Wie werde ich Winzer?

Wenn du gerne Winzer werden möchtest, solltest du folgende Eigenschaften mitbringen...
  • Bereitschaft zur körperlichen Arbeit
  • guter Geschmacks- und Geruchssinn
  • handwerkliches Geschick
  • Interesse an der Herstellung und Verarbeitung von Lebensmitteln
  • Kundenorientiertheit
  • Naturverbundenheit
  • technisches Verständnis
  • Verantwortungsbewusstsein


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Schulische Voraussetzungen

Zwar ist rein rechtlich kein bestimmter Abschluss vorgeschrieben, in der Praxis werden jedoch Bewerber eingestellt, die mindestens einen Realschulabschluss, vorzugsweise Hochschulreife haben.


Bildungsweg

Duale Ausbildung

Empfohlener Schulabschluss

Realschulabschluss / Mittlere Reife

Ausbildungsdauer

3 Jahr(e)

Azubi-Gehalt

Ø 725 EUR

Was macht ein Winzer?

Egal ob gemütlich mit Freunden nach Feierabend oder am Wochenende auf Geburtstagsfeiern oder Hochzeiten – ein gutes Glas Wein darf einfach nicht fehlen. Bei Wein geht es meist nicht einfach nur um Alkohol, sondern um Genuss! Wenn Wein deine große Leidenschaft ist und du davon träumst, alles über seine Herstellung zu erfahren, kannst du den traditionellen Beruf des Winzers erlernen. 

Ein Beruf mit Tradition

Der Beruf des Winzers ist ein sehr alter und traditioneller Beruf. Als Winzer setzt du alte Bräuche weiter fort, widmest dich beruflich der Leidenschaft Wein und bist Fachmann für den gesamten Produktionsprozess, vom Anbau der Traube bis hin zur Vermarktung des Endprodukts.

Grund und Boden

Damit du am Ende qualitativ hochwertige und geschmackvolle Trauben für die Herstellung von Wein, Sekt oder Essig bekommst, fängst du an der Basis an – dem Boden. Du bearbeitest den Boden des Weinbergs und setzt Jungpflanzen. Du beschneidest die Weinstöcke, pflegst sie, indem du regelmäßig Unkraut entfernst und Schädlinge bekämpfst. Zwar kommen hin und wieder Maschinen zum Einsatz, den Großteil deiner Arbeit erledigst du jedoch von Hand und verbringst dabei viel Zeit im Freien.

Weinlese

Im Herbst ist Erntezeit, das heißt, es ist Zeit für die Trauben- bzw. Weinlese. Die Trauben werden traditionell von Hand aufgelesen, sprich von der Rebe entfernt. Im Anschluss kontrollierst du deren Qualität und bereitest die Weiterverarbeitung vor. Die Trauben werden entweder an eine Winzergenossenschaft geliefert oder im eigenen Betrieb gekeltert.

Rotwein, Weißwein oder Sekt

Wein ist nicht gleich Wein, das lernst du während deiner Ausbildung schnell. Je nachdem, ob du beispielsweise Rotwein, Weißwein oder Sekt herstellen möchtest, variieren die Arbeitsschritte. Mithilfe von Pressen, Filtern und anderen technischen Anlagen werden die Trauben zunächst zerquetscht und anschließend weiterverarbeitet. Für die Herstellung von Rotwein wird die Maische, eine Mischung aus den zerquetschen Trauben und ihrem ausgetretenen Saft, in Fässer abgefüllt und unterläuft einem Gärungsprozess. Faktoren wie Temperatur oder das Beifügen von Zusatzstoffen beeinflussen diesen Vorgang. Durch Schwefeln oder Entsäuern wird beispielweise die Qualität verbessert. Soll der Rotwein am Ende besonders kräftig und gehaltvoll schmecken, muss er oft mehrere Jahre gelagert werden. Der fertige Wein wird in Flaschen abgefüllt, etikettiert und verpackt. 

Anschließend ist es deine Aufgabe, dich um die Vermarktung und die Kundenberatung zu kümmern.

Inhalte der Ausbildung

Die Ausbildung zum Winzer bzw. zur Winzerin ist eine dreijährige duale Ausbildung in der Landwirtschaft. Deine Ausbildungszeit verbringst du sowohl im Betrieb als auch in der Berufsschule.

Schulische Ausbildungsinhalte

Der Berufsschulunterricht findet entweder an ein bis zwei Tagen die Woche oder als Blockunterricht statt. Dort steht zunächst alles Wissenswerte über die Pflanze im Vordergrund. Hierzu besuchst du unter anderem den Biologieunterricht. Du lernst alles über den Anbau der Reben, welche Standorte geeignet sind und wie die Trauben verarbeitet werden. Dir wird beigebracht, welche Nährstoffe die Reben brauchen und wie du sie damit versorgen kannst, damit sie bestmöglich wachsen können. Außerdem lernst du, wie du die Reben vor Krankheiten und Schädlingen schützt. In Chemie erlangst du Kenntnis darüber, wie Gärprozesse, Maische­ und Mostbehandlung ablaufen. Um die Mostgewichte berechnen zu können, darf auch Mathe auf deinem Stundenplan nicht fehlen.

Betriebliche Ausbildungsinhalte

Zu Beginn lernst du deinen Ausbildungsbetrieb kennen und setzt dich mit der Organisation sowie den Techniken der betrieblichen Arbeit und der Produktion auseinander. Darüberhinaus wirst du in den Bereichen Traubenerzeugung, Kellerwirtschaft und Vermarktung ausgebildet. Dir wird beigebracht, wie du die Rebstöcke pflegst, veredelst und beschneidest und worauf du beim Umgang mit Dünge- und Pflanzenschutzmitteln achten musst. Du lernst, wie du den Boden bearbeitest und neue Weinstöcke setzt und natürlich auch, wie du die Traubenlese durchführst. Hierzu verbringst du viel Zeit draußen und solltest eine gute körperliche Konstitution vorweisen können. Im Betrieb wird dir außerdem beigebracht, wie du die Trauben weiterverarbeitest, worauf du dabei achten musst und wie du das fertige Produkt Wein im Anschluss an den Mann bringst.

Wie gut passt der Beruf Winzer zu dir?

Wenn du in deinem Beruf gerne etwas mit deinen Händen erschaffen möchtest, ist der Beruf Winzer genau der richtige für dich.
Wenn du nicht in der Höhe arbeiten möchtest, könnten andere Berufe besser zu dir passen.

Hilfreiche Fähigkeiten

  • Überzeugungskraft
  • Technisches Verständnis
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Analytisches Denken

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