Fachkraft für Lagerlogistik bei der Arbeit ©Ahrens+Steinbach Projekte

Ausbildung
Fachkraft für Lagerlogistik (m/w/d)

Bildungsweg
Duale Ausbildung
Empfohlener Schulabschluss
Hauptschulabschluss
Ausbildungsdauer
3 Jahr(e)
Ausbildung Logistik bei der Popken Fashion Group
Patrick Kobierski, Ausbildung Fachkraft Lagerlogistik

Fachkräfte für Lagerlogistik arbeiten in Speditionen sowie in Industrie- und Handelsbetrieben. Sie lagern, kontrollieren, kommissionieren und versenden Güter unterschiedlichster Art.

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Deine Tätigkeiten

Ob in Hochregalen, Containern oder Fässern – jedes Transportunternehmen, jeder Industrie- und Handelsbetrieb muss seine verschiedenen Waren und Rohstoffe lagern und für den Versand, den Verkauf oder die Verarbeitung vorbereiten. Als Fachkraft für Lagerlogistik weißt du genau, was bei der Lagerung zu beachten ist und wie du Waren fachgerecht für den Transport vorbereitest.

Warenannahme

Rücksendung, Reklamation oder die Anlieferung von Rohstoffen – all diese Prozesse müssen gut koordiniert und durchdacht sein. Erst einmal kontrollierst du bei eingehender Ware den Lieferschein. Du prüfst die Ware stichprobenartig auf Vollständigkeit und Mängel. Hat der Kunde wirklich alle Teile wieder zurückgeschickt? Ist die Ware unbeschädigt und kann problemlos wieder eingelagert werden? Bevor die Ware ins Lager zurückgeht, muss erst einmal der Lagerort elektronisch bestimmt und angegeben werden. Dazu scannst du den Warencode anhand eines Datenerfassungsgeräts. Der Computer weist dir einen Lagerort zu. Die Ware kann nun anhand des Systems schnell wiedergefunden werden und geht nicht zwischen den Regalen verloren.

Lagerung

Es werden aber nicht nur Rücksendungen wieder eingelagert, sondern auch eingehende Ware, die das Unternehmen, für das du arbeitest, weiterverarbeitet oder weiterverkauft. Als Fachkraft für Lagerlogistik organisierst du die Entladung von LKWs. Als Hilfsmittel dienen dir Gabelstapler, Brückenkräne oder auch Beförderungsbänder und automatische Sortieranlagen. Mit dem Computer und Datenerfassungsgeräten werden die Prozesse dokumentiert: Welche Artikel wurden angeliefert? Gibt es Mängel? Welche Lagerbedingungen müssen beachtet werden? Besonders bei Lebensmitteln und anderen leicht verderblichen Waren, bei zerbrechlichen Waren und bei Gefahrgütern musst du unbedingt die Bestimmungen zur fachgerechten Lagerung beachten. Nicht alle Artikel sind zum Beispiel stapelbar. Manche Artikel brauchen eine bestimmte Temperatur, andere eine bestimmte Luftfeuchtigkeit. Und nicht jedes Regal hält jedes Gewicht aus.

Transport

Transportiert werden Waren innerhalb der Lagerhalle oder des Kühlhauses und ausgehende Waren. Für die Beladung eines LKWs oder eines Schiffscontainers zum Beispiel steuerst du per Computer verschiedene Lagerorte an und stellst die Waren aus dem Lager für einen Auftrag zusammen. Das nennt man Kommissionierung. Mithilfe von Gabelstaplern oder Brückenkränen werden die Güter versandfertig gemacht und verladen. Hast du auch alle Bestimmungen berücksichtigt? Sicherheitsbestimmungen, Zollvorschriften, Umweltschutzrichtlinien – es gibt Vieles zu beachten! Du hast eine hohe Verantwortung, wenn es darum geht, dass Güter sicher von einem Ort zum anderen gelangen.

Inhalte der Ausbildung


Die Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik findet in der Regel in der Form einer dualen Ausbildung statt. Du wirst also den einen Teil als theoretischen Unterricht in der Berufsschule verbringen und den anderen Teil als praktischen Unterricht in deinem Ausbildungsbetrieb.

Schulische Ausbildungsinhalte

In der Berufsschule lernst du Grundlagen der Logistik, wie zum Beispiel die Lagerung, Kontrolle, Bearbeitung, den Versand und den Transport von Gütern. Besonders die Handhabung von Gefahrgütern, gefährlichen Arbeitsstoffen, Zollgut und verderblicher Ware erfordert allerhand rechtliches Grundwissen. Wichtige Schulfächer sind außerdem Mathe, Deutsch und Englisch. Besonders im Wareneingang und –ausgang benötigst du Englisch zur Verständigung mit ausländischen Lieferanten und Fernfahrern. Sicherheit in der deutschen Rechtschreibung ist unbedingt erforderlich zum Ausfüllen von Lieferscheinen und anderen Dokumenten der Logistikbranche.

Betriebliche Ausbildungsinhalte

Der Ausbildungsbetrieb macht dich fit für den Beruf, denn dort verknüpfst du die gelernten theoretischen Inhalte mit der Praxis. Du erfährst, wie man seine Arbeit organisiert, sodass sie möglichst effizient ist. Wie werden Güter kontrolliert und wie prüft man die Begleitpapiere? Wie erstellt man gegebenenfalls Fehlerprotokolle? Und was muss man beim Versand von Zollgütern beachten? Auf all diese Fragen wirst du schon bald eine Antwort geben können.

Besonderheiten


Die duale Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik kann sowohl in Industrie und Handel als auch im Handwerk absolviert werden.



Voraussetzungen


Bist du

  • teamfähig?
  • körperlich fit?
  • zuverlässig?
  • bereit, in Lagerhallen oder Kühlhäusern zu arbeiten?
  • schnell?

Hast du

  • ein Organisationstalent?
  • Koordinationsfähigkeit?
  • ein räumliches Vorstellungsvermögen?
  • die Fähigkeit, logisch zu denken?
  • ein gutes Zahlengedächtnis?
  • Interesse an wirtschaftlichen Vorgängen?

Dann sollte dich von einer Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik nichts und niemand mehr abhalten.

Unternehmen verlangen zudem als schulische Voraussetzung einen Hauptschulabschluss oder einen Realschulabschluss.

Wenn du noch Zweifel hast, ob du die persönlichen Anforderungen erfüllst, mach doch mal den Test.

Quellen:
Bei der Recherche für unsere Berufsbilder verwenden wir die Informationen von der Bundesagentur für Arbeit
sowie dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie .

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