WG oder eigene Wohnung – zwei Alternativen mit vielen Vorteilen 

Sicherlich stellt sich dir zu Anfang die zentrale Frage, ob eine WG oder doch eher eine kleine neue Wohnung für dich infrage kommt. Da beide Seiten Vorteile bieten, kommt es bei deiner Auswahl letzten Endes auf deine eigenen Vorlieben und Interessen an. Um dir einen Teil der Entscheidung abzunehmen, stellen wir ein paar Merkmale beider Seiten vor.

Die WG: Eine WG ist eine tolle Möglichkeit, mit Freunden zusammenzuziehen. Falls du dich für eine fremde Wohngemeinschaft ohne deine alten Freunde entscheidest, hast du schon zu Anfang die Chance, neue Leute kennenzulernen. So sammelst du neue Erfahrungen und hast direkt Anschluss. Hinsichtlich der Organisation und Arbeitsaufteilung bietet dir eine WG den Vorteil, dass deine Mitbewohner ebenfalls Aufgaben übernehmen und du nicht regelmäßig für alles zuständig bist. Du musst dich lediglich um deinen privaten Bereich kümmern. Auch die Anschaffungs- und Wohnkosten sind im Vergleich günstiger, da du die Miete sowie Einkäufe oder Besorgungen mit deinen Mitbewohnern teilst und somit nur einen kleinen Teil bezahlst. Eine WG schränkt jedoch deine Privatsphäre im gewissen Sinne ein. Da ihr nun mal mit mehreren Personen zusammenwohnt, bietet dir lediglich dein eigenes Zimmer absolute Privatsphäre. Außerdem solltest du dir darüber im Klaren sein, dass ihr vermutlich nicht alle die gleichen Interessen und Vorstellungen für eure WG habt. Deshalb sollten dir neben den vielen positiven Aspekten auch gewisse Risiken bewusst sein, die du mit einem Einzug in Kauf nimmst.

Studentenwohnheime: Falls du ein Studium anstrebst, werden dir mit Studentenwohnheimen preisgünstige Alternativen angeboten. Diese werden von Studierendenwerken geleitet. Mit einer durchschnittlichen Warmmiete von ca. 240,61€ bieten dir WGs in Wohnheimen die günstigste Wohnform außerhalb des Elternhauses. Ein weiterer verlockender Aspekt ist für dich die Nähe zum Universitätscampus, die viele soziale Kontaktmöglichkeiten ermöglicht. Neben WGs bieten Wohnheime auch begehrte Einzelzimmer zu äußerst kleinen Preisen an. Da die Angebote aufgrund der günstigen Preise vor allem für Erstis sehr verlockend sind, gibt es jedoch lange Wartelisten. Du solltest dich also früh genug bewerben!

Willst du doch alleine wohnen? Brauchst du gelegentlich deine Ruhe und wohnst gerne alleine, fällt deine Wahl bei der Wohnungssuche sicherlich auf eine Wohnung oder ein Zimmer in einem Wohnheim nur für dich. Es bietet sich zum ersten Mal die Chance, Hotel Mama zu verlassen und ohne deine Eltern in eine Stadt deiner Wahl zu ziehen. Die Führung deines eigenen Haushaltes hat neben der Ausbildung oder dem Studium einen positiven Nebeneffekt auf dein Leben und deine Selbstständigkeit. Als Azubi ist es dir außerdem oft möglich, deine Wohnung selber zu finanzieren. Eine Entscheidung für eine Einzelwohnung bringt aber auch mögliche Risiken mit sich. So hast du nicht unbedingt direkten Anschluss an andere junge Menschen in deiner neuen Stadt und bist erstmal auf dich alleine gestellt. Auch bei spontan auftretenden Fragen steht dir nicht sofort ein Ansprechpartner zur Verfügung. Sei dir also vor der Auswahl einer Wohnung über die möglichen Begleiterscheinungen im Klaren.

Wohnungswechsel und Kündigung bei deiner ersten Wohnung

Falls es dir in deiner Wohnung oder WG-Zimmer nicht mehr gefällt, kommt mit der Zeit sicherlich der Gedanke über einen Umzug auf. Dabei gibt es jedoch einige rechtliche Punkte, die dir hinsichtlich der Kündigung im Kopf bleiben sollten.

Wenn du einen unbefristeten Mietvertrag unterschrieben hast, gilt in der Regel die gesetzliche Kündigungsfrist von 3 Monaten. Habt ihr eine kürzere Frist beschlossen, muss diese natürlich eingehalten werden. Eine Kündigung musst du dem Vermieter immer schriftlich, spätestens am dritten Werktag des Monats zukommen lassen. Über den Grund der Beendigung des Vertragsverhältnisses musst du allerdings keine Angaben machen. Auch ist egal, wie lange du in deiner Wohnung gelebt hast. Treten Probleme auf, die in Ausnahmefällen zu einer Beendigung des Mietverhältnisses führen, musst du darauf achten, dass dein Vermieter die gesetzliche Kündigungsfrist vertraglich nicht zu seinen Gunsten ändern darf. Dir steht immer eine Frist von drei bis neun Monaten zu. Erst nach Beendigung dieser Frist musst du die Wohnung endgültig verlassen.

Anders gestaltet es sich, wenn du aus einer Wohngemeinschaft ausziehen, oder diese sogar ganz auflösen möchtest. Bist du der Hauptmieter, hast du auch den Mietvertrag mit deinem Vermieter abgeschlossen. Deine Mitbewohner sind in dem Fall von dir mit Untermieterverträgen ausgestattet. Für den Fall, dass eine Auflösung des Vertrages von dir ausgeht, ist es gleichzeitig das Aus für eure WG. Habt ihr jedoch vor einen gemeinsamen Vertrag abzuschließen, kann im Mietvertrag ein Hinweis auf eine Wohngemeinschaft hinterlegt werden. So ist euch die Möglichkeit gegeben, in Eigenregie nach neuen Mietern zu suchen.


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