Als Immobilienkaufmann schaltest du zum Beispiel anzeigen im Internet. ©Pixabay Public Domain

Ausbildung
Immobilienkaufmann (m/w/d)

Bildungsweg
Duale Ausbildung
Empfohlener Schulabschluss
Fachhochschulreife
Ausbildungsdauer
3 Jahr(e)
Vonovia Azubi Philipp F. aus Bochum über die erste eigene Wohnung
Vonovia Azubi Vanessa L. über ihr Zuhause
Vonovia Auszubildende Celina T. über das Zuhause
Vonovia Azubispot Mein Zuhause Dominik F.

Immobilienkaufleute sind viel mehr als nur Immobilienmakler. Neben der Wohnraumvermittlung planen und betreuen sie Bauprojekte, arbeiten Finanzierungsmöglichkeiten aus und sind auch für die Wirtschafts- und Finanzplanung für Häuser- oder Wohnkomplexe zuständig.

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Was macht ein Immobilienkaufmann ?

Was gibt es Schöneres als einem frisch verliebten Paar die Schlüssel ihrer ersten gemeinsamen Wohnung zu übergeben? Doch das ist nur ein Teil deiner Tätigkeiten als Immobilienkaufmann. Dein Aufgabenspektrum reicht weit darüber hinaus. Schau doch mal:

Kundenbetreuung

Die Kundenbetreuung ist das eine. Als Immobilienkaufmann verfolgst du als Vertreter deines Unternehmens natürlich zum einen wirtschaftliche Ziele. Zum anderen bist du aber auch verständnisvoll und interessiert, wenn es um Wünsche, Anregungen und auch Kritik und Schadensmeldungen der Mieter oder Wohnungseigentümer geht. Bevor du ein Objekt verkaufen oder vermieten kannst, gibt es viel zu tun. Eventuelle Vormieter müssen das Feld räumen, ggf. Handwerker beauftragt werden, die der Wohnung einen neuen Anstrich verpassen oder eventuelle Schäden reparieren. Als Immobilienkaufmann legst du großen Wert darauf, dass die Wohnräume, die du verkaufst oder vermietest, richtig gut in Schuss sind. Wohnqualität ist immer auch Lebensqualität. Dazu gehören nicht nur die Wohnung oder das Haus, sondern auch das Grundstück, der Außenbereich und anliegende Grundstücke. Der Garten sollte zum Sonnenbad einladen und der Spielplatz, der zur Wohnanlage gehört, muss die rechtlichen Sicherheitsvorkehrungen erfüllen und alles haben, was Kinder sich so wünschen. Du kalkulierst Mietpreise und schaltest schließlich die Anzeigen. Per Telefon beantwortest du Fragen zur Lage, zum Grundriss und zur Innenausstattung der Wohnung. Dann ist es Zeit für die Besichtigung. Als Immobilienkaufmann hast du ein besonderes Gespür dafür, wonach der Kunde sucht und kannst individuell auf dessen Wünsche eingehen. Der Kunde, den du heute herumführst, scheint großen Wert darauf zu legen, in einer ruhigen Umgebung zu sein, in der er der Natur nahe ist. Du zeigst ihm also zu allererst den großen Balkon, der zum anliegenden Park hin ausgerichtet ist. Eine Ruhe-Oase – da kann man sich so richtig wohlfühlen! Und schon hast du den Kunden auf deiner Seite.

Verwaltung und Planung

Du bist zwar viel unterwegs, um dir Objekte anzusehen, sie zu bewerten, sie Kunden zu zeigen, Schäden zu begutachten und mit Mietern zu sprechen, einen Teil deiner Arbeitszeit verbringst du aber auch im Büro. Dort wickelst du zum Beispiel die Wirtschafts- und Finanzplanung deines Wohnungsbauunternehmens, Immobilienentwicklerbetriebes oder Immobilienmaklerunternehmens ab. Was wird das Bauvorhaben, das deine Firma betreut, in etwa kosten? Wie werden die Mieten daraus berechnet? Welche rechtlichen Grundlagen müssen bei einer Wohnungsübernahme beachtet werden? Wie wird eine Kündigung abgewickelt? An welche Handwerker leitest du die Schadensmeldungen von Mietern weiter? Was bedeutet es, ein Grundstück zu verpachten und welche Rechte und Pflichten ergeben sich daraus? Wie hoch waren die Kosten für Wasser, Heizung, Müll und Strom in einer Wohnanlage in diesem Jahr? Du behältst den Überblick über Zahlen, Daten, Fakten und kannst jederzeit auf alle Informationen zugreifen – dank deines großen Organisationstalents!

Bauen für die Zukunft

Als Immobilienkaufmann bist du auch gefragt, wenn es um die Begleitung und Koordination von Bauvorhaben geht oder um Sanierungs- und Modernisierungsprojekte. Du kalkulierst die Kosten und erarbeitest Finanzierungsmöglichkeiten. Dazu holst du dir zum Beispiel Darlehensangebote ein und vergleichst sie. Mit Behörden klärst du ggf. rechtliche Fragen, zum Beispiel zum Baurecht oder Grundstücksrecht. Während das Bauprojekt für das neue Bürogebäude in vollem Gang ist, müssen Kaufinteressenten und Mieter gefunden werden. Marketing, Marketing und nochmals Marketing. Du weißt genau, worauf es ankommt, um geeignete Interessenten anzusprechen.

Inhalte der Ausbildung


Schulische Ausbildungsinhalte

Deine wichtigsten Schulfächer lauten Mathe, Wirtschaft und Deutsch. Auch an rechtlichen Grundlagen zum Mietrecht, Baurecht, Grundstücksrecht und Steuerrecht kommst du nicht vorbei. In Mathe lernst du, Finanzierungspläne zu erstellen und Preise zu kalkulieren. Wie du Miet- und Baubuchhaltung führst und Jahresabschlüsse abwickelst, lernst du in Wirtschaft. Deutsch vermittelt dir wichtige Kenntnisse, um Verträge aufzusetzen und Verkaufsverhandlungen erfolgreich zu führen. Um Mietanzeigen zu schreiben, bedarf es natürlich unbedingt einer makellosen Rechtschreibung. Auch Englisch wirst du später brauchen, zum Beispiel bei internationalen Bauprojekten.

Betriebliche Ausbildungsinhalte

Im Betrieb lernst du die verschiedenen Abteilungen und Tätigkeiten deines Unternehmens kennen. Du sammelst Erfahrungen in Kundengesprächen – zunächst simuliert, dann in echten Situationen. Wie Rechnungen erstellt werden, Immobilien beurteilt werden, Mietpreise kalkuliert oder Mietpreisveränderungen umgesetzt werden, lernst du Schritt für Schritt, sodass du am Ende deiner Ausbildung kompetent genug bist, all diese Tätigkeiten selbstständig auszuführen.

Besonderheiten


Die Ausbildung zum Immobilienkaufmann findet in der Regel als duale Ausbildung statt. Das hat den Vorteil, dass du die gelernten Inhalte der Berufsschule direkt in deinem Ausbildungsbetrieb auf die Probe stellen kannst. Du bist von Anfang an auch in der Kundenbetreuung tätig und sammelst Erfahrungen in Kauf- und Verkaufsverhandlungen sowie in Beratungsgesprächen und bei Besichtigungsterminen. In der schulischen Ausbildung zum Immobilienkaufmann hingegen lernst du zunächst die Theorie und wendest sie in verschiedenen Praxisphasen während deiner Ausbildung in der Praxis an.

Die Betriebe haben sich meist auf bestimmte Bereiche spezialisiert. Als Auszubildender zum Immobilienkaufmann wirst du je nach Betrieb auch in diesem Bereich ausgebildet. Es könnte zum Beispiel Gebäudemanagement, Bauprojektmanagement, Wohnungseigentumsverwaltung, Maklergeschäfte oder Steuerung und Kontrolle im Unternehmen sein.



Wie werde ich Immobilienkaufmann ?


Du solltest

  • auf Menschen zugehen können
  • freundlich und höflich sein
  • Verständnis und Empathie für die Probleme und Wünsche anderer Menschen zeigen können
  • geschickt im Umgang mit Zahlen und Fakten sein
  • wirtschaftliches Interesse habe

    Wenn du erfahren möchtest, ob du das Zeug zum Immobilienkaufmann hast, mach doch mal den Test.

Schulische Voraussetzung

Viele Unternehmen stellen Bewerber mit Fachabitur oder Abitur ein. Du kannst dich aber auch mit anderen Schulabschlüssen bewerben.


Quellen:
Bei der Recherche für unsere Berufsbilder verwenden wir die Informationen von der Bundesagentur für Arbeit
sowie dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie .

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