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Wie werde ich Polizeivollzugsbeamter Bundespolizei im mittleren Dienst?

Als angehender Polizeivollzugsbeamter musst du einige Kriterien erfüllen: schulische Voraussetzungen, allgemeine Voraussetzungen sowie persönliche Eigenschaften und Interessen.

Zuerst einmal ist es wichtig, dass du die schulische Voraussetzung erfüllst. Das bedeutet konkret, dass du über einen mittleren Bildungsabschluss verfügen solltest oder aber über einen Hauptschulabschluss mit abgeschlossener Berufsausbildung.

Des Weiteren gibt es ein paar standardisierte Anforderungen, die du erfüllen musst:

  • Mindestalter: 16 Jahre
  • Mindestgröße: variiert nach Bundesländern
  • Erfolgreiches Bestehen eines schriftlichen, mündlichen, sportlichen und psychologischen Eignungs- und Auswahlverfahrens  

Um das Auswahlverfahren zu bestehen, sind die folgenden Eigenschaften und Fähigkeit von Vorteil:

  • Körperliche Fitness und Reaktionsschnelligkeit
  • Sicheres und souveränes Auftreten
  • Psychische Stabilität
  • Selbstkontrolle und Gelassenheit
  • Eigenständigkeit
  • Teamfähigkeit
  • Konfliktfähigkeit
  • Entscheidungsfähigkeit
  • Verantwortungsbewusstsein  

Du solltest dir außerdem darüber bewusst sein, dass Schichtarbeit und wechselnde Einsatzorte zu deinem Berufsleben dazu gehören. Flexibilität ist daher sehr wichtig.
Meinst du, dass du das Zeug hast zum Polizeivollzugsbeamten? Mach doch mal den Test mit unserem Berufs-Check.


Bildungsweg

Duale Ausbildung

Empfohlener Schulabschluss

Realschulabschluss / Mittlere Reife

Ausbildungsdauer

2,5 Jahr(e)

Azubi-Gehalt

Ø 1250 EUR

Was macht ein Polizeivollzugsbeamter Bundespolizei im mittleren Dienst?

Der Beruf eines Polizeivollzugsbeamten der Bundespolizei ist ein vielseitiger – so viel steht fest. Während deiner Vorbereitungszeit bekommst du einen Überblick über die vielen Einsatzgebiete des Wach-, Streif- und Postendienstes. Die drei Hauptdienstzweige sind der Grenzschutz, die Bahnpolizei und die Luftsicherheit. Daneben gibt es zahlreiche Spezialeinheiten.

Grenzschutz

Im Bereich des Grenzschutzes gibt es verschiedene Einsatzorte, an denen du tätig sein kannst. Grenzschutz bedeutet erst einmal – wie der Name schon verrät – dass du die deutschen Grenzen schützt. Als Bordfunker an Nord- oder Ostsee zum Beispiel bist du zuständig für die Verhinderung von illegaler Einreise über das Meer. Auch die Verhinderung von Waffen- und Rauschgiftkriminalität gehört in deinen Aufgabenbereich. Kannst du dir vorstellen, wie viel Drogenschmuggel am Hamburger Hafen betrieben wird? Da braucht es die Augen einiger Polizisten und die Nasen vieler Polizeihunde, um den Schmugglern einen Strich durch die Rechnung zu ziehen.

Bahnpolizei

Als Polizist bei der Bahn wirst du im Streif- und Postendienst eingesetzt. Du schützt Fahrgäste und Bahnhöfe vor Vandalismus, Diebstahl und Gewalt. Das bedeutet auch, dass du gegebenenfalls bei Gewaltanwendung einschreiten musst. Ganz wichtig ist dabei: Ruhe bewahren, gelassen bleiben und nicht provozieren lassen! Als Polizist bewahrst du den Überblick und die Oberhand. Ein sicheres Auftreten und Selbstkontrolle sind hier unabdingbar. Bei Großveranstaltungen ergreifst du Schutzmaßnahmen und bist zum Beispiel vor Ort, wenn es einen Massenandrang von Fußballfans an deutschen Bahnhöfen gibt.

Luftsicherheit

Auch an deutschen Flughäfen sorgen Polizeivollzugsbeamte der Bundespolizei für Ordnung und Sicherheit. Dort wirst du zum Beispiel in der Passkontrolle eingesetzt oder in der Überwachung des Flughafengeländes.

Spezialeinheiten

Neben den drei traditionellen Dienstzweigen, kannst du auch in verschiedenen Spezialeinheiten eingesetzt werden. Zum Beispiel wirst du zum Hubschrauberführer ausgebildet und hilfst bei Katastrophenfällen oder bei Rettungseinsätzen. Auch eine Ausbildung zum Diensthundeführer für Außendiensttätigkeiten ist möglich. Die Spürnasen können weitaus mehr riechen als eine gewöhnliche Menschennase. Zum Beispiel bei der Sprengstoff- und Rauschgiftsuche ist ein Diensthund überaus nützlich. Weitere Spezialeinheiten sind Taucher-, Bergungs- und Rettungsgruppen, Räum- und Wegebaugruppen, Wasseraufbereitungs- und Dekontaminationsgruppen oder die Grenzschutzgruppe 9, die gegen Terrorismus und organisierte Kriminalität arbeitet. Zudem kann es vorkommen, dass du als Polizeivollzugsbeamter der Bundespolizei die Polizei der Bundesländer unterstützt, nämlich bei Großeinsätzen wie Demonstrationen oder Großfahndungen. Hast du schon einmal Polizeihubschrauber über Städten kreisen sehen? Bald schon könntest du dort das Steuer übernehmen.

Gut zu wissen...
  • Allein in China arbeiten über 1.600.000 Polizisten.
  • Der Beruf Polizist zählt bei männlichen Teenagern zu den beliebtesten.
  • In Mumbai gibt es eine „Spuckpolizei“. Sie hält Ausschau nach Spucksündern.

Inhalte der Ausbildung

Die Ausbildung zum Polizeivollzugsbeamten der Bundespolizei im mittleren Dienst – auch Vorbereitungsdienst genannt – findet hauptsächlich an Aus- und Weiterbildungszentren der Bundespolizeiakademie statt und besteht aus fachtheoretischen sowie fachpraktischen Inhalten.

Fachtheoretische Ausbildungsinhalte

Die fachtheoretischen Inhalte des Vorbereitungsdienstes geben dir das notwendige Hintergrundwissen, das du in deinem Beruf als Polizeivollzugsbeamter benötigst. Du wirst dich also mit allerhand Rechtsgrundlagen auseinandersetzen müssen, denn als Polizist musst du deine Rechte und Pflichten ganz genau kennen. Vor allem musst du schnell Entscheidungen treffen, ohne vorher immer Rückfragen zu stellen, ob du dies oder jenes überhaupt darfst.  Somit gehören also Staats- und Verfassungsrecht, Straf- und Strafprozessrecht, Polizei- und Ordnungsrecht, Ordnungswidrigkeitenrecht und Öffentliches Dienstrecht zu deinen Ausbildungsinhalten. Auch Führungslehre und Psychologie sowie Einsatzlehre und Kriminalistik sind wichtige Themen. Vielleicht hast du auch schon davon gehört, dass Polizisten körperlich fit sein sollten. Sport spielt in deiner Ausbildung eine große Rolle. Auf Schnelligkeit und Kraft kommt es an. Außerdem solltest du die Fächer Deutsch und Englisch nicht unterschätzen. Du wirst nicht nur von einem Einsatz in den nächsten geschickt, sondern musst auch zwischendurch Protokolle und Berichte verfassen. Englischkenntnisse sind bei internationalen Einsätzen unverzichtbar.

Fachpraktische Ausbildungsinhalte

Die fachpraktischen Ausbildungsinhalte deines Vorbereitungsdienstes durchläufst du bei den Bundespolizeibehörden und ihren Dienststellen. Du lernst dort, mit Waffen umzugehen und sie verantwortungsvoll einzusetzen. Eine Einsatzausbildung ist die Grundlage deiner späteren Aufgaben. Anhand von gestellten Szenarien erlernst du zunächst wie du dich bei Einsätzen richtig und selbstsicher verhältst. Dazu gehört auch ein Verhaltenstraining. Der Dienstsport bildet ebenso eine wichtige praktische Komponente des Vorbereitungsdienstes.

Ablauf der Ausbildung

Die Ausbildung zum Polizeivollzugsbeamten der Bundespolizei im mittleren Dienst erfolgt als „Vorbereitungsdienst“. So nennt man die Ausbildung zur Vorbereitung auf eine Beamtenlaufbahn. Diese Ausbildung umfasst neben fachtheoretischen Inhalten auch fachpraktische Ausbildungsabschnitte, wie zum Beispiel Einsatzpraktika.

Hilfreiche Fähigkeiten
  • Teamfähigkeit
  • Kommunikationsfähigkeit

Wie gut passt der Beruf Polizeivollzugsbeamter Bundespolizei im mittleren Dienst zu dir?

Wenn du in deinem Beruf gerne Karriere machen möchtest, ist der Beruf Polizeivollzugsbeamter Bundespolizei im mittleren Dienst genau der richtige für dich.
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Polizeivollzugsbeamter Bundespolizei im mittleren Dienst-Quiz
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