Wie wichtig gute Knieschoner und Unterlagen für deine Kniegelenke und deinen Rücken sind, kannst du hier nachlesen:

https://www.aubi-plus.de/blog/arbeitssicherheit-teil-1-bodenhandwerk-aber-sicher-4199/

Heute wollen wir uns mit den anderen Sicherheitsmaßnahmen beschäftigen, die deine Gesundheit auf der Baustelle schützen.

Schiebestock

Einer der wichtigsten Gegenstände im Bodenhandwerk ist der sogenannte Schiebestock.
Das Werkzeug, das ein bisschen an einen Holzpfannenwender erinnert, kommt zum Einsatz, wenn schmale, kleine Werkstücke an der Tischkreissäge zugeschnitten werden müssen. Schiebestöcke kann man kaufen, aber geübte Bodenhandwerker können sie auch ganz leicht selbst zusägen. Der Schiebestock sorgt dafür, dass du deine Finger behältst, wenn du dem Sägeblatt sehr nah kommen musst. Stell ihn dir einfach als verlängerten Arm vor. In Deutschland ist ein Schiebestock sogar vorgeschrieben, wenn das Werkstück schmaler als 120 mm ist. Da es sich um ein Verschleißteil handelt, sollte immer mehr als nur einer griffbereit sein.

Mundschutz

Nicht nur im OP ist ein Mundschutz unerlässlich, sondern auch bei handwerklichen Tätigkeiten, bei denen er vor Staub, Sporen oder Ähnlichem schützen soll. Hier stellt sich die Frage: Ist Staub wirklich so gefährlich? In großen Mengen JA! Wenn man ständig zu viel anorganischem Staub ausgesetzt ist, kann es zu einer Pneumokoniose kommen, einer Krankheit, die umgangssprachlich Staublunge genannt wird. Hierbei handelt es sich um eine Veränderung der Lungenoberfläche durch z.B. giftge Stäube. Es sollte immer darauf geachtet werden, dass der Schutz direkt auf der Haut sitzt und Mund und Nase vollständig bedeckt. Bei gewöhnlichem Staub reicht ein einfacher Mundschutz mit Filter völlig aus. Sollte aber Gefahr vor giftigen Stoffen oder Schimmelsporen bestehen, empfiehlt sich ein komplett abdichtender Mundschutz.

Kapselgehörschutz

Lärmschwerhörigkeit: Eine Berufskrankheit, die mit dem richtigen Gehörschutz ganz leicht vermieden werden kann. Auch hier gilt: Vorsicht ist besser als Nachsicht! Ist eine Hörschädigung vorhanden, ist es für Schutzmaßnahmen nämlich bereits zu spät. Zudem wird bei ständig hohem Lärmpegel nicht nur das Gehör belastet, sondern auch der Stresspegel angehoben. Nach heutigen Erkenntnissen leidet das Gehör ab einem Schallpegel von 95 Dezibel. Wer über einen längeren Zeitraum mit dieser Intensität ohne Schutz ausgesetzt ist, erleidet langfristig gesundheitliche Schäden. Bei 100 Dezibel können sogar bereits nach 15 Minuten dauerhafte Schäden entstehen. Dies entspricht etwa einer Kreissäge. Daher sollte man gerade im Bodenhandwerk auf einen Kapselgehörschutz zurückgreifen. Dieser muss unbedingt individuell an den Träger angepasst werden. Das bedeutet eine rutschfeste Einstellung der Bügel, sowie die Beachtung der Seitenkennzeichnung, damit diese auch richtig herum aufgesetzt werden.

Das Fazit unserer Reihe über Arbeitssicherheit: Die richtigen Sicherheitsvorkehrungen sorgen dafür, dass ihr bedenkenlos als Bodenleger arbeiten könnt und euch keine Sorgen über körperliche Verschleißerscheinungen im Alter machen müsst. Das Wichtigste an Arbeitsschutzkleidung ist jedoch, dass sie optimal an den Körper des Trägers angepasst ist, denn nur so kann sie maximalen Schutz bieten.

Also immer schön dran denken: Vorsicht ist keine Feigheit und Leichtsinn kein Mut!

Quellen:

  1. Arbeitssicherheit Teil 2: Bodenhandwerk, aber sicher! (abgerufen am 14.8.2019)

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