Tiefbaufacharbeiter bei der Arbeit ©Pixabay Public Domain

Ausbildung
Tiefbaufacharbeiter (m/w/d)

Bildungsweg
Duale Ausbildung
Empfohlener Schulabschluss
Hauptschulabschluss
Ausbildungsdauer
2 Jahr(e)

Tiefbaufacharbeiter sind je nach Ausbildungsschwerpunkt in den Bereichen Straßen-, Rohrleitungs-, Kanal-, Gleis-, Brunnen- oder Spezialtiefbau tätig. Sie heben Gräben aus, schaffen Verkehrswege, bauen Ver- und Entsorgungssysteme, wirken bei Brunnenbohrungen und dem Tunnelbau mit. Bei all diesen Tätigkeiten wechseln ihre Einsatzorte von Zeit zu Zeit und sie verbringen den überwiegenden Teil ihrer Arbeit im Freien.

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Deine Tätigkeiten

Während deiner Ausbildung zum Tiefbaufacharbeiter im Schwerpunkt Straßenbauarbeiten lernst du, wie du zum Beispiel Böschungen und Randbefestigungen anlegst, Gehwege pflasterst und Straßen asphaltierst. Bist du im Bereich Rohrleitungsbau beschäftigt, verlegst du Rohre für sämtliche Leitungen und Kabelschächte. Der Schwerpunkt Kanalbauarbeiten bietet dir ein ganz ähnliches Aufgabenfeld, nur sind die Rohre aus Beton und in der Regel nur mit schwerem Gerät zu verlegen. Bist du im Brunnen- und Spezialtiefbau tätig, so beinhalten deine täglichen Aufgaben sowohl das Bedienen von Bohrgeräten, als auch das Installieren von Wasserförderanlagen. Der Gleisbau umfasst den Unterbau für die Gleise und das Verlegen der Schienenführungen. Dieser Beruf bietet dir vielseitige Schwerpunkte und du hast somit die Möglichkeit, deine Stärken gezielt in einem der Fachbereiche einzubringen.

Inhalte der Ausbildung


Als Tiefbaufacharbeiter machst du eine zwei jährige Ausbildung nach dem dualen System und legst bereits vor deiner Ausbildung einen Schwerpunkt aus einem der folgenden Bereiche fest: Im Brunnen- und Spezialtiefbau führst du Bohrungen durch, die für die Wassergewinnung wichtig sind, aber auch für Baugrunduntersuchungen benötigt werden. Entscheidest du dich für ein Unternehmen aus dem Bereich Gleisbau, baust du die Schwellen und verlegst die Schienen. Bist du für Rohrleitungsarbeiten zuständig, so verlegst du Rohre und Leitungen, ziehst Kabel ein und prüfst alles mit Wasser oder Luft auf seine Dichtigkeit. Im Kanalbau verlegst du Abwasserleitungen und installierst Hausanschlüsse. Ebenso schachtest du Kabelwege aus und stellst Pflasterdecken wieder her. Im Straßenbau geht es darum Verkehrswege zu errichten, Pflasterwege und Asphaltdecken instandzuhalten. Wie du bereits jetzt schon erkennen kannst, bietet dir der Beruf des Tiefbaufacharbeiters eine vielseitige Ausbildungsmöglichkeit. Zu berücksichtigen ist jedoch, dass der Ausbildungsbetrieb in der Regel bereits mit der Stellenausschreibung festlegt, für welchen Schwerpunkt er einen Azubi einstellen möchte. Hier solltest du also bereits bei der Stellenausschreibung aufpassen!

Schulische Ausbildungsinhalte

In der Berufsschule erwirbst du berufsspezifische Fachkenntnisse zu den einzelnen Lernfeldern sowie berufsübergreifendes Wissen aus den allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch, Wirtschaft- und Sozialkunde. Zu den Lernfeldern gehören Themengebiete, wie zum Beispiel das Einrichten einer Baustelle, das Erschließen und gründen eines Bauwerks, das Mauern eines Baukörpers oder das Herstellen von Holz- oder Stahlbetonteilen und das Beschichten beziehungsweise das Bekleiden eines Bauteils. Im zweiten Lehrjahr findet eine entsprechende Vertiefung des bereits gelernten Stoffes statt sowie die Vermittlung der neuen Inhalten aus dem gewählten Schwerpunktbereich. Die Berufsschule bereitet dich aber nicht nur auf deinen beruflichen Alltag vor, sondern auch auf die Zwischenprüfung, die du bereits nach dem ersten Lehrjahr ablegen musst. Auch für die am Ende des zweiten Lehrjahres anstehende Abschlussprüfung findet eine entsprechende Vorbereitung statt. Sie greift nicht nur das bereits Gelernte und den Stoff aus der Zwischenprüfung wieder auf, sondern auch die Themen aus deinem Schwerpunkt.

Betriebliche Ausbildungsinhalte

Neben vorbereitenden Tätigkeiten, wie die Baustellen vor eventuellem Verkehr zu sichern oder Beschilderungen und Lichtquellen aufzustellen, werden dir in deinem Ausbildungsbetrieb auch alle theoretischen Themen aus der Berufsschule an fachpraktischen Beispielen gezeigt. Du wirst lernen, was du zum Beispiel beim Mischen von Mörtel oder Beton beachten musst. All das sind Arbeiten, die du bereits im ersten Lehrjahr relativ schnell alleine erledigen kannst. Ebenso werden dir grundlegende Kenntnisse zum Anfertigen von Zeichnungen und Verlegeplänen vermittelt. Diese Dokumente geben vor, wie der gestalterische Ablauf der Baustelle ist und welcher Schritt nach dem nächsten gemacht werden muss. Im besten Fall entspricht das fertige Bauwerk am Ende den Vorgaben der Zeichnungen. Auch grundlegendes Wissen zu den Themen Haus- und Oberflächenentwässerungen, die Herstellung von Gräben und Baugruben, das Einbauen von Ver- und Entsorgungssystemen und wie man Baukörper aus Bauplatten und Steinen herstellt, wird dir bereits alles im ersten Ausbildungsjahr an realen Beispielen vermittelt. Danach bist du auch praktisch für die Zwischenprüfung gut gerüstet. Das zweite und bereits letzte Jahr ist sowohl in der Berufsschule als auch im Betrieb Schwerpunkt bezogen. Der Schwerpunkt wird bereits vor Beginn der Ausbildung in deinem Betrieb festgelegt und dementsprechend auch in der Stellenausschreibung ausgewiesen. Da das Unternehmen einer bestimmten Branche angehört und somit wahrscheinlich nicht die Möglichkeit hat, dir alle Schwerpunkte anzubieten, ist dieses Vorgehen üblich. Neben den genannten Tätigkeiten werden dir außerdem qualitätssichernde Maßnahmen und das Berichtswesen näher gebracht, bevor du am Ende des Jahres auch schon deine Abschlussprüfung ablegst.

Besonderheiten


Nach dem zweiten Ausbildungsjahr und deiner bestandenen Abschlussprüfung zum Tiefbaufacharbeiter-Gesellen besteht für dich die Option, mit einem weiteren Lehrjahr in einer entsprechenden Fachrichtung fortzufahren. Absolvierst du im Anschluss dieses dritten Ausbildungsjahres auch diese Gesellenprüfung, so hast du gleich zwei Ausbildungen mit einer Klappe geschlagen.
Mit den folgenden Erweiterungen, kannst du nach deiner Ausbildung zum Tiefbaufacharbeiter darauf aufbauen:

Neben einer zusätzlichen Ausbildung, die du durch ein weiteres Lehrjahr und der zugehörigen Abschlussprüfung erlangen kannst, besteht für dich unter bestimmten Voraussetzungen natürlich auch die Möglichkeit, deine Ausbildung zu verkürzen. Hierfür sind jedoch mindestens ein Realschulabschluss oder besonders gute Noten in der Berufsschule nötig. Bereits während der Ausbildung bietet sich dir die Gelegenheit, dich mit einem Auslandspraktikum zusätzlich zu qualifizieren und den Titel „Europaassistent im Handwerk“ zu erlangen. Der Lehrgang geht mehrere Wochen und kann in verschiedenen europäischen Ländern absolviert werden. Als Zugangsvoraussetzung wird von dir der Realschulabschluss verlang.



Voraussetzungen


Du bist…

  • handwerklich geschickt?
  • sorgfältig und umsichtig?
  • flexibel und teamfähig?

Du hast….
- gute Noten in Mathematik, Physik und Werken/Technik?
- eine gute Auge-Hand-Koordination?
- gutes räumliches Vorstellungsvermögen?

Die Unternehmen stellen in der Regel bevorzugt Bewerber mit einem Haupt- oder Realschulabschluss ein. Eine rechtliche Voraussetzung gibt es jedoch nicht. Du willst wissen, ob du wirklich der Richtige für diesen Job bist? Dann teste deine Persönlichkeit mit unserem Berufsscout!

Quellen:
Bei der Recherche für unsere Berufsbilder verwenden wir die Informationen von der Bundesagentur für Arbeit
sowie dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie .

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