Wie werde ich Elektroniker für Geräte und Systeme?

Als Elektroniker für Geräte und Systeme bist du in vielen Gebieten, wie zum Beispiel in der Informations- und Kommunikationstechnik, Fahrzeugelektronik, Medizintechnik oder Mess- und Prüftechnik tätig. Die folgenden Eigenschaften und Fähigkeiten bilden eine gute Voraussetzung für die Ausbildung zur Elektronikerin für Geräte und Systeme:

  • Kunden- und Serviceorientierung
  • Technisches Verständnis
  • Sorgfältiges und genaues Arbeiten
  • Flexibilität
  • Handwerkliches Geschick

Bist du dir noch nicht sicher, ob du die persönlichen Voraussetzungen erfüllst? Mach doch mal den Berufs-Check und finde mit nur wenigen Fragen heraus, welcher Beruf zu deiner Persönlichkeit passt.

Schulische Voraussetzung

Für die Ausbildung zum Elektroniker für Geräte und Systeme helfen dir bereits die Schulfächer Mathematik, Physik, Informatik und Werken/Technik, um dir den Einstieg in die Ausbildung zu erleichtern. Deine Mathekenntnisse helfen dir als Azubi elektrische Größen zu berechnen, wie zum Beispiel den Widerstand in einem Stromkreislauf. Auch die physikalischen Gesetze benötigst du, um den Aufbau und die Funktionswiese von verschiedenen Bauteilen zu verstehen. Zudem sind auch deine handwerklichen Fertigkeiten und dein zeichnerisches Können gefragt. In der Ausbildung zum Elektroniker für Geräte und Systeme musst du nämlich auch Schaltpläne entwerfen, und die entsprechenden Endgeräte zusammenbauen.

Wenn du dann auch noch einen mittleren Schulabschluss oder das Fachabitur oder Abitur in der Tasche hast, sollte deiner Karriere als Elektroniker für Geräte und Systeme nichts mehr im Wege stehen.

Bildungsweg

Duale Ausbildung, Schulische Ausbildung

Empfohlener Schulabschluss

Realschulabschluss / Mittlere Reife

Ausbildungsdauer

3,5 Jahr(e)

Azubi-Gehalt

Ø 1105 EUR

Was macht ein Elektroniker für Geräte und Systeme?

Deine Aufgaben als IT-Systemelektroniker auf einen Blick

  • Planung von Arbeitsabläufen: In einem Projekt arbeitest du häufig mit einem Team aus Ingenieuren und Technikern zusammen, wobei die einzelnen Schritten aufeinander abgestimmt werden müssen und die Teilaufgaben unter rechtlicher, wirtschaftlicher sowie terminlicher Vorgaben zu planen sind.
  • Montage: Vom Bau eines Prototypen bis hin zu den kleinsten Bauteilen wie zum Beispiel Leiterplatten bist du für die Montage der Elemente zuständig!
  • Durchführung von Mess- und Prüfverfahren: Um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, müssen die Maschinen und Systeme regelmäßig kontrolliert werden. Anhand von Mess- und Prüfverfahren kannst du feststellen, in welchem Bereich Störungen vorliegen und behebst anschließend das Problem.

Deine Aufgaben als IT-Systemelektroniker im Detail

Ein einsamer Elektroniker sitzt vor einer Leiterplatte und setzt Bauelemente mit der Pinzette ein – Stellst du dir so dein zukünftiges Berufsleben als Elektroniker für Geräte und Systeme vor? Dann liegst du aber sowas von falsch!

Planung von Arbeitsabläufen

Elektroniker für Geräte und Systeme arbeiten viel im Team. Je größer die Projekte, desto mehr Hände und Köpfe werden gebraucht. Dein Auftrag könnte zum Beispiel lauten, das Steuergerät eines Computertomographen zu bauen oder elektronische Bauteile in einem Auto zu installieren. Da braucht es die Ideen und das handwerkliche Geschick von vielen Mitarbeitern. Hierzu gehört eine gute Portion Organisationstalent, denn die einzelnen Prozessschritte müssen mit deinen Kollegen abgestimmt werden. An manchen Tagen arbeitest du zusammen mit Technikern und Ingenieuren zusammen, an anderen Tagen bist du für deinen Bereich alleine verantwortlich. Bei der Projektplanung musst du auch darauf achten, dass du die wirtschaftlichen und rechtlichen Vorgaben beachten, die je nach Unternehmen und Bauteil variieren. Falls es zu Verzögerungen kommt, kümmerst du dich als Elektroniker für Geräte und Systeme um die Prioritäten der Aufgaben und somit kann es auch schon einmal vorkommen, dass du auch nach Feierabend oder am Wochenende im Einsatz bist.

Montage

Du sollst das Mainboard, auch als Hauptplatine eines Computers bekannt, mit seinen Bauelementen bestücken. Dazu gehören zum Beispiel der Hauptprozessor, RAM-Steckplätze und Speicherbausteine.

Du wertest zunächst die Entwürfe aus, die dir für die Leiterplatte, auch Platine genannt, vorliegen. Anschließend führst du Berechnungen durch, um die Leistungsmerkmale der Bauteile zu ermitteln. Wenn du alle Informationen zusammen hast, erstellst du ein Layout. Das ist ein Anordnungsschema, in dem du die Bauelemente und deren Verdrahtungsstruktur darstellst.

Die Bauelemente müssen nun beschafft werden. Prototypen wie Widerstände fertigst du selbst an. Nun kann die Leiterplatte mit den Elementen bestückt werden. Bei kleinen Bauteilen verwendest du dazu eine Pinzette. Es ist wichtig, dass du dabei ein Anti-Statik-Armband trägst, damit empfindliche Bauteile vor elektro-statischer Aufladung geschützt werden. Nachdem du die Teile angebracht und gelötet hast, überprüfst du die Lotstellen noch einmal und wenn alles stimmt, kann das Betriebssystem installiert werden. Dazu rufst du über den PC eine Steuerungssoftware auf. Alle Änderungen, die du hier vornimmst, werden über ein Datenkabel in den Speicher der Platine übertragen. Die fertiggestellte Platine kann nun in der Datenbank deines Betriebs erfasst werden. Schließlich baust du sie in das Gerät ein. Wenn sie nun auch die Endprüfung und den Hochspannungstest übersteht, hast du deinen Auftrag erfolgreich erledigt.

Durchführung von Mess- und Prüfverfahren

Auch im Kundendienst bist du tätig. Wenn du eine Störungsmeldung von einem Kunden bekommst, machst du dich sofort auf den Weg, um die Telefonanlage, den PC oder bei Firmenkunden die Produktionsanlage oder Prüfmaschinen so schnell es geht wieder instand zu setzen. Zur Lokalisierung des Problems wendest du entsprechende Mess- und Prüfverfahren an, um elektrischen Größen und Signale auszuwerten. Diese protokollierst du in deinem System, um auch im Nachhinein die Werte einzusehen und eine Auswertung vorzunehmen. Anschließend wartest du als Elektroniker für Geräte und Systeme die Maschine und setzt sie wieder instand.

Gut zu wissen...
  • Elektrizität auf dem Oktoberfest: Über die 18 Tage Laufzeit des Festes werden in etwa 2,7 Millionen Kilowattstunden verbraucht, so viel wie 1000 Haushalte für ein ganzes Jahr benötigen.
  • Elektromobilität: Der Franzose Gustave Trouvé stellte bereits 1881 ein Fahrzeug mit Elektromotor und aufladbarem Akku vor. Das Gefährt war ein richtig heißes Eisen: Mit seinen sage und schreibe drei Rädern packte es eine Spitzengeschwindigkeit von bis zu 12 km/h! Trotz des beachtlichen technischen Fortschritts seiner Zeit, setzte sich der Benzinmotor gegen das E-Dreirad durch und die Straßen werden bis heute hauptsächlich von Verbrennern befahren.
  • Wer 100-mal googelt, verbraucht ungefähr so viel Strom wie eine 60-Watt-Glühbirne, die eine halbe Stunde lang leuchtet.

Inhalte der Ausbildung

Schulische Ausbildungsinhalte

In der Berufsschule lauten deine Fächer unter anderem: Mathe, Physik, Technik und Informatik. Dort lernst du wie du Ströme und Widerstände ermittelst, wie die physikalischen Gesetze im Bereich der Elektrodynamik lauten, wie du Baugruppen montierst und demontierst und wie Systeme programmiert und installiert werden. Du wirst sowohl elektrotechnische als auch informationstechnische Systeme kennenlernen. Das Thema Arbeitssicherheit und der richtige Umgang mit elektrischen Strömen wird auch eine wichtige Rolle spielen.

Betriebliche Ausbildungsinhalte

Im Ausbildungsbetrieb werden dir von Anfang an kleinere Projekt übertragen. Nur so lernst du, wie du deine Arbeit eigenständig organisierst und strukturierst. Der Vorteil einer dualen Ausbildung ist, dass du immer einen Bezug zwischen Theorie und Praxis hast. Du arbeitest oft im Team, musst aber auch Eigenständigkeit und Initiative beweisen. Bevor du mit einer Aufgabe betraut wirst, darfst du selbstverständlich deinem Ausbilder über die Schulter schauen. Nur so lernst du zu messen und zu analysieren, zu installieren, zu konfigurieren und Komponenten zu fertigen. Auch die Kundenberatung und -betreuung ist ein wichtiger Bestandteil deiner Ausbildung.

Ablauf der Ausbildung

Die Ausbildung zum Elektroniker für Geräte und Systeme ist eine duale Ausbildung. Das hat den Vorteil, dass Theorie und Praxis eng miteinander verknüpft sind.

Die Betriebe haben sich oft auf ein Einsatzgebiet spezialisiert, in dem sie auch ihre Azubis ausbilden. Darunter sind zum Beispiel medizinische Geräte, Automotive-Systeme, Mess- und Prüftechnik und informations- und kommunikationstechnische Geräte.

In deiner Ausbildung kannst du bis zu drei Zusatzqualifikationen wählen:

  • Programmierung
  • IT-Sicherheit
  • Digitale Vernetzung
Hilfreiche Fähigkeiten
  • Technisches Verständnis
  • Teamfähigkeit
  • Logisches Denken
  • Arbeitsgenauigkeit
  • Handwerkliches Geschick

Wie gut passt der Beruf Elektroniker für Geräte und Systeme zu dir?

Wenn du in deinem Beruf gerne etwas mit deinen Händen erschaffen möchtest, ist der Beruf Elektroniker für Geräte und Systeme genau der richtige für dich.
Wenn du nicht in der Höhe arbeiten möchtest, könnten andere Berufe besser zu dir passen.
Elektroniker für Geräte und Systeme-Quiz
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