Wie werde ich Textil- und Modeschneider?

Hast du... 

  • Fingerspitzengefühl? 
  • ein gutes Vorstellungsvermögen? 
  • modischen Geschmack? 
  • ein Gespür für Farbe? 
  • eine Affinität für Stoffe? 

Bist du... 

  • handwerklich geschickt? 
  • technisch interessiert? 
  • kreativ? 

... dann erfüllst du bereits die wichtigsten Voraussetzungen, um Modeschneider bzw. Modeschneiderin zu werden! 

Bist du dir noch nicht sicher, ob der Beruf auch wirklich zu dir passt? Kein Problem, mach einfach den Test in unserem Berufsscout und finde es heraus. 


Schulische Voraussetzung 

Rein rechtlich gibt es keine Vorschriften, in der Praxis werden jedoch gerne Bewerber mit Realschulabschluss eingestellt. Doch lass dich davon nicht abschrecken, mit einer guten Bewerbung kannst du auch mit einem Hauptschulabschluss dein Glück versuchen!  

Bildungsweg

Duale Ausbildung

Empfohlener Schulabschluss

Realschulabschluss / Mittlere Reife

Ausbildungsdauer

3 Jahr(e)

Was macht ein Textil- und Modeschneider?

Du gehst an einem Samstagmorgen durch die Stadt und betrachtest die Schaufenster der großen Modehäuser. Überall wimmelt es nur so von schönen Kleidungsstücken. Jede Saison bringen namenhafte Designer neue Trends auf den Markt. Doch damit die Kunden im Laden ihre Kleidungsstücke kaufen können, müssen diese zuerst einmal entworfen und hergestellt werden. Genau hier kommst du als Modeschneider zum Einsatz. 

Die ersten Arbeitsschritte 

Als Modeschneider stellst du Bekleidungsartikel für die Kollektions- und Serienanfertigung her. Doch bevor ein neues Kleidungsstück in Serie gehen kann, bedarf es zu allererst einer Idee und einem genauen Plan für die Umsetzung. Nach den Vorgaben des Designers oder der Modefirma, für die du beispielsweise arbeitest, erstellst du Schnittmuster und Modelle. Hierzu vergleichst du zunächst die Arbeitsmaterialen, die für die Produktion in Frage kommen und fällst unter Berücksichtigung der Qualität und des Preises eine Entscheidung, welche Stoffe und Garne du verwenden wirst. Du planst und kalkulierst die Produktionskosten, bestellst Material und stellst die Materialen für den Nähbetrieb zusammen. 

Eine neue Kollektion entsteht 

Nachdem du die Produktion kalkuliert hast, geht es nun an die eigentlichen Schneiderarbeiten. Du erstellst anhand des Entwurfes Schablonen und fertigst anschließend Schnittmuster an und nähst Teile wie Taschen, Ärmel und Kragen vor. Die vorgefertigten Teile setzt du zur fertigen Kleidung zusammen. Hierzu stellst du die erforderlichen Maschinen ein, bedienst sie und hältst sie instand. Teilweise werden die Näharbeiten auch von Modenähern übernommen, deine Aufgabe ist es dann, diese genau in ihre Aufgaben einzuweisen. Du kontrollierst stets den Produktionsablauf und bist für die Qualitätssicherung der Produkte zuständig. Die fertigen Produkte lagerst du fachgerecht und bereitest sie für den Versand vor. 

Inhalte der Ausbildung

Schulische Ausbildungsinhalte 

Eine duale Ausbildung gliedert sich in zwei Teile - die Ausbildung im Betrieb und die Ausbildung in der Berufsschule. Der Berufsschulunterricht findet entweder an ein bis zwei Tagen die Woche oder als Blockunterricht statt. Als Modeschneider hast du täglich mit Stoffen zu tun. In der Berufsschule lernst du die verschiedenen Stoffe, Garne und Faserarten genau kennen,  damit du im Betrieb sofort weißt, welcher Stoff sich für welches Kleidungsstück am besten eignet. Jeder Designer hat seinen eigenen Stil, jede Dekade bringt meist seine eigenen Trends hervor - Modestile zu kennen ist Bestandteil deiner Berufsschulausbildung. Natürlich darf auch das Ausbauen deiner Rechnenkenntnisse nicht fehlen, damit du später Fertigungskosten und Materialverbrauch berechnen kannst. 

Betriebliche Ausbildungsinhalte 

Zunächst einmal machst du dich mit dem Aufbau deines Betriebs vertraut und schaust deinem Ausbilder noch über die Schulter. Du darfst zusehen, wie Kleidungsstücke oder Heimtextilien entwickelt und entworfen werden. Du lernst, wie man mit Stoffen umgeht, Schablonen richtig auflegt und Schnittbilder erstellt. Als Modeschneider musst du die Nähmaschine natürlich voll im Griff haben. Kein Problem, denn das lernst du im Betrieb. Zu Beginn nähst du noch auf Papier, um erstmal ein Gefühl für die Maschine zu bekommen. Klappt dies gut, darfst du Taschen auf Hemden aufnähen oder Reißverschlüsse in Hosen einnähen. Je mehr Übrung du hast, desto größere Aufgaben darfst du übernehmen. Am Ende deiner Ausbildung nähst du ganze Kleidungsstücke mit links zusammen. 

Ablauf der Ausbildung

Es handelt sich um eine dreijährige duale Ausbildung. Nach deinem zweiten Ausbildungsjahr erreichst du den Abschluss Modenäher (m/w). Im dritten Ausbildungsjahr wählst du einen Vertiefungsschwerpunkt - Prototypen und Serienanfertigung, Arbeitsvorbereitung und Qualitätsprüfung oder Schnitttechnik.

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