Wie werde ich Verfahrensmechaniker in der Steine-/Erdenindustrie?

Man muss schon ein besonderer Typ Mensch sein, um sich zwischen den Hightech-Anlagen und -Maschinen der Steine- und Erdenindustrie wohlzufühlen.

Kannst du

  • dich für Technik begeistern?
  • chemische und physikalische Zusammenhänge schnell begreifen?
  • dir vorstellen, viel im Stehen zu arbeiten?
  • dich damit abfinden, beim Arbeiten Gehörschutz, Helm und Handschuhe zu tragen?
  • dich in komplexe Zusammenhänge einarbeiten?
Und hast du (bald) einen Hauptschulabschluss oder einen Realschulabschluss in der Tasche?

Dann solltest du nicht mehr zögern, sondern dich direkt an die Bewerbung für eine Ausbildung zum Verfahrensmechaniker in der Steine- und Erdenindustrie setzen!

Mach hier den Test, ob dieser Beruf wirklich der richtige für dich ist.

Bildungsweg

Duale Ausbildung

Empfohlener Schulabschluss

Hauptschulabschluss

Ausbildungsdauer

3 Jahr(e)

Azubi-Gehalt

Ø 1025 EUR

Was macht ein Verfahrensmechaniker in der Steine-/Erdenindustrie?

Der Asphalt auf der Straße, die Decke über dir in deinem Haus, die Steine auf deiner Terrasse und die Brücke, über die du mit dem Auto zur Arbeit fährst – wir können und müssen uns voll darauf verlassen, dass sie absolut stabil sind und einiges aushalten. Doch wie entsteht eigentlich eine Straße, ein riesiger Betonklotz und eine Deckenverkleidung aus Gips?

Angefangen hat alles in einem Steinbruch, in dem die Rohstoffe und Mineralien abgebaut werden. Dort arbeiten Verfahrensmechaniker in der Steine- und Erdenindustrie. Sie kennen sich nicht nur mit den verschiedenen Steinen und Stoffen aus, sondern auch mit riesigen Hightech-Maschinen, mit denen sie diese zu Baustoffen weiterverarbeiten.

Wenn du wissen möchtest, wie diese Schritte im Einzelnen aussehen, schaue dir die sechs verschiedenen Fachrichtungen an!


Inhalte der Ausbildung

In den ersten beiden Ausbildungsjahren lernen alle angehenden Verfahrensmechaniker in der Steine- und Erdenindustrie dieselben Inhalte in der Berufsschule. Erst ab dem dritten Jahr findet eine Spezialisierung in der jeweiligen Fachrichtung statt.

Schulische Ausbildung

Eines ist sicher: An den Fächern Chemie, Physik und Technik (Verfahrenstechnik, Werkstofftechnik, Maschinen- und Gerätetechnik etc.) kommst du in deiner Ausbildung zum Verfahrensmechaniker in der Steine- und Erdenindustrie nicht vorbei. Du wirst zunächst einen Rundumschlag an Werkstoffen, an Mineralien und Baustoffen kennenlernen, wirst ihre Eigenschaften, wie chemische Bindung, Kristallbildung, Oxidierbarkeit etc. kennenlernen und dich mit der Behandlung der Stoffe auseinandersetzen. Du lernst, Tabellen, Kennlinien, Diagramme und Normblätter zu interpretieren und zu verstehen. Wichtig sind auch die Sicherheitsvorschriften, da du es im Betrieb mit Hitze, Staub, Lärm und Gasen zu tun hast. Auch die Wirtschaftlichkeit deines Betriebes spielt eine wichtige Rolle. Wie können möglichst störungsfrei in kürzester Zeit die meisten Erzeugnisse hervorgebracht werden? Welche Rolle spielt der Umweltschutz dabei? Was bedeutet eigentlich „rationelle Energieversorgung“ und wie recycelt man Beton?

Betriebliche Ausbildung

Hast du schonmal gesehen, wie eine Bohrlochsprengung an einem Steinbruch durchgeführt wird? Nur Fachleute dürfen so etwas durchführen – vielleicht bist du bald einer von ihnen! In deinem Ausbildungsbetrieb lernst du die vielen verschiedenen Geräte und Maschinen rund um den Steinbruch und das Beton- oder Kalksteinwerk kennen: Bagger, Radlager, Fördersysteme, Mühlen, Schredder, Öfen und viele mehr. Alle lassen sich heutzutage vom Computer aus einstellen und steuern. Das bedeutet aber nicht, dass du von deinem Bürostuhl nicht runterkommst – du arbeitest vorrangig im Stehen, auch mal in der Hocke oder auf Knien, um die Maschinen und Produkte genau unter die Lupe zu nehmen. Dazu lernst du in deinem Betrieb die vielen Funktionseinheiten der Maschinen kennen. Dazu gehören Gestelle, Führungen, Gehäuse, Lager, Achsen, Motoren, Pumpen, Zylinder, Rotoren, Spulen und vieles mehr. Es wundert daher nicht, dass eine deiner Aufgaben die Wartung und Reparatur dieser hochkomplexen Anlagen ist. Du lernst auch, wie du im laufenden Produktionsprozess Proben der Erzeugnisse entnimmst und sie analysierst. So wird gewährleistet, dass sie den Qualitätsmerkmalen entsprechen und am Ende auch wirklich das Produkt herauskommt, was hergestellt werden sollte. Auch lernst du, wie du die ganzen Abläufe sauber dokumentierst, wie du die Produkte fachgerecht lagerst und für den Versand bzw. Transport vorbereitest.


Ablauf der Ausbildung

Die duale Ausbildung zum Verfahrensmechaniker in der Steine- und Erdenindustrie wird in insgesamt sechs Fachrichtungen angeboten:

Fachrichtungen

Verfahrensmechaniker in der Steine- und Erdenindustrie der Fachrichtung Transportbeton verarbeiten Zement, Sand, Kies und Wasser und Zusatzstoffe zu Beton und machen ihn transportbereit.

Was macht ein Verfahrensmechaniker in der Steine-/Erdenindustrie Fachrichtung Transportbeton?

Transportbeton – was ist das eigentlich? So nennt man Beton, der außerhalb der Baustelle hergestellt wird und fast einbaufertig (es fehlt nur noch Wasser) angeliefert wird. Ist doch eigentlich logisch, oder? Aber wie entsteht dieser Beton und wie kommt er schließlich dahin, wo er verbaut werden soll? Damit kennen sich Verfahrensmechaniker in der Steine- und Erdenindustrie der Fachrichtung Transportbeton aus.

Beton ist nicht gleich Beton

Wenn wir von Beton sprechen, dann meinen wir einen Baustoff, der je nach Mischungsverhältnis seiner Bestandteile Zement, Sand, Kies, Wasser und verschiedenen Zusatzstoffen ganz unterschiedliche Formen annehmen kann. Meist wird Beton nicht roh verbaut, sondern zusammen mit anderen Werkstoffen wie Stahl, Kunststoff- oder Glasfasern – je nach anschließender Verarbeitung. Als Verfahrensmechaniker in der Steine- und Erdenindustrie musst du dich also zunächst genau informieren, nach welcher Rezeptur du den Mischer zu befüllen hast. Du stellst entsprechend die Waage ein und fügst vorsichtig die Ausgangsstoffe hinzu. Unter dem Mischer steht gleich der Fahrmischer, der mit dem richtigen Mischverhältnis beladen wird. Die Mischanlage kannst du vom PC aus steuern. Zur Entnahme der Betonproben, sofern diese nicht vollautomatisch durch Roboter geschieht, bist du direkt an der Maschine im Einsatz.

Bereit für den Transport

Wenn die bestellte Betonmenge fertig angemischt ist, erstellst du den Lieferschein und stimmst per Telefon mit der Baustelle den Zeitpunkt der Lieferung ab. Das Beladen der Lkws hat schon begonnen und die Fahrer stehen bereit. Du musst dich nun darum kümmern, den Restbeton aufzubereiten, damit möglichst wenig Rohstoffe verloren gehen.

Verfahrensmechaniker in der Steine- und Erdenindustrie der Fachrichtung Baustoffe bedienen in Steinbrüchen Anlagen zur Gewinnung von Rohstoffen und zur Weiterverarbeitung zu Baustoffen.

Was macht ein Verfahrensmechaniker in der Steine-/Erdenindustrie Fachrichtung Baustoffe?

Aus Kalkstein wird Zement

Wusstest du, dass Zement der meistverwendete Baustoff überhaupt ist? Dementsprechend wichtig ist eine reibungslose Produktion im Zementwerk und das Händchen und Köpfchen eines Verfahrensmechanikers in der Steine- und Erdenindustrie. Alles fängt mit dem Rohstoff Kalkstein an, der durch Sprengen aus Steinbrüchen gewonnen wird. Dazu braucht es Experten, die die Bohrungen machen, sie mit Sprengstoff füllen, den Sprengbereich ordnungsgemäß sichern und schließlich die Sprengung durchführen. Der dann abgebaute Kalkstein wird in einer Brecheranlage zerkleinert. Hier besteht absolute Helmpflicht und auch Schutzbrille und Gehörschutz dürfen nicht fehlen. Safety first! Nun macht sich der Kalksteinschotter über die Förderanlage auf den Weg zum Schottermischbett, wo er vorhomogenisiert wird. Das bedeutet, dass durch einen sogenannten Abbaukratzer die Schichten des Schotters miteinander vermischt werden. So gleichen sich die Schwankungen der Rohstoffanteile im Kalkstein aus. In der anschließenden Rohmahlung wird der Schotter in Rohmühlen zu feinem Kalkmehl gemahlen und getrocknet. Proben des Rohmehls werden meist vollautomatisch ins Labor geschickt und auf ihre Qualität hin geprüft. Zu guter Letzt wird das Rohmehl zusammen mit weiteren Komponenten wie Gips und Hüttensand im Drehrohrofen zu Zement gebrannt.

Das Steuer in der Hand

… hast du in diesem Fertigungsprozess, denn du bedienst nicht nur die Maschinen und Anlagen, sondern bist auch für die Qualität der Produkte verantwortlich. Nach jedem Fertigungsschritt leitest du entsprechende Laboruntersuchungen ein, machst Sichtkontrollen und veranlasst sofort eine Wartungs- oder Reparaturmaßnahme im Falle einer Störungsmeldung. Die Anlagen müssen regelmäßig gereinigt, gewartet und mit neuen Rohstoffen bestückt werden. Gibt es einen Stopp in der Produktion, könnte das große Verluste für deinen Betrieb bedeuten. Umso wichtiger, dass du den Überblick über die Förderanlagen, Mühlen, Schredder, Schneidemaschinen, Öfen und Co. behältst und im Zweifelsfall direkt eingreifen kannst.  

Verfahrensmechaniker in der Steine- und Erdenindustrie der Fachrichtung Asphalttechnik bedienen und überwachen Maschinen, die Rohstoffe zu Asphalt verarbeiten.

Was macht ein Verfahrensmechaniker in der Steine-/Erdenindustrie Fachrichtung Asphalttechnik?

Du fährst bei Regen über die Autobahn und kannst kaum etwas sehen, weil eine richtige Nebelschwade über der Straße steht und das Wasser dir entgegenspritzt. Es ist außerdem so laut, dass du nicht einmal die Staumeldung im Radio verstehen kannst, ohne es auf volle Lautstärke zu drehen. Damit so etwas nicht passiert, kümmern sich Verfahrensmechaniker in der Steine- und Erdenindustrie der Fachrichtung Asphalttechnik darum, dass für die nächste Straßenbaumaßnahme ein astreiner Walzasphalt geliefert wird.

Sand, Schotter und Splitt

Das sind die Rohstoffe, aus denen Asphalt hergestellt wird. Sie werden in Steinbrüchen abgebaut und in das nächste Asphaltmischwerk gebracht. Dort trennen Maschinen und Anlagen zunächst nach Körnung, also Größe der Teile, und nach Mineralstoffart. Zusammen mit Bitumen, einem Kohlenwasserstoffgemisch, das bei der Erdölverarbeitung anfällt und nun als Bindemittel fungiert, und verschiedener Zusatzstoffe wie Fasern und Farbpigmenten werden Walz- und Gussasphalt hergestellt. Walzasphalt wird traditionell im Straßenbau verwendet, Gussasphalt für Entwässerungsrinnen, als Industrieestrich und als Bauabdichtung.

Profis am Werk

Als Verfahrensmechaniker in der Steine- und Erdenindustrie der Fachrichtung Asphalttechnik kennst du dich mit verschiedenen Asphaltschichten und deren Eigenschaften aus: Wie muss der Asphalt beschaffen sein, damit er griffig und eben ist, damit er Wasser ableitet und Lärm mindert? Du arbeitest daher bei der Mischung der Rohstoffe mit einem genauen Rezept und musst die Maschinen exakt programmieren. Zwischenprodukte werden von dir genau überprüft und sogar labortechnisch auf ihre Eigenschaften und Funktionen hin analysiert. Bei kleinsten Unstimmigkeiten musst du direkt in die Produktion eingreifen und die Anlagen nachjustieren bis du das gewünschte Produkt erhältst. Erst dann wird es von dir abgenommen, in den Asphaltkocher gegeben und vorsichtig zur Baustelle transportiert. Der Asphalt muss ab nun auf einer konstanten Verarbeitungstemperatur gehalten und bewegt werden, bis er auf der Baustelle zum Einsatz kommt.


Verfahrensmechaniker in der Steine- und Erdenindustrie der Fachrichtung Gipsplatten/Faserzement produzieren Gipsplatten sowie Platten, Rohre und Estrich aus Faserzement.

Was macht ein Verfahrensmechaniker in der Steine-/Erdenindustrie Fachrichtung Gipsplatten/Faserzement?

Gipsplatten werden in Gebäuden für die Verkleidung von Wänden und Decken verwendet. Sie bestehen aus einem Gipskern unterschiedlicher Stärken und einer Ummantelung von einem Spezialkarton.

Faserzement ist ein Verbundstoff aus Zement und zugfesten Fasern, der zum Beispiel zur Herstellung von Abwasserrohren und Estrichen verwendet wird.

Als Verfahrensmechaniker in der Steine- und Erdenindustrie der Fachrichtung Gipsplatten/Faserzement stellst du diese Erzeugnisse selbst her – naja nicht ganz, denn ohne die komplexen Maschinen und Anlagen wäre die die Produktion von solchen Mengen in kürzester Zeit wohl kaum möglich!

Der Herstellungsprozess

Wenn dir die Rezeptur für die Faserzementmischung, die du heute anzufertigen hast, vorliegt, kann es direkt losgehen. Letztlich geht alles automatisch – so auch das Mischen der einzelnen Stoffe – doch die Waage musst du selbst einstellen, die Wasserzufuhr aufdrehen, die Mischverhältnisse steuern. Man kann viel falsch machen, aber auch viel Erstaunliches bewirken, wenn man mit Konzentration bei der Sache ist. Schon nach kurzer Zeit kannst du bereits die ersten Proben eines 1-A-Gipsbreis überprüfen und diesen in dosierten Mengen auf den Unterkarton auftragen. Eine automatisierte Formwalze verteilt den Gipsbrei gleichmäßig auf dem Karton. Anschließend werden die Kartonränder umgebogen und mit dem Oberkarton verleimt. Die Gipsplatten müssen nun noch zurechtgeschnitten werden, sodass sie die gewünschte Größe bekommen und anschließend müssen sie getrocknet werden. Der Vorteil dieser Gipsplatten ist, dass sie ein geringes Gewicht haben, aber aufgrund des Gipskerns sehr stabil sind.

Pflege der Maschinen

So nützlich die Maschinen und Anlagen deines Betriebs auch sind, so viel Zuwendung benötigen sie auch. Nachdem der Gipsbrei über die Förderanlagen transportiert wurde, müssen diese gereinigt und von angetrockneten Gipsresten befreit werden. In regelmäßigen Abschnitten musst du Teile wie Ventile, Siebe, Rohre, Düsen etc. austauschen, um einen Stopp in der Produktion aufgrund von Störungen zu verhindern. Die Funktionstüchtigkeit der Anlagen solltest du hin und wieder überprüfen und dich bei Fehlern direkt auf Fehlersuche begeben. Ein technisches Grundverständnis ist daher in deinem Beruf sehr wichtig und die Arbeit zwischen den großen Hightech-Anlagen sollte dir auf jeden Fall Spaß bereiten.

Verfahrensmechaniker in der Steine- und Erdenindustrie der Fachrichtung Kalksandsteine/Porenbeton bedienen Maschinen und Anlagen zur Herstellung von Bauteilen aus Kalksandstein und Porenbeton.

Was macht ein Verfahrensmechaniker in der Steine-/Erdenindustrie Fachrichtung Kalksandsteine/Porenbeton?

Kalksandstein und Porenbeton gehören zu den sogenannten dampfgehärteten Baustoffen. Sie heißen so, weil sie am Ende ihrer Bearbeitung bei etwa 200 Grad Celsius einer Dampfhärtung unterzogen werden, um die nötige Stabilität zu bekommen. Aber langsam – wie werden Kalksandstein und Porenbeton überhaupt hergestellt?

Dein Know-how und die Arbeitskraft der Maschinen

Als Verfahrensmechaniker in der Steine- und Erdenindustrie der Fachrichtung Kalksandsteine/Porenbeton bist du der Experte, wenn es darum geht, robuste Mauerblöcke und Mauersteine für Bauwerke herzustellen. Aus den Rohstoffen Kalk, Sand und Wasser fertigst du mit hochtechnisierten Mischanlagen Kalksandstein und presst ihn zu Steinrohlingen, die anschließend im Härtekessel unter Dampfdruck bei hohen Temperaturen gehärtet werden. Bei Porenbeton stellst du eine Mischung aus Quarzsand, Aluminiumpulver, Kalk und Wasser her, das du anschließend in Gießformen füllst. Natürlich machst du das nicht per Hand, sondern bedienst computergesteuerte Dosier- und Mischanlagen von der Leitstelle aus. Bei dieser Mischung entsteht aus der Verbindung von Aluminiumpulver und Kalk ein Wasserstoffgas, das feine Poren bildet – daher auch der Name Porenbeton. Um Beton handelt es sich jedoch nach Definition missverständlicherweise nicht.

Mit Bewehrung und ohne Bewehrung

Nicht zu verwechseln mit der Bewährung, also der Zeit, die man einer Person gibt, sich noch einmal auf die Probe zu stellen! Mit der Bewehrung in der Verfahrensmechanik der Steine- und Erdenindustrie meint man die Ummantelung von Kalksandstein- und Porenbetonmischungen von einer stabilen Stahlkonstruktion. Diese musst du zunächst herstellen, auf die erforderliche Größe zuschneiden und in die Gießform einbauen, bevor du die Mischung einfüllst bzw. die computergesteuerten Dosieranlage von dem Leitstand aus steuerst. Die gegossenen Blöcke werden dann mit Kränen zur Schneideanlage transportiert, wo sie geschnitten und anschließend gefräst werden.

Verfahrensmechaniker in der Steine- und Erdenindustrie der Fachrichtung Vorgefertigte Betonerzeugnisse steuern Maschinen, die Betonfertigteile aus Frischbeton herstellen.

Was macht ein Verfahrensmechaniker in der Steine-/Erdenindustrie Fachrichtung vorgefertigte Betonerzeugnisse?

Hast du schonmal gesehen, wie bei einem Schwertransport riesige Brückenpfeiler transportiert werden? Es handelt sich hierbei um vorgefertigte Betonerzeugnisse, die in einem Betonwerk hergestellt und anschließend zur Baustelle transportiert und dort eingesetzt werden. Nur so ist es möglich, dass in so kurzer Zeit eine neue Autobahnbrücke entstehen kann.

Rohre, Platten, Treppen

Sogar Fertiggaragen werden von dir im Betonwerk hergestellt und zur Baustelle geliefert. Dazu mischst du aus Zement, Sand, Kies, verschiedenen Zusatzstoffen und Zusatzmitteln sowie Wasser unterschiedliche Arten Frischbeton – je nach gewünschtem Endprodukt. Wenn du zum Beispiel einen Brückenpfeiler aus Stahlbeton fertigen sollst, musst du dazu zunächst eine Bewehrung – also ein Gerüst aus Stahl, in das später der Beton gegossen wird – herstellen. Eine Einfüllanlage hilft dir, den flüssigen Beton in die Formen zu füllen. Die Rüttelmaschine presst und verdichtet die Masse so lange, bis sie erhärtet. Erst dann kann die Form entfernt werden und übrig bleibt das gewünschte Produkt.

Der Feinschliff

Um das Produkt weiter zu festigen, wird es unter Dampfdruck gehärtet. Nun kannst du zum Beispiel mit einem Sandstrahler die Oberfläche des Brückenpfeilers, der Treppe, der Fertiggarage, der Rohre oder Platten bearbeiten. Um eine möglichst lange Lebensdauer des Bauwerks zu gewährleisten, trägst du zusätzliche ein spezielles Korrosionsschutzmittel auf, das zum Beispiel vor Regen und Frost schützt.

Maschinenpflege

Ohne die hochtechnisierten Maschinen und Anlagen im Betonwerk wäre es überhaupt nicht möglich, in so kurzer Zeit solche Massen an Betonfertigteilen zu produzieren. Damit die Maschinen möglichst lange ihre Aufgaben erledigen, benötigen sie eine besondere Pflege. Sie müssen regelmäßig gewartet werden, also Funktionen einzelner Teile überprüft werden und gegebenenfalls Komponenten, wie zum Beispiel ein Hydraulikventil, ein Filter oder eine Dichtung, ausgetauscht werden. Sollte es zu Fehlermeldungen im laufenden Betrieb kommen, musst du schnell handeln und dich auf Fehlersuche begeben. Ist das defekte Teil schnell ausgetauscht, kann und muss es sofort weitergehen, denn ein Produktionsstopp bedeutet Verluste für deinen Betrieb und eventuell sogar Verzögerungen in der Lieferung.

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