Aufbau einer Stellenanzeige: Die 9 wichtigsten Elemente

Bei der Suche nach einem freien Ausbildungsplatz oder einem dualen Studium durchforstest du in der Regel viele Stellenanzeigen. Falls du eine Ausschreibung interessant findest, lies dir diese – am besten mehrmals - aufmerksam durch. Bei der Analyse wirst du schnell feststellen, dass der Aufbau von Ausbildungsangeboten immer dem gleichen Schema folgt. Wie ausführlich die einzelnen Informationen dargestellt werden, ist dabei jedem Ausbildungsbetrieb selbst überlassen.

1. Stellenbezeichnung: Ganz oben steht der Jobtitel bzw. die Berufsbezeichnung wie „Ausbildung Produktionsfachkraft Chemie (m/w/d)“ oder „Duales Studium – Wirtschaftsinformatik (m/w/d)“. Der Zusatz (m/w/d) steht dabei für männlich, weiblich und divers und besagt, dass Bewerbungen von allen Geschlechtern gleichermaßen willkommen sind.
Bewerbungstipp: Manchmal steht neben der Stellenbezeichnung auch eine Referenznummer bzw. Kennziffer. Gib diese bei deiner Bewerbung am besten direkt im Betreff an, damit der Personaler deine Bewerbung richtig zuordnen kann.

2. Eintrittstermin: Ausbildungsgänge bzw. duale Studiengänge beginnen in der Regel zum 1. August oder 1. September. Doch welches Jahr? Suchst du einen Ausbildungsplatz für 2024 oder schon für 2025?
Bewerbungstipp: Gib in deiner Bewerbung an, für welchen Ausbildungsbeginn bzw. für welches Jahr du dich bewirbst, z. B. so: Bewerbung um einen Ausbildungsplatz als Bankkauffrau zum 01.08.2024, Referenz-Nr: AUBI-ABXY2024. So kann der Personaler deine Bewerbung noch besser zuordnen!

3. Unternehmensbeschreibung: Hier bekommst du Informationen über den Ausbildungsbetrieb wie Unternehmensgröße, Branche, Produkte, Dienstleistungen. Standorte etc. Bewerbungstipp: Häufig beinhaltet die Unternehmensbeschreibung auch Informationen zu den Werten des Ausbildungsbetriebs und seinem Engagement für die Gesellschaft und die Umwelt – so kannst du feststellen, ob du dich mit dem Ausbildungsbetrieb identifizieren kannst.
Tipp: Auch auf Arbeitgeberauszeichnungen kannst du achten. Das Gütesiegel BEST PLACE TO LEARN steht beispielsweise für eine besonders gute Ausbildungsqualität.

4. Aufgaben und Inhalte der Ausbildung: In diesem Absatz steht, was genau deine Tätigkeiten sein werden und welche Ausbildungsinhalte dir vermittelt werden. Alternative Überschriften sind auch „Tätigkeitsbeschreibung“, „Ihre Herausforderung“ oder „Was dich erwartet“. Auch Informationen zu Organisation und Ablauf der Ausbildung findest du in diesem Abschnitt. 
Bewerbungstipp: Frag dich beim Lesen der Stellenanzeige, ob du dir die Tätigkeiten gut für dich vorstellen kannst und sie dir zutraust. Wenn du bereits ähnliche Aufgaben ausgeführt hast, beispielsweise in Praktika oder Ferienjobs, solltest du diese unbedingt in deinen Bewerbungsunterlagen aufgreifen.

5. Anforderungen, Voraussetzungen und Qualifikationen: Andere Bezeichnungen für diesen Abschnitt sind auch „Ihr Profil“, „Was wir erwarten“ oder „Was Sie auszeichnet“. Darin steht, was für einen Schulabschluss du mitbringen sollst und welche Qualifikationen sonst noch gewünscht sind.
Wichtig: Bei den Voraussetzungen und Qualifikationen unterscheidet man zwischen Muss- und Kann-Anforderungen. An welchen Formulierungen du diese erkennst, liest du im nächsten Abschnitt. Grundsätzlich kann man aber sagen, dass die Anforderungen in aller Regel hierarchisch angeordnet sind. Das heißt: Die Wichtigsten stehen ganz oben, die weniger wichtigen Anforderungen unten.

6. Ausbildungsvergütung, Benefits und weitere Leistungen des Ausbildungsbetriebs: Klar, dass du bereits anhand der Stellenbeschreibung erfahren möchtest, was dir als Azubi geboten wird. Deshalb wird dieser Abschnitt häufig auch mit „Das bieten wir dir“ oder einer anderen Formulierung überschrieben. Bei vielen Ausbildungsbetrieben bekommst du zusätzlich zu deiner Ausbildungsvergütung noch Urlaubs- und/oder Weihnachtsgeld, Büchergeld, Fahrtkostenzuschuss oder Jobticket, vermögenswirksame Leistungen (VL) und betriebliche Altersvorsorge (bAV). 
Tipp: Schaue aber nicht nur auf das Geld, sondern auch darauf, was dir der Ausbildungsbetrieb sonst noch bietet, z. B. freie Pausengetränke, Obst und Snacks sowie Sport- und Gesundheitsangebote. Auch Paten- und/oder Mentorenprogramme, Azubi-Projekte und betriebsinterner Unterricht, z. B. zur Prüfungsvorbereitung, sind gute Benefits, von denen du als Azubi profitierst.

7. Perspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten: „Welche Zukunftschancen bietet mir der Ausbildungsbetrieb?“ Da viele Bewerberinnen und Bewerber früher oder später diese Frage stellen, wird sie immer mehr bereits in der Stellenanzeige beantwortet. Bei Ausbildungsgängen kann das ein Hinweis auf eine Übernahme nach der Ausbildung und/oder Weiterbildungsmöglichkeiten wie Meister, Techniker oder Fachwirt sein.

8. Bewerbung: Am Ende der Stellenanzeige erfolgt eine Angabe zu den gewünschten Bewerbungsunterlagen und dem gewünschten Bewerbungsweg. 
Bewerbungstipp: Vollständige Bewerbungsunterlagen bestehen aus Anschreiben, Lebenslauf, den letzten zwei Schulzeugnissen, Praktikumsbescheinigungen und sonstigen Qualifikationsnachweisen; ein Deckblatt ist optional. Bewerbungswege können sein: per Post, per E-Mail, per Online-Formular oder per Video.

9. Ansprechpartner: Ebenfalls steht in der Stellenanzeige ein Ansprechpartner, an den du dich bei Rückfragen wenden kannst und an den du deine Bewerbung adressierst. Bewerbungstipp: Falls diese Angabe fehlt, solltest du beim Ausbildungsbetrieb anrufen und nachfragen, denn Bewerbungen an „Sehr geehrte Damen und Herren“ zu adressieren, ist ein absolutes No-Go!

Noch mehr Bewerbungstipps gibt’s hier im Ausbildungsportal unter aubi-plus.de/bewerbung/

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Wie du Muss- und Kann-Anforderungen richtig unterscheidest

Wie du bereits gemerkt hast, sind die Informationen aus der Stellenanzeige für die Erstellung deiner Bewerbung sehr wichtig. Insbesondere auf die Muss- und Kann-Anforderungen solltest du als Bewerberin bzw. Bewerber in deinem Anschreiben und Lebenslauf eingehen.

Muss-Anforderungen: Must-haves für Bewerberinnen und Bewerber

Sogenannte Muss-Anforderungen sind für die ausgeschriebene Stelle absolut notwendig und werden schnell zum K-O.-Kriterium, weshalb du diese als Bewerberin bzw. Bewerber auch mitbringen solltest. Bei Ausbildungen ist ein bestimmter Schulabschluss beispielsweise häufig eine Muss-Anforderung. In der Regel werden Muss-Anforderungen an erster Stelle genannt, unter Verwendung von bestimmten Formulierungen wie:

  • „Sie bringen … mit“
  • „...sind erforderlich“
  • „Voraussetzungen sind…“
  • „Wir erwarten …“
  • Auch Wörter wie „notwendig“, „unabdingbar“ oder „zwingend“ helfen dir, Muss-Anforderungen ausfindig zu machen.

Nice to have: Kann-Anforderungen

Kann-Anforderungen hingegen sind gewünschte Qualifikationen seitens des Unternehmens. Diese bilden keine notwendige Voraussetzung für die Ausbildung und sind an folgenden Formulierungen zu erkennen:

  • „Wünschenswert…“
  • „Idealerweise…“
  • „Erste Erfahrungen im Bereich…“
  • „… sind von Vorteil“
  • „… runden Ihr Profil ab“

Ein gutes Beispiel für eine Kann-Qualifikation ist eine erste Berufserfahrung, die du als angehender Auszubildender beispielsweise durch ein Schülerpraktikum oder eine Ferienarbeit erfüllen kannst. 

Bewerben oder nicht?

Wenn du beim Analysieren der Stellenanzeige merkst, dass du nicht alle Anforderungen mitbringst, ist das meist kein Weltuntergang, denn kaum jemand erfüllt diese wirklich zu 100 Prozent. Wenn du das Gefühl hast, die wesentlichen Voraussetzungen mitzubringen, solltest du den Mut haben, dich zu bewerben! 

Tipp: Notiere die Muss- und Kann-Anforderungen auf einem Blatt. Anschließend kannst du dein Anschreiben gezielt auf das Unternehmen und die Stelle ausrichten und die gewünschten Anforderungen mit Beispielen aus deinem bisherigen Werdegang untermauern. Mit einer individuellen Bewerbung, die sich konkret auf das Stellen- bzw. Ausbildungsangebot bezieht, kannst du dich so von Mitbewerbern abheben und deine Chancen auf ein Vorstellungsgespräch beim Ausbildungsbetrieb erhöhen.

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