Arbeit eines Bodenlegers ©Pixabay Public Domain

Ausbildung
Bodenleger (m/w/d)

Bildungsweg
Duale Ausbildung
Empfohlener Schulabschluss
Hauptschulabschluss
Ausbildungsdauer
3 Jahr(e)
Deine Zukunft als Bodenleger
Das Portrait des Bodenlegers
Berufseinstieg Praktikum
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Bodenleger verlegen Fußbodenbeläge jeder Art, wie z.B. Teppich-, Holz-, PVC- und Laminatböden. Zudem sorgen sie für die Instandhaltung und -setzung von Bodenbelägen.

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Was macht ein Bodenleger ?

Klar, Bodenleger verlegen Böden. Das kann man sich denken. Aber ist es wirklich so einfach, wie sich das anhört? Nein! Zu den Arbeiten des Bodenlegers gehört noch viel mehr als nur die verschiedenen Beläge am Boden zu befestigen. Wie ein Tagesablauf aussehen könnte und was du in deiner Ausbildung als Bodenleger alles erwarten kannst, erfährst du hier!

Beratung und Gestaltung

8 Uhr morgens - das Telefon klingelt. Frau Schmidt ruft an und möchte einen Termin für eine Beratung haben. Für das neue Haus müssen die Böden ausgewählt und geschaut werden, welche Materialien am besten verwendet werden können. Kein Problem, gleich am nächsten Tag machst du mit Frau Schmidt einen Termin aus, um ihr bei der Gestaltung der Bodenbelege beiseite zu stehen. Schnell in den Kalender eingetragen und los geht's zum ersten Kunden an diesem Tag.

Vorbereitungen und Vermessungen

Die Familie Meier möchte in ihrem Wohnzimmer den Teppich durch Parkett austauschen. Damit du den Materialbedarf bestimmen kannst, musst du zunächst die Räume ausmessen sowie Verlegepläne skizzieren und erstellen. Auch der Untergrund muss geprüft werden: Ist der Boden ausgeglichen oder muss eine Unterbodenkonstruktion erstellt werden? Wird eine Schalldämpfung benötigt oder muss auf eine Bodenheizung geachtet werden? Sind diese Fragen geklärt, geht es zunächst zurück ins Büro. Dort bereitest du alles für die Verlegung vor.

Böden verlegen

Ist das getan, geht es schon zum nächsten Kunden. Hier ist schon alles vorbereitet und nach einer gründlichen Reinigung des Untergrunds kann die Verlegung des neuen Teppichbodens beginnen. Zunächst wird der Teppich auf die passenden Maße zugeschnitten, dann geht es ans Verkleben. Um zu gewährleisten, dass der Teppich auch wirklich am Untergrund klebt, musst du als Bodenleger den passenden Klebstoff ausgewählt und ihn richtig aufgetragen haben. Ist das getan und der Teppich liegt fest und ohne Stolperfallen am Boden, muss der Feinschliff gemacht werden. Dazu gehört, dass du die Kanten noch einmal nachbearbeitest und diese befestigst, um ein sauberes Ergebnis zu bekommen. Wenn alles sitzt, muss der Bodenbelag nur noch vom Dreck der Handwerksarbeiten befreit werden.

Verwaltung und Instandhaltung

Der Kunde ist zufrieden und so geht es zurück ins Büro, wo du die heutigen Arbeiten und Materialien für den Kunden dokumentierst, die Rechnung erstellst, diese versandfertig machst und deine benutzten Werkzeuge reinigst. Kurz vor Feierabend klingelt das Telefon erneut - ein Termin für eine Instandsetzung eines alten Parkettbodens muss vereinbart werden. Das ist schnell getan und so kannst du nach einem anstrengenden Tag in den wohlverdienten Feierabend starten.

Inhalte der Ausbildung


Durch die duale Ausbildung zum Bodenleger absolvierst du deine Ausbildung nicht nur in der Berufsschule. Stattdessen wechselst du zwischen Ausbildungsbetrieb und Berufskolleg, sodass du sowohl schulische als auch praktische Inhalte vermittelt bekommst.

Schulische Ausbildungsinhalte

In der Schule wird vor allem theoretisch behandelt, wie das Verlegen von verschiedenen Bodenbelägen abläuft. Neben dem "Wie?" wird auch die Frage "Was?" erklärt, denn auch das Thema Materialkunde wird ausführlich durchgesprochen. So weißt du, worauf es bei den verschiedenen Materialien ankommt, welche Stoffe am besten geeignet sind, um den Belag am Boden zu fixieren usw.

Betriebliche Ausbildungsinhalte

Nachdem du in der Schule die Theorie vermittelt bekommst, wird diese im Betrieb in die Praxis umgesetzt. Bereits vom ersten Tag an bist du voll dabei. Natürlich darfst du zunächst nur kleinere Aufgaben, wie die Vorbereitung eines Arbeitsplatzes oder die Wartung von Werkzeugen übernehmen. Je mehr Erfahrungen du jedoch gemacht hast, desto mehr wirst du mit einbezogen und darfst dann auch schon bei der Verlegung von Böden, der Kundenberatung und Verwaltung helfen.

Besonderheiten


Die Ausbildung zum Bodenleger kannst du sowohl als duale Ausbildung als auch in Form einer schulischen Ausbildung machen. In der schulischen Ausbildung zum Bodenleger hast du keinen Ausbildungsbetrieb, sondern schaust in mehreren Praktika in die Arbeitsabläufe mehrerer Betriebe hinein.



Wie werde ich Bodenleger ?


Um die Ausbildung zum Bodenleger beginnen zu können, solltest du einige Fähigkeiten und Interessen mitbringen, damit dir die Arbeit auch Freude bereitet. Dazu gehören:

  • Handwerkliches Geschick
  • Räumliches Vorstellungsvermögen
  • Beobachtungsgenauigkeit
  • Rechenfertigkeiten zum Berechnen von Flächen und des Materialbedarfs
  • Mündliche Kommunikationsfähigkeit
  • Sorgfalt

Zudem solltest du Spaß an praktischen Tätigkeiten und keine Scheu vor körperlicher Arbeit haben. Mach doch einfach einmal unseren Berufstest und finde heraus, ob der Beruf des Bodenlegers der richtige für dich ist!

Ein bestimmter Schulabschluss ist für die Ausbildung zum Bodenleger übrigens nicht vorgeschrieben, jedoch werden die meisten Auszubildenden mit einem Hauptschulabschluss eingestellt.


Quellen:
Bei der Recherche für unsere Berufsbilder verwenden wir die Informationen von der Bundesagentur für Arbeit
sowie dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie .

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