Wie werde ich Hauswirtschafter?

Du kannst
* gut im Team arbeiten und hast Spaß dabei?
* Verantwortung übernehmen?
* dich gut organisieren?
* mit Zahlen umgehen?
* dich in andere Menschen hineinfühlen?
* auch in Stresssituationen einen kühlen Kopf bewahren und höflich sein?

Dann scheint der Beruf des Hauswirtschafters genau der richtige für dich zu sein! Teste doch mal deinen Persönlichkeitstyp in unserem Berufsscout.

Schulische Voraussetzung

Du solltest für eine Ausbildung zum Hauswirtschafter einen Hauptschulabschluss oder einen Realschulabschluss mitbringen.

Bildungsweg

Duale Ausbildung

Empfohlener Schulabschluss

Hauptschulabschluss

Ausbildungsdauer

3 Jahr(e)

Was macht ein Hauswirtschafter?

Wenn dir Kochen Spaß macht, wenn du am liebsten Aufgaben im Team meisterst, wenn du das Gefühl liebst, einen Raum wieder in neuem Glanz erstrahlen zu lassen und in deinem Beruf mit Menschen zu tun haben möchtest, dann ist der Beruf des Hauswirtschafters genau dein Ding!

„Die gute Seele des Hauses“

Nicht umsonst werden Hausfrauen und Hausmänner oft so bezeichnet. Auch du bist als Hauswirtschafter oder Hauswirtschafterin dafür verantwortlich, dass die Einrichtung, die Kantine, das Hotel oder der Haushalt, in dem du arbeitest, immer gut organisiert ist. Das bedeutet zum Beispiel, dass alle Lebensmittel vorhanden sind, dass die Küchengeräte und Maschinen funktionieren, genügend Reinigungsmittel da sind, saubere Tischdecken und sauberes Besteck pünktlich zur Verfügung stehen und auch, dass die Nährwerte für Speisen berechnet werden, Rezepte eingehalten werden, die Budgetplanung ausgearbeitet wird und die Homepage der Einrichtung gepflegt wird. Das klingt nach viel Arbeit, aber zum Glück musst du das nicht alleine machen, sondern hast dein Team, das dich dabei unterstützt.

Jung und Alt

Wenn du dich dazu entscheidest, in einer sozialen oder medizinischen Einrichtung zu arbeiten, zum Beispiel in einer Kindertagesstätte, in einem Seniorenheim, in einer Einrichtung für Menschen mit Behinderungen, in einem Krankenhaus oder in einer Reha- oder einer Kurklinik, hast du den ganzen Tag mit Menschen zu tun, die auf deine Fürsorge, dein Einfühlungsvermögen und dein Verantwortungsbewusstsein angewiesen sind. Du wirst häufig in der Küche eingebunden, um das Essen zuzubereiten und auszugeben. Da manche Bewohner oder Patienten auf Hilfe angewiesen sind, unterstützt und berätst du sie zusammen mit dem Pflegepersonal bei alltäglichen Aufgaben. Die Ernährung stimmst du individuell auf die Menschen ab, indem du zum Beispiel mithilfe von Nährwerttabellen individuelle Speisepläne zusammenstellst. Du bist immer wieder Ansprechpartner, an Geduld und Freundlichkeit sollte es dir deshalb nicht mangeln.

In der Küche

Ob in der Caféteria des Krankenhauses, der Mensa in der Uni oder der Küche im Kindergarten – überall wo mit Lebensmitteln hantiert wird, müssen strenge Vorschriften eingehalten werden. Hygiene ist das A und O in der Gastronomie. Du kennst dich bestens mit den verschiedenen Lebensmitteln, der Vorratshaltung und Haltbarmachung von Lebensmitteln aus. Du kannst Speisen nach Rezept zubereiten, kannst sie portionieren, anrichten und schließlich auch servieren. All das wird dir in deinem Ausbildungsbetrieb beigebracht. Zu einem guten Essen gehört natürlich immer eine gute Dekoration, denn das Auge isst bekanntlich mit. Ein Buffet ansprechend zu gestalten, den Tisch nett herzurichten und die Menüregeln einzuhalten sind nur ein paar der vielen Beispiele für Etikette in der Gastronomie.

„Bürokram“

Was manchmal so einfach als „Bürokratie“ abgestempelt wird, ist in Wirklichkeit das, womit ein hauswirtschaftlicher Betrieb steht und fällt. Ob Schriftverkehr mit Kunden, Reklamationen, Öffentlichkeitsarbeit, Vergleich von Angeboten, Marktforschung oder Kostenrechnung – als Hauswirtschafter bist du nicht nur für die Reinigung, die Küche und den Service zuständig, sondern auch für die Verwaltung und Organisation. Im Büro kümmerst du dich um die Zahlungsein- und -ausgänge und um den Schriftverkehr. Du holst Angebote per E-Mail oder Telefon ein und vergleichst sie. Dabei kannst du dich auf dein Geschick im Umgang mit Zahlen verlassen. Auch dein Verkaufstalent kommt immer wieder zum Vorschein, zum Beispiel, wenn du in der Kantine dein Menü zum Verkauf anbietest.

Inhalte der Ausbildung

Schulische Ausbildungsinhalte

Die Berufsschule bereitet dich auf die Arbeit im Ausbildungsbetrieb vor bzw. sie begleitet deine praktischen Tätigkeiten im Betrieb. Du lernst in der Schule zum Beispiel Grundlagen der Warenwirtschaft und der Lagerung: Lagerbedingungen, Schädlingsbekämpfung, Methoden der Frischhaltung und Haltbarmachung. In Wirtschaft erwirbst du Kenntnisse betrieblicher Geschäftsvorgänge. Das bedeutet, dass du zum Beispiel erfährst, wie man Aufträge bearbeitet, den Bedarf an Waren ermittelt, Bestellungen durchführt, das vorhandene Budget verwaltet und so weiter. In der Küche spielt Hygiene eine große Rolle, weshalb du mit den Standards vertraut gemacht wirst. Auch bei der Reinigung von Räumen und Textilien musst du einige Grundsätze lernen. Du erwirbst auch Nähtechniken, zum Beispiel im Umgang mit der Nähmaschine und lernst dazu die Eigenschaften von Stoffen kennen. Im Bereich der häuslichen Krankenpflege und Betreuung beschäftigst du dich mit unterschiedlichen Lebensabschnitten und Lebenssituationen von Menschen.

Betriebliche Ausbildungsinhalte

Der Ausbildungsbetrieb ist der Ort, an dem du dich ausprobieren kannst – natürlich nicht ohne Anleitung, sondern mit einem Betreuer oder einer Betreuerin an deiner Seite, der oder die dir die einzelnen Handgriffe zeigen wird. Du lernst die einfachen Grundrezepte und -techniken in der Küche kennen. Das kann zum Beispiel damit anfangen, wie Fleisch geschnitten wird und wie du eine Mehlschwitze machst. Du lernst die unterschiedlichen Maschinen und Geräte in deinem Betrieb kennen. Du erfährst, welche Zutaten für welche Kostform bzw. Diätform gut oder schlecht sind und lernst auch, Menschen in Sachen Ernährung zu beraten. Je häufiger du das übst, desto professioneller wirst du. Jeder hat einmal klein angefangen! Im Servicebereich wird dir gezeigt, wie du Tische eindeckst, Wohnräume dekorierst und reinigst. Du lernst alle Serviceleistungen und deren Kosten in deinem Betrieb kennen, erfährst, wie du Informationen über Zielgruppen und Konkurrenz auf dem Markt beschaffst, wie du Kosten ermittelst und die betrieblichen Finanzen überwachst.

Ablauf der Ausbildung

Je nach Ausbildungsbetrieb machst du deine Ausbildung in einem dieser beiden Fachrichtung:
* hauswirtschaftliche Versorgung und Betreuung bestimmter Personengruppen, zum Beispiel in Kindertageseinrichtungen, in Seniorenheimen oder Einrichtungen für Menschen mit Hinderung
* erwerbswirtschaftlich orientierte Versorgungs- und Betreuungsleistungen, zum Beispiel in Kantinen, Jugendherbergen oder Hotels

Die Ausbildung zum Hauswirtschafter ist eine duale Ausbildung, das heißt sie findet sowohl im Ausbildungsbetrieb als auch in der Berufsschule statt.
Es gibt auch Berufsfachschulen, die eine schulische Ausbildung zum Hauswirtschafter anbieten.

Wie gut passt der Beruf Hauswirtschafter zu dir?

Wenn du in deinem Beruf gerne Menschen helfen möchtest, ist der Beruf Hauswirtschafter genau der richtige für dich.

Wenn du nicht körperlich anstrengend arbeiten möchtest, könnten andere Berufe besser zu dir passen.

Hilfreiche Fähigkeiten

  • Teamfähigkeit
  • Kommunikationsfähigkeit

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