Azubi-Recruiting im New Normal

HR Performance 1/2021. Schon vor Corona war die Digitalisierung von Recruitingprozessen ein wichtiges Thema für Personaler. Durch die Pandemie wurden und werden diese Entwicklungen beschleunigt. Personaler sind darauf angewiesen, etablierte Abläufe in der Azubi-Gewinnung von analog auf digital umzustellen und andere, kontaktlose Wege zu gehen, um neue Auszubildende für das eigene Unternehmen zu gewinnen. Der Artikel gibt Anregungen, wie Sie als Personaler und Ausbilder diesen Weg gestalten können.

Übersicht über Fördermöglichkeiten für die Ausbildung

Der Staat fördert und unterstützt die duale betriebliche Berufsausbildung mit verschiedenen Maßnahmen. Neben denen finanzieller Natur, wie gerade aktuell im Zuge der Corona-Pandemie, gibt es auch direkt unterstützende Maßnahmen, die beispielsweise einen Abbruch der Ausbildung verhindern oder überhaupt erst die Ausbildung im Unternehmen ermöglichen sollen.

Corona-Pauschale fürs Homeoffice können auch Azubis in Anspruch nehmen

Wer im Homeoffice arbeitet, dem stehen steuerliche Erleichterungen zu. Das gilt auch für Auszubildende, die ihre Ausbildung im Homeoffice absolvieren. Steuerpflichtige können für jeden Kalendertag, an dem sie ausschließlich in der häuslichen Wohnung arbeiten, einen Betrag von fünf Euro geltend machen.

Sicher in die Pause

Ein stetiger Zankapfel sind Unfälle während der Arbeitspausen. Nur in bestimmten Fällen handelt es sich dann um einen entschädigungspflichtigen Arbeitsunfall. Gerade auch für Auszubildende ist es wichtig zu wissen, wie sie sich in Arbeitspausen zu verhalten haben, damit ein Unfallversicherungsschutz über die Berufsgenossenschaft besteht.

Fremdsprachen als Schlüsselkompetenz

Angesichts der Globalisierung der Wirtschaft und der Zunahme internationaler Verflechtungen werden Fremdsprachenkenntnisse im Arbeitsleben immer wichtiger. In vielen Erwerbstätigkeiten sind Fremdsprachenkenntnisse daher mittlerweile zu einer Schlüsselqualifikation geworden und fester Bestandteil im Arbeitsalltag, wobei Englisch die am häufigsten verwendete Fremdsprache ist.

Die Duale Ausbildung braucht eine Imagepolitur

Handbuch HR-Management vom 21. Dezember 2021: Sie gilt als das Rückgrat unserer Wirtschaft und erntet regelmäßig neidische Blicke aus dem Ausland: Die Duale Ausbildung made in Germany. Sie besticht vor allem durch ihren hohen Praxisbezug und das sukzessive Hineinwachsen in den Beruf, begleitet von der Grundlagenbildung in der Berufsschule. Nach dem Ausbildungsabschuss gibt es viele Möglichkeiten, sich weiterzuentwickeln. Dennoch entscheidet sich über die Hälfte eines Jahrgangs für ein Studium. Ein Umdenken ist dringend erforderlich.

„Es braucht nicht unbedingt ein Studium, um Karriere zu machen“

TREND REPORT vom 9. Februar 2021: Die TREND-REPORT-Redaktion sprach mit Chantal Kuschnereit, Personalermarketerin beim Ausbildungsoptimierer AUBI-plus. Auch hier hat sich durch die Corona-Pandemie gezeigt, dass Unternehmen etwas tun müssen, um sprichwörtlich „am Ball zu bleiben“. Im Interview beantwortet Frau Kuschnereit Fragen zu Recruiting, Digitalisierung und der Auswirkung der Corona-Pandemie auf die Duale Ausbildung.

New Normal in der Ausbildung? – Remote Recruiting

Schon vor Corona ist die Digitalisierung von Recruitingprozessen ein zentrales Thema gewesen. Dennoch war und ist die konkrete Umsetzung in vielen Unternehmen eine Herausforderung. Durch den weltweiten Ausbruch von COVID-19 sind Ausbildungsbetriebe jetzt jedoch darauf angewiesen, ihre etablierten Strukturen und Abläufe für das Recruiting digital anzupassen und auf „new normal“ umzustellen. Corona gilt als der Beschleuniger dieser Entwicklung.

New Normal in der Ausbildung? - Digitalisierte Bewerbungsmöglichkeiten

Die zentrale Frage momentan lautet: Wie kann der komplette Bewerbungsprozess digital, d. h. ohne physischen Kontakt, gestaltet werden? Unterlagen digital zu übermitteln ist in der heutigen Zeit selbstverständlich. Bewerben per E-Mail, per Online-Formular oder per Video sind in den meisten ausschreibenden Unternehmen etablierte und bewährte Wege. Der dann folgende weitere Bewerbungsprozess ist jedoch oftmals sehr klassisch organisiert und strukturiert. Obwohl Telefoninterviews, Online-Tests und Co. im Rahmen der allgemeinen Personalauswahl bereits gängige Methoden sind, kommen diese bei der Azubi-Auswahl bislang nur wenig zum Einsatz.

New Normal in der Ausbildung?- Grundlagen digitaler Bewerbungsprozesse

Bei der Digitalisierung hängen Unternehmen mit ihrem Know-how noch oft hinterher. Bedeutet: Hier besteht ein dringender Nachholbedarf, um im Kampf um die besten Köpfe wettbewerbsfähig zu bleiben. Diese Erkenntnis ist nicht neu, war aber im Jahr 2020 aktueller denn je. Der digitale Bewerbungsprozess ist keine Corona-Erfindung - viele digitale Kommunikationsformen haben sich längst bewährt, allerdings werden deren Potenziale bei Weitem noch nicht ausgeschöpft.