Wie werde ich Mediengestalter Digital und Print Fachrichtung Konzeption und Visualisierung?

Als angehender Mediengestalter Digital und Print Fachrichtung Konzeption und Visualisierung ist es hilfreich, wenn du die folgenden Eigenschaften schon mitbringst:
  • Kreativität
  • zeichnerische Fähigkeiten und ein räumliches Vorstellungsvermögen
  • analytisches Denken (z.B. bei der Analyse von Zielgruppen)
  • Spaß an der Arbeit am PC
  • Sorgfalt
  • Selbstständigkeit
  • Organisationstalent
  • Fähigkeit zur Teamarbeit
  • gutes Ausdrucksvermögen
  • Spaß am Präsentieren, Erklären und keine Angst davor, vor Leuten zu sprechen

Für die Ausbildung zum Mediengestalter Digital und Print ist ein mittlerer Bildungsabschluss, also die Mittlere Reife oder ein vergleichbarer Abschluss, vorgeschrieben. Viele Betriebe stellen jedoch überwiegend Ausbildungsanfänger mit Fachhochschulreife, Abitur oder einem besonders guten Realschulabschluss ein.

Bildungsweg

Duale Ausbildung

Empfohlener Schulabschluss

Realschulabschluss / Mittlere Reife

Ausbildungsdauer

3 Jahr(e)

Was macht ein Mediengestalter Digital und Print Fachrichtung Konzeption und Visualisierung?

Konzeption

Bevor du deinem Kunden etwas vorlegen kannst, musst du etwas ausarbeiten – so viel steht fest. Doch wie geht das? Erst einmal werden die Zielgruppen analysiert. Welche Gruppe von Menschen will das Unternehmen, also dein Kunde, mit seinen Produkten ansprechen? Geht es um junge oder ältere Menschen? Um Sportbegeisterte? Um Gesundheitsfanatiker? Um Bücherwürmer? Um Wissbegierige? Um In-den-Tag-Leber? Um Studenten oder „Besserverdiener“? Die Präferenzen und Voraussetzungen der Adressaten bestimmen das Produkt und seine Präsentation. Wenn du den Kundenauftrag genau kennst, beginnst du damit, erste Konzeptionen zu entwickeln. Dabei arbeitest du so präzise wie nur möglich. Allein die Schriftart oder die Farbwahl kann das ganze Erscheinungsbild verändern. Keine Entscheidung, die du triffst, ist daher zufällig. Eine Rolle bei der Konzeption von Medienprodukten spielt auch die technische, wirtschaftliche und terminliche Umsetzbarkeit: Was kann mit welchem Programm erreicht werden? Wie viel Budget plant der Kunde ein? Bis wann muss das Produkt fertig sein?

Visualisierung und Präsentation

Deine Entwürfe sind fertig. Doch wie soll der Kunde etwas mit deinen Notizen und Skizzen und dem ganzen Fachchinesisch anfangen? Deine Aufgabe ist es, die entwickelten Ideen so auf's Papier zu bringen, dass der Kunde sich das Produkt genau vorstellen kann. Dazu nutzt du Illustrationen wie Grafiken und Diagramme. Selbstverständlich präsentierst du dem Kunden verschiedene Varianten, indem du unterschiedliche Stilmittel, Schriftarten, Farben und Formen verwendest und ihm damit Entscheidungsmöglichkeiten eröffnest. Hat der Kunde Änderungswünsche? Dann musst du noch einmal ran – der Kunde ist König, das ist doch klar!

Inhalte der Ausbildung

Schulische Ausbildungsinhalte

Die Berufsschule „versorgt“ dich mit den theoretischen Inhalten deiner Ausbildung zum Mediengestalter Digital und Print. Hier werden alle wichtigen Grundlagen vermittelt. Dazu gehört zum Beispiel das Fach Mathematik, das dir dabei hilft, technische Daten zu berechnen und kaufmännische Unterlagen zu erstellen. In Kunst lernst du unter anderem grafische Elemente zu entwerfen und ansprechende Präsentationen zu erstellen. Auch Deutsch und Englisch sind Fächer, die dir später sehr behilflich sein werden, zum Beispiel in der textlichen Darstellung, bei der Kommunikation mit Kunden, und wenn du englischsprachige Informationsquellen nutzt.

Betriebliche Ausbildungsinhalte

In der ersten Hälfte deiner Ausbildung zum Mediengestalter Digital und Print erwarten dich wichtige Gestaltungsgrundlagen wie Proportionen, Farbe und Kontrast. Du wirst die Arbeit mit der Software deines Unternehmens erlernen und bekommst Kentnisse über Rechtsgrundlagen an die Hand, die du in deinem Beruf unbedingt beachten musst. Kenntnisse über das Urheberrecht zum Beispiel sind sehr wichtig. Nun hast du die beste Basis, um dich im zweiten Teil deiner Ausbildungszeit zu spezialisieren.
In der Fachrichtung Konzeption und Visualisierung lernst du, Arbeitsanweisungen zu erstellen, Auftragsziele festzulegen, Anforderungen des Kunden auszuwerten, Zielgruppen zu definieren, Grafiken, Diagramme und Illustrationen zu entwerfen und Entwürfe zu optimieren.

Ablauf der Ausbildung

Der Beruf des Mediengestalters unterteilt sich in zwei verschiedene Richtungen: Der Mediengestalter Bild und Ton und der Mediengestalter Digital und Print. Die Fachrichtung Konzeption und Visualisierung ist eine Fachrichtung, auf die du dich nach der Hälfte deiner Ausbildung zum Mediengestalter Digital und Print spezialisieren kannst. Die anderen beiden sind:
Deine Ausbildung zum „Mediengestalter Digital und Print“ kannst du entweder in einer betrieblichen Ausbildung oder durch eine schulische Ausbildung absolvieren. In der schulischen Ausbildung zum Mediengestalter Digital und Print wird dir zunächst das theoretische Wissen vermittelt und in der dualen Ausbildung kannst du direkt die theoretischen Grundlagen aus der Berufsschule in die Praxis umsetzen.

Diese Berufe könnten dich auch interessieren


Kaufmann für Dialogmarketing

209 freie Ausbildungsplätze

Kaufleute für Dialogmarketing sind im Bereich des Tele- oder Direktmarketings tätig. Sie verkaufen Dienstleistungen und kontrollieren den Erfolg der eingeleiteten Marketingmaßnahmen. Hierzu gehört insbesondere die Kundengewinnung, -betreuung und -bindung. Dies geschieht auf den unterschiedlichsten Wegen, meistens jedoch am Telefon oder per Live-Chat.

Duale Ausbildung

Kaufmann für Marketingkommunikation

79 freie Ausbildungsplätze

Kaufleute für Marketingkommunikation wissen ganz genau, wie man die Botschaft eines Unternehmens mithilfe von Medien der Zielgruppe vermittelt. Dazu entwickeln sie Werbe- und Kommunikationskonzepte, organisieren die Kampagne und überwachen ihren Verlauf.

Duale Ausbildung

Gestalter für visuelles Marketing

129 freie Ausbildungsplätze

Gestalter und Gestalterinnen für visuelles Marketing entwickeln Gestaltungskonzepte für die Präsentation von Waren und Dienstleistungen. Sie bearbeiten Grafiken am PC, stellen Materialien in der Werkstatt her und setzen die Produkte im Verkaufsraum optimal in Szene. Mit dem Einsatz verschiedener Gestaltungselemente lenken sie die Aufmerksamkeit potenzieller Kunden auf bestimmte Produkte. Sie arbeiten in Einzelhandelsgeschäften, Kongresszentren oder auch auf Ausstellungsveranstaltungen, wie zum Beispiel Messen.

Nach oben