Wie werde ich Tierpfleger Fachrichtung Tierheim und Tierpension?

Angehende Tierpfleger/-innen sollten folgende Eigenschaften und Interessen mitbringen:

  • Kontaktfreude
  • Durchsetzungsvermögen
  • Feingefühl für Tiere
  • gute Beobachtungsgabe
  • keine Allergien
  • Freude am Pflegen
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Freude an praktischer und körperlicher Arbeit
  • Kenntnisse in Mathematik
  • Kenntnisse in Biologie

Bildungsweg

Duale Ausbildung

Empfohlener Schulabschluss

Realschulabschluss / Mittlere Reife

Ausbildungsdauer

3 Jahr(e)

Was macht ein Tierpfleger Fachrichtung Tierheim und Tierpension?

Retter in der Not

Das Telefon klingelt. Der Besitzer eines Supermarktes meldet, dass ein freilaufender Hund ängstlich vor der Ladentür umherläuft. Sofort machst du dich mit einem Kollegen auf den Weg. Zurück im Tierheim kannst du anhand des Mikrochips die Identifikationsnummer der Hündin auslesen. Aufgrund des zusätzlichen Adressanhängers ist der Besitzer schnell ausgemacht und angerufen. Die Familie freut sich riesig. Ihr Hund hat sich beim Kontakt mit einem elektrischen Weidezaun so erschrocken, dass er davongelaufen ist und nirgends auffindbar war. Was für ein Wiedersehen! Aber nun zurück zu den anderen Tieren. Nicht jede Geschichte ist so schön und so harmlos wie diese. Oft sind die Tiere, die zu dir ins Tierheim kommen Opfer von Misshandlungen, wurden ausgesetzt oder nach einem Unfall auf der Straße aufgelesen. Es braucht viel Geduld und Zuneigung, um das Vertrauen der Tiere zu Menschen wiederherzustellen – und häufig noch mehr Geduld, um ihnen wieder ein geeignetes Zuhause zu vermitteln. Das ist jeden Tag aufs Neue deine Herzensangelegenheit.

Zwischen Vogelvolieren, Hundeboxen und Katzenzimmer

Im Tierheim ist ordentlich was los. Gerade rechnest du die Spendensummen aus dem letzten Jahr zusammen und hältst eine Bestätigung der Stadt über eine weitere Förderungsmaßnahme in der Hand. Zum Glück – der Ausbau des Katzenzimmers und Ausbau des Außenauslaufs für Hunde ist gesichert. Da kommt gerade eine der vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter durch die Tür spaziert. Immer Mittwoch nachmittags führt sie ein paar Hunde spazieren, um dich und deine Kollegen zu entlasten. In der Zeit kannst du dich um einen Wurf Cocker Spaniel-Welpen kümmern. Als vor vier Wochen ein Besitzer seine Hündin im Tierheim abgegeben hat, war kaum zu übersehen, dass sie trächtig war. Mittlerweile halten dich sechs quirlige Welpen ganz schön auf Trab. Aber so gerne du auch weiter mit ihnen spielen würdest – es sind viele andere Tiere, die darauf warten, dass ihre Boxen gereinigt werden, sie benötigte Medikamente bekommen, das Trinkwasser ausgetauscht und die Näpfe aufgefüllt werden.

Urlaub ohne Frauchen und Herrchen

In der Tierpension verbringen Haustiere ihren Urlaub – naja, wohl eher machen Frauchen und Herrchen Urlaub und die Vierbeiner warten manchmal mehr oder weniger geduldig, bis sie wieder abgeholt werden. Um ihnen die Zeit so angenehm wie möglich zu machen, hast du dir was überlegt. Die Hundebesitzer können bei dir ein Trainingsprogramm dazu buchen. Einmal am Tag geht es auf den Agility-Platz, wo du sie je nach „Vorkenntnissen“ angemessen forderst. Der Golden Retriever Ninyo ist schon ein geübter Sportler und wartet auf die nächsten Tricks, die er Herrchen und Frauchen präsentieren kann. Boxer Kimmi zieht viel zu sehr an der Leine und sein Herrchen kann ihn kaum halten. Du übst mit ihm den Leinengang und zeigst dem Besitzer bei Abholung, auf was er beim nächsten Spaziergang achten muss. Mischling Lana ist sehr zurückhaltend, wenn sie andere Hunde sieht. Was für eine tolle Gelegenheit, sie hier in der Tierpension ein bisschen auftauen zu lassen. Die beiden Oldies Teddy und Filou sind hingegen froh, wenn sie einfach mal ein bisschen rauskommen und höchstens ein paar Mal den Ball holen dürfen. Das Katzenpärchen Murat und Hildegard braucht den Auslauf nicht – mit ein paar Spielzeugen lassen sie sich hingegen bestechen und merken kaum, dass Herrchen und Frauchen nicht da sind.

Inhalte der Ausbildung

Neben den Inhalten, die du in den ersten beiden Ausbildungsjahren fachübergreifend mit den Azubis der anderen Fachrichtungen lernst, kommen für die Fachrichtung Tierheim und Tierpension noch diese Inhalte hinzu:

Da du dich insbesondere in Hundepensionen auch mit der Erziehung und dem Training von Hunden befasst, lernst du in der Berufsschule etwas über die Prägephasen der Tiere kennen. Du erfährst wie man Hunde und andere Haustiere konditionieren kann und welche Erziehungsmethoden es gibt. Dabei spielen auch rassenspezifische Merkmale eine große Rolle. Für den Berufsalltag in Tierheim und Tierpension ist es wichtig, dass du dich mit der Zubereitung von Futter, mit Fütterungszeiten und Futterrationen auskennt. Du lernst zum Beispiel, Futterwerttabellen richtig zu lesen und anzuwenden. Da du es nicht nur mit Tieren, sondern auch Menschen zu tun hast, bekommst du gute Tipps zum Umgang mit Besitzern. Außerdem wirst du geschult in Sachen Warenbestellung und -annahme, Vertragsabschluss, Kostenrechnung und Öffentlichkeitsarbeit.


Wie gut passt der Beruf Tierpfleger Fachrichtung Tierheim und Tierpension zu dir?

Wenn du in deinem Beruf gerne aus der Reihe tanzen möchtest, ist der Beruf Tierpfleger Fachrichtung Tierheim und Tierpension genau der richtige für dich.

Wenn du kein Blut sehen kannst, könnten andere Berufe besser zu dir passen.

Hilfreiche Fähigkeiten

  • Teamfähigkeit

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