Wie werde ich Elektroniker für Informations- und Systemtechnik?

Der perfekte Elektroniker bzw. die perfekte Elektronikerin für Informations- und Systemtechnik ist natürlich so noch nicht geboren worden. Es gibt jedoch Eigenschaften und Interessen, die du für diesen Beruf mitbringen solltest:

  • Technisches Verständnis und Interesse an Maschinen und technischen Systemen
  • Logisches Denkvermögen
  • Durchhaltevermögen
  • handwerkliche Geschicklichkeit
  • Eine ystematische Vorgehensweise
  • Geduld
  • Sorgfalt und Gründlichkeit
  • Freude an Kundenkontakt
  • Selbständigkeit

Hast du außerdem mindestens einen Realschulabschluss? Dann steht deiner Berufswahl fast nichts mehr im Weg! Wenn du testen möchtest, welche anderen Berufe zu dir passen könnte, wirf einen Blick in unseren Berufsscout und finde es heraus!

Bildungsweg

Duale Ausbildung

Empfohlener Schulabschluss

Realschulabschluss / Mittlere Reife

Ausbildungsdauer

3,5 Jahr(e)

Was macht ein Elektroniker für Informations- und Systemtechnik?

Mit Freunden kommunizierst du per Mail oder WhatsApp, zuhause stellst du für deine Eltern die Alarmanlage scharf und in der Schule benutzt du Programme, mit denen du und deine Mitschüler gemeinschaftlich an demselben Projekt arbeiten können. Klingt nach Alltag, doch wie viel mehr eigentlich dahinter steckt, wissen Elektroniker für Informations- und Systemtechnik.

Der Spezialist für informationstechnische Systeme

In deinem Beruf als Elektroniker für Informations- und Systemtechnik dreht sich alles um informationstechnische Systeme. Diese kommen beispielsweise in Computern, Faxgeräten, bei vernetzten Produktionsmaschinen, in Sende-, Signal- oder Antennenanlagen und Telefonen zum Einsatz. Sie sorgen unter anderem für Sicherheit oder erleichtern Kommunikation und Prozessabläufe. Deine Aufgabe ist es, diese komplexen Systeme und vernetzten Anlagen zu installieren, zu programmieren und zu warten oder sogar zu entwickeln. Du bist der Spezialist, wenn es um die Entwicklung von informationstechnischen Systemen wie Automatisierungssystemen, Signal- und Sicherheitssystemen, Steuerungssystemen, Informations- und Kommunikationssystemen und funktechnischen Systemen geht.

Hardware, Mikroprozessor und Embedded Systems

Für den Laien klingt es eher nach Fachchinesisch, für dich ist es Teil deiner täglichen Arbeit. Viele Systeme enthalten sogenannte Mikroprozessorsteuerungen. Da diese Steuerungselemente oftmals von außen nicht erkennbar sind, nennt man sie auch Embedded Systems, also eingebettete Systeme. Bei der Entwicklung informationstechnischer Systeme ist daher dein technisches Verständnis gefragt, da du die Hardwarekomponenten, elektronische Bauteile und Geräte montierst und sie im Anschluss zu einer Anlage zusammenbaust und installierst. Anschließend installierst du die Betriebssysteme, konfigurierst Netzwerke für die Unternehmen und erstellst Bedienoberflächen und Benutzerdialoge für die Mitarbeiter. Je nach Auftrag bist du auch dafür zuständig, die Softwarekomponenten zu erstellen und sie anzupassen.

Prüfen, Warten und Optimieren

Bevor du das System beim Kunden zum Einsatz frei gibst, überprüfst du natürlich erst, ob auch alles einwandfrei funktioniert. Hierbei setzt du Messgeräte und Testprogramme ein und wertest die Ergebnisse aus. Treten bei einem Testlauf Störfälle auf, gehst du dem Ganzen auf den Grund und beseitigst den Fehler, indem du beispielsweise defekte Komponenten austauschst. Läuft alles wie gewünscht, kann der Mitarbeiter eines Baumarktes am Computer den Warenbestand abfragen, die Mitarbeiter einer Verwaltung sich über ihr internes Kommunikationssystem miteinander verständigen und der Laden für Elektrogeräte um die Ecke hat ein einwandfrei funktionierendes Sicherheitssystem.

Inhalte der Ausbildung

Schulische Ausbildungsinhalte

Deine Ausbildung erfolgt dual, d.h. du verbringst deine Ausbildungszeit sowohl im Betrieb als auch in der Berufsschule. In der Berufsschule erlangst du das nötige theoretische Grundwissen für deinen zukünftigen Beruf. Hierzu besuchst du beispielsweise den Mathematik-, Informatik- und Technikunterricht. Wie erstellt und liest man Schaltpläne? Wie fertigt man technische Zeichnungen an? Wie analysiert man elektrotechnische Systeme? Wie misst du elektrische Größen und auf welche allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der Elektrotechnik musst du achten? Auf diese und viele weitere Fragen wirst du schon bald eine Antwort haben!

Betriebliche Ausbildungsinhalte

Im Betrieb kannst du nach und nach dein theoretisches Wissen in die Praxis umsetzen. Zu Beginn deiner Ausbildung machst du dich mit dem Aufbau und der Organisation deines Ausbildungsbetriebs vertraut und guckst deinem Ausbilder noch viel über die Schulter. Nach und nach darfst du eigenständig Aufgaben übernehmen, zunächst unter Beobachtung, nach einer Weile auch allein. Dir wird beigebracht, wie du Bauelemente zu Baugruppen zusammensetzt und wie du elektronische Bauteile und Geräte montierst. Du lernst IT- Systeme zu installieren und zu konfigurieren. Schon bald kannst du elektrische Funktionen und Systeme analysieren und die Sicherheit der elektrischen Anlagen beurteilen und überprüfen. Du entwickelst Softwaremodule für industrielle Systeme und integrierst Hard- und Softwarekomponenten. Du wirst außerdem lernen, wie du mit Kunden umgehst und Serviceleistungen erbringst.

Ablauf der Ausbildung

Die Ausbildung dauert 3,5 Jahre.

Während deiner Ausbildung vertiefst du deine Kenntnisse auf einem der folgenden Gebiete:

  • Automatisierungssysteme
  • Signal- und Sicherheitssysteme
  • Informations- und Kommunikationssysteme
  • Funktechnische Systeme
  • Eingebettete Systeme (Embedded Systems)


In deiner Ausbildung kannst du bis zu drei Zusatzqualifikationen wählen:

  • Programmierung
  • IT-Sicherheit
  • Digitale Vernetzung

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