Wie werde ich Bäcker?

Du backst schon dein halbes Leben und ganze Backkunstwerke sind für dich leicht zu machen? Perfekt, dann solltest noch folgende Voraussetzungen für die Ausbildung als Bäckerin oder Bäcker mitbringen:

Kannst du

  • lange im Stehen arbeiten?
  • kopfrechnen?
  • auch am Wochenende arbeiten?
  • anpacken?

Bist du
  • ein Frühaufsteher?
  • kreativ und fantasiereich?
  • zuverlässig?
  • geschickt mit den Händen?
  • interessiert an Lebensmitteln und probierst gern neue Rezepte aus?

Passt zu dir? Dann bewirb dich jetzt für eine Ausbildung zum Bäcker oder zur Bäckerin! Übrigens: Wenn du dir noch nicht ganz sicher bist, ob dies wirklich die perfekte Ausbildung für dich ist, mach doch mal den Test in unserem Berufs-Check.

Schulische Voraussetzung

Es ist zwar kein Schulabschluss gesetzlich festgelegt, die meisten Betriebe stellen aber Bewerber ein, die einen Hauptschulabschluss haben.

Bildungsweg

Duale Ausbildung, Schulische Ausbildung

Empfohlener Schulabschluss

Hauptschulabschluss

Ausbildungsdauer

3 Jahr(e)

Was macht ein Bäcker?

Bäcker müssen üblicherweise früh aufstehen – mit dieser Aussage wird der Beruf des Bäckers leider von Vielen grundsätzlich als nicht attraktiv angesehen. Doch das ist schlichtweg falsch, denn der Bäcker-Beruf bietet viel Interessantes und vor allem gute Perspektiven. Was ist schließlich so zukunftssicher wie Lebensmittel?

Deine Aufgaben als Bäcker im Überblick

  • Brötchen, Kleingebäcke und Feinbackwaren nach Rezept herstellen
  • Individuelle Torten nach Kundenwunsch anfertigen

Backe Backe Kuchen…

… wer kennt dieses Kinderlied nicht?! Als Bäcker oder Bäckerin versorgst du uns mit Backwaren aller Art. Dazu gehört auch die Herstellung von Brot. Wusstest du, dass Deutschland Brot-Weltmeister ist? Die Vielzahl der Brotsorten hier ist unschlagbar!

Aber auch Brötchen, Kuchen, Kleingebäck und Feinbackwaren wie Hörnchen, Brezeln und Baguette werden von dir hergestellt und zubereitet. Dabei nutzt du zwar auch Maschinen, zum Beispiel Rühr- und Knetmaschinen, machst aber vieles immer noch mit der Hand. Man spricht nicht umsonst vom Bäckerei-Handwerk.

Du weißt nicht nur wie man nach Rezept Kuchen & Co zubereitet, sondern auch wie die verschiedenen Zutaten gelagert werden. Eier und Schmalz, Zucker und Salz, Milch und Mehl, Safran macht den Kuchen gehl. Du wählst die richtigen Zutaten aus, berechnest die Menge und wiegst sie ab. Ist der Teig fertig geknetet und geformt, stellst du die richtige Zeit und Temperatur am Backofen ein und das eigentliche Backen beginnt. In der Zwischenzeit stellst du die Füllung her. Nachdem der fertige Teig abgekühlt ist, kann er garniert und glasiert werden. Egal, ob du ihn mit Früchten dekorierst, mit einer Creme füllst oder mit Puderzucker bestäubst – am Ende ist es dein Kunstwerk!

Der Kunde ist König

Das gilt immer, wenn man direkten Kundenkontakt hat oder für diese Produkte herstellt. Bei dir ist beides der Fall. Du kannst und solltest zwar deiner Fantasie freien Lauf lassen, wenn es um die Gestaltung von Kuchen und anderen Backwaren oder um die Ausarbeitung neuer Rezepte geht, letztendlich bestimmt aber der Kunde. Wenn dieser zum Beispiel eine Torte für seinen Geburtstag in deiner Bäckerei in Auftrag gibt, richtest du dich nach seinen Wünschen und Vorstellungen. Auch im täglichen Bäckereibetrieb kommt es auf die Geschmäcker deiner Kunden an. Nicht selten stehen Probierstückchen auf Tellern an der Verkaufstheke aus und die Kunden werden nach ihrer Meinung gefragt. So weißt du genau, welches Gebäck gut ankommt und welches weniger. Es werden außerdem mehr und mehr Bioprodukte und spezielle Allergiker-Produkte gewünscht. Auch nach diesen Trends musst du dich beim Backen richten.

Gut zu wissen...
  • In Deutschland gibt es ein Brotregister, das vom Deutschen Brotinstitut geführt wird. Dieses verzeichnet tatsächlich über 3.000 verschiedene Brotspezialitäten.
  • Archäologen fanden bei Ausgrabungen in Regensburg verkohlte Reste einer Brotzeit, die aus dem 18. Jahrhundert stammte. Darunter befand sich auch die älteste je gefundene Brezel.
  • Wusstest du, dass Backen Chemie ist? Denn beim Backen finden eine Reihe von chemischen Reaktionen statt, die es erst möglich machen, leckere Gebäcke herzustellen.

Inhalte der Ausbildung

Schulische und betriebliche Ausbildungsinhalte sind in einer dualen Ausbildung eng miteinander verknüpft. Erfahre hier was dich erwartet!

Schulische Ausbildungsinhalte

Wichtige Fächer als Bäcker in der Berufsschule

  • Feine Backwaren
  • Weizenkleingebäck
  • Vollkorngebäck und roggenhaltige Backwaren
  • Marketing und Verkauf

Mehl- und Teigsorten, Backfette, Gewürze, Cremes und Nüsse – alles, was du für den Kuchen, das Brot oder die Brötchen benötigst, lernst du erst einmal kennen. Wie wird was verarbeitet, wie gelagert und womit kombiniert? Du lernst außerdem verschiedene Gärungsprozesse kennen, zum Beispiel die Gärung von Sauerteig durch Milchsäurebakterien und Hefen und hast somit auch ein bisschen Chemie in deiner Lehre. Lebensmittelhygiene spielt übrigens auch eine wichtige Rolle für den Beruf des Bäckers. In Mathe lernst du, mit Gewichtseinheiten umzugehen, Backrezepte umzurechnen und Mischungsverhältnisse zu bestimmen - aber keine Sorge, du musst hier keine komplizierten Formeln berechnen. Trotzdem gilt: Um die perfekten Gebäcke herzustellen, musst du einiges mehr können als "einfach nur backen".

Betriebliche Ausbildungsinhalte

Als Bäckerlehrling gibt es viel zu Staunen. Noch nie hast du so einen großen Ofen und eine so riesige Rührschüssel gesehen! Außerdem hast du nie geahnt, dass in einer Backstube so viele Menschen zu tun haben. Doch ruckzuck wirst du dich an den Berufsalltag gewöhnt haben. Du lernst die Rezepte der Backwaren im Nu und hast auch irgendwann die verschiedenen Temperaturen und Backzeiten im Kopf.

Ablauf der Ausbildung

Die Ausbildung zum Bäcker ist eine duale Ausbildung und eng verwandt mit der Ausbildung Konditor.

Es gibt jedoch auch eine Ausnahme: In Südtirol (Italien) kannst du die Ausbildung auch schulisch erlernen. Die Ausbildung in Italien dauert insgesamt drei Schuljahre, davon sind 8 Wochen Pflichtpraktikum vorgesehen. Einblicke im Betrieb bekommst du dabei 3 Wochen während der Unterrichtszeit und 5 Wochen im Sommer.

Besonderheiten der Bäcker-Ausbildung

Die Arbeitszeiten eines Bäckers sind nicht ganz ohne, wie du sicherlich schon weißt. Du solltest keine Probleme damit haben, früh aufzustehen und auch an den Wochenenden zu arbeiten. Im Vorstellungsgespräch wird der Betrieb wahrscheinlich darauf zu sprechen kommen. Außerdem leistest du körperliche Arbeit, die in einer warmen Backstube schon mal ganz schön anstrengend sein kann. Der Bäckerberuf hat aber viel Schönes zu bieten, denn dafür dass du früh anfängst, hast du auch früh frei und kannst im Gegensatz zu Auszubildenden in anderen Berufen deinen freien Nachmittag in vollen Zügen genießen. Zudem kannst du dich kreativ ausleben, Menschen mit deinen leckeren Backwaren glücklich machen und bist mit deinen Gebäcken wahrscheinlich der Star auf jeder Party. Und wenn du diese Vorteile und tollen Eigenschaften des Berufs erkennst, dann bist du genau der Richtige für diese Ausbildung!

Wie gut passt der Beruf Bäcker zu dir?

Wenn du in deinem Beruf gerne etwas mit deinen Händen erschaffen möchtest, ist der Beruf Bäcker genau der richtige für dich.

Wenn du nicht körperlich anstrengend arbeiten möchtest, könnten andere Berufe besser zu dir passen.

Hilfreiche Fähigkeiten

  • Teamfähigkeit
  • Handwerkliches Geschick
Bäcker-Quiz
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  • Ergebnis

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