Wie werde ich Fachkraft für Lebensmitteltechnik?

Angehende Fachkräfte für Lebensmitteltechnik sollten folgende Eigenschaften und Interessen mitbringen:

  • Gute Konstitution
  • Selbständigkeit
  • Teamfähigkeit
  • Umsicht
  • keine Hautempfindlichkeit
  • Hygienebewusstsein
  • rasche Auffassungsgabe
  • Freude am Überwachen und Disponieren
  • Verantwortungsbewusstsein
  • technisches Verständnis
  • Interesse an biologischen und chemischen Vorgängen
  • Umweltbewusstsein

Erkennst du dich in diesen Eigenschaften wieder? Dann bist du wie gemacht für den Beruf! Falls du dir noch unsicher bist, mach den Persönlichkeitstest in unserem Berufsscout und finde heraus, welcher Beruf zu dir passt

Schulische Voraussetzungen

Rein rechtlich gibt es keine Vorschriften. In der Praxis werden jedoch überwiegend Bewerber mit Realschulabschluss eingestellt. 

Bildungsweg

Duale Ausbildung

Empfohlener Schulabschluss

Realschulabschluss / Mittlere Reife

Ausbildungsdauer

3 Jahr(e)

Was macht ein Fachkraft für Lebensmitteltechnik?

Es ist Wochenende und du hast abends keine Lust mehr zu kochen? Ab an die Tiefkühltruhe, Pizza ausgepackt, ab in den Ofen und nach wenigen Minuten ist dein Essen fertig. Doch wo kommt die Fertigpizza eigentlich her? Wer sorgt dafür, dass sie immer gleich belegt ist und schmeckt? Das können dir die Fachkräfte für Lebensmitteltechnik beantworten. 

Pizza, Fischstäbchen, Kartoffelbrei, Aufbackbrötchen & Co.

Wer von uns kennt nicht noch aus Kindertagen die berühmten Fischstäbchen oder die Spinatbeilage? Natürlich ist Mama nicht erst zum nächsten See gefahren, hat den Fisch selbst gefangen, zerlegt, paniert und zubereitet. Die Fischstäbchen stammen meist tiefgefroren aus dem Supermarkt. Als Fachkraft für Lebensmitteltechnik ist es deine Aufgabe, verschiedenste Lebensmittel herzustellen. Vom Rohstoff bis zum Endprodukt, du bist bei jedem Produktionsschritt dabei und überwachst ihn. 

Spinat macht stark 

Zumindest wurde uns das als Kind so eingebläut. Zwar wachsen unsere Muskeln durch ihn nicht so magisch an wie bei Popeye im Cartoon, aber Spinat ist dennoch sehr gesund. In deinem beruflichen Alltag kann es sein, dass du unter anderem Rahmspinat herstellst. Hierzu wird der frische Spinat an deine Produktionsanlage geliefert. Dein erster Schritt besteht darin, die Qualität zu überprüfen. Du nimmst eine Stichprobe aus der Lieferung und bringst sie ins Labor. Spinat enthält von Natur aus Nitrat. Jedoch ist Nitrat auch in vielen Düngemitteln enthalten und eine zu hohe Konzentration ist ungesund. Du bereitest eine Lösung vor, mit der du den Spinat mixt und filtrierst diese Lösung. Anschließend benutzt du ein Teststäbchen, das du in die Lösung hältst. Nach nur einer Minute bekommst du bereits ein Ergebnis angezeigt. Dieses zeigt dir an, wie hoch der Nitratgehalt ist. Liegt er im Normbereich, kann der Spinat verarbeitet werden, ist der Grenzwert überschritten, kann das Rohprodukt nicht weiterverarbeitet werden.

Rohstoffverarbeitung und Technik 

Nach der Qualitätskontrolle der Rohstoffe sorgst du dafür, dass sie weiterverarbeitet werden. In großen Maschinen wird beispielsweise der Spinat gewaschen, zerkleinert, mit anderen Zutaten vermengt, aufs Gramm genau portioniert, in passende Verpackungen gefüllt und schockgefroren. Die Arbeitsschritte werden allesamt von Maschinen durchgeführt, die du bedienen und überwachen musst. Daher ist es wichtig, dass du dich für Technik interessierst und gerne die Anlagen bedienst und gegebenenfalls weißt, wie du technische Störung behebst. 

Qualitätskontrolle 

Ist dein Produkt fertig verpackt, führst du erneut eine Qualitätskontrolle durch. Du prüfst beispielsweise, ob die angegeben Grammzahl auf der Verpackung des Produktes auch tatsächlich stimmt. Ist die Pizza beispielsweise zu leicht, kann es sein, dass der Kunde sich beschwert, weil er nicht das bekommen hat, wofür er bezahlt hat. Ist die Pizza zu schwer, sind zu viele Rohstoffe verarbeitet worden und rechnet man dies auf eine große Stückzahl hoch, bedeutet das finanzielle Einbußen für dein Unternehmen. 

Inhalte der Ausbildung

Berufsschule und Betrieb – durch diese Zweiteilung lernst du in deiner dualen Ausbildung sowohl die Theorie als auch die Praxis deines Berufs kennen. 

Schulische Ausbildungsinhalte 

Der Berufsschulunterricht findet entweder an ein bis zwei Tagen die Woche oder als Block statt. Damit du weißt, wie du die Qualität von Lebensmitteln bzw. Rohstoffen bestimmst und die passenden Lebensmittel zur Weiterverarbeitung aussuchst, besuchst du sowohl den Biologie als auch den Chemieunterricht. In deinem Beruf sind darüberhinaus mathematische Fähigkeiten wichtig, da du einerseits viel mit Maschinen arbeitest und diese einstellen und bedienen können musst und dich dafür mit Zahlen auskennen solltest und da du andererseits zum Beispiel Volumen und Mischungsverhältnisse berechnest. 

Betriebliche Ausbildungsinhalte 

Zu Beginn deiner Ausbildung machst du dich mit dem Betrieb vertraut. Als angehende Fachkraft für Lebensmitteltechnik wirst du alle Abteilungen kennenlernen und durchlaufen: Produktion, Produktentwicklung, Marketing, Verkauf und Qualitätssicherung. Du wirst lernen, wie du die Qualität der Rohstoffe überprüfst und dich mit dem gesamten Bereich des technischen Produktionsablaufs auseinandersetzen. Hierzu gehör z.B. die Steuerung, Regelung und Wartung hochmoderner EDV-gesteuerter Maschinen, die Planung und Steuerung der Arbeitsabläufe unter Berücksichtigung personeller und maschineller Ausstattung sowie auch die Sicherstellung der Qualität des Endprodukts.

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