Tierpfleger bei der Arbeit ©Ahrens+Steinbach Projekte

Ausbildung
Tierpfleger (m/w/d)

Bildungsweg
Duale Ausbildung
Empfohlener Schulabschluss
Hauptschulabschluss
Ausbildungsdauer
3 Jahr(e)

Tierpfleger kümmern sich um das Wohlergehen von Tieren in Zoos und Aquarien, in Tierheimen und -pensionen, in Tierkliniken und Forschungslaboren.

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Was macht ein Tierpfleger ?

Du liebst Tiere, hast selbst zu Hause einen halben Zoo, fährst Schlangenlinien, damit du die Regenwürmer auf der Straße nicht zermatscht und könntest stundenlang aus dem Fenster schauen, weil dort ein Eichhörnchen den Vorrat für den Winter zusammensucht?

Das ist sicherlich eine gute Voraussetzung, um Tierpfleger oder Tierpflegerin zu werden. Allzu empathisch solltest du jedoch auch nicht sein, denn in deinem Beruf siehst du auch kranke und verletzte Tiere, du assistierst dabei, wenn Tiere eingeschläfert werden müssen und du tötest sogar Tiere zu Futter- oder Forschungszwecken, zum Beispiel Mäuse und Ratten.

Tierpfleger haben einen sehr schönen Beruf, denn sie sorgen dafür, dass die Tiere, die sie betreuen, gesund sind und sich wohlfühlen. Dafür müssen sie auch körperlich anstrengende Arbeit leisten, zum Beispiel bei der Säuberung von Käfigen, Ställen und Gehegen.

Als Tierpfleger liebst du Tiere, doch du solltest ebenfalls mit Menschen gut klarkommen. Zum einen arbeitest du in einem großen Team, mit dem du ständig Rücksprache hältst und die Arbeit teilst. Und zum anderen hast du Kontakt zu beispielsweise Besitzern der Tiere oder Besuchern des Zoos.

Einen Einblick in deinen Berufsalltag als Tierpfleger bekommst du unter der jeweiligen Fachrichtung.


Inhalte der Ausbildung


Erst ab dem dritten Jahr spezialisierst du dich in der Berufsschule auf deine gewählte Fachrichtung. Die Ausbildungsinhalte in den ersten beiden Jahren sind für alle Tierpfleger relevant. Hier schonmal ein kleiner Einblick:

Schulische Ausbildungsinhalte

Natürlich kann kein Mensch voraussagen, mit welcher Tierart du dich in deinem Beruf beschäftigen wirst. Und deshalb ist es auch wichtig, dass du dich mit übergreifenden Inhalten auseinandersetzt. Zunächst einmal lernst du die Klassifizierungssysteme der Tierarten kennen. Das nennt man Taxonomie. Schon hier wird sicher der Name Charles Darwin fallen. Der wird dir in deiner Ausbildung noch häufiger „über den Weg laufen“. Du lernst ganz grundsätzliche Dinge wie die Anatomie, die Physiologie und die Krankheitslehre bei Tieren. Herz-Kreislaufsystem, Immunsystem, Atmung – welche Besonderheiten gibt es bei welchen Tiergruppen und welche Krankheiten können auftreten? Du wirst dich in den Bereich der Verhaltensbiologie einarbeiten, unter anderem zum Instinktverhalten und Lernverhalten der Tiere, zum Sozialverhalten, zum Beispiel zur Rangordnung unter Tieren und zum Fortpflanzungsverhalten.

Du hast außerdem medizinische Instrumentenkunde, um Tierärzten assistieren zu können. Du lernst Hygienemaßnahmen und Sicherheitsvorschriften kennen sowie Betäubungsmittel, Schmerzmittel und andere Medikamente, die du als Tierpfleger den Tieren mit dem Futter verabreichen wirst.

Betriebliche Ausbildungsinhalte

Im Ausbildungsbetrieb angekommen lernst du dort erst einmal deine Kollegen kennen, die dir demnächst als Ansprechpartner und Teampartner zur Seite stehen. Du lernst die Struktur und Organisation des Betriebes kennen, seine Aufgaben, sein Leitbild und sein Netzwerk, zum Beispiel mit Verbänden und Organisationen. Viele der Tätigkeiten von Tierpflegern sind sehr praktisch orientiert. Du lernst also spezifische Handgriffe, zum Beispiel die Zubereitung von Futter und die Reinigung von Käfigen und Gehegen erst einmal durch deine Kollegen kennen und darfst sie im nächsten Schritt selbst durchführen. Schwierigere Aufgaben, zum Beispiel die Geburtsvorbereitung für eine trächtige Shetland-Stute, die Begleitung des Schlüpfens von Straußen-Küken und die Injektion eines Krankheitserregers bei einem Labortier kann von dir erstmal genau beobachtet werden und du darfst hier und da schon einen Handgriff übernehmen.  

Besonderheiten


Die Ausbildung zum Tierpfleger dauert drei Jahre und findet dual – also an Berufsschule und im Ausbildungsbetrieb – statt. Du musst dich für eine von drei Fachrichtungen entscheiden:

Wie werde ich Tierpfleger ?


Tierpfleger ist für Viele ein Traumberuf – ist er auch deiner?

Bevor du allerdings übereifrig deine Bewerbung schreibst, solltest du einen kurzen Blick auf diese Voraussetzungen werfen und überlegen, ob du sie tatsächlich erfüllst:

  • Erfahrung im Umgang mit Tieren
  • Einfühlungsvermögen
  • keine Panik vor Blut und anderen Körperflüssigkeiten der Tiere
  • die Fähigkeit, genau zu beobachten
  • Geduld
  • mit anpacken können
  • Zuverlässigkeit
  • Hauptschulabschluss oder Realschulabschluss


Quellen:
Verband der Zoologischen Gärten e.V. Aufgaben der Zoos (abgerufen am 08.9.2017)
Taxon (abgerufen am 08.9.2017)
Bei der Recherche für unsere Berufsbilder verwenden wir die Informationen von der Bundesagentur für Arbeit
sowie dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie .

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