur Berufsschule. Bei guten Leistungen oder Vorkenntnissen hast du sogar die Chance, deine Ausbildung um bis zu ein Jahr zu verkürzen!

Zum Ende des 2. Ausbildungsjahres steht die Zwischenprüfung an, die dir eine Übersicht zu deinem Leistungstand vermittelt. Nach dem 3. Ausbildungsjahr absolvierst du dann deine Abschlussprüfung.

Was lernt man in der Ausbildung zum Forstwirt?

Betriebliche Ausbildungsinhalte

Betriebliche Ausbildungsinhalte

Wälder pflegen und aufforsten:

Damit auch in Zukunft gesunde Wälder wachsen können, pflanzt und pflegst du junge Bäume. Du entfernst zum Beispiel störende Pflanzen und schützt junge Bäume vor Schäden durch Wildtiere oder Witterungseinflüsse.


Bäume fällen und Holz ernten:

Du lernst, wie Bäume sicher gefällt und für die Weiterverarbeitung vorbereitet werden. Dabei arbeitest du mit modernen Werkzeugen und achtest darauf, dass die Holzernte nachhaltig und umweltschonend erfolgt.


Forstmaschinen und Werkzeuge bedienen:

Im Ausbildungsbetrieb erfährst du, wie verschiedene Maschinen und Geräte sicher eingesetzt werden. Dazu gehören beispielsweise Motorsägen, Traktoren oder Seilwinden, die die Arbeit im Wald erleichtern.


Wald- und Naturschutzmaßnahmen durchführen:

Du schützt Tiere, Pflanzen und ihre Lebensräume. Außerdem erkennst du Schäden durch Krankheiten oder Schädlinge und hilfst dabei, den Wald gesund und widerstandsfähig zu halten.


Waldwege und Erholungseinrichtungen instand halten:

Damit Menschen den Wald sicher besuchen können, pflegst und reparierst du Wege, Brücken, Bänke oder Schilder. So sorgst du dafür, dass der Wald als Erholungsort attraktiv und zugänglich bleibt.

Inhalte in der Berufsschule

Inhalte in der Berufsschule

Pflanzenkunde:

Als Grundlage für deinen Beruf benötigst du botanisches Grundwissen. Das bedeutet, du lernst die heimischen Wild- und Pflanzenarten, deren Wachstum und Fortpflanzung kennen. So kannst du Baumarten und Pflanzen richtig bestimmen und weißt, welche Aufgabe oder Nutzen sie im Wald haben.


Holzernte:

Ein großer Bestandteil deiner Arbeit ist die Holzernte. Du setzt dich mit den theoretischen Techniken beim Baumfällen auseinander. Dabei ist es wichtig Schutzmaßnahmen zu kennen und schonend mit dem umliegenden Baumbestand sowie den Holzprodukten umzugehen.


Technikunterricht:

Täglich arbeitest du mit kleinen und großen Maschinen. Im Technikunterricht siehst du, wie Motorsägen und andere Maschinen für Holzarbeiten funktionieren und gewartet und sicher bedient werden.


Mathe:

Damit du eine Fläche aufforsten kannst, musst du wissen, wie groß sie ist und wie viele Bäume du pflanzen kannst. Deshalb benötigst du mathematische Kenntnisse, z. B. im Bereich der Flächenvermessung und -berechnung.

Wie viel verdient man in der Ausbildung als Forstwirt / Forstwirtin?

Während der Ausbildung als Forstwirt / Forstwirtin kannst du mit folgenden Ausbildungsvergütungen rechnen:

  • 1. Ausbildungsjahr: 1.308 €
  • 2. Ausbildungsjahr: 1.358 €
  • 3. Ausbildungsjahr: 1.404 €

Du möchtest gerne mehr erfahren? Hier geht es zur Forstwirt / Forstwirtin Gehaltsseite.

Nach der Ausbildung kannst du...
  • deinen Garten nach deinen eigenen Wünschen und Vorstellungen bepflanzen.
  • täglich einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen.
  • in Wäldern auf der ganzen Welt arbeiten.

Karriere

Welche Fort- und Weiterbildungs­möglichkeiten gibt es als Forstwirt / Forstwirtin?

Nach deiner Ausbildung muss noch nicht Schluss sein! Mit Fort- und Weiterbildungen steigerst du deinen Marktwert und eignest dir wertvolles, neues Wissen an. So eröffnen sich weitere berufliche Perspektiven!

Weiterbildungen

Weiterbildungen

Spezialisierung: Baumpflege, Schädlingsbekämpfung:

Mit einer Spezialisierung auf Baumpflege oder Schädlingsbekämpfung kümmerst du dich besonders um die Gesundheit von Bäumen. Du kontrollierst Bäume auf Krankheiten oder Schädlingsbefall und entscheidest, welche Maßnahmen nötig sind. Zum Beispiel schneidest du kranke Äste zurück oder bekämpfst Schädlinge, damit sich diese nicht weiter ausbreiten.


Forstwirtschaftsmeister:

Als Forstwirtschaftsmeister übernimmst du mehr Verantwortung und leitest oft ein Team. Du planst Arbeiten im Wald, teilst Aufgaben ein und sorgst dafür, dass Projekte erfolgreich umgesetzt werden. Zum Beispiel organisierst du eine Aufforstungsmaßnahme und koordinierst die Mitarbeitenden vor Ort.


Techniker – Forsttechnik:

Als Techniker für Forsttechnik beschäftigst du dich mit modernen Maschinen und technischen Abläufen in der Forstwirtschaft. Du planst den Einsatz von Maschinen, optimierst Arbeitsprozesse und berätst bei technischen Fragen. Zum Beispiel entscheidest du, welche Forstmaschinen für einen bestimmten Waldeinsatz am besten geeignet sind.


Fachagrarwirt – Baumpflege:

Als Fachagrarwirt für Baumpflege bist du Experte für die Pflege und Sicherheit von Bäumen. Du kontrollierst Bäume in Parks, Städten oder an Straßen und entscheidest, welche Pflegemaßnahmen notwendig sind. Zum Beispiel prüfst du, ob ein Baum krank ist oder Äste entfernt werden müssen, damit keine Gefahr für Menschen entsteht.


Studium: Landschaftsökologie, Naturschutz:

Mit einem Studium in Landschaftsökologie oder Naturschutz beschäftigst du dich mit dem Schutz und der Entwicklung von Natur- und Lebensräumen. Du planst Naturschutzprojekte, analysierst Umwelteinflüsse und entwickelst Konzepte für eine nachhaltige Nutzung von Flächen. Zum Beispiel arbeitest du an Projekten, die seltene Tier- und Pflanzenarten schützen oder neue Lebensräume schaffen.

Wie sind die Zukunftsaussichten als Forstwirt / Forstwirtin?

Die Zukunftsaussichten als Forstwirt sind sehr gut. Wälder spielen eine wichtige Rolle für den Klima- und Umweltschutz, die Holzversorgung und die Erholung der Menschen. Gleichzeitig stellen der Klimawandel, Stürme, Trockenheit und Schädlinge die Wälder vor große Herausforderungen. Deshalb werden gut ausgebildete Forstwirte benötigt, die sich um die Pflege, den Schutz und die nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder kümmern. Du arbeitest nicht nur bei Forstbetrieben und Forstämtern, sondern auch in Nationalparks, bei kommunalen Einrichtungen oder in Unternehmen der Holz- und Umweltwirtschaft.

Wälder müssen auch in Zukunft gepflegt, aufgeforstet und an die Folgen des Klimawandels angepasst werden. Dadurch bleibt der Beruf des Forstwirts gefragt und abwechslungsreich. Wer gerne in der Natur arbeitet, praktisch anpackt und einen Beitrag zum Schutz unserer Umwelt leisten möchte, findet hier einen Beruf mit Sinn und hervorragenden Zukunftschancen.

Wie viel verdient man als Forstwirt / Forstwirtin?

Als Forstwirt / Forstwirtin kannst du nach deiner Ausbildung mit einem Einstiegsgehalt von 2.700 € rechnen.

Du möchtest gerne mehr erfahren?

Hier geht es zur Forstwirt / Forstwirtin Gehaltsseite.

Bewerbung

Worauf muss ich achten?

Du liebst die Natur und möchtest auch beruflich am liebsten den ganzen Tag draußen verbringen? Dann bewirb dich um einen Ausbildungsplatz zur Forstwirtin bzw. zum Forstwirt. Deine Bewerbung besteht aus zwei grundlegenden Teilen, dem Anschreiben und dem Lebenslauf.

Anschreiben
Im Anschreiben äußerst du deinen Wunsch um einen Ausbildungsplatz. Du erklärst anhand von aussagekräftigen Erfahrungen, was gerade dich zur perfekten Kandidatin bzw. zum perfekten Kandidaten macht. Wenn du dich ehrenamtlich für den Natur- oder Umweltschutz einsetzt, zeigt das, wie sehr dir die Natur am Herzen liegt. Das könnte ein Argument sein, um den Personalleiter von deiner Eignung zu überzeugen. Stelle jedoch sicher, dass du deine Aussagen mit Erfahrungen aus deinem Lebenslauf belegen kannst.

Lebenslauf
Der Lebenslauf dient dem Personalleiter als eine Art Übersicht über deinen bisherigen beruflichen Werdegang. Du listest stichpunktartig und vollständig deine bisherige Schullaufbahn sowie absolvierte Praktika, Nebenjobs und sonstige Berufserfahrungen auf. Zusätzlich ist dort Platz für Fremdsprachenkenntnisse, EDV-Kenntnisse, Teilnahme an AGs, deine Führerscheinklasse sowie deine Hobbys.

Bevor du deine Bewerbung abschickst, kontrolliere, ob sich auch keine Tippfehler eingeschlichen haben und ob du alle formalen Richtlinien eingehalten hast.

Zum Bewerbungsratgeber

3 Tipps für deine Bewerbung
  • Soft Skills:
    Als Forstwirt ist Verantwortungsbewusstsein eine wichtige Stärke. Diese Eigenschaft zählt zu den Soft Skills, die deine Persönlichkeit hervorheben. Im Vergleich zu den Hard Skills, also fachlichen Fähigkeiten, werden Soft Skills immer wichtiger, denn das Fachwissen eignest du dir in der Ausbildung noch an. Die wichtigsten Soft Skills hast du im besten Fall schon vor dem Start.
  • Voraussetzungen:
    In Stellenanzeigen geben Forstbetriebe an, welche Voraussetzungen du als angehender Azubi unbedingt erfüllen musst. Zusätzlich gibt es Kann-Anforderungen, welche wünschenswert, aber nicht zwingend erforderlich sind. Muss-Anforderungen sind die Fähigkeiten und Qualifikationen, die dein Ausbildungsbetrieb von dir erwartet. Schau dir vor deiner Bewerbung an, welche Punkte du erfüllst. Lass dich nicht abschrecken, wenn du nicht alle Kann-Anforderungen erfüllst – selbst, wenn du nur 75 Prozent der Eigenschaften mitbringst, hast du sehr gute Chancen!
  • Praxiserfahrungen:
    Du hast ein Praktikum in einer Gärtnerei gemacht oder hast in einem Minijob in einem Blumenladen gearbeitet? Super, diese Erfahrungen machen sich richtig gut in deinem Lebenslauf. Im Anschreiben kannst du anschließend von deinen Aufgaben erzählen und so Praxiseinblicke geben. Mit deinen Erfahrungen verschaffst du dir einen Vorteil gegenüber Mitbewerbenden und steigerst deine Chancen auf eine Zusage vom Betrieb.

Was ziehe ich zum Bewerbungsgespräch an?

Für ein Vorstellungsgespräch als Forstwirtin bzw. Forstwirt sollte dein Outfit einen positiven Eindruck machen. Zeige gleichzeitig, dass du zur praktischen Arbeit im Wald passt. Ein Forstbetrieb erwartet meist keine förmliche Business-Kleidung, sondern einen gepflegten, bodenständigen und naturverbundenen Auftritt.

Diese Kleidung passt gut:

  • Saubere Jeans oder eine Stoffhose
  • Ein schlichtes Hemd, Poloshirt oder gepflegtes T-Shirt
  • Eine Fleecejacke oder ein unauffälliger Pullover
  • Saubere, geschlossene Schuhe (z. B. feste Halbschuhe oder gepflegte Outdoor-Schuhe)

Wenn das Gespräch im Wald stattfindet:
Manche Forstbetriebe verbinden das Gespräch mit einer Besichtigung oder einem kleinen Praxisteil. In diesem Fall sind wetterfeste Kleidung und feste Schuhe sinnvoll. Du musst aber nicht direkt in kompletter Arbeitskleidung erscheinen.

Wie gut passt der Beruf Forstwirt / Forstwirtin zu dir?

Der Beruf Forstwirt / Forstwirtin passt gut zu dir, wenn ...

  • ... du in deinem Beruf gerne etwas mit deinen Händen erschaffen möchtest.
  • ... du beim Klima- und Umweltschutz mithelfen möchtest.
  • ... du gerne in der Natur unterwegs bist.

Der Beruf Forstwirt / Forstwirtin passt weniger zu dir, wenn ...

  • ... du nicht körperlich anstrengend arbeiten möchtest.
  • ... du nicht überwiegend draußen arbeiten möchtest.

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