Friseur bei der Arbeit ©Pixabay Public Domain

Ausbildung
Friseur (m/w/d)

Bildungsweg
Duale Ausbildung
Empfohlener Schulabschluss
Hauptschulabschluss
Ausbildungsdauer
3 Jahr(e)
Unser Azubibotschafter Daniel über Seine Ausbildung zum Hair & Beauty Artist
Unser Azubibotschafter Nik über Seine Ausbildung zum Hair & Beauty Artist
Unsere Azubibotschafterin Nadine über Ihre Ausbildung zum Hair & Beauty Artist
Unsere Azubibotschafterin Melike über Ihre Ausbildung zum Hair & Beauty Artist
Unser Azubibotschafter Tayfun über Seine Ausbildung zum Hair & Beauty Artist
Unser Azubibotschafter Georg über Seine Ausbildung zum Hair & Beauty Artist
Unser Azubibotschafter Til über Seine Ausbildung zum Hair & Beauty Artist
Unsere Azubibotschafterin Channi über Ihre Ausbildung zum Hair & Beauty Artist
Unsere Azubibotschafterin Madita über Ihre Ausbildung zum Hair & Beauty Artist
Unsere Azubibotschafterin Salome über Ihre Ausbildung zum Hair & Beauty Artist
Unsere Azubibotschafterin Mercy über Ihre Ausbildung zum Hair & Beauty Artist
Unsere Azubibotschafterin Tatjana über Ihre Ausbildung zum Hair & Beauty Artist
Unsere Azubibotschafterin Julia über Ihre Ausbildung zum Hair & Beauty Artist
Unsere Azubibotschafterin Katharina über Ihre Ausbildung zum Hair & Beauty Artist
Unsere Azubibotschafterin Kathi über Ihre Ausbildung zum Hair & Beauty Artist

Der Friseurberuf ist ein handwerklicher, kreativer und kommunikativer Beruf. Friseure schneiden, frisieren, färben, schminken und führen Maniküren durch – individuell und typgerecht in Absprache mit ihren Kunden.

Gesundheit, Pflege und Medizin Berufe für Künstler Berufe mit Hauptschulabschluss Kreative Berufe Handwerkliche Berufe Berufe rund um die Bühne und Theater Berufe rund um Film, Funk und Fernsehen Beliebte Ausbildungsberufe Lehre in Italien (Südtirol) Berufe rund um das Thema Schönheit

Deine Tätigkeiten

Als Friseur kannst du vor allem eines haben – Spaß. Voraussetzung ist natürlich, dass du handwerklich interessiert und begabt bist, dass du gerne mit Kunden arbeitest, gut und überzeugend beraten kannst und ein kreatives Köpfchen hast.

Das Friseur-HANDWERK

Waschen, schneiden, föhnen – das ist noch längst nicht alles! Dein Beruf als Friseur ist vielseitiger als er auf den ersten Blick erscheinen mag. Der Friseurberuf fällt unter die handwerklichen Berufe und das hat auch seinen Grund. Du gestaltest sozusagen ein Produkt – die Frisur, den Bart, die manikürten Nägel oder das geschminkte Gesicht. Dazu verwendest du Hilfsmittel wie Tönungen, Blondierungen, Farbe, Kamm, Bürste, Schere, Föhn, elektrische Schneidemesser, Rasiermesser, Trockenhauben, Glätteisen, Kosmetikprodukte und vieles mehr. Du solltest dabei nicht nur Fingergeschick mitbringen, sondern auch Interesse an den Fächern Biologie und Chemie haben, denn das benötigst du für das Färben und im Umgang mit Kosmetik-Produkten. Dass du einem Handwerk nachgehst, zeigt auch die körperliche Belastung des Berufs. Du solltest damit klarkommen, viel im Stehen zu arbeiten.

Typgerechte Beratung

Die Beratung deiner Kunden ist immer der erste und letzte Schritt und sollte auf der Prioritätenliste definitiv ganz oben stehen. Nachdem du deinen Kunden freundlich begrüßt hast, fragst du nach seinen Wünschen und Vorstellungen, sofern du das noch nicht  bei der Terminvergabe am Telefon gemacht hast. Bei Neukunden beurteilst du Haare, Gesicht, Nägel – je nachdem was gerade verschönert werden soll. Du berätst den Kunden also individuell je nach Kopfform, Haarlänge, Haardichte usw. Dabei solltest du ein besonderes Gespür für die Vorlieben und Vorstellungen des Kunden haben und nicht einfach deinen eigenen Kopf durchsetzen. Es ist aber auch wichtig, ehrlich zu sein und dem Kunden mitzuteilen, wenn du eine bestimmte Frisur als  „nicht vorteilhaft“ empfindest. Der Kunde wird deine Ehrlichkeit zu schätzen wissen! Du bist schließlich der Profi. Je besser die Absprache mit dem Kunden, desto zufriedener wird er mit dem Gesamtergebnis sein. Zum Schluss berätst du ihn zu Pflegeprodukten oder gibst Styling-Tipps für die neue Frisur.

Es kann auch mal vorkommen, dass ein Kunde nicht zufrieden ist. Liegt das daran, dass du dich nicht an die Absprachen gehalten hast? Oder hat der Kunde seine Meinung geändert? Diese Situationen sind sicherlich unangenehm, du solltest aber in jedem Fall Ruhe bewahren, auf den Kunden eingehen, dich gegebenenfalls entschuldigen und Korrekturen vorschlagen, aus Fehlern lernen und immer freundlich und geduldig bleiben – auch dann, wenn es der Kunde nicht ist.

Make-up und Styling

Als Friseur bist du nicht nur für Haare, sondern auch für Nägel und das Gesicht zuständig. So wie manche Kunden eine Färbung oder Tönung der Haare wünschen, möchten andere, dass du ihnen Augenbrauen oder Wimpern färbst. Auch eine Wimpernverlängerung oder –verdichtung ist möglich. Es kann vorkommen, dass ein Rundum-Styling erwünscht ist, zum Beispiel zu besonderen Anlässen wie der eigenen Hochzeit. Eine Braut möchte künstliche Nägel und gepflegte Hände, gefärbte Wimpern, lockige Haare inklusive Haarschmuck, den sie selbst mitgebracht hat, und das passende Make-up. Damit bist du eine Weile beschäftigt. Du arbeitest gewissenhaft und in ständiger Absprache mit der Kundin. Du berätst sie zu verschiedenen Kosmetikprodukten und empfiehlst Farben und Stylings passend zu ihrem individuellen Aussehen.


Inhalte der Ausbildung


Da die Ausbildung zum Friseur als duale Ausbildung stattfindet, verbringst du den einen Teil deiner Ausbildung an der Berufsschule und den anderen Teil in deinem Ausbildungsbetrieb, dem Friseursalon.

Schulische Ausbildungsinhalte

In der Berufsschule wirst du mit den Grundlagen der Kundenbetreuung vertraut gemacht, denn sie bildet einen wichtigen Bestandteil deines Berufs. Du lernst Kommunikationsregeln und richtiges Verhalten in Problemsituationen. Des Weiteren lernst du Methoden des Haareschneidens und verschiedenen Frisuren. Du erfährst, welche Frisur und welche Farbe zu welchem Gesichtstyp passen. Im Bereich der Kosmetik wirst du die verschiedenen Produkte kennenlernen und auch wie man sie den Kunden angemessen präsentiert. Dieser Aspekt fällt in den Bereich des Marketings. Die Fächer Chemie und Biologie spielen eine wichtige Rolle in der Berufsschule, denn dort lernst du die Komponenten von Färbungen und Tönungen kennen, erfährst wie man sie mischt und anwendet. Falsche Mischungsverhältnisse und eine zu lange oder zu kurze Einwirkungsdauer können fatale Folgen haben!

Betriebliche Ausbildungsinhalte

Im Friseursalon wirst du Schritt für Schritt an die Tätigkeiten eines Friseurs herangeführt. Zunächst an Modellen, später dann an echten Köpfen, setzt du die gelernten Inhalte in die Praxis um. Zudem lernst du wichtige Grundlagen des Kundenmanagements, der Betriebsorganisation und des Marketings. Ab dem zweiten Lehrjahr erwarten dich die Inhalte deiner gewählten Wahlqualifikation: Pflegende Kosmetik, Langhaarfrisuren, Nageldesign, Haarersatz oder Coloration.

Besonderheiten


Die Ausbildung zum Friseur absolvierst du als duale Ausbildung. Das ist so üblich in handwerklichen Berufen, da du die gelernten theoretischen Inhalte so direkt in die Praxis umsetzen kannst. Übung macht den Meister! Im Laufe deines zweiten Ausbildungsjahrs kannst du dich auf eine von verschiedenen Wahlqualifikationseinheiten spezialisieren. Das Angebot variiert von Betrieb zu Betrieb: Visagistik, Langhaarfrisuren, Nageldesign und –modellage, Haarersatz (Perücken und Toupets) und Coloration. Auch eine Spezialisierung als Damen- oder Herrenfriseur ist möglich. 


Italien (Südtirol) 

In Italien dauert die Ausbildung vier Jahre, statt drei, wie in Deutschland.

Voraussetzungen


Hast du
  • Freude am Umgang mit Kunden?
  • ein Händchen für handwerkliche Tätigkeiten?
  • einen Sinn für Ästhetik?
  • ein gutes Namens- und Gesichtergedächtnis?
  • ein gutes Ausdrucksvermögen?
Bist du
  • freundlich und ehrlich?
  • stilsicher?
  • körperlich belastbar?
  • teamfähig?
Und außerdem hast du mindestens einen Hauptschulabschluss?
Wie wäre es dann mit einer Ausbildung zum Friseur?!

Wenn du dir noch nicht sicher bist, ob du die Kriterien erfüllst, mach doch mal den Test.

Quellen:
Bei der Recherche für unsere Berufsbilder verwenden wir die Informationen von der Bundesagentur für Arbeit
sowie dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie .

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