Wie werde ich Elektroniker / Elektronikerin?

Natürlich gibt es einige Voraussetzungen, die eine Elektronikerin oder ein Elektroniker erfüllen müssen. Zu den wichtigsten Interessen und Stärken zählt:

  • Interesse an Mathematik und Physik
  • handwerklich-technische Begabung
  • Vorsichtiges und sorgfältiges Arbeiten
  • Lernfähigkeit
  • Teamfähigkeit

Falls du dir noch nicht sicher bist, ob du alle Voraussetzungen erfüllst, probiere dich in unserem Berufs-Check aus!

Schulische Voraussetzungen

Neben den persönlichen Interessen und Stärken zählt auch die schulische Vorbildung zu den Kriterien, die für einen Personaler wichtig sind. Verfügst du über einen Realschulabschluss bzw. die mittlere Reife mit guten Noten in naturwissenschaftlich-mathematischen Fächern, hast du sehr gute Chancen, die freie Ausbildungsstelle zu ergattern!

Neuordnung ab 2021

Zum Ausbildungsjahr 2021 wurden die Ausbildungsberufe des Elektrohandwerks neu sortiert. Folgende Ausbildungen kannst du absolvieren:

  • Elektroniker für Gebäudesystemintegration → neu geschaffener Beruf
  • Elektroniker Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik
  • Elektroniker Fachrichtung Automatisierungs- und Systemtechnik → vereint die Fachrichtung Automatisierungstechnik mit dem Systemelektroniker
  • Informationselektroniker → vereint die Fachrichtung Informations- und Telekommunikationstechnik mit dem Informationselektroniker Schwerpunkt Bürosystemtechnik und Schwerpunkt Geräte- und Systemtechnik
  • Maschinen und Antriebstechnik

Bildungsweg

Duale Ausbildung

Empfohlener Schulabschluss

Realschulabschluss / Mittlere Reife

Ausbildungsdauer

3,5 Jahr(e)

Azubi-Gehalt

Ø 847.5 EUR

Was macht ein Elektroniker / Elektronikerin?

Als Elektroniker bist du der Spezialist für Plus und Minus, für Schaltkreise, Netzwerke, Buchsen, Kabelkanäle, Platinen und und und.

Um ein Zeiterfassungssystem via Transponder für die Mitarbeiter eines Krankenhauses oder ein Zutrittskontrollsystem für die Chef-Etage eines großen Konzerns zu installieren, bedarf es einer aufwändigen Planung, der Koordination einzelner Arbeitsschritte und fundierter Kenntnisse in der Elektrotechnik und Informationstechnik. Nachdem die Anforderungen des Kunden mit dir abgesprochen und die Bedingungen vor Ort analysiert worden sind, legen du und dein Team los, das Konzept in die Tat umzusetzen. Es werden Kabelkanäle geschnitten, Platinen bestückt, Kabel verlegt und Stecker verbunden, Software installiert, Programmtests durchgeführt und der Kunde in die Benutzung eingewiesen.

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Gut zu wissen...
  • Es ist gesetzlich verboten, in Deutschland selbstständig eine Lampe aufzuhängen. Dies muss ein ausgewiesener Elektro-Fachmann tun. Bei Schäden wird das Vergehen zwar nicht geahndet, hebt aber deinen Anspruch bei der Versicherung auf!
  • 1881 fand in Paris die weltweit erste internationale Elektrizitätsaustellung statt. Die Nutzung von Strom war damals noch eine echte Seltenheit.
  • Den ersten Blitzableiter erfand der Amerikaner Benjamin Franklin im Jahr 1752. Er konnte durch ein Experiment mit einem Drachen aus Metalldraht beweisen, dass es sich bei Blitzen um elektrische Ladungen handelt, die Gebäude in Brand setzen können.

Inhalte der Ausbildung

Schulische Ausbildung

An ein oder zwei Tagen der Woche oder in Form von Blockunterricht lernst du an der Berufsschule. Hier wirst du in Sachen Elektrizitätslehre, Elektrotechnik, Informationstechnik und IT-Sicherheit ausgebildet. Anhand von technischen Zeichnungen und Schaltplänen verbaust du Komponenten für eine Steckverbindung, lernst unterschiedliche Kabel, Drähte und Buchsen sowie Antriebssysteme für elektrische Geräte und Systeme kennen. Außerdem wirst du Unterricht in den allgemeinbildenden Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch haben. In Anleitungen für technische Geräte sowie im IT-Bereich sind englische Begriffe gang und gäbe. Im Kontakt mit Kunden benötigst du Rechtschreibsicherheit und Mathematik hilft dir zum Beispiel dabei, den Materialbedarf zu errechnen.

Betriebliche Ausbildungsinhalte

Im Ausbildungsbetrieb ist es dein Job, zuzuschauen, zuzuhören und zu lernen. Erst dann darfst du selbst ran und die Theorie in die Praxis umsetzen. Zu allererst solltest du wissen, welche Sicherheitsmaßnahmen bei der Arbeit mit Elektrizität einzuhalten sind. Erst dann wird man dir zeigen, wie zum Beispiel Messungen durchgeführt werden, wie Störungen identifiziert und Fehler in Schaltungen behoben werden. Während du zu Beginn deiner Ausbildung kleine Aufgabenteile übertragen bekommst, darfst du später einen ganzen Auftrag selbst übernehmen. Dazu gehört natürlich auch die Kommunikation mit dem Kunden. Du solltest daher nicht kontaktscheu sein!

Ablauf der Ausbildung

Für deine duale Ausbildung zum Elektroniker wählst du eine aus zwei Fachrichtungen. Ausbildungsbetriebe haben sich meist auf einen der beiden Bereiche spezialisiert.




Fachrichtungen

Elektroniker der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik kümmern sich um die elektronische Ausstattung von Gebäuden. Dazu installieren sie Stromversorgungsanlagen, Beleuchtungsanlagen und Anlagen der Steuerungs- und Regelungstechnik wie Klimaanlagen und Heizungssysteme.

Was macht ein Elektroniker / Elektronikerin Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik?

Fast alles, was zwischen Plus und Minus geschieht, ist deine Angelegenheit. Dazu zählen auch Reparaturarbeiten an den typischen elektrischen Geräten und Maschinen des Haushalts - wie etwa Kochherde, Kühlschränke oder Waschmaschinen. Besonders wichtig ist die "Erste Hilfe" bei Kurzschlüssen im Haus. In solchen Fällen bist du der zuständige Handwerker. Deine Tätigkeiten gehen aber weit darüber hinaus. Von der Klimaanlage bis zum Heizungsthermostat kennst du die erforderlichen Leitungen und kannst sie verlegen.

Installieren und Verdrahten

Blaue, schwarze, braune, rote und gelb-grün-gestreifte Kabel mit verschiedenen Durchmessern laufen in einem großen Kasten zusammen. Das ist keine Situation aus einem TV-Krimi, in dem eine Bombe entschärft wird, sondern ein Anblick, der zu deinem Berufsalltag gehört. Konzentration und Verantwortungsbewusstsein sind gefragt, um die Zugänge und Abgänge der Kabel zu sortieren. Wenn du zum Beispiel den Auftrag bekommst, eine Beleuchtungsanlage oder Überwachungsanlage zu installieren, müssen zu allererst Kabel und Leitungskanäle verlegt werden. Steckdosen werden ggf. gesetzt und Sicherungen montiert. Schließlich baust du die Schaltkästen zusammen und verdrahtest sie.

Prüfen und Warten

Warten musst du gelegentlich, zum Beispiel auf die bestellten Materialien oder deinen Kollegen. Die „Wartung“ ist jedoch etwas anderes. So nennt man Maßnahmen der vorbeugenden Instandhaltung von Geräten und Anlagen. Dazu werden die elektrischen Sicherheitseinrichtungen geprüft und eventuelle Störungsursachen ermittelt. Verschleißteile werden ausgetauscht, bevor sie überhaupt Schaden anrichten können. Nach jeder Installation und Montage von Geräten muss jeder Anschluss mithilfe eines elektrischen Prüfgeräts – man nennt es „Durchgangsprüfer“ – kontrolliert werden. Per Piepsignal stellst du fest, ob du alle Leitungen richtig angeschlossen hast. Vorsicht – bei Hochspannung darfst du in Prüfvorgängen die Isoliermatte nicht vergessen! Wenn alles soweit passt, ist es an der Zeit, den Kunden in die Bedienung der Anlage einzuweisen.

Inhalte der Ausbildung

Die Ausbildung zum Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik absolvierst du in der Form einer dualen Ausbildung. Sie ist so organsiert, dass du einen Teil in der Berufsschule verbringst und den anderen Teil im Ausbildungsbetrieb.

Schulische Ausbildungsinhalte

In der Regel bist du an ein bis zwei Tagen in der Woche in der Berufsschule. Dort wirst du dich vor allem mit den Fächern Mathe, Physik, Technik und Informatik auseinandersetzen. Sie vermitteln dir die theoretische Grundlage, die du für deinen Beruf benötigst. Elektrotechnische und informationstechnische Systeme sowie verschiedene Antriebssysteme werden dir im Laufe deiner Ausbildung begegnen und du lernst sie zu planen, zu installieren, zu warten und zu reparieren – zumindest erst mal in der Theorie.

Betriebliche Ausbildungsinhalte

Im Ausbildungsbetrieb wirst du sofort in Aufträge mit eingebunden. So lernst du direkt, wie du deine Arbeit am besten organisierst. Zuerst darfst du deinem Ausbilder über die Schulter schauen – dann musst du selber ran. Auf Baustellen übernimmst du zunächst kleinere Aufgaben wie zum Beispiel die Reparatur von Steckdosen und Lampen und das Ziehen von Kabeln. Später lernst du auch, einfache und komplexe Patchfelder zu montieren. Ein Patchfeld ist ein Verbindungselement, das für den Aufbau komplexer Kabelstrukturen in Gebäuden genutzt wird.

Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik arbeiten überall dort, wo größere Elektromotoren und Generatoren im Einsatz sind, zum Beispiel bei Klimaanlagen, Schiffsmotoren, Windkraftanlagen, Förderbändern oder Zügen. Sie konzipieren Antriebssysteme, tauschen defekte Teile aus und integrieren sie in vorhandene technische Systeme.

Was macht ein Elektroniker / Elektronikerin für Maschinen und Antriebstechnik?

Als Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik findet man dich in Werkstätten und großen Werkhallen, auf Baustellen oder direkt vor Ort beim Kunden.
Wenn die Anschlüsse eines Straßenbahn-Elektromotors neu verlötet werden müssen, die Drahtwicklung eines Windkraft-Generators ausgetauscht werden muss, eine Toranlage an einem Privatgrundstück installiert werden soll oder ein Schiffsmotor gewartet werden muss, bist du genau der richtige Ansprechpartner!

Die Auftragsannahme und -vorbereitung

Eine neue Kundenanfrage geht ein und du darfst den Auftrag übernehmen. Ein Kunde meldet einen Schaden an einem seiner Elektromotorboote, die er an Feriengäste verleiht. Der Schaden soll so schnell wie möglich ausgebessert werden, damit das Boot wieder fahrtüchtig ist. Per Telefon erkundigst du dich nach sichtbaren Schäden, dem Boots- und Motortyp und wichtigen Kennzahlen. Eine Ferndiagnose ist ohne weiteres jedoch schwierig und du bereitest alles vor, um dir vor Ort einen Eindruck zu verschaffen.

Sofort an Ort und Stelle

Mit Multifunktionsmessgeräten begibst du dich auf Fehlersuche. Ein Diagnosesystem hilft dir dabei, die Störungsursache zu finden. Du kontrollierst die einzelnen Komponenten auf ihre Funktionen und stellst schon bald fest, dass die Spule kein Magnetfeld mehr aufbauen kann, da der Kupferdraht beschädigt worden ist. Der Motor muss nun in seine Einzelteile zerlegt werden – eine Neuwicklung der Spule ist erforderlich. Der alte Wickelkopf dient als Vorlage der Schaltungsart, des Drahtdurchmessers, der Anordnung der Windungen, des Wickel- und Kernmaterials. Die demontierten Teile reinigst du in einer automatischen Reinigungsmaschine in der Werkhalle deines Betriebs, die neue Spule wird mithilfe der automatischen Wickelmaschine gewickelt. Die neuen Anschlüsse lötest du an der Lötstation. Nun müssen die einzelnen Elemente wieder zusammengebaut werden und der Motor wieder in das Boot eingesetzt werden. Lässt sich der Motor von der Schalterstellung aus mühelos bedienen und funktioniert er einwandfrei? Dann hast du deinen Job gut gemacht und darfst dem Kunden nun deine Leistung in Rechnung stellen.

Vielseitige Einsatzgebiete

Wie viele Elektromotoren uns tagein und tagaus begegnen, wird uns erst dann bewusst, wenn wir richtig hinsehen. Für dich als Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik steckt die Welt voller Motoren und Generatoren. Da du in der Ausbildung Basiswissen über elektrotechnische Systeme und Anlagen, über Steuerungs- und Regelungssysteme, informationstechnische Systeme, Mechanik, Pneumatik und Hydraulik erwirbst, kannst du mit allen Motoren etwas anfangen: Vom kleinen Drucker-Motor über Ventilatoren, Klimaanlagen, Aufzügen und elektrischen Torantrieben bis hin zu ICE-Motoren, Schiffsmotoren und Windkraftanlagen kennst du dich aus. Meistens spezialisieren sich Unternehmen auf ein Produkt oder eine Branche, sodass du zum Spezialisten für ein bestimmtes elektrotechnisches System wirst.

Inhalte der Ausbildung

Schulische Ausbildungsinhalte

Induktivität, Magnetfelder, Hydraulik und Pneumatik, EVA-Prinzip und Wirkungsketten – damit kannst du nichts anfangen? Macht nichts, denn dafür gehst du ja während deiner Ausbildung in die Berufsschule. An ein oder zwei Tagen in der Woche wirst du hier mit den theoretischen Grundlagen des Elektronikers für Maschinen und Antriebstechnik vertraut gemacht. Natürlich gehören Mathe, Physik, Elektronik und Elektrotechnik zu deinen wichtigsten Fächern, doch auch Umweltschutz, Datensicherung, Unfallverhütung und Kundenkommunikation sind für deine Ausbildung relevant. Da viele der technischen Dokumentationen in englischer Sprache vorliegen, wirst du auch die englischen Fachbegriffe pauken müssen. Vielleicht hast du später sogar internationale Kunden, mit denen du dich auf Englisch verständigen wirst.

Betriebliche Ausbildungsinhalte

Was du in der Schule teils theoretisch teils praktisch am Modell gelernt hast, wirst du im Betrieb in der „echten“ Praxis bei Kundenaufträgen erleben. Nachdem du schon einige Schaltpläne gelesen und verstanden hast, musst du nun selbst Schalt- und Installationspläne erstellen, um elektrotechnische Systeme zu planen und herzustellen. Du lernst, auf welche elektrischen Kennzahlen es ankommt und wie die Gesetze der Elektrotechnik konkret in bestimmten Motoren und Generatoren wirken. Wenn du eine Anlage wartest, lernst du, die Betriebswerte zunächst zu analysieren und zu protokollieren und mithilfe einer Software Dokumentationen zu erstellen. Informationstechnische Systeme, die du entwickelst hast, werden in bestehende Netzwerke integriert und konfiguriert. Weil du bei deiner Arbeit meist im Team beschäftigst bist, wirst du von Anfang an darauf trainiert, gemeinsam Aufgaben zu verteilen und zu lösen.

Elektronikerinnen und Elektroniker der Fachrichtung Automatisierungs- und Systemtechnik richten automatisierte Anlagen ein, programmieren, testen und warten sie in regelmäßigen Abständen.

Was macht ein Elektroniker / Elektronikerin Fachrichtung Automatisierungs- und Systemtechnik?

Deine Aufgaben als Elektroniker Fachrichtung Automatisierungs- und Systemtechnik auf einen Blick

  • Analysieren und Planen: Du verschaffst dir zunächst einen Überblick über die Prozesse und die Anlagen, um unter Beachtung der rechtlichen und wirtschaftlichen Aspekte die Wartung vorzunehmen.
  • Installieren und Programmieren: Informatikkenntnisse sind insbesondere bei der Auswahl der Systeme erforderlich. Darüber hinaus kümmerst du dich darum, die Steuerungen zu installieren und die Steuerungsprogramme zu erstellen.
  • Testen, Warten und Reparieren: Mithilfe von Assistenz-, Simulations-, Diagnose- oder Visualisierungssystemen kannst du Probleme und Fehler lokalisieren und das entsprechende Bauteil austauschen.

Deine Aufgaben als Elektroniker Fachrichtung Automatisierungs- und Systemtechnik im Detail

Überall, wo automatisierte Maschinen oder Anlagen im Einsatz sind, haben Elektronikerinnen und Elektroniker ihre Finger im Spiel. Zum Beispiel beim Auto, im Schwimmbad, dem Fließband oder den Greifarmen in der Produktion – hinter allen automatisierten Abläufen steckt ein kompliziertes System, das geplant, eingerichtet und programmiert werden muss.

Analysieren und Planen

Bevor du loslegst, müssen die Funktionszusammenhänge genau analysiert werden. Deine Aufgabe kann es sein, die Abläufe einer automatisierten Schwebebahn, die am Flughafen zwischen den Terminals A, B und C verkehren soll, zu programmieren. Dazu musst du dir zunächst ein Bild davon machen, welche Route die Bahn nimmt, mit welcher Geschwindigkeit sie fährt, wie lange sie hält und wie sie auf äußere Einflüsse wie z. B. eintretende Passagiere reagieren soll. Wenn du die Zusammenhänge im Detail erfasst hast, planst du die Anlage. Sollen die Betriebsabläufe elektrisch, pneumatisch (Einsatz von Druckluft) oder hydraulisch (Einsatz von Flüssigkeiten) funktionieren? Wo werden die Steuerungskomponenten liegen und mit welchen Leiteinrichtungen verbindest du sie mit dem Schaltschrank? Verwendest du dafür Bussysteme, um gleich mehrere Geräte miteinander zu verbinden und somit eine größere Menge von Daten zu transportieren? All das gehört von Beginn an zu deinen Analyse- und Planungsaufgaben.

Installieren und Programmieren

Zuerst geht es an die Einrichtung der Steuerelemente. Das sind verschiedene Baugruppen der Steuerungs- und Regelungstechnik sowie die Antriebssysteme, welche elektrisch, pneumatisch und/oder hydraulisch funktionieren. Nun kannst du in Zusammenarbeit mit Ingenieuren und Informatikern die Befehle programmieren. Eine automatisierte Schwebebahn elektronisch auszustatten ist ein großes Projekt, an dem viele Menschen gleichzeitig arbeiten. Grundsätzlich sollen die Türen bei Halt an den Terminals automatisch aufgehen und vor Abfahrt wieder schließen. Der Schließmechanismus soll jedoch nicht eintreten, wenn etwas, zum Beispiel die Tasche eines Passagiers oder dessen Arm oder Bein, im Weg ist. Hierfür werden Sensoren, wie zum Beispiel Lichtschranken, in den Türen der Schwebebahn eingebaut. Bei Rauchentwicklung wird automatisch ein Alarm ausgelöst, der auch die Feuerwehr benachrichtigt. Die Schwebebahn soll sofort zum nächstgelegenen Terminal fahren, dort stehenbleiben und alle Türen öffnen. In Notfällen hast du außerdem die Chance, in die automatischen Prozesse manuell einzugreifen. Solche Situationen sind natürlich Ausnahmefälle! Im Normalfall soll die Bahn ganz allein ohne manuelle Steuerung laufen - exakt so, wie sie programmiert wurde.

Testen, Warten und Reparieren

Bevor du die Beschäftigten in die Funktionen der Schwebebahn und dessen Notfallmanagement einweist, wird diese auf alle Funktionen getestet. Sind die Reaktionszeiten richtig eingestellt? Öffnet die Tür über den geplanten Zeitraum? Fährt die Bahn mit der richtigen Geschwindigkeit? Leiten die Sensoren die Befehle richtig weiter? Wenn alles ordnungsgemäß funktioniert, ist das Projekt fertiggestellt.

Was einmal funktioniert, kann jedoch auch gelegentlich Fehler aufweisen. Deshalb ist es wichtig, dass die Schwebebahn regelmäßig gewartet wird. Wenn nötig, werden Regelkreise mithilfe von Schaltplänen, Messprotokollen und Dokumentationen optimiert. Bei einer Störungsmeldung werden die Fehler mithilfe einer speziellen Testsoftware eingegrenzt und die genaue Störung lokalisiert. Diagnosesysteme helfen, die Störungsursache zu finden und sie zu analysieren. Abschließend kann das betroffene Bauteil oder die beschädigte Verbindung instandgesetzt werden.

Inhalte der Ausbildung

Schulische Ausbildungsinhalte

Die Berufsschule vermittelt dir den theoretischen Hintergrund deines Berufes. Schulfächer wie Mathematik, Physik, Informatik oder Werken/Technik helfen dir dabei, sowohl theoretisch als auch praktisch den perfekten Einstieg in die Ausbildung zu schaffen. Hier lernst du den Aufbau und die Funktionen von Bauteilen kennen, die Bedienung von Maschinen und die Programmierung von Steuerungen. Du erfährst, nach welchen Kriterien Antriebssysteme ausgewählt und integriert werden. Außerdem werden dir Grundlagen der Elektroenergieversorgung vermittelt und du lernst, wie informationstechnische Systeme bereitgestellt und geprüft werden.

Betriebliche Ausbildungsinhalte

Da man allein aus der Theorie nicht schlau wird, ist es wichtig, gelernte Inhalte in die Praxis umzusetzen. Übung macht den Meister - deshalb werden dir mit der Zeit Aufgaben übergeben, die du zuerst gemeinsam mit deinem Ausbilder und anschließend eigenständig erledigst. Die ordnungsgemäße Planung und Organisation deiner Aufgaben steht natürlich immer an vorderster Stelle. Du solltest also deinen Arbeitsplatz mit allem, was du für eine Aufgabe benötigst, selbst einrichten können und dabei auch die notwendigen Schutzmaßnahmen beachten.

Im Betrieb lernst du die Montage und Installation von Systemkomponenten und Netzwerken, den Aufbau und die Prüfung von Steuerungen und Automatisierungssystemen sowie die fachgerechte Fehleranalyse. Das hört sich nach einer ganzen Menge an – gut also, dass dir 3,5 Jahre Ausbildung zur Verfügung stehen, dir diese Fähigkeiten anzueignen. So gelingt dein reibungsloser Start als Fachkraft im Anschluss an deine Ausbildung.

    Intelligente Lösungen für Gebäude sind ihr Steckenpferd. Elektronikerinnen und Elektroniker für Gebäudesystemintegration vernetzen und optimieren für ihre Kunden Gebäudetechnik und Energiemanagement und haben dabei Umwelt und Nachhaltigkeit immer im Blick.

    Was macht ein Elektroniker / Elektronikerin für Gebäudesystemintegration?

    Deine Aufgaben auf einen Blick


    • Planung und Kundenberatung: Du konzipierst und planst die Technik von Gebäuden und begeisterst mit intelligenten Systemen! Du führst deine Kunden durch den Innovations-Dschungel und sagst ihnen, welche technischen Neuerungen sie tatsächlich brauchen.
    • Installation: Du setzt die Kundenwünsche um und installierst das neue technische Gebäudesystem.
    • Wartung und Optimierung: Du wartest bestehende Gebäudetechnik, analysierst und behebst Fehler und hältst somit alles auf dem neusten Stand.

    Deine Aufgaben im Detail

    Planung und Kundenberatung

    Nichts ist beständiger als der Wandel! Du bist Expertin bzw. Experte in Sachen Gebäudetechnik und treibst die Energiewende voran. Technik, die letzte Woche noch begeistert hat, ist nächste Woche schon längst wieder out. Deswegen analysierst du bei deinen Kundinnen und Kunden den Status Quo und planst zukünftige Systeme, die in den Bauwerken genutzt werden sollen. Als Elektroniker für Gebäudesystemintegration denkst du sehr innovativ und weißt, was deine Kunden brauchen. Auch auf spezielle Wünsche für Beleuchtung, Klimaanlage und Co. gehst du ein.

    Installation

    Die Planung ist komplett, das Konzept ist abgenommen. Nun geht es an die Umsetzung. Dafür nutzt du die neuste Software und führst mehrere Testläufe durch. Im Voraus hast du alle Komponenten auf Sicherheit, Datenschutz und Nachhaltigkeit geprüft. Du montierst Schaltungen und verlegst Leitungen, um die diversen Gebäudesysteme miteinander zu vernetzen. Das betrifft zum Beispiel die automatische Anpassung von Beheizung, Belüftung und Beleuchtung, wenn Personen morgens das Gebäude betreten oder abends wieder verlassen. Die passende Software wird von dir entsprechend konfiguriert bzw. programmiert. Deinen Kunden zeigst du anschließend die Bedienung der Anlagen und Programme, damit diese auch auf eigene Faust Änderungen vornehmen können.

    Wartung und Optimierung

    Auch die neuste Technik hat so ihre Tücken. Es kann schon einmal vorkommen, dass Systeme ausfallen oder eine Störung aufweisen. Auch in der Wartung kennst du dich deshalb bestens aus. Mit Hilfe von Diagnosegeräten überprüfst du die vernetzten Systeme und jede einzelne Komponente, findest die Fehler und behebst diese im Anschluss. Somit trägst du einen wichtigen Teil zur funktionierenden Gebäudeinfrastruktur bei. Die Installation von Updates sowie der neusten Software-Version stehen bei dir ebenfalls auf der Tagesordnung. Deine Kenntnisse in der Programmierung sind also stets gefragt.

    Inhalte der Ausbildung

    Bei diesem Ausbildungsberuf handelt es sich um eine duale Ausbildung von insgesamt 3,5 Jahren Dauer. Du sammelst erste praktische Berufserfahrung im Ausbildungsbetrieb und erlangst die theoretischen Kenntnisse in der Berufsschule.

    Betriebliche Ausbildungsinhalte

    Dein Ausbildungsplan ist mit den unterschiedlichsten Themen gespickt. Im Betrieb lernst du vor allem die praktischen Inhalte. Wie geht man mit Diagnosegeräten um? Wie berate ich Kunden? Wie nehme ich die Systeme in Betrieb und konfiguriere die Netzwerke? Auf all diese Fragen bekommst du während deiner Ausbildung eine Antwort. Da du mit den unterschiedlichsten elektronischen Anlagen arbeitest, ist auch das Thema Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit ein wichtiger Aspekt in deinem zukünftigen Beruf.

    Schulische Ausbildungsinhalte

    Deine Schulzeit verhilft dir zu theoretischen Kenntnissen über Gebäudesystemintegration. Du lernst, wie man beispielsweise Schaltpläne und Anschlusspläne liest und zeichnet. Hinsichtlich der Sicherheitsmaßnahmen, die du bei Installation und Optimierung beachten musst, wirst du über aktuelle Konzepte in Sachen Datenschutz und IT-Sicherheit aufgeklärt. Neben den elektrischen Komponenten sind aber auch Deutsch oder Wirtschafts- und Sozialkunde Teil deines Stundenplans.
    Hilfreiche Fähigkeiten
    • Technisches Verständnis
    • Logisches Denken
    • Arbeitsgenauigkeit

    Wie gut passt der Beruf Elektroniker / Elektronikerin zu dir?

    Wenn du in deinem Beruf gerne tüfteln möchtest, ist der Beruf Elektroniker / Elektronikerin genau der richtige für dich.
    Wenn du nicht in der Höhe arbeiten möchtest, könnten andere Berufe besser zu dir passen.
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