Technischer Produktdesigner Fachrichtung Produktgestaltung und -konstruktion bei der Arbeit ©Ahrens+Steinbach Projekte

Ausbildung
Technischer Produktdesigner Fachrichtung Produktgestaltung und -konstruktion (m/w/d)

Bildungsweg
Duale Ausbildung
Empfohlener Schulabschluss
Realschulabschluss / Mittlere Reife
Ausbildungsdauer
3,5 Jahr(e)

Technische Produktdesigner der Fachrichtung Produktgestaltung und -konstruktion assistieren Konstrukteuren bei der Entwicklung oder Verbesserung von Gebrauchsgegenständen wie zum Beispiel Möbelstücken, Autos oder Smartphones. Sie erstellen 3-D-Modelle und planen Fertigungsschritte und Materialaufwand.

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Was macht ein Technischer Produktdesigner Fachrichtung Produktgestaltung und -konstruktion ?

Die Produktion eines Bügeleisens, eines Rasierapparats, eines Föns oder eines Bürostuhls setzt nicht nur die Beschaffung von Material und Arbeitskräften voraus, sondern auch eine gründliche Planung und natürlich auch das Design. Hier kommst du ins Spiel als Technischer Produktdesigner der Fachrichtung Produktgestaltung und –konstruktion.

Das Design

Es geht ein Auftrag ein: Firma „Trink dich wach“ will eine neue Espressomaschine auf den Markt bringen. Sie soll möglichst klein sein und wenig Krach machen, sodass man sie sogar mit ins Büro nehmen kann und sie sich in der Handtasche transportieren lässt. Das Vorgängermodell wurde für seine sperrige Größe und seine Unhandlichkeit kritisiert. Es liegt nun in deiner Verantwortung, es zu optimieren. Dazu öffnest du das Vorgängermodell im CAD-Programm und verschaffst dir einen Überblick über seine Vor- und Nachteile. Einige Bauteile kannst du übernehmen. Andere musst du neu konzipieren. Wenn alle Teile fertig sind, fertigst du eine „Explosionszeichnung“ der Espressomaschine an. Sie heißt zwar „Zeichnung“, ist aber eine computergenerierte Übersicht aller Einzelteile eines Produkts. Es sieht so aus, als ob die Teile explosionsartig auseinanderspringen. So ist es möglich, sie einzeln darzustellen und gleichzeitig zu zeigen, wo sie im Endprodukt platziert werden sollen. Diese „Zeichnung“ ist unverzichtbar für die Produktion und die Montage.  

Maße und Material

Mit dem Design der Espressomaschine ist es noch nicht getan. Für die Produktion bedarf es noch der genauen Maße und der Angaben zu Material und Oberflächenstrukturen. In einer Tabelle hältst du erst einmal die Funktionen der Maschine fest. Welches Teil soll für welchen Arbeitsschritt zuständig sein? Ein Simulationsprogramm zeigt dir, ob das Modell, das du entworfen hast, alle Funktionen erfüllt. Es funktioniert – in der Simulation füllt sich die Espresso-Tasse mit dem frisch aufgebrühten Wachmacher. Nur ob der auch schmeckt, ist die Frage. Du fertigst nun eine Stückliste für Fertigteile an, wie zum Beispiel Thermostate und Magnetventile. Eine Liste der Werkstoffe gibt einen Überblick darüber, welche Materialien für die Produktion aller weiteren Teile benötigt werden. Die Werkstoffe wählst du zum einen auf Funktionsfähigkeit aus und zum anderen unter Beachtung des vorgegebenen Budgets. Die Espressomaschine soll nämlich in der Produktion nicht mehr als 30 Euro kosten. Schließlich fertigst du eine Anleitung für den Zusammenbau der Maschine an. Wenn alle Dokumente vollständig sind, gibst du sie in die Produktion, wo der Prototyp gefertigt wird. Das ist das Vorab-Exemplar der Espressomaschine. Zunächst wird nur ein Exemplar gefertigt und getestet, um zu gewährleisten, dass du bei der Planung auch keine Fehler gemacht hast. Sollte etwas nicht in Ordnung sein, kannst du noch Korrekturen vornehmen, bevor das Produkt dann in Serie produziert wird. Doch es läuft wie geschmiert und der Espresso schmeckt vorzüglich. Ab jetzt laufen hunderte und tausende der Espressomaschinen über das Laufband und werden ab nächstem Monat im Verkauf angeboten. Und dazu hast du einen wichtigen Teil beigetragen!

Inhalte der Ausbildung


Schulische Ausbildungsinhalte

Dachtest du, dass du als Technischer Produktdesigner Fachrichtung Produktionsgestaltung und -konstruktion den ganzen Tag Produkte zeichnest? Dann bist du hier falsch. Du wirst dich in der Berufsschule vor allem mit den Fächern Mathe, Technik und Physik auseinandersetzen. In Werken lernst du die verschiedenen Werkstoffe kennen, aus denen du später die passenden auswählst, damit dein Produkt seine Funktionen erfüllt und auch wirtschaftlich betrachtet effizient ist. In Mathe übst du, Längen, Flächen und Volumina richtig zu berechnen. Physik vermittelt dir zum Beispiel Grundlagen der Elektrotechnik. Außerdem wird es immer wichtiger, Energie und Ressourcen zu sparen. Du wirst dich also auch mit energiesparenden Fertigungsverfahren, der sogenannten „Green Production“ vertraut machen.

Betriebliche Ausbildungsinhalte

Im Ausbildungsbetrieb bekommst du von Anfang an „echte Aufträge“ – zumindest zunächst Teile davon. Wenn du die Grundlagen des Technischen Designs aus der Berufsschule beherrschst, lernst du im Betrieb die Arbeit mit CAD-Programmen kennen und darfst direkt loslegen, kleinere Bauteile nach Vorgabe zu entwerfen. Im Team mit anderen Auszubildenden oder Kollegen präsentierst du deine Arbeitsergebnisse und begründest deine Entscheidung für ein bestimmtes Design, geometrische Formen und die Materialien, die du ausgewählt hast. Du reichst auch Stücklisten für Bauteile ein und beschreibst die Funktionen der einzelnen Teile in Tabellen. Anschließend darfst du sogar in der Werkstatt dein entworfenes Produkt selbst herstellen, um selbst zu erfahren, ob du die Fertigungsanleitung und Montagepläne sauber verfasst hast und die Werkstoffe sinnvoll ausgewählt hast. Solche „Übungen“ wirst du einige Male durchlaufen, bevor es dann ernst wird und du deinen ersten richtigen Kundenauftrag bekommst.

Besonderheiten


Die duale Ausbildung zum Technischen Produktdesigner findet noch in einer weiteren Fachrichtung statt, nämlich Maschinen- und Anlagenkonstruktion.



Wie werde ich Technischer Produktdesigner Fachrichtung Produktgestaltung und -konstruktion ?


Du
  • arbeitest gern am PC?
  • besitzt räumliches Vorstellungsvermögen?
  • bist interessiert an handwerklichen Tätigkeiten und handwerklich geschickt?
  • hast ein Talent fürs Zeichnen und Skizzieren?
  • hast nicht nur gute Ideen, sondern kannst sie auch umsetzen? 
  • kannst gut präsentieren und erklären?
  • stehst du deinen Entscheidungen und kannst sie gut begründen?
  • arbeitest präzise und sorgfältig?
Außerdem hast du einen Realschulabschluss, das Fachabi oder Abi in der Tasche?

Was kann dich dann noch von einer Ausbildung zum Technischen Produktdesigner der Fachrichtung Produktgestaltung und -konstruktion abhalten? Falls du dir noch nicht ganz sicher bist, mache hier den Test!


Quellen:
Bei der Recherche für unsere Berufsbilder verwenden wir die Informationen von der Bundesagentur für Arbeit
sowie dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie .

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