Wie werde ich Beton- und Stahlbetonbauer?

Für deine Ausbildung zum Beton- und Stahlbetonbauer bzw. zur Beton- und Stahlbetonbauerin, solltest du folgende Eigenschaften und Fähigkeiten mitbringen: 
  • Interesse am praktischen Arbeiten 
  • Handwerkliches Geschick 
  • Körperbeherrschung und körperliche Belastbarkeit 
  • räumliches Vorstellungsvermögen 
  • Sorgfalt 
  • Flexibilität 
  • Teamfähigkeit 
  • Leistungsbereitschaft 
  • Rechenfertigkeit 
  • Schwindelfreiheit

Erkennst du dich in diesen Eigenschaften wieder? Dann könnte die Ausbildung zum Beton- und Stahlbetonbauer genau das Richtige für dich sein. Mach den Test in unserem Berufsscout und finde es heraus! 


Schulische Voraussetzungen 

Um Beton- und Stahlbetonbauer zu werden, solltest du mindestens einen Hauptschulabschluss haben.

Bildungsweg

Duale Ausbildung

Empfohlener Schulabschluss

Hauptschulabschluss

Ausbildungsdauer

3 Jahr(e)

Azubi-Gehalt

Ø 1080 EUR

Was macht ein Beton- und Stahlbetonbauer?

Häuser, Straßen, Fabriken, Brücken – Beton begegnet einem im Alltag fast überall. Beton ist dafür bekannt, dass er in ausgehärtetem Zustand besonders hart und widerstandsfähig ist - nicht umsonst gibt es die Redensart, dass etwas „so hart wie Beton“ ist. Den Beton für unterschiedlichste Bauvorhaben an zumischen und zu verarbeiten, ist die Aufgabe von Beton- und Stahlbetonbauen. 

Vom flüssigen Beton zur harten Wand 

Beton ist eine Mischung aus Zement, Sand oder Kies und Wasser. Als Beton- und Stahlbetonbauer kennst du unterschiedlichen Betonrezepturen genau und weißt, welche Mischung du für welchen Arbeitsauftrag benötigst, zum Beispiel für den Bau eines neuen Mehrfamilienhauses. Bevor du damit beginnen kannst, Wände aus Beton zu bauen, fertigst du zuerst eine sogenannte Schalung an, also eine Form, in die der Beton gegossen werden kann. Ist deine Schalung fertig, mischt du den Beton an und füllst ihn mithilfe von Betonpumpen in die Schalung hinein und verteilst ihn gleichmäßig. Durch Stampfen und Rütteln verdichtest du das Betongemisch, damit es später besonders widerstandsfähig ist. Falls der Beton besonders viel aushalten muss, weil das Haus besonders groß wird und viele Stützwände benötigt, verstärkst du ihn mit Betonstahl. Diese Stahlverstärkung nennt man Bewehrung. Sie sorgt dafür, dass der Beton später nicht so schnell bricht. Nachdem der Beton ausgehärtet ist, entfernst du die Schalungen, säuberst sie und lagerst sie für den Fall, dass man sie noch einmal gebrauchen kann, ein. 

Arbeit auf der Baustelle 

Als Beton- und Stahlbetonbauer arbeitest du viel in Freiem und bist auf unterschiedlichen Baustellen im Einsatz. Neben der Arbeit mit Beton, gehören noch weitere Dinge zu deinen Aufgaben. Du baust Gerüste auf und ab, die zur Baustellensicherung dienen und stellst Absperrungen und Bauzäune auf. Hin und wieder stellst du ganze Betonfertigteile her und montierst diese später auf der Baustelle. Hierzu müssen die Betonfertigteile mit einem Krahn gehoben und genau an ihrer geplanten Stelle eingesetzt werden. Du dichtest Betonbauwerke ab, dämmst und isolierst sie und sanierst Schäden im Beton von Bauwerken. Darüberhinaus berücksichtigst du bei deiner Arbeit Umweltschutzrichtlinien und führst qualitätssichernde Maßnahmen durch. 

Gut zu wissen...
  • Schon vor 2.000 Jahren entdeckten die Römer, dass eine Mischung aus Sand, gebranntem Kalk und Wasser beim Austrocknen eine knochenharte Masse bildet. Das Pantheon in Rom ist aus Beton gegossen.
  • Das derzeit höchste Gebäude der Welt ist der Burj Khalifa in Dubai mit 828 Metern Höhe und 163 nutzbaren Stockwerken.

Inhalte der Ausbildung

Schulische Ausbildungsinhalte 

Die Ausbildung zum Beton- und Stahlbetonbauer ist eine duale Ausbildung in Industrie und Handwerk . Wie bei dualen Ausbildungen üblich, verbringst du einen Teil deiner Ausbildungszeit im Betrieb und den anderen Teil in der Berufsschule. In der Berufsschule lernst du die theoretischen Grundlagen. Hierzu zählt zum Beispiel, dass du weißt, wie man den Baustoffbedarf ermittelt, Flächen berechnet und Aufmaße erstellt – all dies lernst du im Mathematikunterricht. In Physik wird dir beigebracht, welche Werkstoffe welche Eigenschaften haben und wie Kräfte und Hebelarte wirken. Wie Werkzeuge, Maschinen und Geräte funktionieren und zu bedienen sind und wie man technische Zeichnungen anfertigt, lernst du im Technikunterricht. 

Betriebliche Ausbildungsinhalte 

Zu Beginn deiner Ausbildung lernst du zunächst den Aufbau und die Organisation deines Ausbildungsbetriebes kennen und machst dich mit Sicherheits- und Gesundheitsschutzvorschriften am Arbeitsplatz vertraut. Während deiner Ausbildung wird dir von deinem Ausbilder und deinen Kollegen beigebracht, wie du Betonbauteile und Bewehrungen aus Betonstahl und Betonstahlmatten herstellst. Du wirst lernen, wie du Bewehrungspläne liest und wie du Verankerungselemente einbaust. Darüberhinaus lernst du außerdem, wie du Bauteile aus Steinen fertigst. 

Ablauf der Ausbildung

Der berufliche Abschluss "Hochbaufacharbeiter/-in" wird nach  zwei Jahren erreicht.

Lehre in Österreich

Das Pendant zum deutschen Beton- und Stahlbetonbauer ist der österreichische Schalungsbauer. Die Lehre dauert hier zwischen drei und fünf Jahren.

Wie gut passt der Beruf Beton- und Stahlbetonbauer zu dir?

Wenn du in deinem Beruf gerne etwas mit deinen Händen erschaffen möchtest, ist der Beruf Beton- und Stahlbetonbauer genau der richtige für dich.
Wenn du nicht körperlich anstrengend arbeiten möchtest, könnten andere Berufe besser zu dir passen.

Hilfreiche Fähigkeiten

  • Technisches Verständnis
  • Teamfähigkeit
  • Handwerkliches Geschick
Beton- und Stahlbetonbauer-Quiz
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