Wie werde ich Zweiradmechatroniker?

Für die Ausbildung zum Zweiradmechatroniker solltest du folgende Voraussetzungen, Eigenschaften und Interessen mitbringen:

  • gute körperliche Konstitution
  • technisches Verständnis und Interesse für Mechanik
  • handwerkliches Geschick
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Freude am Kundenkontakt
  • Zuverlässigkeit
  • Selbstständigkeit
  • rasche Auffassungsgabe

Die Beschreibung trifft auf dich zu? Dann bist du wie gemacht für den Beruf des Zweiradmechatronikers. Du hast nich Zweifel? Mach den Test in unserem Berufsscout und finde heraus, welche Berufe sonst noch zu dir passen könnten.

Schulische Voraussetzung

Um Zweiradmechatroniker zu werden, solltest du mindestens einen Hauptschulabschluss haben.

Bildungsweg

Duale Ausbildung

Empfohlener Schulabschluss

Hauptschulabschluss

Ausbildungsdauer

3,5 Jahr(e)

Was macht ein Zweiradmechatroniker?

Mit dem Mountainbike über die Piste oder mit dem Motorrad im Sommer die Landstraße entlangfahren ist wie Musik in deinen Ohren? Hast du es schon als Kind geliebt, dich auf dein Fahrrad zu schwingen, durch die Gegend zu fahren und deine Reifen zu flicken, wenn mal einer kaputt war? Liebst du Motorräder und schraubst gerne an ihnen herum? Warum machst du dann nicht deine Leidenschaft zum Beruf und wirst Zweiradmechatroniker?!

Schrauben, basteln, reparieren

Als Zweiradmechatroniker ist es dein Job, Zweiräder zu warten, reparieren oder sie nach Kundenwunsch umzurüsten. Du verbringst den Tag in der Werkstatt und schraubst je nach Fachrichtung an Fahrrädern oder Motorrädern herum, bis alles so läuft und sitzt, wie es soll. Wenn deine Arbeit getan ist, hast du ein neues Zweirad angefertigt, ein altes repariert oder nach Kundenwunsch abgeändert oder aufgemotzt. Durch deine Schraubarbeit laufen die Zweiräder am Ende wie geschmiert und bei Motorrädern schnurrt der Motor wie ein Kätzchen.

Mechatronik

Egal ob Fahrrad oder Motorrad, der Job eines Zweiradmechatronikers geht, wie die Berufsbezeichnung schon sagt, über die mechanischen Aufgaben hinaus. Heutzutage schraubst du nicht mehr „nur“ Fahrräder zusammen und sorgst dafür, dass die Mechanik funktioniert, du kümmerst dich auch um Fragen der Elektrik, schließlich gibt es viele Fahrräder, die elektrische Komponenten bzw. Motoren aufweisen und du als Zweiradmechatroniker weißt genau, wie diese funktionieren und wie du sie zusammenbaust und reparierst. In der Fachrichtung Fahrradtechnik kümmerst du dich unter anderem um E-Bikes, in der Fachrichtung Motorradtechnik kümmerst du dich um den Motor und eventuell sogar Soundsysteme oder andere Spielereien an Motorrädern.

Fahrradtechnik und Motorradtechnik

Die Ausbildung zum Mechatroniker wird in zwei Fachrichtungen angeboten: Fahrradtechnik und Motorradtechnik. Je nachdem, für welche Fachrichtung du dich entscheidest, fallen deine Ausbildungsinhalte etwas anders aus. In der Fachrichtung Fahrradtechnik arbeitest du überwiegend mit klassischen Fahrrädern sowie E-Bikes und manchmal auch motorbetriebenen Behindertenfahrzeugen wie Rollstühlen. Kommt ein Fahrrad zur Inspektion zu dir in die Werkstatt, prüfst du es fachmännisch auf Mängel. Du überprüfst beispielsweise, ob die Bremsen einwandfrei funktioneren, den Zustand der Kette und ob Dynamo und Licht des Rads funktionieren. Muss etwas ausgebessert werden, montierst du beispielsweise den Dynamo ab und löst die Verkabelungen und montierst einen Neuen. In der Fachrichtung Motorradtechnik kümmerst du dich um motorisierte Zweiradfahrzeuge. Hierzu zählen neben Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor auch Hybrid- und Elektrofahrzeuge. Deine Aufgabe ist es, die mechanischen, elektronischen, hydraulischen und pneumatischen Systeme und Anlagen der Fahrzeuge instand zu halten. Du stellst neue Motorräder her, baust das Motorrad eines Kunden nach Wunsch um oder stattest es mit Zusatzeinrichtungen aus. Bei der Inspektion testest du mithilfe von Mess- und Diagnosegeräten die Antriebsaggregate und führst Abgasuntersuchungen durch.

Inhalte der Ausbildung

Die Ausbildung zum Zweiradmechatroniker ist eine duale Ausbildung, d.h. dass du einen Teil deiner Ausbildungszeit in der Berufsschule und den anderen Teil im Ausbildungsbetrieb verbringst.

Schulische Ausbildungsinhalte

Theorie und Praxis – wer wirklich gut sein möchte, in dem was er tut, kommt mit nur einem von Beidem auf Dauer nicht ans Ziel. Durch die Zweiteilung deiner Ausbildung wirst du sowohl theoretisch als auch praktisch ausgebildet, um dir eine bestmögliche Grundlage für die Entwicklung deiner Kenntnisse und Fähigkeiten zu geben. In der Berufsschule setzt du dich mit den physikalischen Grundlagen von elektronischen und hydraulischen Systemen auseinander und lernst, wie du diese prüfst und instandsetzt. Im Technikunterricht wird dir beigebracht, wie du Bauteile, Baugruppen oder ganze Systeme montierst und demontierst, damit du später in der Praxis weißt, wie du das Fahrrad oder Motorrad auseinander schrauben musst.

Betriebliche Ausbildungsinhalte

Im Betrieb geht es an die praktischen Arbeiten. Zu Beginn deiner Ausbildung machst du dich mit deinem Ausbildungsbetrieb vertraut und schaust deinem Ausbilder noch oft über die Schulter, aber je mehr du lernst desto mehr Aufgaben darfst du nach und nach eigenständig ausprobieren und durchführen. Neben den Schraubarbeiten in der Werkstatt gehört auch die Kundenbetreuung zu deinen Aufgaben. Du wirst lernen, wie du mit den Kunden richtig umgehst, ihre Aufträge entgegennimmst oder ihnen Zubehör verkaufst. Außerdem wird dir gezeigt, wie du Waren und Produkte beschaffst, bereitstellst und verkaufst. Die Theorie, die du in der Berufsschule über Montage und Demontage von Bauteilen gelernt hast, wird im Ausbildungsbetrieb umgesetzt. Schon bald darfst du das erste Mal einen Reifen tauschen, einen neuen Dynamo anbringen oder Motorradbauteile zusammensetzen. Du lernst, wie du Metall verarbeitest, zum Beispiel durch Löten, Schweißen, Fräsen oder Bohren, denn nur so kannst du später Zweiräder zusammenbauen oder Umrüstungsarbeiten durchführen. Darüberhinaus wird dir beigebracht, wie du Inspektionen durchführst, Schäden beurteilst und Motoren wartest.

Ablauf der Ausbildung

Die Ausbildung zum Zweiradmechatroniker wird in zwei Fachrichtungen ausgebildet:

  • Fahrradtechnik
  • Motorradtechnik

Wie gut passt der Beruf Zweiradmechatroniker zu dir?

Wenn du in deinem Beruf gerne tüfteln möchtest, ist der Beruf Zweiradmechatroniker genau der richtige für dich.
Wenn du nicht körperlich anstrengend arbeiten möchtest, könnten andere Berufe besser zu dir passen.

Hilfreiche Fähigkeiten

  • Technisches Verständnis
  • Arbeitsgenauigkeit
  • Handwerkliches Geschick

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