Wie werde ich Elektroniker für Automatisierungstechnik?

Kannst du

  • abstrakt denken?
  • logisch denken?
  • dich gut ausdrücken?

Bist du
- freundlich und hilfsbereit?
- gut in Mathe?
- handwerklich begabt?
- fit im Umgang mit dem PC?

Wenn du dann auch noch mindestens einen Hauptschulabschluss oder aber den Realschulabschluss, das Fachabitur oder Abitur hast, bist du wie für den Beruf des Elektronikers für Automatisierungstechnik gemacht.

Um zu sehen, ob du die Voraussetzungen für eine Ausbildung zum Elektroniker für Automatisierungstechnik wirklich erfüllst, mache hier den Test.

Bildungsweg

Duale Ausbildung

Empfohlener Schulabschluss

Hauptschulabschluss

Ausbildungsdauer

3,5 Jahr(e)

Was macht ein Elektroniker für Automatisierungstechnik?

Überall, wo etwas automatisch in Bewegung gesetzt wird, haben Elektroniker für Automatisierungstechnik ihre Finger im Spiel. Zum Beispiel bei Achterbahn & Co im Freizeitpark, in der Straßenbahn, im Auto, im Schwimmbad, beim Fließband und den Greifarmen der Fertigungsstraße und so weiter – es steckt ein kompliziertes System hinter automatischen Vorgängen, das geplant und eingerichtet werden muss.

Analysieren und Planen

Bevor du loslegst, müssen Funktionszusammenhänge genau analysiert werden. Deine Aufgabe ist es zum Beispiel, die Abläufe einer automatisierten Schwebebahn, die am Flughafen zwischen den Terminals A, B und C verkehren soll, zu programmieren. Dazu musst du dir zunächst ein Bild davon machen, welche Route die Bahn abfährt, mit welcher Geschwindigkeit, wie lange sie halten soll, wie sie auf äußere Einflüsse, z.B. eintretende Passagiere, reagieren soll und so weiter. Wenn du die Funktionszusammenhänge im Detail erfasst hast, planst du die Anlage. Sollen die Betriebsabläufe elektrisch, pneumatisch (Einsatz von Druckluft) oder hydraulisch (Einsatz von Flüssigkeiten) funktionieren? Wo werden die Steuerungskomponenten liegen und mit welchen Leiteinrichtungen verbindest du sie mit dem Schaltschrank? Verwendest du dafür Bus-Systeme, um gleich mehrere Geräte miteinander zu verbinden, und so eine größere Menge von Daten, also Informationen über die Abläufe, zu transportieren?

Installieren und Programmieren

Zuerst müssen die Steuerelemente eingerichtet werden. Das sind verschiedene Baugruppen der Steuerungs- und Regelungstechnik und die Antriebssysteme, die elektrisch, pneumatisch und/oder hydraulisch funktionieren. Nun kannst du in Zusammenarbeit mit Ingenieuren und Informatikern die Befehle programmieren. Eine automatisierte Schwebebahn elektronisch auszustatten ist ein großes Projekt, an dem viele Menschen gleichzeitig arbeiten. Es werden Sensoren eingerichtet, wie zum Beispiel eine Lichtschranke in den Türen der Schwebebahn. Grundsätzlich sollen die Türen bei Halt an den Terminals automatisch aufgehen und vor Abfahrt wieder schließen. Der Schließmechanismus soll jedoch nicht eintreten, wenn etwas, zum Beispiel die Tasche eines Passagiers oder dessen Arm oder Bein im Weg ist. Bei Rauchentwicklung soll automatisch ein Alarm ausgelöst werden, der auch die Feuerwehr benachrichtigt. Die Schwebebahn soll sofort zum nächstgelegenen Terminal fahren, dort stehenbleiben und alle Türen sofort öffnen. In Notfällen kann außerdem in die automatischen Prozesse manuell eingegriffen werden. Wenn alles glattläuft, soll die Bahn aber ganz allein ohne manuelle Steuerung laufen, jetzt, wo sie einmal programmiert wurde.

Testen, Warten, Reparieren

Bevor du die Anwender in die Funktionen der Schwebebahn und dessen Bedienung im Notfall einweist, wird sie auf alle Funktionen getestet. Sind die Reaktionszeiten richtig eingestellt? Öffnet die Tür lang genug? Fährt die Bahn mit der richtigen Geschwindigkeit? Leiten die Sensoren die Befehle richtig weiter? Wenn alles ordnungsgemäß abläuft, ist das Projekt erst einmal fertiggestellt. Was einmal funktioniert, muss aber nicht immer funktionieren. Es ist wichtig, dass die Schwebebahn regelmäßig geprüft wird. Das nennt man Wartung. Wenn nötig, werden Regelkreise mithilfe von Schaltplänen, Messprotokollen und Dokumentationen optimiert. Bei einer Störungsmeldung wird mithilfe einer speziellen Testsoftware der Fehler eingegrenzt und so schließlich die Störung lokalisiert. Diagnosesysteme helfen, die Störungsursache zu finden und sie zu analysieren. Schließlich kann das betroffene Bauteil oder die beschädigte Verbindung wieder instandgesetzt werden.

Inhalte der Ausbildung

Schulische Ausbildungsinhalte

Die Berufsschule dient dazu, dir den theoretischen Hintergrund für deinen Beruf zu vermitteln. In Mathe, Physik und Technik lernst du den Aufbau und die Funktionen von Bauteilen kennen, die Bedienung von Maschinen und die Programmierung von Steuerungen. Du erfährst, nach welchen Kriterien du Antriebssysteme auswählst und wie du sie integrierst. Außerdem werden dir Grundlagen der Elektroenergierversorgung vermittelt und du lernst, wie informationstechnische Systeme bereitgestellt und geprüft werden.

Betriebliche Ausbildungsinhalte

Da man allein aus der Theorie meist nicht schlau wird, ist es wichtig, gelernte Inhalte in die Praxis umzusetzen. Übung macht den Meister und deshalb werden dir nach und nach Aufgaben übergeben, die du zuerst zusammen mit deinem Ausbilder, dann eigenständig erledigen sollst. Es ist wichtig, dass du weißt, wie du deine Arbeit ordnungsgemäß planen und organisieren kannst. Zum Beispiel solltest du deinen Arbeitsplatz mit allem, was du für eine Aufgabe benötigst, selbst einrichten können und dabei auch die notwendigen Schutzmaßnahmen beachten. Du wirst lernen, Systemkomponenten und Netzwerke zu montieren und zu installieren, Steuerungen aufzubauen und zu prüfen, Automatisierungssysteme zu programmieren und Fehler zu analysieren. Das hört sich zwar nach einer ganzen Menge an, doch du hast schließlich 3,5 Jahre Zeit, dir diese Fähigkeiten anzueignen und sie zu üben, bevor du in die Berufspraxis entlassen wirst.

Ablauf der Ausbildung

Die duale Ausbildung zum Elektroniker für Automatisierungstechnik kannst du entweder in einem handwerklichen Unternehmen oder einem Industriebetrieb absolvieren. In der Regel sind die Betriebe auf ein Einsatzgebiet spezialisiert, in dem du als Azubi dann auch ausgebildet wirst. Zu den Einsatzgebieten gehören z.B. Gebäudeautomation, Produktionsautomation und Verkehrsleitsysteme.

In deiner Ausbildung kannst du bis zu drei Zusatzqualifikationen wählen:

  • Programmierung
  • IT-Sicherheit
  • Digitale Vernetzung 

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