Übersicht der Ausbildungsberufe

In deutschsprachigen Ländern wie Österreich, Südtirol und auch in der Schweiz spricht man nicht von einer dualen Ausbildung, sondern von einer Lehre. Sie bietet dir eine berufliche Grundbildung in der Schweiz, um erste Erfahrungen in der Arbeitswelt zu sammeln. Voraussetzungen für den Start in eine Lehre ist der Abschluss der obligatorischen Schulzeit und dass du mindestens 15 Jahre alt bist. Du hast die Möglichkeit, die Lehre entweder in einem EFZ-Beruf oder in einem EBA-Beruf zu absolvieren. Die Berufe unterscheiden sich in der Organisation, der Dauer und dem Abschluss der Lehre.

EFZ ist eine Abkürzung für das eidgenössische Fähigkeitszeugnis, das du nach der erfolgreich abgeschlossenen Lehre in der Schweiz erlangst. Insgesamt kannst du in mehr als 180 EFZ-Berufen eine Lehre beginnen, die sich in die folgenden Berufsfelder unterteilen:

  • Bau
  • Bildung, Soziales
  • Chemie, Physik
  • Druck
  • Elektrotechnik
  • Fahrzeuge
  • Gastgewerbe
  • Gebäudetechnik
  • Gestaltung, Kunst
  • Gesundheit
  • Holz, Innenausbau
  • Informatik
  • Kultur
  • Metall, Maschinen
  • Nahrung
  • Natur
  • Planung, Konstruktion
  • Schönheit, Sport
  • Textilien
  • Verkauf
  • Verkehr, Logistik
  • Wirtschaft, Verwaltung

 

Doch bevor du in die Arbeitswelt startest, musst du je nach Beruf einen Eignungstest bestehen, der entweder von deinem Lehrbetrieb, von Berufsverbänden oder von unabhängigen Firmen durchgeführt wird. Die Tests dienen den Betrieben als Auswahlkriterium für die richtigen Bewerber und um dein Schulwissen als auch deine Fähigkeiten zu überprüfen. Bei einem erfolgreich absolvierten Test unterschreibst du einen Lehrvertrag, der Angaben zu deiner Person, zu deiner Lehre und zu deinem Lehrbetrieb enthält. Die Dauer deiner Lehre beträgt bei einem EFZ-Beruf zwischen drei und vier Jahren, wobei du im Betrieb die Praxis erlernst und der theoretische Teil in der Schule vermittelt wird. Natürlich erhältst du auch einen Lohn von deinem Lehrbetrieb, der sich jedoch nach deinen Lehrberuf und der Dauer richtet. Mit dem Abschluss deiner Berufslehre erhältst du den Titel „EFZ“, der dir den Einstieg in den Arbeitsmarkt ermöglicht. Parallel zu einem EFZ-Beruf kannst du auch die Berufsmaturität erlangen, die dir den Zugang zu einem Studium öffnet.

Eine zweite Möglichkeit bieten die EBA-Berufe, die sich in ca. 60 EBA-Berufen gliedern. EBA ist eine Abkürzung für das „eidgenössische Berufsattest“ und richtet sich vor allem an Jugendliche, die in der Schule Schwierigkeiten aufweisen. Der Unterschied zu einem EFZ-Beruf ist die Lehrdauer und die Anwesenheitstage in der Schule. EBA-Berufe sind durch eine zweijährige Lehre gekennzeichnet und du musst nur an einem Tag pro Woche zur Berufsschule, wobei du dort eine angemessene Betreuung durch die Lehrkräfte erhältst. Zudem können EBA-Berufe auch in Vollzeit an einer Schule absolviert werden, die jedoch genauso zu einem eidgenössischen Berufsabschluss führen. Je nach Lehrberuf besuchst du bei einem schulischen Vollschulangebot eine Lehrwerkstätte, Handelsmittelschule HMS oder Informatikmittelschule IMS. Neben den allgemeinen Schulfächern erhältst du auch spezifisches theoretisches Wissen zu deinem Lehrberuf. Beim Besuch einer HMS oder IMS absolvierst du während deiner Lehre auch ein Praktikum, um die Theorie in der Praxis umzusetzen und praktische Erfahrungen in einem Lehrbetrieb zu sammeln. Jugendliche mit einem guten Abschluss sind dazu berechtigt, anschließend ein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis (EFZ) zu erlangen.

Steinmetz und Steinbildhauer

4 freie Ausbildungsplätze

Steinmetze und Steinbildhauer spalten, behauen, schleifen und polieren natürliche und künstliche Steine wie Marmor, Granit, Muschelkalk oder Sandstein. Sie restaurieren Baudenkmäler und historische Kunstwerke.

Duale Ausbildung

Strassentransportfachmann

6 freie Ausbildungsplätze

Straßentransportfachleute sind für den Transport verschiedenster Waren zuständig. Sie transportieren diese nicht nur von einem Ort zum anderen, sondern planen den Transport und sind auch für die Sicherung der Güter verantwortlich.

Duale Ausbildung

Systemgastronomiefachmann EFZ

Strukturieren der Arbeitsabläufe (Personalplanung, Personalführung, Einkauf, Lagerhaltung, Küche, Service, Gästebetreuung sowie Verkauf). Darüber hinaus gehört die Zubereitung und das Servieren von Speisen und Getränken ebenso zu den Aufgaben wie die Einhaltung der Qualitätsstandards.

Duale Ausbildung

Telematiker EFZ

1 freie Ausbildungsplätze

Telematiker sind die Spezialisten, wenn es um dieTelekommunikations- und Informatiknetzwerke in den Unternehmen geht. Ihre technischen Kenntnisse nutzen sie für die Planung der Einrichtung der PC´s und der Verbindung der Netzwerke.

Duale Ausbildung

Übersetzer

13 freie Ausbildungsplätze

Übersetzer übernehmen eine wichtige Rolle bei der internationalen Kommunikation, indem sie Sachtexte und manchmal auch literarische Texte von einer Sprache in eine andere übertragen. Dolmetscher übertragen das gesprochene Wort in eine andere Sprache.

Schulische Ausbildung

Webdesigner & Developer

60 freie Ausbildungsplätze

Der Absolvent des Webdesign und Development Diplomas wird durch gezielte Schulung auf einen Berufseinstieg in die Werbe- und Multimediabranche vorbereitet. Er arbeitet in Werbe- und Medienagenturen oder großen Unternehmen als Web Designer, Web Developer, Screen Designer, Grafikeroder Webmaster.

Schulische Ausbildung

Zahntechniker

12 freie Ausbildungsplätze

Zahntechniker arbeiten in zahntechnischen Labors, wo sie in Handarbeit und mithilfe von Geräten Zahnersatz wie Kronen, Brücken, Implantate, Teil- und Vollprothesen anfertigen und reparieren.

Duale Ausbildung

Zimmerer

Zimmerer und Zimmerinnen stellen Holzkonstruktionen und Holzbauten aller Art her. Außerdem renovieren und sanieren sie historische Gebäude oder Inneneinrichtungen aus Holz.

Schulische Ausbildung

Zolldeklarant

Zolldeklaranten kümmern sich um sämtliche anfallenden Aufgaben im Bereich Zoll. So gehören die Aus- und Einfuhrverzollung, die Kontrolle von verzollungspflichtiger Ware sowie die Prüfung zollrelevanter Unterlagen und noch einiges mehr zu ihren Aufgaben.

Weiterbildung

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