Ausbildung
Elektroniker für Geräte und Systeme (m/w/d)

Bildungsweg
Duale Ausbildung
Empfohlener Schulabschluss
Realschulabschluss / Mittlere Reife
Ausbildungsdauer
3,5 Jahr(e)

Elektroniker für Geräte und Systeme planen und fertigen Geräte, durch die elektrische Ströme fließen, zum Beispiel medizintechnische Geräte und Bauteile in Fahrzeugen. Sie arbeiten auch im Kundendienst, wo sie Störungen in Geräten wie Telefonanlagen und Computern beheben.

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Deine Tätigkeiten

Ein einsamer Elektroniker sitzt vor einer Leiterplatte und setzt Bauelemente mit der Pinzette ein – Stellst du dir so dein zukünftiges Berufsleben als Elektroniker für Geräte und Systeme vor? Dann liegst du aber sowas von falsch!

Elektroniker für Geräte und Systeme arbeiten viel im Team. Je größer die Projekte, desto mehr Hände und Köpfe werden gebraucht. Dein Auftrag könnte zum Beispiel lauten, das Steuergerät eines Computertomographen zu bauen oder elektronische Bauteile in einem Auto zu installieren. Da braucht es die Ideen und das handwerkliche Geschick von vielen Mitarbeitern. Auch im Kundendienst bist du tätig. Wenn du eine Störungsmeldung von einem Kunden bekommst, machst du dich sofort auf den Weg, um die Telefonanlage, den PC oder bei Firmenkunden die Produktionsanlage oder Prüfmaschinen so schnell es geht wieder instandzusetzen.

Ein beispielhafter Ablauf einer Auftragsbearbeitung

Du sollst das Mainboard, auch als Hauptplatine eines Computers bekannt, mit seinen Bauelementen bestücken. Dazu gehören zum Beispiel der Hauptprozessor, RAM-Steckplätze und Speicherbausteine.

Schritt 1:

Du wertest zunächst die Entwürfe aus, die dir für die Leiterplatte, auch Platine genannt, vorliegen. Anschließend führst du Berechnungen durch, um die Leistungsmerkmale der Bauteile zu ermitteln.

Schritt 2:

Wenn du alle Informationen zusammen hast, erstellst du ein Layout. Das ist ein Anordnungsschema, in dem du die Bauelemente und deren Verdrahtungsstruktur darstellst.

Schritt 3:

Die Bauelemente müssen nun beschafft werden. Prototypen wie Widerstände fertigst du selbst an.

Schritt 4:

Nun kann die Leiterplatte mit den Elementen bestückt werden. Bei kleinen Bauteilen verwendest du dazu eine Pinzette. Es ist wichtig, dass du dabei ein Anti-Statik-Armband trägst, damit empfindliche Bauteile vor elektro-statischer Aufladung geschützt werden.

Schritt 5:

Nachdem du die Teile angebracht und gelötet hast, überprüfst du die Lotstellen noch einmal und wenn alles stimmt, kann das Betriebssystem installiert werden. Dazu rufst du über den PC eine Steuerungssoftware auf. Alle Änderungen, die du hier vornimmst, werden über ein Datenkabel in den Speicher der Platine übertragen.

Schritt 6:

Die fertiggestellte Platine kann nun in der Datenbank deines Betriebs erfasst werden. Schließlich baust du sie in das Gerät ein. Wenn sie nun auch die Endprüfung und den Hochspannungstest übersteht, hast du deinen Auftrag erfolgreich erledigt.

Inhalte der Ausbildung


Schulische Ausbildungsinhalte

In der Berufsschule lauten deine Fächer unter anderem: Mathe, Physik, Technik und Informatik. Dort lernst du wie du Ströme und Widerstände ermittelst, wie die physikalischen Gesetze im Bereich der Elektrodynamik lauten, wie du Baugruppen montierst und demontierst und wie Systeme programmiert und installiert werden. Du wirst sowohl elektrotechnische als auch informationstechnische Systeme kennenlernen. Das Thema Arbeitssicherheit und der richtige Umgang mit elektrischen Strömen wird auch eine wichtige Rolle spielen.

Betriebliche Ausbildungsinhalte

Im Ausbildungsbetrieb werden dir von Anfang an kleinere Projekt übertragen. Nur so lernst du, wie du deine Arbeit eigenständig organisierst und strukturierst. Der Vorteil einer dualen Ausbildung ist, dass du immer einen Bezug zwischen Theorie und Praxis hast. Du arbeitest oft im Team, musst aber auch Eigenständigkeit und Initiative beweisen. Bevor du mit einer Aufgabe betraut wirst, darfst du selbstverständlich deinem Ausbilder über die Schulter schauen. Nur so lernst du zu messen und zu analysieren, zu installieren, zu konfigurieren und Komponenten zu fertigen. Auch die Kundenberatung und -betreuung ist ein wichtiger Bestandteil deiner Ausbildung.

Besonderheiten


Die Ausbildung zum Elektroniker für Geräte und Systeme ist eine duale Ausbildung. Das hat den Vorteil, dass Theorie und Praxis eng miteinander verknüpft sind.

Die Betriebe haben sich oft auf ein Einsatzgebiet spezialisiert, in dem sie auch ihre Azubis ausbilden. Darunter sind zum Beispiel medizinische Geräte, Automotive-Systeme, Mess- und Prüftechnik und informations- und kommunikationstechnische Geräte.


In deiner Ausbildung kannst du bis zu drei Zusatzqualifikationen wählen:

  • Programmierung
  • IT-Sicherheit
  • Digitale Vernetzung



Voraussetzungen


Kannst du

  • logisch-mathematisch denken?
  • Verantwortung übernehmen?
  • gut beraten und erklären?

Bist du
- interessiert an Elektrik und Elektronik?
- fit in IT-Fragen?
- ordentlich und arbeitest sorgfältig?
- geduldig und gelassen, wenn Probleme auftreten?

Wenn du dann auch noch einen mittleren Schulabschluss oder das Fachabitur oder Abitur in der Tasche hast, sollte deiner Karriere als Elektroniker für Geräte und Systeme nichts mehr im Wege stehen.

Bist du dir noch nicht sicher, ob du die persönlichen Voraussetzungen erfüllst? Mach doch mal den Test.

Quellen:
Bei der Recherche für unsere Berufsbilder verwenden wir die Informationen von der Bundesagentur für Arbeit
sowie dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie .

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