Warum schieben wir überhaupt Aufgaben auf?

Die Antwort auf diese Frage ist ganz simpel: Weil es einfacher ist, Aufgaben zu verschieben, als sie zu erledigen. Gründe, zum „Aufschieber“ zu werden, gibt es viele:

  • die Aufgaben sind zu schwer oder langweilig
  • es sind unangenehme Tätigkeiten
  • du kannst dich nicht überwinden, anzufangen
  • es ist keine Frist vorgegeben
  • du hast Zeitmangel

Eine weitere Ursache ist, dass es uns schwerfällt, Prioritäten zu setzen und wir aus diesem Grund viele kleinere und evtl. leichtere Tätigkeiten zuerst ausführen. Mit der wichtigeren Aufgabe kommen wir dann in Zeitnot und müssen alles auf den letzten Drücker fertigstellen.

Wenn du die Gründe herausfindest, warum du anstehende Arbeiten aufschiebst, kannst du diese anschließend gezielt bekämpfen. Ist die Aufgabe zu schwer? – Dann hol dir Hilfe und lass sie dir erklären. Du verschiebst die Tätigkeit immer wieder, weil du keine Frist hast? – Dann setz dir selbst eine Frist, um die Aufgabe abzuarbeiten.

Achtung: Ständiges Aufschieben bzw. Prokrastinieren kann zu einem ernsthaften Problem werden und im schlimmsten Fall sogar zu einer Erkrankung führen, die psychotherapeutisch behandelt werden muss. Betroffene, die immer wieder neue Ausreden finden, warum sie etwas aufschieben, verfallen später nicht nur in Stress, sie leiden mitunter auch an Verdauungsproblemen, Schlafstörungen oder sogar an Depressionen. Diese Nebenwirkungen entstehen häufig durch ein schlechtes Gewissen oder Angst.

Doch bis zu diesen negativen Folgen musst du es gar nicht erst kommen lassen! Mit unseren Tipps und Tricks ist es ganz einfach, das ewige Aufschieben zu überwinden und der eigenen Faulheit den Kampf anzusagen. Befolge unsere Ratschläge und du wirst sehen, dass es dir bald immer leichter fällt, Prioritäten zu setzen und deine anstehenden Aufgaben der Reihe nach konzentriert abzuarbeiten. Wenn du deine To-do's direkt angehst und nicht aufschiebst, verfällst du am Ende des Tages weniger in Stress und kannst deine Freizeit viel besser nutzen.


Tipps gegen das Prokrastinieren

Prioritäten setzen
Ganz wichtig ist, dass du die Prioritäten richtig setzt. Dafür solltest du die Arbeiten nach ihrer Wichtigkeit sortieren (von wichtig nach unwichtig) und diese dann der Reihe nach abarbeiten. So kannst du anspruchsvolle und größere Aufgaben in Ruhe erledigen, ohne das Stress anfällt. Eher unwichtige Dinge kannst du dann im Anschluss erledigen, wenn du dich vielleicht nicht mehr so gut konzentrieren kannst.

Zeitplan erstellen
Eine weitere Hilfe ist ein gutes Zeitmanagement. In einem Plan erfasst du, wie lange du mit welcher Aufgabe verbringen möchtest. Dabei ist es wichtig, realistische Ziele zu setzen und ausreichend Pufferzeit einzuplanen, denn meist braucht man doppelt so lange für eine Aufgabe, als man zunächst annimmt. Wenn du zu wenig Zeit einkalkulierst, gerätst du wieder in Stress - und genau das möchtest du ja vermeiden.

Deadlines setzen
Um dich selbst etwas unter Druck zu setzen, endlich mit einer Arbeit zu beginnen, solltest du dir selbst Deadlines setzen, bis wann die zu erledigende Aufgabe fertig sein soll. Tipp: Setze die Deadline einen Tag vor dem Datum, an dem du eigentlich fertig sein musst, um der Prokrastination keine Chance zu geben. Wenn du beispielsweise Donnerstag deine Prüfung hast, solltest du dir die Deadline am Dienstag setzen und dann den gesamten Stoff draufhaben. So hast du noch den gesamten Mittwoch Zeit, etwas zu wiederholen und ggf. zu optimieren.

Aufgaben teilen
Oft hat man keine Lust, sich an eine Aufgabe zu setzen, die besonders umfangreich ist. In diesem Fall hilft es, sie in mehrere kleinere Teilaufgaben zu splitten. So stehst du nicht mehr vor einem riesigen Berg, sondern vor mehreren überschaubaren Aufgaben. Da geht man gleich mit einem besseren Gefühl an die Arbeit. Wenn du mit einer To-do-Liste arbeitest, kannst du so auch öfter etwas von deiner Liste streichen. Dadurch hast du das Gefühl, etwas geschafft zu haben und kannst mit Motivation die nächste Aufgabe anfangen.

Kein Multitasking
Wenn du einmal mit etwas begonnen hast, dann fokussiere dich auch darauf und versuche nicht, mehrere Dinge gleichzeitig zu erreichen. Man kann sich nämlich nicht auf verschiedene Sachen gleichzeitig konzentrieren - dann erledigst du die Aufgaben nur halb und musst im Anschluss nochmal ran. Besser ist es, Schritt für Schritt vorzugehen und die Aufgaben der Reihe nach abzuarbeiten.

Ablenkung vermeiden
Wenn du deinen inneren Schweinehund endlich überwunden und mit der Arbeit begonnen hast, solltest du dich auch nur auf die Aufgabe konzentrieren. Lege dein Handy an die Seite und schalte den Fernseher aus. Auch mit deinen Gedanken solltest du bei der Sache bleiben und nicht abschweifen, wie etwa zum nächsten Urlaub. Du wirst sehen, mit der Zeit fällt es dir immer leichter, dich nicht mehr ablenken zu lassen.

Belohne dich selbst
Wenn du eine unliebsame Aufgabe erledigt hast, kannst du dich selbst belohnen - zum Beispiel mit einem Stück Schokolade, einem Spaziergang an der frischen Luft oder einer Folge deiner Lieblingsserie. Gerade beim Lernen sind Pausen wichtig, damit du mal abschalten und dich danach wieder auf die Arbeit konzentrieren kannst. Die Pomodoro-Technik sieht beispielsweise vor, nach 25 Minuten Arbeit eine 5-minütige Pause einzulegen.

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