Wie werde ich Headhunter?

Voraussetzungen für den Beruf Headhunter

Als Personalberater benötigst du vor allem eine Eigenschaft: Ehrgeiz! Denn Arbeitnehmer von anderen Firmen abzuwerben, ist gar nicht so leicht. Du musst hartnäckig sowie überzeugend sein und selbstverständlich eine sehr gute Kommunikationsfähigkeit mitbringen, um deine Argumente auch bestmöglich zu verpacken. Zusätzlich gehört es dazu, sich in Bewerber und Kunden hineinversetzen zu können sowie in der Lage zu unternehmerischem Handeln zu sein – schließlich ist Personalrecruiting und -entwicklung mit einer Menge Geld verbunden.

Die persönlichen Voraussetzungen für die Arbeit als Headhunter im Überblick:

  • Sehr gute Kommunikationsfähigkeit und Redegewandtheit
  • Hartnäckigkeit
  • Überzeugungskraft
  • Empathie
  • Spaß an Herausforderungen
  • Unternehmerisches Denken und Handeln
  • Guter Umgang mit sozialen Netzwerken

Die Ausbildung zum Headhunter

Eine klassische Ausbildung zum Headhunter gibt es leider nicht. Stattdessen führt der Weg zu dem begehrten Job meistens über ein Studium im Bereich Psychologie oder Personalmanagement, aber auch ein BWL-Studium mit Schwerpunkt Personal ist nützlich. Doch ein einfacher Bachelor reicht da oft nicht aus. Zusätzlich zu deinem Masterabschluss musst du bereits einige Praktika im Bereich Active Recruiting sowie Personalberatung absolviert haben. Nun musst du es nur noch schaffen, einen Job in einem Personalberatungsunternehmen zu erlangen, wo du den Beruf von der Basis an erlernen kannst. Trainee-Stellen und Praktika für Absolventen sind dafür eine gute Möglichkeit.

Auch mit einer Aus- sowie Weiterbildung im Personalbereich kannst du Headhunter werden. Allerdings solltest du dann bereits einige Jahre Berufserfahrung in der HR Beratung mitbringen, um einen der begehrten Headhunter-Jobs zu bekommen. Ausbildungen, die als Grundlage für die Arbeit als Headhunter nützlich sind, sind beispielsweise die Ausbildung zum Personaldienstleistungskaufmann oder klassische wirtschaftliche Lehrberufe wie der zum Industriekaufmann.

Übrigens ist es dir mit einiger Erfahrung als Personalberater auch möglich, selbstständig zu werden und deine eigene Personalberatungsfirma zu gründen.

Alternative Ausbildungen zum Beruf Headhunter

Das Berufsbild des Headhunters findest du ganz interessant, aber du hast keine Lust, den langen Weg über das Studium zu gehen? Oder aber du findest Teile des Jobs gut, kannst dich aber nicht mit allen Aufgaben des Personalberaters anfreunden? Diese Ausbildungen stellen eine gute Alternative zum Job dar.

Personaldienstleistungskaufmann

Die Ausbildung zum Personaldienstleistungskaufmann bildet nicht nur eine gute Grundlage für den Headhunterberuf, sondern bietet auch einige weitere Möglichkeiten, im Personalbereich zu arbeiten. So kümmerst du dich hier um die Personalgewinnung, die Personalvermittlung sowie um die Personalbetreuung und -entwicklung. 

Industriekaufmann

Auch die Lehre zum Industriekaufmann eignet sich für eine erste Basis für den Headhunterjob. Allerdings erhältst du hier nicht nur in den Personalbereich, sondern auch in viele weitere Bereiche einen Einblick und kannst beispielsweise im Vertrieb oder Einkauf deine Kommunikationsstärke und Hartnäckigkeit unter Beweis stellen.

Selbstverständlich gibt es noch einige weitere kaufmännische Berufe, mit denen du die Möglichkeit hast, in den Personalbereich einzusteigen.

Was macht ein Headhunter?

Keine Sorge, der Beruf des „Kopfjägers“ hat glücklicherweise nichts mit Waffen zu tun. Als Headhunter bist du schwerpunktmäßig im Bereich der Personalberatung und -auswahl tätig, kannst deine Kunden aber auch bei der Personalentwicklung beraten und unterstützen. Doch wie gehst du als Headhunter bei der Suche nach interessanten Kandidaten überhaupt vor?

Passende Kandidaten finden

Deine Hauptaufgabe ist es, das passende Personal für ein Unternehmen zu finden und dieses anzuwerben. Anders als das die normale Personalabteilung im Unternehmen für gewöhnlich macht, wartest du als Personalberater also nicht nur auf Bewerbungen, sondern gehst aktiv auf die Suche nach interessanten Kandidaten (genannt Active Sourcing), z. B. über Social Media bzw. Business-Netzwerke wie Xing oder LinkedIn. Um herauszufinden, ob eine Person interessant für die offene Stelle ist, musst du ihr Profil genau analysieren. Hat der Kandidat bereits ausreichend Berufserfahrung im relevanten Bereich gesammelt? Bringt er die richtigen Fähigkeiten mit? Ist er in der Lage, die Aufgaben zu bewältigen oder sogar ein Team zu führen? Die bisherigen Qualifikationen und Anstellungen des Kandidaten, die er über Social Media preisgibt, geben dir auf diese Fragen einen ersten guten Eindruck.

Kandidaten überzeugen und anwerben

Wenn du mehrere interessante Kandidaten gefunden hast, erstellst du für deinen Kunden eine Übersicht mit allen für den Beruf wichtigen Fakten zur Person. Als Personalberater setzt du dich nun nämlich mit deinem Kunden zusammen und besprichst, welche Kandidaten am vielversprechendsten sind. Hat er sich für einen oder mehrere Personen entschieden, musst du diesen ansprechen und anwerben. Dabei ist es wahrscheinlich, dass er gar nicht frei auf dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht, sondern sich gerade in einer Anstellung befindet. Dein Ziel ist es jedoch, die besten Fach- und Führungskräfte zu finden – und diese eben, falls nötig, auch von einem anderen Unternehmen abzuwerben! Du jagst also sozusagen schlaue Köpfe. Dass das nicht ganz einfach ist, kannst du dir sicherlich vorstellen. Deshalb musst du einiges an Überzeugungsarbeit aufbringen, um potentielle Kandidaten von der neuen Position und einem Arbeitgeberwechsel zu überzeugen. Schnell aufgeben darfst du also nicht, denn so eine Anwerbung geht nicht von jetzt auf gleich.

Vorstellungsgespräche führen und Verträge gestalten

Konntest du bei einem oder mehreren Kandidaten Interesse wecken, lädst du diese zu einem Interview ein, um sie persönlich kennenzulernen und noch mehr über den Lebenslauf und ihre Erfahrungen herauszufinden. Wenn du nach mehreren Gesprächen DEN Kandidaten gefunden hast und dieser ebenfalls von einem Jobwechsel überzeugt ist, hast du dein Ziel erreicht! Damit alles schnell in trockene Tücher gebracht werden kann, muss nun der Vertrag erstellt werden. Dafür ist das Kundenunternehmen verantwortlich, jedoch berätst und unterstützt du es bei Fragen zur Vergütung und der allgemeinen Vertragsgestaltung. Ist der fertige Vertrag dann unterschrieben und der Wunschkandidat fängt bald als neuer Mitarbeiter bei deinem Kunden an zu arbeiten, kann man dir gratulieren, denn dein Auftrag ist somit erfolgreich abgeschlossen!

Gut zu wissen...
  • Bereits in den 50er Jahren gab es den Job des Headhunters in den USA.
  • Derzeit gibt es über 2.275.000 Arbeitslose in Deutschland.
  • Partybilder auf öffentlichen Social-Media-Profilen sind No-Gos für Headhunter.

Besonderheiten

Headhunter sind meistens auf einen Bereich spezialisiert. Sie sind also für eine bestimmte Branche bzw. für bestimmte Berufsgruppen zuständig, wie beispielsweise für die Finanzbranche, die IT-Branche oder für die Rekrutierung von Juristen. Das liegt daran, dass sie so zusätzlich zu ihrem Fachwissen im HR Bereich auch wichtige Kenntnisse über die Branche mitbringen und dadurch in der Lage sind, das richtige Personal auszusuchen.

Headhunter-Quiz
  • Frage 1
  • Frage 2
  • Frage 3
  • Ergebnis

    0 Frage(n) richtig - Vielleicht passt ein anderer Beruf noch besser zu dir. Finde jetzt den passenden Beruf für dich.

    0 Fragen richtig - Es sieht so aus, als würde der Beruf gut zu dir passen.

    Schau dir auch die alternativen Ausbildungsberufe Industriekaufmann / Industriekauffrau und Personaldienstleistungskaufmann genauer an!

Diese Berufe könnten dich auch interessieren


Apotheker

Apotheker

Apotheker verkaufen Arzneimittel, Medizinprodukte sowie Pflegeprodukte und stellen diese zum Teil auch selber her. Sie beraten zur Einnahme und Anwendung der Medikamente und klären über Risiken und Nebenwirkungen auf. Außerdem führen sie Qualitätskontrollen der Arzneimittel durch.

Weiterer Beruf
Gerichtsvollzieher  (mittl. Dienst)

Gerichtsvollzieher (mittl. Dienst)

Gerichtsvollzieher setzen Beschlüsse und Urteile des Gerichtes durch. Dabei nehmen sie Pfändungen und Versteigerungen von beweglichen Sachen vor.

Weiterer Beruf
Radiomoderator

Radiomoderator

Radiomoderatoren sind für die Moderation von Live-Sendungen im Radio zuständig und kümmern sich um die redaktionelle Gestaltung von Sendungsinhalten wie Interviews oder Berichten.