Kosmetiker bei der Arbeit ©Ahrens+Steinbach Projekte

Ausbildung
Kosmetiker (m/w/d)

Bildungsweg
Duale Ausbildung, Schulische Ausbildung
Empfohlener Schulabschluss
Hauptschulabschluss
Ausbildungsdauer
3 Jahr(e)

Kosmetikerinnen und Kosmetiker beraten und behandeln ihre Kunden im Bereich der Schönheitspflege. Sie analysieren Hauttypen, sind für die Reinigung und Pflege der Haut zuständig, führen beruhigende Massagen durch, machen Maniküren und Pediküren und tragen Make-up auf.

Gesundheit, Pflege und Medizin Berufe rund um die Bühne und Theater Berufe rund um Film, Funk und Fernsehen Lehre in Österreich Lehre in der Schweiz Berufe rund um das Thema Schönheit

Was macht ein Kosmetiker ?

Deine Aufgaben als Kosmetikerin

  • Kundinnen individuell beraten zu Hauttyp, Hautzustand, Pflege und Farbtyp
  • Haut und Nägel mit unterschiedlichen Methoden pflegen
  • Dekorative Kosmetik einsetzen
  • Kosmetikprodukte verkaufen

Die Tätigkeiten von Kosmetikerinnen im Detail

Make-up, Masken, Massagen und Maniküren waren schon immer deine große Leidenschaft? Du liebst es, dir in Magazinen und im Internet die neusten Beauty-Trends anzugucken und sie auszuprobieren? Vor einem großen Event, egal ob eine Party oder Schulabschlussfeier, kommen alle deine Freundinnen zu dir gelaufen, weil du ein wahrer Schminkprofi bist? Dann mach dein Hobby zum Beruf und werde Kosmetiker bzw. Kosmetikerin! 

Sugaring, Mikrodermabrasion und Wimpernwelle 

...so manch Anderer müsste bei diesen Worten wohl erst das Internet oder den Duden befragen, doch du weißt ganz genau, dass all diese Begriffe in den Bereich der Kosmetikanwendungen gehören und was sie bedeuten. Als Kosmetikerin hast du täglich mit Menschen und deren Körperpflege und Kosmetikfragen zu tun - von der Reinigung und Pflege des Gesichts, Maniküren und Fußpflege, Augenbrauenkorrektur- und färben bis hin zur Haarentfernung und dem Auftragen von Tages- oder Abendmakeup fällt so ziemlich alles in deinen Aufgabenbereich. Kommt ein Kunde zu dir ins Kosmetikstudio, analysierst du zuerst seinen Hautzustand und entscheidest dann über die nötige Art der Behandlung. Hat die Kundin eine sehr reine Haut, benötigt er oder sie eine andere Pflege als jemand mit öliger und unreiner Gesichtshaut. Du machst beispielsweise Dampfbäder, um so die Poren des Klienten zu öffnen und diese anschließend fachmännisch zu reinigen. Du führst ein Enzympeeling durch und trägst im Anschluss eine beruhigende, auf den Hauttypen abgestimmte Gesichtsmaske auf.  Zum Schluss folgt die sogenannte Abschlusspflege, die du sanft einmassierst. 

Schönheit zum Beruf machen 

Neben der Haut-, Hand-, und Fußpflege ist heutzutage die Haarentfernung ein großes Thema in Kosmetikstudios. Als Kosmetikerin kennst du dich mit diversen Haarentfernungsmethoden bestens aus – egal ob Epilieren, Wachsen oder Sugaring. Du erklärst die Vor- und Nachteile der jeweiligen Methode und berätst dahingehend, welche Art der Haarentfernung für die jeweilige Person am besten geeignet ist. Als Kosmetiker solltest du gut mit Menschen umgehen können und sehr diskret sein, denn besonders bei der Haarentfernung ist es wichtig, dass sich dein Kunde wohlfühlt, schließlich muss er oder sie dir unter Umständen sehr intime Körperstellen offenbaren. Hier ist höchste Professionalität gefragt! 

Verkauf von Pflegeprodukten 

In deinem Beruf führst du nicht nur diverse Schönheitsbehandlungen durch, sondern verkaufst oftmals auch Pflegeprodukte. Du berätst die Person, welche Creme oder Lotion ihrem Hauttyp entspricht und erklärst ihr, wie sie die Pflege richtig aufträgt. Darüberhinaus verkaufst du Make-up und in manchen Kosmetikstudios auch Parfums.

Inhalte der Ausbildung


Schulische Ausbildungsinhalte 

Wichtige Fächer für Kosmetikerinnen in der Berufsschule:
  • Kosmetische Behandlung
  • Gesundheitslehre (Dermatologie und Anatomie)
  • Rohstoffe und Produkte
  • Verkauf und Warenwirtschaft
  • Wirtschafts- und Sozialkunde
In der Berufsschule lernst du alle theoretischen Grundlagen, die du später in der Praxis im Betrieb benötigst. Du setzt dich beispielsweise mit dem Bedienen von Apparaten und Instrumenten auseinander und lernst, wie du diese richtig desinfizierst, reinigst, sterilisierst und pflegst. Der Biologieunterricht hilft dir dabei zu verstehen, wie der menschliche Körper funktioniert und wie das größte Organ des Menschen – die Haut - aufgebaut ist und welche Eigenschaften sie hat. In Chemie lernst du die Wirkungsweise von Kosmetikpräparaten kennen. Nur so ist es dir später möglich, für deinen Kunden die richtige Pflege auszusuchen, ohne bei einem chemischen Peeling seine Haut zu verätzen oder eine zu reichhaltige Creme auf eh schon fettige Gesichtshaut aufzutragen und die Poren dadurch noch mehr zu verstopfen. Schließlich ist die Gesundheit deines Kunden am wichtigsten. 

Betriebliche Ausbildungsinhalte

Im Ausbildungsbetrieb wartet die praktische Arbeit auf dich. Zunächst machst du dich mit deinem Ausbildungsbetrieb, seinen Sicherheits- und Hygienevorschriften vertraut. Zu Beginn deiner Ausbildung wirst du deinem Ausbilder noch viel über die Schulter schauen und bei Kosmetikbehandlungen zusehen. Du wirst lernen, den Zustand und die Beschaffenheit der Haut eines Kunden zu prüfen und zu beurteilen und die dazu passenden Kosmetikprodukte auszuwählen. Am Anfang darfst du die Kunden jedoch noch nicht selbst behandeln, sondern bist zunächst selbst das „Versuchskaninchen“. Du übst an dir selbst – oder an anderen Azubis oder später vielleicht sogar an deinem Ausbilder – wie du Poren richtig reinigst, die passende Lotion oder Maske richtig aufträgst, Gesichtsmassagen durchführst und vieles mehr. Dir wird gezeigt, welche Haarentfernungsmethoden es gibt und wie du diese ausführst und wie du Hand- und Fußplege durchführst. Hast du genug Übung, darfst du – zunächst im Beisein deines Ausbilders – nach und nach die Beratung und Behandlung von Kunden durchführen. Am Ende deiner Ausbildung bist du ein echtes Genie, wenn es um professionelle Kosmetikbehandlungen geht. 
Wenn du dich für eine schulische Ausbildung zur Kosmetikerin entschieden hast, wirst du die praktischen Kenntnisse durch mehrwöchige oder sogar mehrmonatige Praktika in Kosmetikeinrichtungen erlangen. Dort erlernst du dann die gleichen praktischen Fähigkeiten wie bei der dualen Ausbildung im Ausbildungsbetrieb.

Besonderheiten


Zusatzqualifikationen in der Kosmetikerausbildung

Die Ausbildung zum Kosmetiker wird sowohl als schulische, als auch als duale Ausbildung angeboten. Aber egal, ob dual oder schulisch: Abhängig davon, bei welcher Berufsschule du deine Ausbildung machst, kannst du zusätzlich zum Ausbildungsabschluss die Zusatzqualifikation

 erwerben.

Ausbildungsdauer

Je nachdem, ob du dich für die schulische oder duale Ausbildung entschieden hast, variiert die Dauer deiner Ausbildung als Kosmetikerin. Während die schulische Ausbildung je nach Berufskolleg 1-2 Jahre dauert, hast du bei der dualen Ausbildung nach 3 Jahren deinen Abschluss. Dafür erhältst du währenddessen jedoch bereits eine Ausbildungsvergütung.

Übrigens kannst du die Ausbildung auch in Österreich und der Schweiz absolvieren. Dort dauert die Lehre zwei Jahre.



Wie werde ich Kosmetiker ?


Persönliche Voraussetzungen für die Ausbildung als Kosmetikerin

Als Kosmetikerin solltest du...
  • Spaß am Umgang mit Menschen haben 
  • service- und kundenorientiert sein
  • Fingerspitzengefühl besitzen 
  • einen Sinn für Ästhetik haben 
  • kreativ sein 
  • ein freundliches Auftreten mitbringen 
  • sehr sauber und genau arbeiten 
  • viel Wert auf Hygiene legen 
  • Interesse an den neusten Beautyprodukten und –trends haben 
Diese Beschreibung ist dir wie auf den Leib geschneidert? Dann ist dieser Ausbildungsberuf wie für dich gemacht. Falls du wissen möchtest, welche Berufe sonst noch zu dir passen, mach den Test in unserem Berufs-Check und finde es heraus. 

Schulische Voraussetzungen 

Um einen Ausbildungsplatz zur Kosmetikerin zu bekommen, solltest du mindestens über einen Hauptschulabschluss verfügen. Sehr gerne werden auch Bewerber mit mittlerer Reife eingestellt.


Quellen:
Bei der Recherche für unsere Berufsbilder verwenden wir die Informationen von der Bundesagentur für Arbeit
sowie dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie .

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