Häufige Stressoren bei Azubis und Studenten

Viele Studierende und Auszubildende beschweren sich über Stress, welchem sie sich ausgesetzt fühlen. Typische Stressoren sind dabei:  

  • Leistungsdruck an der Uni, Berufsschule und/oder im Betrieb
  • Termindruck, z. B. bei Abgabeterminen von Hausarbeiten
  • Konflikte mit anderen, z. B. in der Berufsschule oder mit dem Ausbilder
  • Dauererreichbarkeit durch die Digitalisierung
  • Sorgen und Zukunftsängste

Wenn du dich gestresst fühlst, solltest du zunächst versuchen, die Gründe herauszufinden. Wenn du deine persönlichen Stressoren kennst, kannst du diesen entgegenwirken und mit stressigen Phasen professionell umgehen. Da dich Stress beruflich und privat noch häufig in deinem Leben begleiten wird, ist die Stressbewältigung eine gefragte Fähigkeit.

Balance zwischen Anspannung und Entspannung 

Zunächst ist es gut zu wissen, dass Stress auch positive Effekte mit sich bringt: Er motiviert dich, treibt dich zu Höchstleistungen an und lässt dich über dich selbst hinauswachsen. Für einen kurzen Zeitraum ist das auch eine gute Sache, z. B. in Prüfungssituationen oder bei sportlichen Wettkämpfen.

Doch anschließend muss das Stresslevel wieder sinken, ansonsten kann der Körper und auch die Psyche gesundheitlichen Schaden nehmen. Es gilt also, die Stresshormone auf ein normales Niveau abzusenken und deinen Akku wieder aufzuladen. Was du als Azubi oder Student brauchst, ist also die richtige Mischung aus stressigen Zeiten, in denen du Höchstleistungen erbringst, und Zeiten der Entspannung. Dabei kann es sich um ein Hobby handeln oder um eine Kombination verschiedener Freizeitbeschäftigungen. Hauptsache, du denkst mal nicht über Prüfungen, den Ärger mit deinem Chef, anstehende Abgabefristen & Co nach.

Ideen zur Stressbewältigung

Wenn du lernst, wie du Stress aktiv abbauen kannst, fällt dir fortan nicht nur deine Ausbildung oder dein Studium leichter, sondern du lernst zugleich eine wichtige Lektion für dein gesamtes weiteres Leben. Zudem erhöhst du deine Chancen, langfristig gesund und leistungsfähig zu bleiben und zum Beispiel ein Burnout-Syndrom zu verhindern. Häufig angewendet werden zum Beispiel:

  • Pausen machen: Für die Berufsschule oder Uni lernen, Hausarbeiten verfassen und vieles mehr - vielen Menschen hilft es bereits, feste Pausen einzulegen
  • Entspannen: Yoga, Meditation oder Entspannungstechniken wie autogenes Training
  • Wellness: Einen Tag in einem Thermalbad oder einer Sauna verbringen, zur Massage gehen
  • Bewegung: Sportarten wie Lauftraining, Fußball, Krafttraining, Schwimmen oder was auch immer dir Spaß macht. Such dir zum Beispiel einen Trainingspartner, um euch gegenseitig zu motivieren. So kannst du direkt deiner Gesundheit einen Gefallen tun oder Ziele wie eine Gewichtsabnahme erreichen. Aber auch bewusst alleine Sport zu treiben, um in dich zu gehen und innerlich entspannen zu können, hilft vielen Menschen beim Stressabbau.
  • Chillen: Entspannung geht auch zuhause oder bei Freunden auf dem Sofa. Du kannst einfach deine Lieblingsserie einschalten, denn je nachdem, welches Genre dich interessiert, gibt es mittlerweile eine riesige Auswahl und ihr könnt gemeinsam essen, lachen oder über Oberflächliches tratschen. Wichtig ist, dass ihr dabei Themen wie die Arbeit oder das Studium meidet und stattdessen welche wählt, die euch auch privat interessieren. Seid ihr beispielsweise große Musikfans, könnt ihr gerade bei Filmen und Dokus zu euren Lieblingskünstlern gut abschalten. Aber auch alleine kannst du es dir mit deiner Lieblingsserie auf Netflix auf dem Sofa gemütlich machen.
  • Freizeitbeschäftigung: Auch andere Hobbys, wie das Aushelfen im Tierheim, ein Nähkurs, der Karnevalsverein oder was auch immer dir Spaß macht, können als Ausgleich dienen. Wichtig ist nur, dass diese dich nicht zusätzlich unter Stress setzen, zum Beispiel durch Zeitdruck, und du dort gedanklich von deinen Alltagssorgen abschalten kannst.
  • Auf eine gesunde Lebensweise achten: Ausreichend Schlaf, gesunde Ernährung, Digital Detox

Diese sind nur einige von vielen Ideen, welche für zahlreiche Menschen als Entspannung und Abwechslung im Alltag fungieren. Natürlich gibt es noch viele weitere Möglichkeiten für einen Ausgleich und du kannst alle der genannten Maßnahmen miteinander kombinieren. Du kannst zum Beispiel im Urlaub jeden Morgen Yoga machen oder am Wochenende nach dem Sport noch in die Sauna gehen. Du kannst an den Feierabenden zwischen sportlichen Tagen und entspannten Abenden abwechseln oder deine ganz eigene Strategie gegen den Stress finden. Hauptsache, sie funktioniert!

Fazit

Während der Ausbildung oder des Studiums kann es viele Gründe geben, weshalb du dich gestresst fühlst. In der Regel ist daran der fehlende Ausgleich schuld. Doch jeder Mensch kann gut mit Stress umgehen, wenn er auf der anderen Seite auch genügend Zeit für Dinge hat, die ihm gut tun. In erster Linie geht es dabei darum, dass du körperlich und gedanklich vom Stress abschalten kannst und einen Ausgleich zum Alltag im Ausbildungsbetrieb oder an der Hochschule findest. Erforsche also selbst, welche Aktivitäten dies sind. Zudem solltest du zukünftig nicht nur versuchen, Stress aktiv abzubauen und einen Ausgleich zu finden – sondern diesen bereits vor seiner Entstehung zu verhindern, indem du zum Beispiel rechtzeitig mit deiner Hausarbeit anfängst, anstatt zu prokrastinieren.

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